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29.12.2020 10:00 Uhr

Das Leben im Internat: 5 Fragen an Justin Jadatz

Das neue Jahr steht vor der Tür, die Winterpause ist in vollem Gange und auch unsere Jungen Hanseaten haben gerade „fussballfreie Zeit“. Genügend Zeit also, um mit Internats-Leiter Justin Jadatz einen Blick hinter die Kulissen unserer Jungen Hanseaten-Crew zu werfen: Im Interview spricht er mit uns über das Leben und die Regeln im Internat, seine Aufgaben als Internats-Leiter und die Neuausstattung der Gemeinschaftsräume.

Hallo Justin! Du bist schon seit einiger Zeit Internatsleiter – was zeichnet das Internatsleben für dich aus?

Das Internatsleben ist super vielfältig, kein Tag gleicht dem anderen. Es gibt viele Abläufe, die ähnlich sind, aber jeder Tag ist individuell spannend! Das Leben im Internat zeichnet sich vor allem durch große Themen, wie der Gemeinschaft, aus. "Alle miteinander“ ist das Motto: Durch gegenseitige Rücksichtnahme, durch Verständnis - für jeden Einzelnen und auch für verschiedene Kulturen - und durch ganz viel Lernen. Dieses Lernen dient vor allem der Vorbereitung auf die Zukunft. Die Jungs sind schon sehr selbstständig,  das fordern wir ein, so bereiten sie sich und wir sie auf die alltäglichen Dinge vor.

Wie viele Spieler betreust du im Internat und wobei bist du Ihnen behilflich?

Ich betreue die Jungs gemeinsam mit dem Team der Pädagogen rund um ihren Alltag neben dem Fußballplatz und kümmere mich aktuell um 19 Bewohner. Im Grunde bin ich der Ansprechpartner für alles: Ich fahre zusammen mit den Jungs einkaufen für ihr wöchentliches Frühstück, plane gemeinsam mit ihnen die Ausgaben, die wir in der Woche für das Internat haben. Die Essenverpflegung am Abend übernehme ich organisatorisch gemeinsam mit unserem Lieferanten Stephan. Zusätzlich unterstütze ich unsere Bewohner bei alltäglichen Fragen, also Fragen, die in der Schule entstehen, oder die zuhause gestellt werden. Ab und an bin ich auch ein kleiner Kummerkasten für alles, was das Sportliche angeht und ich kümmere mich in Absprache mit Leitung, Trainer und Bewohner um Arztbesuche. Eines der wichtigsten Themen - und das ist schwer messbar - ist dann noch, dass ich die Bewohner darin unterstütze, dass sie sich bei uns wohlfühlen, dass es ihnen gut geht und sie ein Gefühl für ihr zweites Zuhause finden.

Was ist die größte Herausforderung in deinem Alltag? Und hast du überhaupt mal frei oder bist du immer auf Abruf erreichbar?

Die größte Herausforderung ist es glaube ich, allen Bewohnern gerecht zu werden. Das ist bei so vielen verschiedenen Charakteren nicht immer leicht. Die Jungs sind da aber auch sehr nachsichtig und verstehen schon vieles sehr gut - alles eine Frage der Kommunikation. Aber gerade diese Herausforderungen machen jeden Tag auch so spannend. Im Prinzip bin ich immer vor Ort und erreichbar, das bin ich aber auch gerne. Die Jungs, die Trainer oder Eltern können sich immer bei mir melden und erreichen mich im Grunde immer! Ich habe am Wochenende auch mal frei, mein großer Vorteil ist natürlich, dass ich direkt am Internat wohne, wodurch ich natürlich in jeden Ablauf involviert bin.

In diesem Jahr wurde das Internat renoviert – wie ist das Ergebnis bei Spielern und Eltern angekommen?

Die Neuausstattung der beiden Etagen ist super geworden. Ein großer Dank gilt auf diesem Wege auch noch einmal unserem Verein, der es den Jungs ermöglicht hat und an alle Helfer und Unterstützer! Das Ergebnis ist super bei den Bewohnern angekommen. Man merkt vor allem, dass sich die Jungs dadurch auf den Etagen und in den Aufenthaltsbereichen treffen, sie sitzen zusammen, spielen, schauen Fußball. Die gesamte Atmosphäre ist gemütlicher. Auch die neuen Doppelzimmer kamen bei den Jungs gut an. Nachdem Sie diese jetzt noch mit Ihrem eigenen Touch verschönert haben, sieht es wirklich gut aus!  Den Eltern der Jungs wollten wir die Neuausstattung ebenfalls persönlich zeigen, aufgrund der Hygienevorschriften musste dies aber vorerst verschoben werden. Aber auch dort kam viel nettes und positives Feedback schriftlich und am Telefon bei mir an.
 
Gibt es bestimmte Regeln, an die sich die Jungs halten müssen? Wenn ja, was für welche?

Oh ja, die gibt es!
 
Dazu gehören die gesamte Internatsordnung und individuelle Absprachen mit den Eltern. Das sind beispielsweise die Ausgangszeiten und Ruhezeiten auf den Etagen, damit ab 22 Uhr spätestens komplette Ruhe einkehrt. Außerdem die Erfüllung der Etagendienste: Auf den einzelnen Etagen wird wöchentlich immer ein Zimmer bestimmt, das zusätzlich für Sauberkeit und Ordnung verantwortlich ist. In diesem Kontext ist auch das Sauberhalten der Doppelzimmer und der Bäder eine weitere Regel. Die Bewohner und wir unterscheiden grundsätzlich zwischen Regeln der Etage (alle zusammen) und Regeln des Einzelnen. Dazu gehören Kleinigkeiten, wie das Einräumen des Geschirrspülers, das Abwischen der Tische und das Rausbringen und Trennen des Mülls. Zusätzlich zu den Regeln kommen eben auch Verbote – wie zum Beispiel Alkohol-und Rauchverbote.

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Weitere Informationen rund um unseren Nachwuchs gibt’s sowohl auf der Facebook-Seite als auch auf dem Instagram-Account der Jungen Hanseaten.

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