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Testspiel2017/18

F.C. Hansa Rostock
0:1
VfL Wolfsburg
Datum
Spielgegner
Ergebnis
17.07.2017
F.C. Hansa Rostock - VfL Wolfsburg
0:1 (0:1)

Generalprobe vor dem Liga-Auftakt: Hansa unterliegt dem VfL Wolfsburg nur knapp mit 0:1

Eine knappe Woche vor dem Punktspielstart in der 3. Liga hatte die Kogge den letzten Härtetest vor der Brust und musste sich nach einer umkämpften Partie gegen den VfL Wolfsburg nur knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Zum Ende der Sommervorbereitung erwartete den F.C. Hansa ein echtes Highlight-Spiel im Ostseestadion. Der VfL Wolfsburg war zu Gast und kam trotz der bescheidenen Vorsaison – die Wölfe retteten sich in der Relegation - mit einigen Stars an die Ostsee. Neben Nationalspieler und Champions-League-Sieger Mario Gomez liefen auch erfahrene Bundesliga-Spieler wie Daniel Didavi oder Vierinha auf. Auch der neue Anführer im Mittelfeld gehörte zum ersten Aufgebot der Gäste. Ignacio Camacho kam aus der Primera Division vom FC Malaga zum VfL und soll den abgewanderten Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld beerben.

Während die Gäste aus Wolfsburg noch mitten in der Vorbereitung stecken, war das frühere Bundesliga-Duell die Generalprobe für die Kogge. Das Team von Hansa-Trainer Pavel Dotchev greift am kommenden Wochenende wieder in den Liga-Alltag ein und wollte am Montagabend (18 Uhr) die letzten Feinheiten abstimmen. Jeder bekam noch einmal die Möglichkeit, sich zu zeigen und sich somit für den Liga-Start zu empfehlen. Angeführt wurde die Kogge wie schon in den vorherigen Testspielen von Amaury Bischoff, der mit seinem Team gegen den VfL Wolfsburg überzeugen und sich damit optimal auf den Start in der dritten Liga vorbereiten wollte.

Um 18.01 Uhr pfiff Schiedsrichter Bastian Dankert die Partie im Ostseestadion vor 7.200 Zuschauern an. Der favorisierte VfL versuchte von Beginn an die Kontrolle zu übernehmen, aber auch die Kogge versteckte sich keineswegs und hielt vor allem körperlich gut dagegen. Die Dotchev-Elf versteckte sich nicht und ging gegen die Wolfsburger auch ab und an früh ins Pressing. Defenisv zeigte sich der FCH in der Anfangsphase ebenfalls gut organisiert, wodurch der VfL nur selten mit Tempo in das letzte Drittel kam.

Der erste Abschluss gehörte aber dennoch den Gästen aus Niedersachsen. Zunächst verpasste Didavi im Zentrum, doch Camacho kam aus 18 Metern frei zum Abschluss, doch Hansa-Keeper Zwick hatte nichts zu befürchten. Zwei Minuten später wurde es dann schon etwas gefährlicher. VfL-Neuzugang Kaylen Hinds probierte es aus spitzem Winkel. In der 16. Minute dann die nächste Gelegenheit für die Wölfe. Daniel Didavi zog aus gut 20 Metern einfach mal ab und verpasste das Rostocker Tor nur knapp. Die erste Annäherung der Kogge gab es nur einige Augenblicke später. Eine Hansa-Ecke landete im Nachgang bei Mounir Bouziane, der direkt abschloss und Philipp Menzel zum ersten Mal prüfte. Aber auch der Gegenzug hatte es in sich. Hinds setzte sich über rechts gegen Holthaus durch und legte noch einmal für Gomez quer, der gleich zwei Hanseaten umkurvte und das 1:0 auf dem Fuß hatte, doch Fabian Holthaus und Vladimir Rankovic warfen sich in den Schuss und verhinderten damit den Rückstand.

Hansa spielte weiterhin gut mit, aber die Gäste hatten die Chancen. Nach einer Ntep-Flanke war es in der 23. Minute Mario Gomez, der sich im Luftkampf gegen Julian Riedel durchsetzen konnte – der Pfosten rettete für den FCH. Nach einer knappen halben Stunde kam die Dotchev-Elf dann mal über die rechte Seite mit Stefan Wannwetsch, der gegen Brooks in der Zweikampf ging und die Flanke brachte, aber der Schlussmann des VfL war einen Moment früher als Soufian Benyamina am Leder.

Auch auf der anderen Seite wurde es wieder gefährlich. Didavi brachte den Ball scharf für Gomez herein, jedoch war Juian Riedel einen Schritt schneller und vor dem Nationalstürmer am Ball. Doch es blieb weiterhin beim 0:0 und die junge Rostocker Mannschaft präsentierte sich gut. Das Team zeigte sich auch als solches und agierte vor allem gegen den Ball konzentriert. Doch in der 42. Minute war die Hintermannschaft der Kogge geschlagen. Joshua Guilavogui spielte Kaylen Hinds mit einem Ball hinter die Abwehr frei. Der 19-jährige Angreifer tauchte frei vor Luis Zwick auf und überwand den Hansa-Keeper durch einen Beinschuss.

Der F.C. Hansa ließ sich davon nicht groß aus der Ruhe bringen und ging die Partie weiterhin mutig an. Vor der Halbzeitpause passierte allerdings nicht mehr viel, sodass es beim knappen Rückstand der Kogge blieb. Diesen versuchten die Rostocker dann nach dem Seitenwechsel zu egalisieren.

Mit frischem Personal. Zwischen den Pfosten stand nun Kai Eisele für Luis Zwick und auch auf der rechten Rostocker Seite gab es eine Veränderung. Harry Föll sollte nun die Offensive beleben – Stefan Wannenwetsch nahm dafür die Position von Vladimir Rankovic ein. Und auch die Gäste tauschten zweimal. Furtado und Blaszczykowski waren für Seguin und Torschütze Hinds in der Partie.

Die erste Gelegenheit des zweiten Durchgangs gehörte dem VfL Wolfsburg. Oliver Hüsing wurde von drei Wölfen unter Druck gesetzt, die sofort mit Tempo auf das Rostocker Tor zuliefen, aber Innenverteidiger-Kollege Riedel bereinigte die Situation. Kurz darauf konnte sich Kai Eisele zum ersten Mal auszeichnen. Didavi und Ntep kombinierten sich vor das Hansa-Tor, aber den scharfen Querpass entschärfte die Nummer eins des FCH. Der neu formierte F.C. Hansa musste sich immer wieder mal finden, konnte aber auf den Teamgeist zählen. Denn nach einem Fehler oder Ballverlust war stets ein Mitspieler zur Stelle und bügelte die Situation aus.

In der 57. Minute meldete sich dann auch die Kogge mal wieder in der gegnerischen Hälfte an. Amaury Bischoff schaltete blitzschnell und setzte Harry Föll mit einem klugen Pass in Szene – dem 19-jährigen Hanseaten fehlte ein Schritt zum freien Abschluss. Kurz darauf wechselte Pavel Dotchev erneut. Marcel Ziemer und Bryan Henning durften sich für eine halbe Stunde präsentieren. Willi Evseev und Mike Owusu verließen dafür den Platz. Dotchevs Gegenüber tauschte ebenfalls und wechselte gleich sechs Mal. Wenig später erzielte der VfL das 2:0, jedoch aus klarer Abseitsposition. Schiedsrichter Dankert gab den Treffer zunächst, nahm in dann allerdings nach Absprache mit dem Assistenten zurück.

Die Wolfsburger erhöhten nun aber deutlich das Tempo und beschäftigten den FCH immer mehr in der Defensive. Hansa hatte nun viel Mühe, den zweiten Gegentreffer zu verhindern, stemmte sich aber dagegen und hielt die Partie mit viel Einsatz und Laufbereitschaft weiter offen. Das Rostocker Trainerteam brachte daraufhin noch einmal frische Kräfte für die Schlussphase. Aber der VfL war weiter am Drücker. Und diesmal war es kein Abseits. Osimhen und Dimata liefen allein auf das Tor von Kai Eisele zu, vergaben aber diese Chance, sodass Hansa erneute klären konnte. Und noch einmal der VfL: Dimata hatte in der 75. Minute die große Möglichkeit, den zweiten Treffer zu erzielen, scheiterte aber an Kai Eisele, der schnell auf dem Posten war. Dann die erneute Gelegenheit für Wolfsburg im Konter. Wieder war es Dimata, der allein vor Eisele stand, aber erneut nur der zweite Sieger blieb. Nur wenige Augenblicke später zeigte sich auch die Kogge mal wieder offensiv. Der eingewechselte Tim Väyryen hatte zwei sehr gute Gelegenheiten auf dem Fuß, verpasste aber knapp den Ausgleich für den F.C. Hansa.

Nur noch wenige Minuten zu spielen. Pavel Dotchev wollte bis zum Ende harte Arbeit sehen und bekam diese von der Mannschaft. Im eigenen Angriff probierte es die Kogge noch einmal über die Außenbahn, die Marcel Ziemer in Position brachte. Doch der Rostocker Mittelstürmer verpasste die Hereingabe mit einer sehenswerten Aktion.

Aber es blieb bei der knappen Niederlage für den F.C. Hansa. Ein guter Test zum Abschluss der Vorbereitung, mit dem Hansa über weite Strecken der Partie zufrieden sein kann. Nun muss sich das Team vollkommen auf den Punktspielstart konzentrieren. Am Sonnabend tritt der FCH bei den Sportfreunden Lotte an und will mit einem positiven Erlebnis in die Spielzeit starten.

F.C. Hansa Rostock – VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Hinds (42.)

F.C. Hansa Rostock: Zwick (46. Eisele) – Rankovic (46. Föll), Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch (83. Nadeau), Evseev (60. Henning), Owusu (60. Ziemer), Bischoff, Bouziane (73. Fehr) – Benyamina (73. Väyrynen)

VfL Wolfsburg: Menzel – Seguin (46. Furtado), Knoche (75. Jaeckel), Brooks (63. Udoukhai), Vierrinha (75. Badu) – Hinds (46. Blaszczykowski), Camacho (63. Möbius), Guilavogui (63. Bazoer), Didavi (63. Malli), Ntep ( 63. Dimata) - Gomez (63. Osimhen)

Wolfsburg will nach Fast-Abstieg wieder oben angreifen

Nach über sieben Jahren kommt es am Montag, 17. Juli 2017, um 18 Uhr wieder zu einem Aufeinandertreffen zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem VfL Wolfsburg. Die jüngste Partie beider Teams ist besonders den Rostockern noch in schlimmer Erinnerung geblieben: Im Achtelfinale des DFB-Pokals 2008/2009 musste man sich bei den Wölfen mit 1:5 geschlagen geben. Der letzte Heimsieg der Kogge liegt sogar noch weiter zurück - nämlich über 13 Jahre. Am 27. März 2004 gelang ein 3:1-Heimsieg gegen den VfL. Magnus Arvidsson, Martin Max und Uwe Möhrle hießen damals die Hansa-Torschützen.

In den bisher 25 Spielen, die beide Mannschaften gegeneinander ausgetragen haben, spricht die Statistik eine deutliche Sprache: 13 Siege konnte der VfL Wolfsburg verbuchen, sechs Mal trennte man sich unentschieden und sechs Mal verließ der FCH den Platz als Sieger. Langweilig waren die Spiele dennoch nicht, denn sie versprachen immer viele Tore: 66 Treffer in 25 Spielen ergeben einen Durchschnitt von 2,64 Toren pro Match. Den höchsten Sieg in diesem Duell hält übrigens der F.C. Hansa: Am 24. Spieltag der Zweitliga-Saison 1994/1995 gelang den Rostockern ein 6:0-Heimsieg.

Die Niedersachsen haben eine äußerst harte Bundesliga-Saison hinter sich: Am letzten Spieltag 2016/2017 verlor man mit 1:2 beim Hamburger SV und konnte erst über die beiden hitzigen Relegationsspiele im Derby gegen Eintracht Braunschweig den Klassenerhalt sichern. Um das in der kommenden Saison nicht nochmal zu erleben, wurde der ohnehin schon gute Kader weiter verbessert: Von Hertha BSC Berlin wechselte John Anthony Brooks zum Team von Andries Jonker, vom FC Malaga verpflichtete man den erfahrenen Ignacio Camacho. Doch auch in die Jugend wurde weiter investiert: Mit den 19-jährigen Nany Dimata (KV Oostende) und Felix Uduokhai (1860 München) konnten zwei vielversprechende Talente unter Vertrag genommen werden.

Demgegenüber stehen auch einige für die "Wölfe" schmerzhafte Abgänge: Ricardo Rodriguez schloss sich dem AC Mailand an, Jannes Horn wechselte zum 1. FC Köln und Abräumer Luiz Gustavo zog es zu Olympique Marseille. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft von Andries Jonker in Rostock präsentiert. Derzeit befindet sich der VfL Wolfsburg noch im Trainingslager in Bad Ragaz in der Schweiz und steht noch am Anfang der Vorbereitung. Neben dem Test beim F.C. Hansa bekommt es der VfL in den nächsten Wochen noch mit Dynamo Dresden, dem FC Fulham und Newcastle United zu tun, bevor man am 13. August im DFB-Pokal beim FC Eintracht Norderstedt das erste Pflichtspiel bestreitet.

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