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5. Spieltag2017/18

0:3
Datum
Spielgegner
Ergebnis
18.08.2017
Fortuna Köln - Karlsruher SC
4:0 (2:0)
18.08.2017
SV Meppen - FSV Zwickau
4:0 (2:0)
19.08.2017
Werder Bremen II - SV Wehen Wiesbaden
0:0 (0:0)
19.08.2017
Rot-Weiß Erfurt - SC Paderborn
0:1 (0:1)
19.08.2017
Sonnenhof Großaspach - VfR Aalen
0:0 (0:0)
19.08.2017
Chemnitzer FC - VfL Osnabrück
0:0 (0.0)
19.08.2017
Hallescher FC - SpVgg Unterhaching
1:2 (0:1)
19.08.2017
Preußen Münster - 1. FC Magdeburg
0:1 (0:0)
20.08.2017
Würzburger Kickers - F.C. Hansa Rostock
0:3 (0:1)
20.08.2017
Sportfreunde Lotte - Carl Zeiss Jena
4:0 (2:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Dritter Auswärtssieg in Serie – Hüsing und Benyamina sichern den Dreier in Würzburg

Am 5. Spieltag der 3. Liga stellten Oliver Hüsing und Soufian Benyamina den Spielverlauf in Würzburg auf den Kopf und sicherten der Kogge den dritten Auswärtssieg im dritten Spiel in der Fremde.

Eine knappe Woche hatte die Kogge Zeit, um die bittere Pokal-Niederlage gegen Hertha BSC aus den Köpfen zu bekommen. Denn der Liga-Alltag stand vor der Tür und der FCH musste die schwere Reise zum Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers antreten. Zwar war der Drittliga-Start der Kickers sehr überschaubar, doch aufgrund des hochkarätigen Kaders zählen die Bayern zu den Aufstiegskandidaten.

Mit nur zwei Punkten auf der Habenseite herrscht bei den Würzburgern großer Handlungsbedarf. Im Heimspiel gegen den F.C. Hansa sollte daher endlich der Knoten platzen und die ersten drei Punkte eingefahren werden. Trainer Stephan Schmidt tauschte nach dem Pokal-Aus gegen Werder Bremen (0:3) doppelt aus und brachte mit Baumann und Ademi zwei frische Angreifer aufs Felf, die die sichere Rostocker Defensive fordern sollten. Auf der rechten Abwehrseite des FWK etablierte sich Ex-Hanseat Ahlschwede und durfte auch gegen seinen alten Arbeitgeber von Beginn an ran.

„Ahli“ sollte es am Sonntagnachmittag häufig mit Hansa-Neuzugang Marcel Hilßner zu tun bekommen. Nach dem Pokal-Einsatz durfte der 22-Jährige auch erstmals in der Liga für Hansa ran. Außerdem war Pavel Dotchev gezwungen zwei Veränderungen vorzunehmen. Der Kapitän Amaury Bischoff (Rot-Sperre) und Mike Owusu (nach grippalem Infekt nur auf der Bank) mussten ersetzt werden. Das Rostocker Trainerteam entschied sich für eine Systemumstellung und agierte mit zwei Sturmspitzen. Soufian Benyamina rückte an die Seite von Marcel Ziemer und Mounir Bouziane kam wieder für die Außenbahn ins Spiel.

Doch in der Grundformation wollte die Kogge vor allem wieder mit einem kompakten Auftreten glänzen. Denn Würzburg musste kommen und wollte in der heimischen Flyeralarm-Arena natürlich den Ton angeben.

Oliver Hüsing führte den FCH als Kapitän auf den Platz und wollte mit Hansa auch das dritte Auswärtsspiel der Saison erfolgreich gestalten. Die ersten Ballbesitzanteile gingen gleich mal an Hansa. Würzburg attackierte aber früh und setzte die Dotchev-Elf im Aufbauspiel unter Druck. Nach zwei Minuten erzwang der FWK zwei Eckbälle, die Hansa aber ohne Probleme klären konnte. Doch die Hausherren drückten kräftig auf das Gaspedal. In der 5. Spielminute kam Würzburg plötzlich durch das Zentrum mit Baumann, der den Platz nutzte und nach tollem Pass frei vor Blaswich stand, aber der Rostocker Schlussmann war mit einer schnellen Reaktion zur Stelle und verhinderte den frühen Rückstand.

Somit musste sich der FCH erst einmal auf harte Defensivarbeit einstellen. Denn die Schmidt-Elf drückte weiter auf das Tempo und lief den Gegner früh an. Hansa hatte in dieser Phase Probleme, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und gab das Leder zu früh her. Ademi wollte das ausnutzen und kam zur zweiten Schusschance für die Kickers.

Würzburg nutzte die frühen Möglichkeiten nicht – ganz anders zeigte sich die Kogge vor dem Tor. Mounir Bouziane erarbeite über rechts einen Eckball, den Holthaus vor das Tor brachte und Oliver Hüsing fand. Der Rostocker Kapitän lief auf den ersten Pfosten ein und erzielte mit einem wuchtigen Kopfball und der Hilfe des Pfostens das 1:0 für den F.C. Hansa Rostock.

Aber die Führung brachte keine Ruhe in den Defensivverbund der Kogge. Janis Blaswich musste direkt wieder zweimal eingreifen und parierte doppelt glänzend gegen Würzburgs Baumann. Hansa musste sich schnellstmöglich hinten finden, um das Glück nicht noch weiter zu strapazieren. Ein Standard brachte dabei wieder etwas Entlastung und die zweite Kopfballmöglichkeit für Hüsing.

Und wieder ein Hansa-Standard. Diesmal probierte es Wannenwetsch in der 20. Minute direkt – Hesl konnte den Abschluss allerdings abwehren. Die Kogge arbeitete sich nun langsam in die Partie und präsentierte sich auch den Zweikämpfen williger. Nach 27. Minuten dann ein entscheidender Zweikampf an der Mittellinie. Soufian Benyamina kam zu Fall und wurde von Björn Jopek rüde von den Beinen geholt. Der Würzburger kam von der Seite mit dem gestreckten Bein und traf den Rostocker Angreifer am Knöchel. Schiedsrichter Zorn zögerte kurz, entschied sich dann aber doch für den Platzverweis gegen Jopek.

Die Dotchev-Elf konnte nun 60 Minuten in Überzahl spielen und wollte zunächst mit viel Ballbesitz die Partie kontrollieren. Durch die Jopek-Lücke bekam der FCH jetzt etwas mehr Platz im Zentrum. Diesen sollte das Team dann nach Möglichkeit nutzen und mit schnellem vertikalen Spiel zum Torerfolg kommen. Doch das Hauptaugenmerk lag für Hnasa erst einmal wieder auf der Defensive. Denn die Kickers schüttelten sich kurz und suchten auch in Unterzahl den Weg nach vorne.

Zehn Minuten vor der Pause wurde es erneut gefährlich vor dem Kasten von Blaswich. Schuppan brachte eine Flanke mit den schwachen rechten Fuß vor das Tor – kein Feldspieler kam mehr an den Ball, sodass der Hansa-Keeper zwar geschlagen war, aber die Flanke knapp am Tor vorbeirauschte.

Kurz vor der Pause erarbeite sich dann der F.C. Hansa mehr Feldvorteile und ließ Ball und Gegner laufen. Die Partie blieb aber weiter umkämpft und der FCH musste aufpassen, dass die Überzahlsituation auch weiterhin bestehen blieb – Henning und Ziemer sahen jeweils die gelbe Karte. Bryan Henning hatte nach dem Foulspiel dann aber noch eine positive Szene auf dem Fuß. Aus knapp 20 Metern zog der 22-Jährige ab und prüfte Würzburgs Wolfgang Hesl, der seine Mannschaft aber im Spiel hielt. Es blieb bei der knappen Führung für den F.C. Hansa, der im zweiten Durchgang clever die Überzahl ausnutzen wollte.

Dieses Vorhaben ging Pavel Dotchev mit zwei frischen Kräften an. Selcuk Alibaz kam für Mounir Bouziane auf der rechten Seiten zum Einsatz und hinten kam Valdimir Rankovic zum Debüt im Rostocker Trikot – Julian Riedel verließ dafür den Platz. Würzburg ging ohne Wechsel in die zweite Hälfte und wollte auch mit einem Mann weniger weiter Druck ausüben.

Hansa griff nun aber deutlich früher an und wollte die Würzburger so weit vom eigenen Tor fernhalten. Die Kickers spielten da aber nicht mit und gestalteten das Spiel immer wieder offen. Den ersten guten Abschluss konnte jedoch der FCH verzeichnen. Der eingewechselte Alibaz stellte Hesl aber vor keine große Aufgabe. Auf der Gegenseite musste Janis Blaswich zum ersten Mal im zweiten Durchgang eingreifen und einen Abschluss von Ademi parieren.

Nun wechselte auch Kickers-Trainer Schmidt und brachte mit Bytyqi und Müller zwei neue Offensivkräfte. Und Würzburg spielte weiter mutig auf das Hansa-Tor. Die Kogge musste alles in die Zweikämpfe werfen, um die Führung zu verteidigen. In der 64. Minute klärte Janis Blaswich wieder in höchster Not und blieb erneut der Sieger im Duell mit den Kickers. Der Rostocker Schlussmann musste nun erst einmal seine Mitspieler wach machen, denn der Druck der Bayern wurde in dieser Phase wieder größer.

Ab der 67. Minute wurde der FCH dann wieder griffiger und hatte die große Chance zum 2:0. Fabian Holthaus konnte sich stark über links durchsetzen und hatte das Auge für Ziemer, der es gegen die Laufrichtung des Keepers probierte, aber abgeblockt wurde. Doch dann erneut Hansa mit dem perfekten Konter. Henning eroberte den Ball am eigenen Strafraum und leitete blitzschnell die Umschaltsituation über Ziemer und Hilßner ein. Der Rostocker Linkaußen war es schließlich, der mit einem genauen Zuspiel Soufian Benyamina bediente – 2:0 für den FCH, der nun ganz nah vor dem dritten Auswärtssieg in Folge war.

Noch 15 Minuten in der Flyeralarm-Arena und die Hausherren setzten zum letzten Versuch an. Aber Hansa wollte nichts mehr anbrennen lassen und spielte in der Schlussphase clever weiter. Der Ball lief nun häufig in der Reihen der Hanseaten - Würzburg hatte nicht mehr viel im Tank, kam aber nach einem Eckball durch Neumann zu einer Halbchance, die aber deutlich über den Kasten ging. Und dann bekam der FWK noch einmal eine gute Freistoßposition zugesprochen. Göbel übernahm, traf aber nur den Pfosten. Der FCH zeigte im Gegenzug, was am Sonntagnachmittag den Unterschied machte. Über Hilßner und Wannenwetsch der nächste Konter der Rostocker. Stefan Wannenwetsch fand mit einer Flanke den eingewechselten Väyrynen, dessen Kopfball am Pfosten landete, aber der Nachschuss saß. Wieder war es Soufian Benyamina, der richtig stand und den Deckel drauf machte.

Ein verrücktes Spiel, in dem sich der F.C. Hansa lange defensiv beweisen musste - auch etwas Glück hatte - aber das effektivere Team vor dem gegnerischen Gehäuse war. Damit blieb die Kogge auch im dritten Auswärtsspiel der Saison ohne Gegentreffer und Punktverlust.

Weiter geht es für den F.C. Hansa dann am kommenden Sonntag. Um 14 Uhr gastiert der SC Preußen Münster im Rostocker Ostseestadion.

Würzburger Kickers - F.C. Hansa Rostock 0:3 (0:1)

Torfolge: 0:1 Hüsing (14.), 0:2 Benyamina (74.), 0:3 Benyamina (89.)

Würzburger Kickers: Hesl – Ahlschwede (67. Wagner), Syhre, Neumann, Schuppan – Göbel, Jopek (27. Rote Karte), Nikolaou, Mast – Baumann (58. Müller), Ademi (58. Bytyqi)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel (46. Rankovic), Holthaus – Bouziane (46. Alibaz), Henning, Wannenwetsch, Hilßner – Ziemer (75. Väyrynen), Benyamina

Zweitliga-Absteiger will schnell wieder nach oben – Wiedersehen mit Ahlschwede

Vor einem halben Jahr standen die Würzburger Kickers noch auf dem 6. Tabellenplatz der 2. Bundesliga, doch eine desolate Rückrunde besiegelte den direkten Wiederabstieg in die 3. Liga. Ein Neuanfang für die Bayern, die nach dem Gang in die Drittklassigkeit nicht nur den Großteil der Mannschaft austauschen mussten, auch Aufstiegs-Trainer Bernd Hollerbach verließ die Kickers. Stephan Schmidt übernahm und sollte ein neues Team formen, das den direkten Aufstieg anpeilt.

Der 40-jährige Fußballlehrer trainierte zuvor im Nachwuchsbereich von Hertha BSC, dem VfL Wolfsburg und Schalke 04, coachte aber auch schon im Profibereich Energie Cottbus und den SC Paderborn. Nun hat der gebürtige Berliner bei den Würzburger Kickers eine neue Aufgabe gefunden, die es jedoch in sich hat.

Die Mission Wiederaufstieg geht Schmidt mit 17 Neuzugängen an. Bei der Transferpolitik der Würzburger fällt auf, dass sich der Verein ein kleines All-Star-Team der 3. Liga zusammengestellt hat, das durch ein paar erfahrene Zweitliga-Kicker vervollständigt wurde. Der FWK bediente sich bei direkten Kontrahenten und holte beispielsweise Leistungsträger wie Jannis Nikolaou (Erfurt), Patrick Göbel (Zwickau), Anthony Syhre (Osnabrück), Björn Jopek (Chemnitz) und Maximilian Ahlschwede (Rostock) nach Unterfranken.
„Ahli“ spielte zuvor zweieinhalb Jahre für die Kogge, entschied sich im Sommer aber gegen eine Vertragsverlängerung beim F.C. Hansa und nahm stattdessen eine neue Herausforderung an, um mit Würzburg sein Ziel von der 2. Liga zu verwirklichen.

Der Saisonstart verlief für die Kickers aber alles andere als optimal. Nach vier Spielen liegt die Schmidt-Truppe mit zwei Punkten nur auf dem 15. Tabellenplatz. Angesichts des hochkarätigen Kaders, der mit einem Gesamtmarktwert von 6,55 Mio. Euro auf Platz eins der Liga liegt, zu wenig für die ambitionierten Bayern. Als eines von drei Drittliga-Teams ohne Sieg will der FWK nun gegen Hansa den Heimdreier erzwingen, wobei sowohl hinten als auch vorne der Schuh drückt. Das Team schoss zwar genauso viele Tore wie die Kogge, kassierte aber auch vier Gegentreffer mehr. Nun hoffen die Kickers die bisher positive Bilanz gegen Hansa weiterzuführen. Beide Mannschaften trafen erst zweimal aufeinander. In der Saison 15/16 blieb die Partie in Rostock torlos – der Auswärtsauftritt der Kogge im Rückspiel ging verloren. Elia Soriano brachte die Würzburger damals in der Flyeralarm-Arena mit einem Doppelschlag in Front, Maximilian Ahlschwede konnte nur noch den Anschlusstreffer gegen seinen heutigen Arbeitgeber erzielen.

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