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9. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
1:1
FSV Zwickau
Datum
Spielgegner
Ergebnis
19.09.2017
F.C. Hansa Rostock - FSV Zwickau
1:1 (1:1)
19.09.2017
Werder Bremen II - Hallescher FC
1:2 (1:0)
19.09.2017
Sonnenhof Großaspach - Karlsruher SC
1:0 (0:0)
19.09.2017
Sportfreunde Lotte - SV Wehen Wiesbaden
0:1 (0:0)
19.09.2017
1. FC Magdeburg - SC Paderborn
1:0 (0:0)
20.09.2017
SV Meppen - VfL Osnabrück
1:0 (1:0)
20.09.2017
Rot-Weiß Erfurt - SpVgg Unterhaching
0:2 (0:1)
20.09.2017
Chemnitzer FC - Fortuna Köln
1:2 (0:1)
20.09.2017
Preußen Münster - VfR Aalen
1:1 (0:0)
20.09.2017
Würzburger Kickers - Carl Zeiss Jena
2:2 (0:2)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Hansa belohnt sich nicht - Zwickau reicht eine Torchance zum Punktgewinn



Innerhalb von zwei Tagen musste der F.C. Hansa das Heimspiel gegen Bremen abhaken und den nächsten Gegner ins Auge fassen. Nach der kurzen Enttäuschung, auch nach vier Spielen im Ostseestadion ohne Dreier dazustehen, wollte das Team von Trainer Pavel Dotchev die nächste Chance beim Schopfe greifen und den Fans mit aller Kraft einen Heimsieg schenken. Und auch wenn das Selbstbewusstsein vor dem gegnerischen Gehäuse größer sein könnte, hatte die Mannschaft das Ziel, sich über Einsatz und Willen den Sieg zu erarbeiten.

Gegen den FSV Zwickau, den 16. der 3. Liga, konnten die Rostocker dabei wieder auf einen wichtigen Impulsgeber zählen. Kapitän Amaury Bischoff wurde rechtzeitig fit und konnte seine Mannschaft nach vier Spielen Abstinenz wieder auf das Feld führen. Dafür rückte Stefan Wannenwetsch zum ersten Mal in dieser Spielzeit aus der Startformation – auch Vladimir Rankovic musste wieder weichen und wurde durch Joshua Nadeau ersetzt.

Die Gäste aus Sachsen liefen hingegen zum zweiten Mal hintereinander mit dem Team auf, das zuletzt doppelt als Sieger vom Platz ging und sich dadurch aus dem Tabellenkeller befreite. Wenn Hansa die Sachsen am Dienstagabend bezwingen wollte, musste die Dotchev-Elf an einem alten Bekannten vorbei. Johannes „Pommes“ Brinkies steht im zweiten Jahr für die „Schwäne“ zwischen den Pfosten und wollte sich mit seiner Mannschaft für die hohe Schlappe (0:5) aus dem Vorjahr revanchieren.



Dieser Plan ging in der Anfangsviertelstunde aber überhaupt nicht auf, denn Hansa dominierte das Spiel und ließ den Gast nicht zur Entfaltung kommen. Vor allem Alibaz drehte zu Beginn auf. Nach einer scharfen Flanke von rechts, die nur knapp am FSV-Kasten vorbeirauschte (4.), wurde es nach sechs Minuten richtig eng für die Sachsen. Alibaz konnte Benyamina stark freispielen. Die alleinige Sturmspitze der Dotchev-Elf musste jedoch unter Bedrängnis abschließen und fand kein Vorbeikommen an Brinkies.

Die Kogge verlagerte die Angriffe in der Folge auf die linke Seite, wo Hilßner für mächtig Alarm sorgte. Immer wieder setzte unsere Nummer 33 zum Dribbling an und spielte mutig auf - auch bei ruhenden Bällen. Nach einem Foul an Benyamina nahm sich Hilßner den Ball und schloss direkt ab. Der Schuss rauschte durch die Mauer - Brinkies war aber zur Stelle. Und der Linksaußen des FCH blieb dran. Nur zwei Minuten später fasste er sich erneut ein Herz, doch sein von Frick abgefälschter Schuss landete erneut bei „Pommes“.



Hansa ließ nicht nach und wollte unbedingt die Führung erzielen. Benyamina (20.) mit dem Kopf und Holthaus (27.) mit links scheiterten noch, ehe Evseev die Dotchev-Elf für ihren starken Einsatz belohnen konnte. Wieder brach Marcel Hilßner durch, der diesmal aber nicht selbst abschloss, sondern das Auge für Willi Evseev hatte. Der Achter zog trocken und direkt im Strafraum ab und ließ Brinkies im FSV-Kasten keine Abwehrchance: die verdiente Führung für die Kogge!



Zwickau lief nun an und war mit dem ersten gefährlichen Vorstoß erfolgreich. Schröter dribbelte sich nach einer guten halben Stunde bis zum Sechzehner durch und wurde dann zunächst von Riedel gestoppt - doch nur kurz: Über König landete der Ball wieder beim Rechtsverteidiger der Gäste, der platziert in die Mitte ablegen konnte und mit seinem Zuspiel Koch fand, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste. Der schmeichelhafte Ausgleich für die Sachsen (33.).



Die Hansa-Profis ließen den Kopf nicht hängen. Angetrieben von der lautstarken Unterstützung der 10.700 Zuschauer im Ostseestadion folgte in Form einer Ecke sofort die eine Antwort - Hilßner (34.), Evseev (36.) und Benyamina (40.) vergaben bis zur Pause aber ihre Chancen.



Zum Wiederanpfiff schickten beide Trainer ihre Teams unverändert zurück aufs Feld. Der FCH verpasste diesmal jedoch einen Frühstart und kam über Benyamina und Nadeau nur zu gefährlichen Vorstößen, nicht aber zu Torabschlüssen. Im Team von Pavel Dotchev fehlte nun die Genauigkeit und die letzte Entschlossenheit, um abzuschließen. Was in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit an spielerischen Momenten fehlte, wurde dafür durch harte Zweikampfführung ersetzt. Keine Mannschaft gab nach - die hohe Intensität war spürbar. 
Zudem musste Schiedsrichter Patrick Schult vermehrt eingreifen und viele, auch kleinere Situationen abpfeifen. Der Spielfluss hakte und Hansa brauchte lange, um wieder gefährlich vor das Tor von Johannes Brinkies zu kommen. Dann aber ein Aufschrei im Ostseestadion: Henning kam im Sechzehner des FSV zum Abschluss und wollte ein Handspiel gesehen haben - die Pfeife blieb aber stumm (70.).

Dotchev reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte unmittelbar danach mit Tim Väyrynen und Stefan Wannenwetsch zwei frische Kräfte für den wiedergenesenen Kapitän Amaury Bischoff und Torschütze Willi Evseev. Für „Wanne“ war es das 50. Pflichtspiel für den F.C. Hansa. Auch Gäste-Trainer Ziegner nahm Veränderungen vor und wechselte Sinan Tekerci ein, der, statt vorne zu wirbeln, aber zunächst Nadeau an der eigenen Strafraumgrenze foulte und sofort Gelb sah. Die Gelegenheit für Hansa zur erneuten Führung: Brinkies konnte den direkten Freistoß von Alibaz (durch die Mauer) aber im letzten Moment mit einer Faustabwehr entschärfen (77.).

Die Kräfte ließen bei beiden Teams nach, doch die Hausherren wollten unbedingt ihren ersten Heimsieg einfahren - allerdings fehlte im entscheidenden Moment das Glück. Riedel verpasste in der 79. Spielminute nach Vorarbeit von Hilßner haarscharf, fünf Minuten später ging Ex-Hanseat René Lange mit dem Kopf in eine weitere Hilßner-Hereingabe - Alibaz stand zum Einnicken bereit. Ohne Frage: Die Flügelspieler des FCH waren die auffälligsten Akteure auf dem Platz.



Für die letzten Chancen sorgten aber zwei andere Spieler der Kogge. Stefan Wannenwetsch prüfte Brinkies in der vorletzten Minute mit einem Freistoß (der dritte gefährliche direktgetretene Freistoß von insgesamt drei verschiedenen Schützen), kurz vor dem Abpfiff hatte Benyamina nochmal die Gelegenheit zur verdienten Führung. Sein Schuss ging aber vorbei und damit platzte auch der Traum vom erhofften Heimsieg - trotz großer Leidenschaft und einem insgesamt starken Auftritt.

Mit nur zwei Punkten aus den beiden zurückliegenden Heimspielen tritt die Dotchev-Elf bereits an diesem Freitag den Weg zum SC Paderborn an, der im Spitzenspiel am Dienstagabend mit 0:1 beim 1. FC Magdeburg unterlag.



F.C. Hansa Rostock – FSV Zwickau 1:1 (1:1)

Torfolge: 1:0 Evseev (27.), 1:1 Koch (33.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Alibaz, Henning, Bischoff (71. Wannenwetsch), Evseev (71. Väyrynen), Hilßner – Benyamina

FSV Zwickau: Brinkies – Schröter, Wachsmuth, Antonitsch, Lange – Bahn, Frick, Könnecke (90. Wagner), Miatke (64. Tekerci) – Koch (82. Eisele), König

FSV Zwickau kommt mit Rückenwind nach Rostock

Der FSV Zwickau startete mit einer großen Frage in die neue Drittliga-Spielzeit: Kann das Team von Torsten Ziegner an die furiose Rückrunde der vergangenen Saison bestätigen und vielleicht ganz oben angreifen? Bis zum 7. Spieltag sah es nicht danach aus, schließlich gelang den Sachsen bis zum Auswärtsduell in Münster kein einziger Liga-Sieg. Das 2:0 bei den Preußen und der 3:1-Heimsieg eine Woche später im Derby gegen den 1. FC Magdeburg (für den 1. FCM war es die erste Niederlage nach zuvor sechs Drittliga-Siegen in Folge) ließen den FSV aber wieder über den Strich in der Tabelle klettern (16. Platz) und aufatmen. Geht vielleicht schon wieder viel mehr?

Mit nur 17 Punkten beendete der FSV die Hinrunde nach dem Wiederaufstieg in die 3. Liga. Die Zwickauer wollten sich aber nicht mit dem direkten Abstieg beschäftigen und legten zum Jahreswechsel richtig los. Die Mannschaft von Aufstiegs-Trainer Ziegner klopfte auf einmal beim Top-Trio der Liga an und sammelte starke 39 Zähler - kein Team holte mehr Punkte in diesem Zeitraum, nur Holstein Kiel konnte da mithalten. Am Ende belegten die "Schwäne" einen tollen fünften Rang und konnten frühzeitig für die nächste Spielzeit planen.

Für das Abwehrzentrum holten die Sachsen mit Antonitsch und Odabas gleich zwei neue Innenverteidiger. Etwas weiter vorne schlug Sport-Vorstand David Wagner häufiger zu und lotste mit Fridolin Wagner, Sinan Tekerci und Christian Mauersberger talentierte Jungs nach Zwickau. Erfahrung soll Ex-Hanseat Ronny Garbuschewski in das Zwickauer Mittelfeld bringen. Der 31-Jährige spielte eineinhalb Jahre für die Kogge und kehrte zu Saisonbeginn in seine Heimat zurück.  

Im Angriff setzten die Sachsen ihre Verjüngungskur fort und sicherten sich die Dienste von Dimitrios Ferfelis (24) und Fabian Eisele (22). Doch der erfahrene Sturmtank der FSV ist immer noch der gefragteste Mann im Angriff. Ronny König zählt mit 34 zwar schon zu den "alten Eisen" der 3. Liga, war aber in der vergangenen Saison an 18 Treffern direkt beteiligt. In dieser Saison kommt der Mittelstürmer auf drei Saisontore.

Gegen den FCH traf König bereits zweimal und ist auch in dieser Spielzeit gefragter denn je. Der Saisonstart des FSV verläuft eher schleppend. Mit nur fünf Punkten hängt das Team im Tabellenkeller fest und braucht schnellstmöglich Ergebnisse - denn ob die Zwickauer noch so eine grandiose Rückrunde hinlegen können, bleibt offen.

Die größte Verbindung zwischen dem F.C. Hansa und dem FSV Zwickau steht zwischen den Pfosten. Johannes Brinkies kehrt zum zweiten Mal zu seiner alten Liebe zurück und will dabei die herbe Klatsche (0:5) aus dem Vorjahr korrigieren. Nach seinem ersten Vereinswechsel wurde der 24-jährige Schlussmann direkt Stammspieler und rettete den "Schwänen" des Öfteren die Punkte. 2016/17 verpasste "Pommes" kein Liga-Spiel, hielt den Kasten zehn Mal sauber und stand berechtigterweise mehrfach zur Wahl zum "Spieler des Spieltags". In der laufenden Saison gelang dies der Hansa-Ikone erst einmal - gegen seinen Ausbildungsverein soll dann zum zweiten Mal die Null stehen. 

  • Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Zwickau
  • Interviews nach dem Heimspiel gegen Zwickau
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