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Testspiel

F.C. Hansa Rostock
3:3
Berliner AK
Datum
Spielgegner
Ergebnis
01.02.2017
F.C. Hansa Rostock - Berliner AK
3:3 (3:1)

Hansa und Berliner AK trennen sich 3:3 beim Testkick an der Ostsee

Der F.C. Hansa Rostock und der Berliner AK trennten sich am Mittwochnachmittag mit einem 3:3-Unentschieden. Für die Kogge bot sich durch den Vergleich mit dem Regionalligisten eine sehr gute Möglichkeit, die Winterneuzugänge besser ins Team zu integrieren sowie Profis, die Teile der Vorbereitung verpasst haben, Spielpraxis außerhalb der 3. Liga zu gewähren.

Im Gegensatz zum 0:0-Geisterheimspiel gegen Jahn Regensburg ließ Cheftrainer Christian Brand eine nahezu komplett andere Startelf auf dem Rasenplatz an der Kopernikusstraße auflaufen. Die Berufungen von Samuel Aubele, Matthias Henn, Tommy Grupe, Michael Gardawski, Soufian Benyamina, Fabian Holthaus, Stefan Wannenwetsch und Stephan Andrist bedeuteten acht Veränderungen gegenüber dem Nord-Süd-Duell. Henn und Kapitän Gardawski sammelten damit die ersten Einsatzminuten des Jahres - und erlebten einen Beginn zum Vergessen. Bereits nach 180 Sekunden stellte der Gast aus der Hauptstadt auf 0:1. Yildirim konnte bis in den Strafraum dribbeln, wurde dann attackiert - den Abpraller verwandelte Belegu aus dem Gewühl heraus.

Der Tabellendritte der Regionalliga Nordost zeigte sich auch in der Folge hellwach und kam über Belegu zur dicken Chance aufs 2:0, allerdings schob der Rechtsaußen des BAK den Ball etwas über den Kasten von Aubele (10.). Die vergebene Möglichkeit rüttelte die Kogge wach. Vor allem Wannenwetsch und Andrist suchten und fanden sich nun häufiger auf der rechten Seite und kombinierten sich so fast zum Ausgleich. Der Innenpfosten rettete beim Abschluss von Andrist (14.) für Flauder, den Keeper der Berliner. Zwei Minuten später klingelte es dann aber doch: Wieder bediente Wannenwetsch den Schweizer auf dem rechten Flügel, der mit einer Flanke den einlaufenden Bischoff maßgenau fand: Der Mittelfeld-Neuzugang aus Münster netzte - für ihn ungewohnt - mit dem Kopf zum 1:1 ein.

Die Brand-Elf ließ nun nichts mehr hinten zu - die Stamm-Innenverteidigung der Hinrunde (Hoffmann/Henn) hatte alles im Griff und sah weiterhin gute Vorstöße auf der rechten Seite. Quiring hingegen hatte auf links einen schweren Stand und kam selten mit Holthaus bis zur Grundlinie durch.

In der Endphase der ersten Hälfte rückt dann ein Berliner im Hansa-Trikot in den Fokus. Zunächst wurde Soufian Benyamina ein Treffer wegen eines vermeintlichen Handspiels verweigert (32.), dann bewies der Stürmer allerdings regelkonform seinen Torriecher, indem er Pepic vor dem BAK-Strafraum den Ball abnahm und im Anschluss Flauder keine Abwehrmöglichkeit ließ (38).

Kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich Benyamina die nächste sehr gute Chance - und er nutzte sie. Wannenwetsch wurde im Sechzehner gefoult, den fälligen Elfmeter verwertete Hansas Nummer 23 sicher in der linken Ecke.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte brachte Hansa-Coach Christian Brand auch gleich vier frische Spieler aufs Feld: Hasan Ülker (für Stephan Andrist), Jeff-Denis Fehr (für Christopher Quiring), Joshua Nadeau (für Marcus Hoffmann) und das U19-Talent Johann Berger (für Amaury Bischoff) waren nun auf dem Platz und sollten sich möglichst schnell in das Rostocker Spiel einfinden. Johann Berger tat dies auch sofort: Nach einem Querpass von Fehr war der A-Jugendliche schon in Schussposition und zog ab, doch der Berliner Schlussmann verhinderte einen erneuten Gegentreffer.

Hansa probierte es weiter offensiv, hatte aber nicht mehr die Durchschlagskraft der ersten Hälfte. In der 63. Minute konnte es Fabian Holthaus gleich mit drei Gegenspielern aufnehmen und spielte den Doppeltorschützen Benyamina frei, der diesmal mit links abschloss – knapp drüber. In der Folge kamen auch die letzten Hansa-Akteure zum Einsatz (Jänicke, Ahlschwede, Dorda, Erdmann), doch vor dem gegnerischen Kasten mühte sich die Kogge. 15 Minuten vor Spielende kam der Ball über Jänicke zu Ülker, allerdings brachte der Rostocker Mittelfeldmann nicht genug Druck hinter den Ball. 

Nun wollte auch der Gast noch einmal. Über die linke Außenbahn setzte der BAK zum Konter an und spielte diesem bis zum Schluss aus. Stürmer Kevin Stephan war schließlich der Abnehmer und vollendete am kurzen Pfosten zum 2:3-Anschluss. Und einen hatten die Berliner noch: Diesmal ging es über rechts – eine Hereingabe landete beim freistehenden Zimmer, der sofort abschloss und Samuel Aubele prüfte. Der Hansa-Keeper konnte den Ball abwehren, doch der Nachschuss des BAK saß. Florijon Belegu stellte auf 3:3.

Die Brand-Truppe wollte jedoch den Erfolg und kam mit Maximilian Ahlschwede noch einmal in die Gefahrenzone. Der Rostocker Rechtsverteidiger setzte sich bis in den Strafraum durch und schloss ab. Aber BAK-Keeper Flauder parierte mit einer Fußabwehr, sodass es beim 3:3-Unentschieden an der Kopernikusstraße blieb.

Damit liegen nur noch drei Trainingseinheiten zwischen der Kogge und dem nächsten Punktspiel. Am Sonnabend reist das Team nach Münster, wo der FCH dann am Sonntagnachmittag auf die Preußen treffen wird. 

F.C. Hansa Rostock - Beriner AK 3:3 (3:1)

Torfolge: 0:1 Belegu (3.), 1:1 Bischoff (16.), 2:1, 3:1 Benyamina (38., 44. Foulelfmeter), 3:2 Stephan (78.), 3:3 Belegu (82.)

F.C. Hansa Rostock: Aubele – Gardawski (63. Ahlschwede), Henn, Hoffmann (46. Nadeau), Holthaus (70. Erdmann) – Andrist (46. Ülker), Wannenwetsch (63. Dorda), Bischoff (46. Berger), Grupe (63. Jänicke), Quiring (46. Fehr) – Benyamina