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„Erster Einsatz, gleich ein Tor – Hansa-Neuzugang Robin Meißner im Interview

185 Kilometer sind es bis in seine Heimat Hamburg. Vom Elbstrand ging es für Robin Meißner an den Ostseestrand. Bis Saisonende läuft der 22-Jährige erstmal im Trikot unserer Kogge auf. Der gelernte Mittelstürmer kam vor knapp zwei Wochen als Leihgabe zum F.C. Hansa Rostock und hat bei uns ein paar Jugendgeschichten ausgepackt.

fc-hansa.de: Robin, du hast bereits sehr früh mit dem Fußballspielen angefangen. Mit dreieinhalb Jahren ging es in deinem Heimatverein Willinghusener SC los. War es schon immer dein großer Traum, Fußballprofi zu werden?

Robin: "Der Traum war eigentlich schon immer da. Ich habe natürlich mit dem Fußball angefangen, weil es mir Spaß gemacht hat. Mein Vater hat früher auch Fußball gespielt - nicht höherklassig, aber in der Landesauswahl. Er war damals auch mein Trainer."

fc-hansa.de: Gibt dir dein Vater auch heute noch Tipps, wenn ihr euch austauscht?

Robin: "Er ist immer noch mein größter Kritiker. Papa verfolgt jedes Spiel und achtet auf Sachen, die ihm bereits in der Jugend aufgefallen sind. Als ich noch kleiner war, sind wir manchmal im Garten Laufwege nach dem Spiel durchgegangen. Aber es gibt auch mal Lob. Ich höre mir immer alles an und dann versuche ich es manchmal auch umzusetzen."

fc-hansa.de: Seit knapp zwei Wochen bist du bei uns in Rostock. Am vergangenen Freitag hast du bei deiner Hansa-Premiere auch gleich das erste Tor gegen Werder Bremen erzielt. Perfekter Einstand oder?

Robin: "Mich freut natürlich, dass ich das Tor für Hansa gemacht habe. Wenn wir dann aber das Spiel verlieren, trübt das natürlich so ein bisschen die Stimmung. Insgesamt sind die zwei Wochen positiv verlaufen. Ich wurde gut von der Mannschaft aufgenommen und auch das Umfeld ist sehr gut hier. Ich fühle mich echt sehr wohl."

fc-hansa.de: Auf deinem Hansa-Trikot steht die Rückennummer 19. War das deine Wunschnummer?

Robin: "Da der Kader relativ groß ist, war die 19 noch eine der freien Nummern. Es passt aber ganz gut, denn es ist eine Neun drin. Mein Vater hatte in seinen Fußballerzeiten auch die Neun auf dem Rücken und meine Mutter hat im September Geburtstag. Ich habe sogar ein Tattoo mit einer Neun. Früher, als ich im Jugendverein mit den besten Kumpels gespielt habe, da wurden unsere ersten Trikots von meinem Vater entworfen. Der macht eigentlich Tischlereidesign und besitzt dafür Maschinen. Damals bekam jede Nummer ein anderes Design und ich hatte eben die Neun."

fc-hansa.de: Gehen wir mal weg vom Fußball. Was machst du denn abseits vom Platz ganz gerne? Hast du versteckte Talente?

Robin: "Versteckte Talente habe ich nicht. Ich würde aber sagen, dass ich alle Ballsportarten ziemlich gut kann. Ob das jetzt zum Beispiel Tennis oder Padel-Tennis ist."

fc-hansa.de: Padel-Tennis? Kläre uns auf.

Robin: "Das ist eine Mischung aus Squash und Tennis. Das macht echt Spaß. Ansonsten gehen meine Freundin und ich oft mit dem Hund spazieren und ich studiere noch nebenbei Sportmanagement. Das ist ein ganz guter Ausgleich, wenn ich mal nach dem Training relativ viel Zeit habe."

fc-hansa.de: Du hast in der vergangenen Saison beim Ligakonkurrenten HSV zum Saisonfinale in drei Spielen gleich dreimal getroffen. Wie sieht es mit einer Wiederholung im Hansa-Trikot aus?

Robin: "Ich bin hier, weil ich der Mannschaft weiterhelfen will. Ob das durch Tore, Assists oder einfach durch gute Leistungen passiert, das ist mir relativ egal. Der Teamerfolg steht immer im Vordergrund, damit wir die Klasse auch halten oder vielleicht noch mehr erreichen."

fc-hansa.de: Am letzten Spieltag geht es ausgerechnet gegen den HSV. Wie wird es für dich sein, gegen die ehemaligen Kollegen im Ostseestadion anzutreten?

Robin: "Es wird wahrscheinlich komisch sein, wenn ich bedenke, dass ich noch vor drei oder vier Monaten beim HSV gespielt habe. Hoffentlich ist bis dahin alles entschieden, sodass wir hier gemeinsam den Klassenerhalt feiern können und beim HSV vielleicht den Aufstieg."

Vielen Dank Robin. Wir wünschen dir viel Erfolg und Spaß bei unserer Kogge!