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21.12.2018 11:00 Uhr

Eine unbekannte Liebe - Christel Bilharz im Mitglieder-Interview

Mit über 13.000 Mitgliedern ist unser F.C. Hansa einer der größten Vereine in Mecklenburg-Vorpommern und genießt auch über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad. Durch den gewaltigen Mitgliederzuwachs der vergangenen Jahre zählt die Kogge mittlerweile zu den Top 25 der mitgliederstärksten Fußballvereine Deutschlands. Höchste Zeit also, einige unserer treuen Anhänger in dieser Serie etwas näher vorzustellen!

Fußball-Fan ist man in der Regel ja von Kindesbeinen an, wird in die Liebe zu seinem Verein quasi hineingeboren und durchlebt mit der Mannschaft ein jahrelanges Auf und Ab. Dass es auch ganz anders laufen kann, beweist Christel Bilharz eindrucksvoll. Sie ist 76 Jahre alt und mit der Kogge überhaupt erst seit acht Jahren so richtig vertraut. Ihre weißblaue Verbundenheit lebt sie dafür umso intensiver – frei nach dem Motto "ganz oder gar nicht".

In der Aufstiegssaison 2010 fand Billharz zum ersten Mal den Weg ins Ostseestadion. Diese Begegnung muss dabei direkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, gibt es seitdem kaum noch ein Heimspiel, das die sympathische Seniorin verpasst. "Das erste Mal war wirklich kurios. Mit meinem Sohn bin ich nach Rostock gefahren und in der Schillingallee einfach den zahlreichen Leuten hinterhergelaufen. Dabei hatten wir noch gar keine Eintrittskarte und kurz darauf war natürlich auch das Spiel schon angepfiffen", erinnert sie sich.

Um einen Platz in ihrem zweiten Wohnzimmer muss sich die ehemalige Lehrerin mittlerweile keine Gedanken mehr machen. Seit mehreren Jahren ist sie stolze Inhaberin einer Dauerkarte. Zu den Spielen reist Christel Bilharz aus dem rund 60 Kilometer entfernten Prerow an. Eigentlich eine stressfreie Angelegenheit - doch je näher das Wochenende rückt, umso unruhiger wird die 76-Jährige. Schmunzelnd erzählt sie: "Schon am Donnerstag schlägt mir das auf den Magen. Am Spieltag nehme ich mir meist eigene Verpflegung mit, kann vor Aufregung aber gar nichts essen!"

Spätestens jetzt lässt sich ihre große Leidenschaft erkennen, die sie auch im Bekanntenkreis ständig versprüht. Dort leistete das Hansa-Mitglied große Überzeugungsarbeit, wollte ihre Freunde mit einer offiziellen Mitgliedschaft ebenfalls an Bord der Kogge holen. Deren Beitrag hat sie im Endeffekt selbst übernommen. Denn auch im verdienten Ruhestand gibt sie für ihren Herzensverein liebend gern hundert Prozent.

Was Christel Bilharz sich dafür als Gegenleistung wünscht? Sagen wir es so: Hansa-Heimsiege können Wunder bewirken!

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