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8. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
0:0
Werder Bremen II
Datum
Spielgegner
Ergebnis
15.09.2017
VfL Osnabrück - Rot-Weiß Erfurt
0:1 (0:1)
15.09.2017
FSV Zwickau - 1. FC Magdeburg
3:1 (2:0)
15.09.2017
SV Wehen Wiesbaden - Chemnitzer FC
2:1 (0:1)
16.09.2017
F.C. Hansa Rostock - Werder Bremen II
0:0 (0:0)
16.09.2017
Carl Zeiss Jena - SV Meppen
2:2 (0:2)
16.09.2017
VfR Aalen - Würzburger Kickers
2:3 (0:0)
16.09.2017
SC Paderborn - Preußen Münster
2:1 (0:1)
16.09.2017
Fortuna Köln - Hallescher FC
1:1 (1:1)
16.09.2017
Karlsruher SC - Sportfreunde Lotte
1:0 (0:0)
16.09.2017
SpVgg Unterhaching - Sonnenhof Großaspach
1:4 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Umkämpftes 0:0 im Ostseestadion: Hansa und Werder II trennen sich torlos

Vor 165 Tagen gewann der F.C. Hansa zuletzt ein Drittliga-Heimspiel im Ostseestadion. Eine lange Durststrecke für die Kogge, die dementsprechend motiviert war, endlich den Heimbock umzustoßen. Die Unterstützung der Hansa-Anhänger war der Dotchev-Truppe auch gegen den SV Werder Bremen II sicher. Auch wenn Mannschaft und Fans schon lange nicht mehr an der Ostsee jubeln konnten – zusammen wollte der FCH vor allem vorne den Knoten lösen.

Denn beim Auswärtsspiel der Vorwoche hielt Hansa lange beim Spitzenteam aus Magdeburg mit, verpasste aber im Gegensatz zum Gegner, vor dem Tor entschlossener zu agieren. Eine Woche später wollte das Team es besser machen und musste dabei gegen die jüngste Abwehr der Liga agieren. Die talentierten Werderaner stehen mit elf Punkten direkt hinter der Kogge, konnten den guten Start zuletzt aber nicht bestätigen. Gegen Magdeburg und Köln setzte es in den vergangenen drei Liga-Spielen zwei Niederlagen, sodass das Selbstbewusstsein der jüngsten Mannschaft der 3. Liga etwas getrübt wurde.

Vom Pech verfolgt war Hansas Mittelfeldmotor Amaury Bischoff, der sich beim Abschlusstraining verletzte und nicht auflaufen konnte. Gerade hatte er seine Rotsperre abgesessen und war heiß auf das Spiel. So musste Trainer Pavel Dotchev in der Startaufstellung rotieren und ließ Willi Evseev von Beginn an auflaufen. Außerdem kam Vladimir Rankovic auf der rechten Abwehrseite zum Saisondebüt für den FCH.

Die Partie startete mit mehr Ballbesitz und ersten kämpferischen Akzenten der Kogge. In der 5. Spielminute blieb Fabian Holthaus nach einem Zweikampf am Boden liegen und musste behandelt werden. Er konnte jedoch kurz danach weiterspielen. Die Bremer liefen zunächst relativ früh an und machten es dem F.C. Hansa schwer, in die gegnerische Hälfte zu kommen. Marcel Hilßner gelang es dann, sich in der 11. Spielminute auf der linken Seite durchzusetzen und eine scharfe Hereingabe durch den Strafraum zu schicken, die allerdings keinen Abnehmer fand. Kurz darauf ein weiterer Flankenversuch von Stefan Wannenwetsch, die die Bremer aber zur Ecke klären konnten - diese brachte allerdings nichts ein.

Einige Minuten später musste der Bremer Idrissa Touré nach einem Kopfballduell mit Selcuk Alibaz kurz behandelt werden. Auch er konnte umgehend weitermachen. In der 17. Spielminute konnte sich Soufian Benyamina wieder auf der linken Seite gut durchsetzen und brachte den Ball in den Strafraum - Evseev verpasste knapp.

In der 20.Spielminute gab es die nächste Chance für den F.C. Hansa. Selcuk Alibaz brachte nach einem Zuspiel von Vladimir Rankovic den Ball in den Strafraum, wo Benyamina verpasste und Evseev den Ball an die Hand bekam und so ein Freistoß für die Gäste folgte. Mitte der ersten Halbzeit erhöhte Bremen leicht den Druck und erarbeitete sich eine erste Ecke, die allerdings in einem Angriff der Kogge mündete. Alibaz wurde bei diesem dann unsanft von den Beinen geholt. Schiedsrichter Markus Wollenweber verzichtete jedoch auf eine Gelbe Karte.

Nach einer halben Stunde flachte die Partie ein wenig ab. Holthaus wollte die Partie wieder in Schwung bringen und holte dann in der 32. Spielminute zu einem Distanzschuss aus, der nur knapp links am Tor vorbei ging.

Der F.C. Hansa setzte sich nun vor dem Bremer Strafraum fest. Nur durch rüde Fouls an Alibaz und Henning konnten sich die Bremer etwas befreien, was mit der ersten Gelben Karte für Thore Jacobsen endete. Ein Freistoß und eine Ecke für die Dotchev-Elf brachte im Anschluss nichts ein. Auch eine weitere Flanke landete in den Armen von Eric Oelschlägel.

Schlag auf Schlag ging es dann im Bremer Strafraum weiter. Ein Hilßner-Freistoß konnte vom Bremer Keeper nur ins Zentrum geklärt werden, der nachfolgende Schuss von Henning aus 35 Meter bereitete Oelschlägel dann abermals Schwierigkeiten. Einen weiteren abgegebenen Schuss von Alibaz, klärte er nur zur Ecke. Dann ist die Situation vorbei. Hier hätte mehr für die Kogge herrausspringen können.

Torlos ging es dann in die Kabinen. Hansa hatte in der ersten Hälfte insgesamt mehr Spielanteile und auch eine Vielzahl von Gelegenheiten, um den Ball vielversprechend aufs Tor zu bringen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam es direkt zu Chancen auf beiden Seiten. Beide Teams blieben allerdings ohne Erfolg. In der 48. Spielminute war es Alibaz mit einem direkten Torschuss, der das Ostseestadion kurz erbeben ließ. Der Ball ging aber knapp rechts vorbei und sprang von hinten gegen das Tornetz. Es folgt eine etwas druckvollere Phase der Ostseestädter mit einigen guten Gelegenheiten durch Freistöße und Ecken. In der Folge konnte sich beispielsweise Benyamina im Strafraum durchsetzen und nach einer Drehung aufs Tor schießen. Leider ohne Erfolg.

Die hochkarätigste Chance für den F.C. Hansa folgte. Nach einer Flanke von Hilßner köpfte Bremens Marc Pfitzner auf den eigenen Torwart, der Probleme hatte und Alibaz dadurch zu einer Kopfballchance einlud, die am Pfosten landete.

In der 56. Spielminute wechselten die Gäste dann zum ersten Mal und brachten Isiah Ahmad Young für Ousman Manneh. Kurz drauf tauschten auch die Rostocker. Für Selcuk Alibaz kam Jeff-Denis Fehr in die Partie.

In der 64. Spielminute holte sich Wannenwetsch eine gelbe Karte ab, als er Dennis Rosin zu Fall brachte. Die Kogge versuchte weiter offensive Akzente zu setzen, blieb dabei aber zu harmlos, wie ein Schuss von Evseev zeigte, den Oelschlegel locker auffangen konnte. Die Bremer probierten ihrerseits durch einen weiteren Wechsel frischen Wind in ihr Spiel zu bringen. In der 70 Spielminute kam Niklas Schmidt für Rosin auf den Rostocker Rasen. Aber vorerst kam wieder Hansa. Einen weiteren saftigen Schuss gab Hilßner dann in der 73. Spielminute ab, den Torwart Oelschlegel nur zur Ecke wegfausten konnte. Diese fand Oliver Hüsing, der das perfekte Timing hatte, doch direkt auf Bremens Keeper köpfte.

Die Bremer versuchten dann wieder mehr zu investieren. Eine dicke Chance für die Grün-Weißen durch Young kann Janis Blaswich großartig abfangen. Der folgende Angriff der Kogge, geht dann mit einem Schuss von Evseev neben das Tor. Hansa wechselte nun ein zweites Mal und brachte frischen Offensivwind mit Tim Väyrynen, der Evseev ersetzte.

Bremen wechselte dann in der 81. Spielminute ein letztes Mal und brachte Routinier Rafael Kazior für Leon Jensen. Diese Unterbrechung nutzte auch Hansa-Trainer Dotchev und brachte Mike Owusu für Wannenwetsch.

Unnötig spannend wurde es kurz vor Schluss, als Werder einen Fehlpass abfangen und zu einer guten Chance kommen, die Hansa-Keeper Blaswich einmal mehr entschärfte. In der 3-minütigen Nachspielzeit kam es dann zu keiner nennenswerten Aktion mehr und die intensive Partie endete torlos.

Insgesamt bot sich den 9.700 Zuschauern ein zähes und umkämpftes Spiel, ohne die ganz zwingende Chancen. Aber die Rostocker Mannschaft zeigte, dass der Wille da ist, jedoch momentan ohne den nötigen Druck im letzten Drittel.

Am kommenden Dienstag, um 19:00 Uhr geht es für die Kogge bereits weiter. Zu Gast im Ostseestadion ist dann der FSV Zwickau.

F.C. Hansa Rostock - SV Werder Bremen II 0:0 (0:0)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Alibaz (62. Fehr), Henning, Wannenwetsch (82. Owusu), Evseev (77. Väyrynen), Hilßner – Benyamina

SV Werder Bremen II: Oelschlägel – Verlaat, Pfitzner, Volkmer– Eggersglüß, Toure, Käuper, Rosin (69. Schmidt), Jacobsen– Jensen (81. Kazior) – Manneh (58. Young)

Überraschungsteam der ersten Spieltage zuletzt zweimal punktlos

Mit zehn Punkten nach vier Spieltagen legte die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen einen fast perfekten Saisonstart hin. Den 3:0-Sieg zum Auftakt gegen die SpVgg Unterhaching, die mit mehreren Rekorden im Gepäck souverän durch die Regionalliga Bayern gerauscht war, haben in dieser Höhe nur die wenigsten erwartet. Dass das junge Team der Grün-Weißen dann allerdings auch den Zweitligaabsteigern aus Würzburg (1:1) und Karlsruhe (2:0) mehr als Paroli bieten konnte, war überraschend. Doch Werder bestätigte die starke Form auch im Anschluss mit einem Auswärtserfolg in Münster (0:1) und einem 0:0 gegen die ebenfalls stark gestarteten Wiesbadener. Zuletzt folgten allerdings zwei Dämpfer für die Reservemannschaft des Bundesligisten. In Magdeburg wurde es beim 1:4 aus Sicht des SVW deutlich, gegen Fortuna Köln folgte schließlich am vergangenen Spieltag auch die erste Heimniederlage (1:2) der Saison.



Dass die Mannschaft von Chef-Trainer Florian Kohfeldt allerdings mit sportlichen Rückschlägen umgehen kann, hat sie in den vergangenen beiden Spielzeiten mehrfach bewiesen. 2015/2016 und 2016/2017 reichte es am Ende jeweils für den ersten Nicht-Abstiegsplatz 17 - beide Male durch Siege am letzten Spieltag gegen den VfR Aalen.



In der laufenden Spielzeit wirkt Werder II allerdings gefestigter und erfahrener in der 3. Liga. Daran ändern weder die jüngsten Niederlagen noch das blutjunge Durchschnittsalter von 22 Jahren etwas. Die Bremer verfügen nicht nur über die für zweite Mannschaften typische starke Technik und eine sehr gute fußballerische Ausbildung, sie bearbeiten ihre Gegner auch in einem für viele Teams unangenehmen Spielsystem. Chef-Trainer Florian Kohfeldt, der die Mannschaft im Oktober 2016 von Alexander Nouri übernahm, etablierte ein 3-4-2-1, das nach eigenem Ballgewinn schnell zum 3-4-3 wird und großes Tempo in die offensiven Vorstöße bringt. Bei gegnerischem Ballbesitz verteidigt die Kohfeldt-Elf sehr hoch und kompakt - sie zwingt einen damit vermehrt zum Flanken. Durch den Ausfall von Routinier Marc Pfitzner (33, Schulterverletzung) - nach Kapitän Rafael Kazior (34) der mit Abstand erfahrenste Spieler im Kader - fehlt allerdings ein wichtiger Mann in der Dreierkette des SVW.

Das dauerhafte Fehlen der Leistungsträger Björn Rother (1. FC Magdeburg), Enis Bytyqi (Würzburger Kickers) und Torben Rehfeldt (VfR Aalen), die Werder im Sommer verließen, konnte der Nordclub durch die Neuzugänge Idrissa Touré (Schalke 04 II), Dennis Rosin (FC St. Pauli) und Jannes Vollert aus der eigenen U19 kompensieren. Insgesamt stehen elf Abgängen im zurückliegenden Transferzeitraum elf Zugänge gegenüber, davon sechs aus der Bremer A-Jugend. Boubacar Barry (kam vom Karlsruher SC), der wohl bekannteste neue Mann im Trikot der Grün-Weißen, muss sich mit einer Entzündung im Knie noch hinten anstellen. Im Fokus stehen aktuell aber ohnehin andere Akteure der Werderaner. Kapitän Rafael Kazior konnte bisher dreimal einnetzen, Thore Jacobsen ist mit zwei Treffern und zwei Vorlagen bisheriger Topscorer im Team von Florian Kohfeldt.



Für Hansa ist der SV Werder Bremen II alles andere als unbesiegbar. Drei der sechs zurückliegenden Duelle zwischen den beiden Mannschaften konnte der FCH für sich entscheiden, zuletzt vor einem halben Jahr vor über 4.000 mitgereisten Hansa-Fans im Weserstadion. In Rostock musste sich die Kogge mit einem 1:1 zufrieden geben. Zum Auftakt der Saison 2015/2016 setzte es gar eine Heimniederlage gegen den damals frischgebackenen Aufsteiger. Marcel Hilßner, der seit August 2017 in Rostock unter Vertrag steht, bereitete beide Treffer zum 2:1-Sieg vor - dem bislang einzigen der Grün-Weißen gegen Hansa.

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