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17.02.2020 11:00 Uhr

Experte für die Spielanalyse: Vincent Leifholz unterstützt Trainerteam des F.C. Hansa Rostock

Seit Anfang dieses Jahres gibt es ein neues Gesicht auf den Trainings- und Spielplätzen der Profimannschaft: Vincent Leifholz. Der 23-Jährige unterstützt den Trainerstab um Jens Härtel als Spielanalyst. Wir haben mit ihm über seine Aufgaben, seinen Weg zum F.C. Hansa Rostock und die Bedeutung der Spielanalyse im Fußball gesprochen.

Vincent, erst einmal ein paar Worte zu dir. Was hast du vor deiner Zeit beim F.C. Hansa Rostock gemacht?

Ich war bis Ende Dezember bei Union Berlin verantwortlich für die Spiel- &Videoanalyse im Nachwuchsleistungszentrum und habe dort nebenbei Sportwissenschaften im Master studiert. Davor habe ich eineinhalb Jahre bei Mainz 05 im gleichen Bereich gearbeitet und an der Universität Hildesheim meinen Bachelor absolviert.

Warum hast du dich dafür entschieden, beim F.C. Hansa Rostock anzuheuern?

Da ich aus dem Norden komme (Hildesheim) und seit Kindheitstagen fußballbegeistert bin, ist Hansa Rostock da natürlich schon immer präsent gewesen. Hier oben ist Hansa als Traditionsverein eine echte Größe, das war mir schon immer bewusst und seitdem ich jetzt hier bin, hat sich das absolut bestätigt.

Wie sehen die Aufgaben eines Spielanalysten genau aus – wie muss man sich deine Arbeit und deine Abläufe genau vorstellen?

Ich helfe dabei, Trainings- und Spielinhalte auszuwerten bzw. zu analysieren und unterstütze das Trainerteam bei der Vorbereitung auf den kommenden Gegner. Demnach bin ich bei allen Spielen dabei und je nach Inhalten auch bei vielen Trainingseinheiten. Ich versuche das Trainerteam so zu unterstützen, dass sie meine erarbeiteten Inhalte an die Mannschaft weitergeben können und somit letztendlich ein Mehrwert für die Mannschaft entsteht.

Braucht man bestimmte Qualifikationen und vielleicht auch besondere persönliche Eigenschaften, um als Videoanalyst arbeiten zu können?

Ich denke, es sollte eine Mischung aus verschiedenen Dingen sein. Zum einen muss man eine gewisse Affinität zu technischen Aspekten und Abläufen mitbringen, da man viel mit technischen Equipment zu tun hat und Abläufe wie z.B. das Live-Tagging (Liveanalyse während des Spiels) verantwortet. Zudem sollte man sich mit der Analysesoftware im Fußball auskennen, um Inhalte auswerten und aufbereiten zu können. Die wichtigste Grundvoraussetzung ist aber immer noch das fußballerische Verständnis, das im Spiel bei der Liveanalyse auch unter Zeitdruck abgerufen werden können muss. Letztendlich muss man auch einfach Lust darauf haben, sich viel mit fußballtaktischen Dingen auseinanderzusetzen und sehr viel Fußball zu schauen. Und man darf natürlich auch kein Problem damit haben, viel unterwegs zu sein und nach Spielen am Wochenende zu später Stunde noch Spiele zu analysieren, damit diese dann auch am nächsten Morgen für das Trainerteam aufbereitet sind.

Warum ist die Spielanalyse heutzutage im Profifußball nicht mehr wegzudenken?

Kurz gesagt bietet die Spielanalyse für die eigene Mannschaft sehr viele Vorteile, sei es die Vorbereitung auf den kommenden Gegner, aber vor allem auch das Aufzeigen von Potenzialen in eigenen Abläufen. Man kann aus den Spiel- aber auch Trainingsinhalten viel mit den Jungs nachbesprechen, letztendlich immer mit dem Ziel die Spieler weiterzuentwickeln. Der Lerneffekt ist bei Spielern deutlich größer, wenn sie Dinge visualisiert dargestellt bekommen, als wenn sie die Dinge nur auditiv verarbeiten. Würde man diese Potenziale im heutigen Profifußball nicht nutzen, hätte der Gegner gravierende Vorteile.

Du bist jetzt gut anderthalb Monate an Bord unserer Kogge, wie sind deine ersten Eindrücke vom Verein und hattest du überhaupt schon Gelegenheit und Zeit, die Stadt kennenzulernen?

Meine ersten Eindrücke vom Verein sind bislang sehr gut, ich wurde gut aufgenommen und konnte so sehr unkompliziert mit der Arbeit beginnen. Ich habe relativ schnell eine Wohnung gefunden, fühle mich daher schon sehr wohl in Rostock und habe die Stadt bei Laufrunden teilweise auch schon ganz gut erkundet.

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