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Gegnerporträt: FC Energie Cottbus mit Aufstiegshelden und reichlich Selbstvertrauen

Für die Kogge steht am Sonntag (13 Uhr) mit dem Ost-Derby beim FC Energie Cottbus der erste Härtetest der Drittliga-Spielzeit 2018/19 auf dem Plan. Nach der ausgiebigen Sommerpause, in der das Team von Trainer Pavel Dotchev erneut einen großen Umbruch durchleben musste, erwartet Hansa im Auftaktspiel gegen die Lausitzer direkt ein hochspannendes Duell.

Die Cottbuser sind nach zweijähriger Abstinenz zurück in der dritten Liga und überzeugten im Aufstiegsjahr mit dominantem und torreichem Fußball. Von insgesamt 34 Spielen der Regionalliga Nordost gewann die Wollitz-Elf sagenhafte 28 Partien und verlor lediglich ein einziges Mal. Neben der besten Defensive (nur 14 Gegentore) stellte Energie auch den mit Abstand besten Angriff, der ganze 79 Tore beisteuerte. Herausragender Mann war dabei Stürmer Streli Mamba, der in 26 Einsätzen 19 Treffer erzielte. Zusammen mit Fabio Viteritti (13 Tore) und Maximilian Zimmer (8) bildete Mamba eine gefährliche Offensiv-Achse, die die Abwehrreihen der Gegner immer wieder in Angst und Schrecken versetzte.

Im Vergleich zu den meisten anderen Drittligisten gab es im Cottbuser Kader während der Saisonvorbereitung alles andere als einen Umbruch. Nahezu alle Aufstiegshelden konnten gehalten werden, lediglich Alexander Siebeck (11 Spiele, 1 Tor) und Gabriel Boakye (16 Spiele, 4 Tore) verließen den Verein. Mit Daniel Stanese und Abdulkadir Beyazit wurden zwei namhafte Neuzugänge verpflichtet, die laut Aussage von Claus-Dieter Wollitz für die kommende Begegnung allerdings noch keine Rolle spielen werden. Zusätzlich wird der Energie-Trainer die Ausfälle von Mittelfeldmann Jonas Zickert, Moritz Broschinski und Benjamin Förster kompensieren müssen.

Im Hinblick auf die neue Saison zeigt sich Wollitz zuversichtlich: „Wir wollen nicht nur ein unangenehmer Gegner sein, sondern auch erfolgreich auf dem Weg zum Klassenerhalt.“ Die Cottbuser Anhänger sind nach der Rückkehr in Liga drei ebenfalls euphorisiert – mit 2.500 Dauerkarten wurden bereits deutlich mehr verkauft als im Vorfeld der vergangenen Saison. Für Sonntag rechnen die Lausitzer mit bis zu 15.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft, wovon mindestens 2.500 der Kogge die Daumen drücken.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Hansa und Energie Cottbus gab es im Februar 2016. Damals schwebten beide Mannschaften auf Platz 17 und 18 stehend in akuter Abstiegsgefahr und benötigten dringend ein Erfolgserlebnis. Durch einen frühen Treffer von Stephan Andrist gewann der FCH das Auswärtsspiel letztlich mit 1:0 und sammelte drei wichtige Punkte für den späteren Klassenerhalt. Cottbus hingegen rutschte auf einen Abstiegsplatz, musste am Ende der Saison den schweren Weg in die vierte Liga antreten und wird auf eine Revanche brennen.