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13.06.2019 15:09 Uhr

Saisonvorschau 2019/20: Die Absteiger

Nicht selten war in der vergangenen Saison von der "stärksten 3. Liga aller Zeiten" gesprochen worden, die mit Vereinen wie dem 1. FC Kaiserslautern, 1860 München oder Energie Cottbus nur so vor Attraktivität strotzte. Zur Spielzeit 2019/20 kommen nun insgesamt sieben Neulinge hinzu, die den Status der Liga wohl in kaum einer Form schmälern. Im Gegenteil: Die neue Saison könnte aller Voraussicht nach noch aufregender und intensiver werden. Vor dem Start haben wir deshalb schon mal vorausgeblickt - und uns in Teil eins unserer Vorschau zunächst mit den Zweitliga-Absteigern befasst!

FC Ingolstadt 04:

2:1 in Wiesbaden, 2:3 vor heimischem Publikum – viel dramatischer hätte der Fall des FCI in die 3. Liga wohl kaum verlaufen können. Insgesamt sieben Spielzeiten hatte sich der erst 2004 gegründete bayerische Club zuvor in der 2. Bundesliga etablieren können und zwischen 2015 und 2017 sogar den Sprung ins Fußball-Oberhaus geschafft. Nach einer sehr enttäuschenden Hinrunde, in der aus 17 Spielen lediglich ein einziger Sieg heraussprang, stand die Mannschaft bereits zur Jahreswende mit dem Rücken zur Wand, konnte sich unter Neu-Trainer Thomas Oral ab dem 28. Spieltag aber nochmal aufbäumen. Fünf der letzten sieben Spielen wurden gewonnen, die Rettung in die Relegation glückte, doch am Ende nützte auch das nichts mehr. Gegen einen der vermeintlichen Favoriten auf den Wiederaufstieg steht der Kogge nun eine weitere lange Auswärtsfahrt bevor, gleichzeitig gibt es nach 2010 noch eine Rechnung zu begleichen. Da ließen die Ingolstädter dem F.C. Hansa in zwei Relegationsspielen keine Chance (1:0, 2:0) und sorgten für den bis heute vorletzten Zweitliga-Abstieg unseres Vereins.

1. FC Magdeburg:

Das Abenteuer 2. Bundesliga sollte für den 1. FC Magdeburg nach nur einer Saison wieder sein Ende finden. Letztlich reichten 31 Punkte aus 34 Spielen nicht für mehr als den 17. Rang und damit zweiten direkten Abstiegsplatz. Trotz des Rückgangs in Liga drei überwog beim Anhang der Blau-Weißen statt Trauer und Enttäuschung in erster Linie Dankbarkeit und Stolz hinsichtlich des größten Vereinserfolgs seit der Wiedervereinigung. Spürbar war die daraus resultierende Euphorie vor allem auf den Rängen: 20.225 Zuschauer strömten in der abgelaufenen Spielzeit im Schnitt in die Magdeburger MDCC-Arena und katapultierten ihren Club auf Rang sechs der Zuschauertabelle. In ähnlichen Gefilden wird sich der 1. FCM vermutlich auch in der bevorstehenden Saison bewegen können, sorgen die hochkarätigen Ost-Derbys gegen Halle, Zwickau oder unsere Kogge doch schon jetzt für Kribbeln auf der Haut, zumal Magdeburgs ehemaliger Erfolgstrainer Jens Härtel mittlerweile die Seiten gewechselt hat.

MSV Duisburg:

Der MSV ist zurück in der 3. Liga, zum bereits dritten Mal innerhalb der letzten sechs Jahre. Im Sommer 2013 erstmals aufgrund eines Lizenzentzugs zwangsläufig abgestiegen, hat es den Traditionsclub von der Wedau nach 2016 nun erneut erwischt. Ausschlaggebend dafür: Der denkbar schlechte Saisonstart – bis zum 9. Spieltag mussten die Zebras auf den ersten Saisonsieg warten – sowie die Tatsache, dass sich zu diesem Erfolgserlebnis nur fünf weitere gesellten. Durch den Abstieg kommen auf die Duisburger nun abermals große strukturelle Herausforderungen zu. Doch der Verein hat einen Plan: Nach dem Leitbild "Leben, Liebe, Leidenschaft" will sich der MSV zu einem nachhaltigen Ausbildungsverein entwickeln, junge nationale und internationale Talente sollen frühzeitig an Kader und Startelf herangeführt werden. Klar ist, dass die Liga mit den Zebras einen weiteren attraktiven Gegner gewonnen hat. Welcher Hansa-Fan erinnert sich beispielsweise nicht gern an Marcel Ziemers Fallrückzieher-Siegtor zurück? Und der Weg in die Schauinsland-Reisen-Arena sollte dank des KFC Uerdingen auch noch bekannt sein.

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