Login



Noch kein Mitglied?
Jetzt Mitglied werden »

x

10.11.2023 12:45 Uhr

Einziges Duell im Osten – auf gehts zum 1. FC Magdeburg

Als der Spielplan der neuen Zweitliga-Saison veröffentlicht wurde, richteten sich die Blicke vieler Hansa-Fans natürlich auf ein paar besondere Höhepunkte. Die häufigsten Nachfragen gab es selbstverständlich zu den Terminen gegen die beiden Hamburger Vereine - und logischerweise auch zum einzigen "Ost-Duell" der 2. Liga gegen den 1. FC Magdeburg. Am Sonntag (12. November 2023) kommt es um 13:30 Uhr nun also zu diesem traditionsreichen Aufeinandertreffen – es ist das 66. Liga-Spiel zwischen beiden Teams, die sich im März 1960 erstmals in Magdeburg in einem Pflichtspiel gegenüberstanden. Von den insgesamt 53 DDR Oberliga-Spielen bis 1991 gewann Hansa 17, die Magdeburger gingen 25-mal als Sieger vom Platz, 11 Partien endeten unentschieden.

F.C. Hansa Rostock

Lange Zeit kreuzten sich die Wege dann nicht mehr, erst wieder in Liga 3 gab es von 2015 an dieses Duell erneut - die Bilanz ist dabei ausgeglichen: je drei Siege für jedes Team und vier Remis stehen zu Buche. In der vergangenen Saison kam es dann erstmals in der 2. Bundesliga zu dieser Begegnung und jede Mannschaft konnte ihr Heimspiel gewinnen. Hansas 3:1 im Ostseestadion folgte Anfang April diesen Jahres - beim Einstand von Hansas neuem Trainer Alois Schwartz - ein glatter 3:0-Erfolg der Magdeburger in der MDCC-Arena, in der es nun wieder zur Sache gehen wird.

In der Tabelle trennt beide Teams (je 13 Punkte) vor diesem Spiel nur die bessere Tordifferenz, die zugunsten von Magdeburg (-1/Platz 13) gegenüber Hansa (-6/Platz 14) spricht. Vor allem dem starken Offensivleistung, mit dem bisher vierfachen Torschützen Luca Schuler an der Spitze, und dem immer agilen Unruheherd Baris Atik (bisher sechs Vorlagen) verdankt das Team von Trainer Christian Titz die relativ gute Tordifferenz. Auch Ahmet Arslan, der immerhin mit der Empfehlung von 25 Drittliga-Toren von Dynamo Dresden geholt wurde und schon zweimal getroffen hat, sollte man immer auf den Zettel haben. Wobei: der 1. FC Magdeburg strahlt die Torgefahr eigentlich aus allen Mannschaftsteilen aus, denn gleich 11 verschiedene Schützen haben die bisher 20 Tore erzielt – Hansa hat in der selben Zeit gerade einmal 11 Tore geschossen…

Während beide Mannschaften zu Saisonbeginn noch gut aus den Startlöchern gekommen sind, treffen nun zwei der aktuell formschwächsten Teams aufeinander. Nach fünf Spielen segelte die Hansa-Kogge auf Rang fünf, das Team aus Sachsen-Anhalt grüßte ungeschlagen sogar von Relegationsplatz drei. Doch von diesen Regionen sind beide Teams aktuell ein gutes Stück entfernt. In der Tabelle der letzten sieben Spieltage nimmt Magdeburg mit zwei Punkten den vorletzten Platz ein, Hansa steht mit vier Zählern nur einen Rang davor. Die Magdeburger warten seit dem 2. September auf einen Sieg in der 2. Liga, den letzten Punkte-Dreier gab es beim denkwürdigen 6:4-Heimerfolg gegen Hertha BSC, der trotz viermaligen (!) Rückstands eingefahren wurde. Zumindest im DFB-Pokal konnte aber mit dem Sieg im Elfmeterschießen beim Liga-Konkurrenten Holstein Kiel vor wenigen Tagen ein Erfolgserlebnis gefeiert und der Einzug ins Achtelfinale klar gemacht werden. Hier haben die Magdeburger gezeigt, dass mit ihnen im oftmals zitierten "schwierigen zweiten Jahr nach dem Aufstieg" weiterhin zu rechnen ist.

Dass am Sonntag nicht gerade ein "spielerischer Leckerbissen" zu erwarten sein dürfte, sollte angesichts der Tabellenkonstellation den Fans beider Teams klar sein - was auch der Blick auf die bisherige Karten-Verteilung in dieser Spielzeit unterstreicht. Hier rangiert Hansa (35-mal gelb) hinter "Spitzenreiter" Nürnberg (38) auf Platz 2, unmittelbar gefolgt vom 1. FC Magdeburg (33), der zudem bereits zwei Platzverweise kassiert hat. Besonders gefährdet nach dieser Partie für ein Spiel zu pausieren sind auf Hansa-Seite vor allem Svante Ingelsson, Alexander Rossipal und Damian Roßbach, denn alle drei Rostocker stehen derzeit bei vier gelben Karten und müssen beim fünften gelben Karton einmal zuschauen.

Und noch ein interessanter Fakt am Rande: Obwohl beide Mannschaften im Osten Deutschlands angesiedelt sind und die Stadien nur 220 Kilometer Luftlinie auseinander liegen, gibt es keine Spieler in den aktuellen Kadern, die eine Vergangenheit beim gegnerischen Team haben.

Hier die Pressekonferenz vor dem Spiel: