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Viertelfinale2016/17

F.C. Hansa Rostock
3:2
Greifswalder FC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
25.03.2017
Torgelower FC - FC Schönberg
3:1 (3:0)
25.03.2017
MSV Pampow - FC Mecklenburg Schwerin
2:0 (1:0)
25.03.2017
FSV Kühlungsborn - SG Aufbau Boizenburg
2:3 (1:1)
17.04.2017
F.C. Hansa Rostock - Greifswalder FC
3:2 (0:0)

F.C. Hansa nach Elfmeterschießen im Landespokal-Halbfinale

Der F.C. Hansa Rostock steht im Halbfinale des Landespokals. Die Rostocker konnten sich nach einem wahren Elfmeterkrimi mit 3:2 gegen den Verbandsligisten Greifswalder FC durchsetzen. In der regulären Spielzeit sowie in der Nachspielzeit fielen auf beiden Seiten keine Tore.

Die ersten fünf Minuten der Partie begannen sehr zerfahren, viele leichte Fehler bei beiden Mannschaften prägten die Anfangsphase. Den ersten Aufreger gab es, als Jovanovic im Strafraum des FCH zu Fall kam, allerdings ohne eine richtige Berührung des Gegenspielers. Der GFC setzte die neu zusammengesetzte Hansa-Innenverteidigung um Nadeau und Holthaus früh unter Druck und erzwang so immer wieder Fehlpässe im Aufbauspiel der Rostocker.

Die erste Torchance des F.C. Hansa gab es durch einen Freistoß von Ronny Garbuschewski, der aber in den Armen von GFC-Schlussmann Person landete. Nach einer Flanke von Fehr von der linken Seite konnte Benyamina das erste Mal gefährlich auf das gegnerische Tor köpfen, Person hatte den Ball erst im Nachfassen. In der Folge konnte sich der FCH in der Hälfte der Greifswalder festsetzen und kontrollierte mit viel Ballbesitz das Spiel. Timo Gebhart konnte nach einem Steilpass von Bülbül einen Schuss aus spitzem Winkel auf das Tor von Person bringen, der diesen Ball zur Ecke abwehren konnte. Die erste Unterbrechung nach knapp zwanzig Minuten ereignete sich nach einem Zweikampf zwischen Jovanovic und Ülker. Kurz darauf konnte Hartwig den ersten Torschuss des GFC abgeben, für Aubele aber keine Gefahr.

Nach den ersten 25 Spielminuten konnte der FCH die Kontrolle über das Spiel gewinnen, setzte sich vorwiegend über die rechte Angriffsseite durch und konnte durch den immer aufrückenden Ülker Gefahr ausstrahlen. Nach einer halben Stunde kam Garbuschewski im Strafraum zum nächsten gefährlichen Abschluss für die Rostocker, doch Person konnte den Ball parieren. Ülker wollte kurz darauf sofort nachsetzen, wurde aber an der Strafraumgrenze fair gestoppt und konnte sich nur mit einem Foul an Olszar behelfen, der in der Folge behandelt werden musste. Kurz vor der Pause kam der GFC durch einen Freistoß von Hartwig vor das Tor des FCH, Aubele konnte aber mit beiden Fäusten klären.

Nachdem sich Jovanovic vor dem Strafraum in Szene setzte, konnte sich Holthaus nur mit einem Foul gegen Olszar behelfen. Den anschließenden Freistoß von Bütterich konnte Aubele stark parieren.

Die erste gelbe Karte der Partie sah der Greifswalder-Kapitän Henkel, der Benyamina nur mit einem taktischen Foul nach Abwurf von Aubele stoppen konnte. Aus dem Freistoß entstand mit dem Halbzeitpfiff eine Doppel-Chance für den F.C. Hansa: Garbuschewskis Flanke konnte Person parieren, der Nachschuss von Gebhart flog über das Tor.

Die erste Halbzeit war von sehr vielen Zweikämpfen und Foulspielen im Mittelfeld geprägt, wodurch kein richtiger Spielfluss entstehen konnte. Der FCH konnte sich ein paar Chancen mehr als die Gäste erarbeiten, doch diese wurden nicht gut zu Ende gespielt.

Beide Mannschaften kamen personell unverändert aus der Kabine. Auch der zweite Durchgang begann wie der erste: Beide Mannschaften taten sich schwer,  in die zweite Hälfte zu kommen und leisteten sich viele einfache Fehler.

Der erste Wechsel fand in der 55. Minute statt, als Tim Väyrynen für Amaury Bischoff in die Partie kam. Nach einem Freistoß von Garbuschewski konnte Benyamina den Ball über die Linie köpfen, wurde aber wegen eines Stürmerfouls zurückgepfiffen.

Stefan Wannenwetsch ersetzte in der Folge Aleksander Stevanovic. Die Greifswalder konnten über Konter immer wieder Akzente setzen, doch Gutjahr verstolperte den Ball vor Aubele. Der letzte Wechsel beim F.C. Hansa fand bereits nach einer Stunde statt, als Johann Berger für Kerem Bülbül eingesetzt wurde.

Die Rostocker konnten nun wieder mehr Kontrolle über die Partie gewinnen, doch die Bälle in den Strafraum des GFC konnten von der gut sortierten Defensive der Gäste unterbunden und geblockt werden. Kurz darauf konnten die Greifswalder durch Olszar erneut vor dem Tor von Aubele auftauchen doch zielte nur übers Tor.

Einen Distanzschuss vom eingewechselten Wannenwetsch konnte der starke Person halten. Den ersten Wechsel bei den Gästen gab es in der 66. Spielminute: Trainer Hagen Reeck nahm Sendroiu vom Platz und brachte mit Frank Rohde den besten Torjäger des GFC.

In der 70. Minute kam Olszar erneut im Strafraum an den Ball, doch sein Schuss konnte von Berger im letzten Moment abgewehrt werden. Die Rostocker bekamen in dieser Phase keine richtige Kontrolle mehr über das Spiel und man konnte sich nur mit Foulspielen behelfen.

Samuel Aubele bekam nun immer mehr zu tun und musste sich ein ums andere Mal gegen Schüsse von Sebastian Olszar beweisen.

Timo Gebhart konnte sich gut zehn Minuten vor dem Ende auf der linken Seite durchsetzen und Person konnte die Hereingabe mit einer Faust klären. Der Verbandsligist fokussierte sich nun darauf das Remis in die Verlängerung zu bringen.

In der 85. Minute setzte sich Ülker auf der rechten Seite gut durch und kam aus 20 Metern zum Abschluss, doch sein Ball ging knapp über das Tor der Gäste. Nadeau konnte den Gegenangriff des GFC zum ersten Eckball der Partie klären, der aber nichts einbrachte.

Nach einem rüden Foul an Gebhart sah Marco Kröger eine gelbe Karte, verletzte sich aber bei dieser Aktion und musste behandelt werden. Der anschließende Freistoß von Garbuschewski landetet nur auf dem Tor.

Schiedsrichter Scheller pfiff die reguläre Spielzeit pünktlich ab. Für beide Mannschaften ging es in die Verlängerung.

Die Greifswalder begannen die erste Halbzeit der Verlängerung unverändert. Die Rostocker hatten auch gleich die erste Gelegenheit der Verlängerung: Nach einer Flanke von Hasan Ülker kam Gebhart per Kopf an den Ball aber Person konnte parieren. Die nachfolgende Ecke schloss Garbuschewski mit einem Schuss an die Latte ab.

Kurz darauf war es wieder Garbuschewski der nach einer Hereingabe von Ülker den Ball nicht im Kasten des GFC unterbringen konnte.

Gebhart konnte sich gut durchsetzen und wurde von drei Gegenspielern gleichzeitig gestoppt und konnte so einen Freistoß für die Kogge herausholen. Der Freistoß von Wannenwetsch konnte Person erneut parieren und zur Ecke abwehren.

Die erste Halbzeit der Verlängerung ging an den F.C. Hansa Rostock, doch die zahlreichen Torchancen konnten nicht genutzt werden.

Jeff-Denis Fehr holte sich in der zweiten Hälfte der Verlängerung die gelbe Karte ab, nachdem er Kröger von den Beinen geholt hatte.

In der zweiten Halbzeit der Verlängerung konnte Greifswald noch einmal Kräfte mobilisieren und tauchte wieder vermehrt vor dem Rostocker Gehäuse auf, doch die Defensive des FCH konnte immer wieder klären.

Kurz vor Ende der Verlängerung wechselten die Greifswalder noch einmal. Der auffällige Olszar verließ den Platz und wurde von Tom Selchow ersetzt.

Den Gästen aus Greifswald konnte man nun anmerken, dass dieses Spiel doch sehr intensiv war. Die wenigen Angriffe des GFC verpufften oftmals weil die letzte Kraft fehlte. Dennoch verkaufte sich der Tabellenführer der Verbandsliga sehr gut und konnte die Rostocker während der gesamten Partie beschäftigen.

Nach 120 Minuten pfiff Schiedsrichter Scheller das Viertelfinale des Landespokals ab und bat nun zum Elfmeterschießen. Die Freude bei den mitgereisten GFC-Fans war nicht zu überhören.

Im anschließenden Elfmeterschießen konnten sich beide Torleute stark präsentieren. Nach einem zwischenzeitlichen 0:2 Rückstand konnte Aubele seine Mannschaft im Spiel halten und Garbuschewski verwandelte den entscheidenden Schuss sicher.

F.C. Hansa Rostock – Greifswalder FC 3:2 n.E. (0:0)

Elfmeterschießen:

Aubele pariert gegen Kröger
Person pariert gegen Benyamina
0:1 Jovanovic verwandelt in die Mitte
Person pariert gegen Holthaus
0:2 Rohde verwandelt nach links
1:2 Wannenwetsch schießt nach links
Aubele hält gegen Hartwig
2:2 Gebhart verwandelt nach links
Berger schießt drüber
3:2 Garbuschewski trifft nach rechts

F.C. Hansa Rostock: Aubele – Fehr, Holthaus, Nadeau, Ülker – Garbuschewski (C), Bischoff (55. Väyrynen), Stevanovic (57. Wannenwetsch), Bülbül (60. Berger), Gebhart - Benyamina

Greifswalder FC: Person - Kröger, Henkel (C), Berger, Bütterich- Gutjahr, Hartwig, Olszar (114. Selchow), Lösel, Sendroiu (66. Rohde) - Jovanovic

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