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09.10.2021 11:32 Uhr

Der F.C. Hansa Rostock gratuliert Peter Sykora zum 75.Geburtstag

Heute wird Peter Sykora 75 Jahre jung. Der Mann für die außergewöhnliche Klubgeschichte: Verein verlassen, zurückgekommen, verlassen, zurückgekommen.  Ein Wiederholungstäter!

Am Vorabend seines Geburtstages prophezeit der Jubilar unserem Verein in der Zweiten Liga eine  Koggen-Fahrt mit sicherem Ankern: „Jens Härtel macht einen guten Job. Die Truppe auch. Stand jetzt sollte die Mannschaft mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

Tja, so klingt einer, der weiß, wie Fußball gearbeitet respektive gespielt wird. Da kam im Sommer 1965 ein leicht anarchisches Jung-Duo aus der „Provinz“, nämlich aus Wismar, zum Klub: Peter Sykora und Klaus-Peter „Walze“ Stein. Zwei Adrenalin gesteuerte Burschen voller Stolz und Selbstbewusstsein. Gerade hatten sie beim 18. UEFA-Turnier in der BRD einen grandiosen Triumph genossen: 3:2 im Finale gegen die Jungdachse aus England. Aus dem Talente-Born des DDR-Fußballs war ein verheißungsvoller Jahrgang entstiegen: Croy, Kreische, Sparwasser, Schlutter. Oder Sykora und Stein. Deren Zukunft leuchtete in hellen Farben. Auch bei Hansa?

Für den viel zu früh verstorbenen Klaus-Peter „Walze“ Stein (wäre im November 75 geworden) gilt post mortem: In 53 Einsätzen für Hansa, später für Vorwärts Stralsund und wieder für die TSG Wismar aktiv war er der gewitzte Spieler voller Raffinesse und Intelligenz. Selbst in den Niederungen der DDR-Liga ein Fixpunkt für aufstrebende Fußballer.

Und Peter Sykora? Der stand am 3. November 1965 beim Hansa-Auswärtsspiel in Leipzig erstmals in der Oberligaelf. Die „Alten“ Barthels (2), W. Wruck und Kleiminger hatten mit 4:0 dem SC Leipzig ein Debakel beschert. Sykora in einer Phalanx der gestandenen Hansa-Haudegen. Oder nur davor? Jedenfalls war ein Dutzend Punktspiele für ihn in der ersten Saison nicht schlecht. Aber nur noch 19 Einsätze in den beiden folgenden Serien? Stammspielerpotenzial las sich deutlich anders. Um seine etwaigen Auswahlchancen zu erhalten, wechselte Peter Sykora 1968 nach Magdeburg. Zwei Saisons das volle Programm: Punktspiele, Pokalfinale 1969 (4:0 gegen Karl-Marx-Stadt), Europacup. Private Gründe holten den jungen Mann von der Küste eben dort wieder zurück. Allerdings auch nur für fünf Punktspiele. Dann rief die alternativlose Friedenswacht im Armee-Trikot: 18 Monate Vorwärts Perleberg. „Eine späte Rache der Rostocker Parteibonzen, weil ich nach Magdeburg wechselte“, verrät er heute.

 Als Peter Sykora mit Beginn der Saison 73/74 wieder für die Hanseaten auflief, da hatte den Verein schon der Bazillus der Genügsamkeit ergriffen. Ein Jahr später fundamentierten die Hanseaten ihren Ruf einer „Fahrstuhlmannschaft“, die binnen vier Jahren dreimal abstieg. Was dem Kämpfer Sykora, einem Abwehrmann bester Güte, selbstredend nicht passte. 1979 beendete Peter Sykora beim F.C. Hansa seine Laufbahn. Danach war er noch einige Jahre für die BSG Schifffahrt/Hafen in der DDR-Liga aktiv, mit der er 1981 fast, legendär und sensationell sowieso ins Oberhaus zurückgekehrt wäre.

Später, in verschiedenen Funktionen, trug Sykora nur noch die Kogge im Herzen. „Hansa hat mich nie losgelassen“, beteuert er.

Herzlichen Glückwunsch auch dafür!   

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