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7. Spieltag2017/18

2:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
08.09.2017
Preußen Münster - FSV Zwickau
0:2 (0:1)
08.09.2017
Werder Bremen II - Fortuna Köln
1:2 (1:1)
09.09.2017
1. FC Magdeburg - F.C. Hansa Rostock
2:0 (1:0)
09.09.2017
Rot-Weiß Erfurt - Carl Zeiss Jena
1:0 (0:0)
09.09.2017
Sonnenhof Großaspach - VfL Osnabrück
0:1 (0:1)
09.09.2017
Sportfreunde Lotte - SpVgg Unterhaching
2:1 (1:0)
09.09.2017
Chemnitzer FC - Karlsruher SC
0:0 (0:0)
09.09.2017
Hallescher FC - SV Wehen Wiesbaden
2:1 (1:1)
09.09.2017
Würzburger Kickers - SC Paderborn
2:3 (0:1)
10.09.2017
SV Meppen - VfR Aalen
1:1 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Erste Auswärtsniederlage für den FCH – 0:2 beim Traditionsderby in Magdeburg

Absolute Derby-Stimmung am 7. Spieltag. Für den F.C. Hansa ging es nach der Länderspielpause mit einer schwierigen Aufgabe in der Liga weiter. Das Team von Pavel Dotchev reiste zum 1. FC Magdeburg, der nach sechs Pflichtspielsiegen in Folge auf einer Erfolgswelle schwimmt und auch gegen die Kogge als Favorit in die Partie ging. Allerdings zeigte der FCH vor allem in der Fremde, dass er schwierig zu bespielen ist – neun Punkte aus drei Auswärtsspielen ließen die Rostocker dementsprechend selbstbewusst in das Spiel gehen.

Jedoch musste sich Pavel Dotchev im Vorfeld des Tradiotionsduells über eine Personalfrage Gedanken machen. Wer nimmt die Position des verletzten Marcel Ziemer ein? Der 53-jährige Chef-Trainer hatte die Wahl zwischen Mike Owusu und Willi Evseev, und entschied sich letztlich für den offensiveren und fitteren Owusu. Ansonsten lief die gleiche Elf auf, die am vergangenen Spieltag den Heimdreier gegen Münster verpasste.

Dotchevs Gegenüber Jens Härtel musste ebenfalls einen Ausfall kompensieren. Verteidiger Felix Schiller wurde durch Richard Weil ersetzt, der die Magdeburger Dreierkette komplettierte. Im Mittelfeldzentrum erhielt erneut der Ex-Rostocker Dennis Erdmann den Vorzug vor Kapitän Sowislo. Gegen seinen alten Arbeitgeber wollte der 26-Jährige die Tabellenführung erobern und die Heimstärke des FCM erneut unter Beweis stellen.

Die Kogge wusste, dass in der gut gefüllten MDCC-Arena eine Menge Arbeit auf den Defensivverbund zukommen würde und ging infolgedessen mit 2000 Hansa-Fans im Rücken voll konzentriert in die Partie. Magdeburg versuchte sofort das Heft des Handels in die Hand zu nehmen. Doch auch die Kogge startete mutig und wollte sich keineswegs verstecken. Das Team nahm die Zweikämpfe gut an und bearbeitete die starken Offensivkräfte des FCM frühzeitig.

Den ersten Aufreger gab es nach knapp zehn Minuten im Strafraum der Hausherren. Marcel Hilßner hob das Leder Benyamina in den Lauf, der nach einem kleinen Kontakt von Gegenspieler Weil zu Boden ging – Schiedsrichter Hartmann entschied sich aber gegen den Pfiff. Dann der erste Abschluss auf das Magdeburger Tor – Owusu rutsche der Ball über den Schlappen und neben das Tor.

In der Anfangsphase begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Hansa schaffte es, den FCM früh zu stören, sodass der Druck auf die Rostocker Hintermannschaft nicht allzu groß wurde. Nach 15 Minuten dann aber doch mal Gefahr in der Box des FCH. Nach einem Standard lenkte Fabian Holthaus den Ball gefährlich zur Ecke ab. Diese brachte die Härtel-Elf erneut in Position, denn am langen Pfosten kam Rother an Ball und prüfte Janis Blaswich zum ersten Mal.

Und es ging munter weiter in der MDCC-Arena. Nach 21 gespielten Minuten die große Chance für Soufian Benyamian. Marcel Hilßner brachte die flache Hereingabe über links und fand den Rostocker Angreifer, der aus kürzester Distanz aber an Glinker scheiterte. Beide Mannschaften versuchten offensive Akzente zu setzen, wobei Magdeburg nun immer wieder versuchte, Hansa früh unter Druck setzen, um somit schnell in Ballbesitz zu kommen. Der FCH löste die Drucksituationen zumeist spielerisch und kam ab und an zu guten Umschaltsituationen – die nächste Möglichkeit für Benyamina nach Vorlage von Hilßner war die Folge. Richard Weil störte die Rostocker Nummer 23 jedoch rechtzeitig beim Abschluss.

Die Schlussphase des ersten Durchgangs lief und Pavel Dotchev sah eine engagierte Leistung seiner Mannschaft, die sich immer mehr Feldvorteile erarbeitete. Magdeburg wollte dagegenhalten, fand aber nur selten einen Weg, um die gut organisierte Rostocker Elf zu bespielen – bis zur 40. Spielminute. Die Flanke von Nils Butzen fand Torjäger Türpitz am Elfmeterpunkt, der zum Abschluss kam, doch Janis Blaswich war mit einer grandiosen Fußabwehr zur Stelle und hielt die Null. Kurz darauf war der Rostocker Schlussmann allerdings geschlagen. Joshua Nadeau verlor der Ball auf der rechten Seite – der FCM nutzte die Situation direkt aus und schlug mit einem perfekten Konter zu. Über drei Stationen kam der Ball zu Philip Türpitz, der nicht lang fackelte und mit einem trockenen Schuss unter die Latte zur Führung traf. Mit einem knappen Rückstand ging es für Hansa zur Halbzeitansprache.

Für den F.C. Hansa ging es ohne Wechsel in die zweite Spielhälfte, Magdeburg tauschte hingegen einmal. Björn Rother sah in den ersten 45 Minuten Gelb und blieb draußen. Dafür kam Kapitän Sowislo in die Partie. Der FCH hatte nun noch eine Halbzeit Zeit, um den knappen Rückstand wieder auszugleichen, musste aber gleichzeitig aufpassen, nicht erneut in einen Magdeburger Konter zu laufen.

In den ersten Minuten der zweiten Spielhälfte bot sich den Zuschauern wieder ein ausgeglichenes Spiel. Die Kogge musste nun ein wenig mehr Risiko gehen um, sich weitere Torchancen zu erspielen. Bryan Henning probierte es nach 58 Minuten mal aus der Distanz, verfehlte den Kasten jedoch klar. Der FCM machte es der Dotchev-Truppe nun richtig schwer und verteidigte resolut – Hansa kam in dieser Phase kaum in die Gefahrenzone. Die Rostocker hatten zwar viel Ballbesitz und ließen den Ball gut laufen - der Gastgeber verstand es aber, kompakt zu verteidigen und fokussierte sich vorerst auf die Arbeit gegen den Ball. Die Rostocker rannten immer wieder an. Alibaz probierte es gleich doppelt aus der Distanz – aber keine Gefahr für FCM-Keeper Glinker.


Hansa-Trainer Dotchev wechselte in der Folge gleich doppelt und ging mehr Risiko. Aber auch Jens Härtel wechselte, brachte Felix Lohkemper, der direkt die erste Gelegenheit für den FCM in der zweiten Spielhälfte hatte und traf. Nach einem Freistoß schloss Lohkemper aus dem Rückraum ab und traf zum 2:0. Dabei wurde Janis Blaswich jedoch gleich von zwei Magdeburgern behindert.

Nun wurde die Aufgabe für den FCH noch größer. Die Rostocker hatten nun noch 20 Minuten, um zurück in die Partie zu kommen. Der FCM wollte das allerdings nicht mehr zu lassen und beschränkte sich aus einer kompakten Grundhaltung heraus auf das Kontern. Dotchev zog zehn Minuten vor dem Ende den letzten Joker und wechselte Willi Evseev ein, der sein Comeback gab. Aber der FCH fand weiterhin keine Möglichkeit, um zu klaren Abschlüssen zu kommen. Immer wieder war der Versuch aus der Distanz das Rostocker Mittel - Marcel Hilßner und Willi Evseev zogen aus gut 20 Metern ab.

In den Schlussminuten spielte nur noch Hansa – aber Torchancen blieben im zweiten Durchgang Mangelware. In der 88. Minute dann aber doch noch einmal die Kogge. Ein langer Ball in den Strafraum landete vor den Füßen vom eingewechselten Evseev, der es kunstvoll mit dem Heber probierte – der Lupfer landete aber auf dem Kasten der Magdeburger. Daher blieb es bei der 0:2-Niederlage, die das Team nun am kommenden Wochenende ausbügeln muss. Dann geht es im Ostseestadion gegen den SV Werder Bremen II und der F.C. Hansa will endlich den ersten Heimsieg der Saison einfahren.

1. FC Magdeburg – F.C. Hansa Rostock 2:0 (1:0)

Torfolge: 1:0 Türpitz (43.), 2:0 Lohkemper (67.)

1. FC Magdeburg: Glinker – Handke, Weil, Hammann – Butzen, Rother (46. Sowislo), Erdmann, Schwede (65. Lohkemper), Niemeyer – Türpitz (78. Pick), Beck

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau (65. Rankovic), Hüsing, Riedel, Holthaus – Alibaz (80. Evseev), Henning, Wannenwetsch, Hilßner – Owusu (65. Väyrynen) – Benyamina

Das Team der Stunde – Erdmann & Magdeburg voll im Aufstiegsrennen

Der Saisonstart sorgte beim 1. FC Magdeburg für hängende Köpfe – doch die darauffolgende Reaktion des Teams kann sich mehr als sehen lassen. Nach dem 1:4 in Großaspach ging jedes der folgenden sechs Pflichtspiele an die Sachsen-Anhaltiner. Darunter auch das DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten aus Augsburg (2:0).

Für einen Ex-Rostocker war die Anfangsphase beim 1. FCM jedoch trotzdem schwierig. Dennis Erdmann schloss sich den Magdeburgern im Sommer an und wollte bei dem Traditionsklub direkt einschlagen. Seinen Laufeinsatz und Willen brachte er von der Ostsee mit in die Börde, doch die Konkurrenz im Mittelfeldzentrum ist groß. Kapitän Marius Sowislo zeigte in den vergangenen fünf Jahren, welche Bedeutung er innerhalb des Teams hat und ist nur schwer zu verdrängen. Hinzu kommt Neuzugang Björn Rother. Der spielerisch starke Sechser kam von der Reservemannschaft des SV Werder Bremen und setzte sich sofort in der Startelf von Trainer Jens Härtel fest. Doch zuletzt nutzte Erdmann die Rotation im Mittelfeld aus, verdrängte den Kapitän vermehrt auf die Bank und kam so auf insgesamt 244 Einsatzminuten. Beim 4:1-Erfolg über Bremen II steuerte er zudem seinen ersten Saisontreffer bei und freut sich vor dem Wiedersehen mit dem FCH über den zweiten Tabellenplatz in der 3. Liga.

Auf der aktuellen Erfolgswelle der Magdeburger wird aber wie schon in den Vorjahren eines klar – zuhause ist der 1. FCM eine Bank. Alle Heimspiele – inklusive des DFB-Pokals – wurden überzeugend gewonnen. Zwei Gegentoren stehen 13 eigene Treffer gegenüber. Die Kogge muss also mit ihrer starken Defensive (drei Gegentreffer) und der bisher makellosen Bilanz in der Fremde (drei Siege, 6:0 Tore) dagegenhalten.

Ein Name fehlt jedoch unter den Drittliga-Torschützen der aktuellen Spielzeit. Christian Beck – traf in der Vorsaison 17 Mal – wartet weiter auf den ersten Torjubel in der Liga. Doch dafür hat Jens Härtel einen passenden Neuzugang, der die Torflaute des Mittelstürmers auffängt. Philip Türpitz kam aus Chemnitz und ist mit fünf Treffern sowie drei Vorlagen der gefährlichste Angreifer im Team.

Es spricht also vieles für den FCM. Aber der F.C. Hansa kommt als stärkste Auswärtsmannschaft der Liga nach Sachsen-Anhalt und rechnet sich daher auch in der Magdeburger Festung etwas aus. Der letzte Auswärtssieg der Rostocker liegt allerdings schon etwas zurück. 1969/70 gewann der FCH das Duell im FDGB-Pokal – es wird also mal wieder Zeit für einen Dreier an der Elbe.

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