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25.11.2023 16:04 Uhr

HANSA UNTERLIEGT ST. PAULI 2:3

Mit 2:3 musste sich unser F.C. Hansa Rostock am 14. Spieltag der 2. Bundesliga dem FC St.Pauli geschlagen geben. Nach einem Start nach Maß und einem Elfmeter-Tor durch Júnior Brumado nach zehn Minuten schlugen die Kiezkicker gnadenlos zurück und drehten die Partie innerhalb von acht Minuten zu einem 1:3. Die Partie wurde nach einem zweiten Elfmetertreffer – wieder war es Brumado – zwar nochmal spannend, am Ende reichte es aber nicht für Punkte gegen den Tabellenführer aus Hamburg.

F.C. Hansa Rostock

Mit nur zwei Wechseln im Vergleich zum Auswärtssieg in Magdeburg schickte Chef-Trainer Alois Schwartz seine Jungs ins Rennen: Für den gelbgesperrten Svante Ingelsson rückte Kai Pröger in die Startformation. In der Innenverteidigung durfte Oliver Hüsing von Anfang an ran und ersetzte den angeschlagenen Jonas David.

Alles fing vielversprechend an: Zwei Standardsituationen sorgten gleich vom Anpfiff weg für richtig Wirbel im Hamburger Strafraum. Erst wurde Frölings Versuch aus kurzer Distanz geblockt (8.), die darauffolgende Ecke brachte gleich mehrere Einschussmöglichkeiten für unseren FCH, am Ende des munteren Scheibenschießens auf den Kasten war eine Hand eines Gästespielers im Weg und Schiedsrichter Dr. Robin Braun deutete folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Júnior Brumado nahm sich der Sache an und verwandelte ganz sicher zur frühen Hansa-Führung und sehr zum Jubel der 27.100 Zuschauern im Ostseestadion (10.). Doch die Euphorie hielt nicht lange an, denn die Gäste vom Millerntor wirkten alles andere als geschockt und reagierten mit viel Druck in der Offensive. Nur fünf Minuten nach dem Rostocker Führungstor stand Saliakas richtig und markierte den Ausgleich (15.). Und die Kiezkicker hatten noch nicht genug, spielten weiter munter nach vorn und ein Angriff über die rechte Seigte setzte Marcel Hartel in der Mitte in Szene – St. Paulis Nummer 10 scheiterte zwar im ersten Versuch noch an Markus Kolke, beim Nachschuss war unser Torhüter allerdings machtlos und plötzlich stand es 1:2 (19.). Unsere Kogge war jetzt völlig von der Rolle und steckte die kalte Dusche nicht gut weg: Afolayan konnte aus rund 16 Metern ungestört abziehen und erhöhte nur drei Minuten nach dem 1:2 auf 1:3 (22.). Hansa musste reagieren und war in den folgenden Minuten darauf bedacht, mit Ballbesitz erst einmal Ruhe in die wilde Partie zu bringen. Die letzte Torchance in Durchgang eins gehörte dann allerdings wieder den Gästen. Irvine stand ganz allein vor Kolke und der Schlussmann musste sein ganzes Können aufbringen, um den Ball zu entschärfen und die vermeintliche Vorentscheidung kurz vor der Pause zu verhindern (43.). Dann war Halbzeit und unsere Kogge ging trotz eines Starts nach Maß mit der Hypothek eines Zwei-Tore-Rückstandes in die Kabine.

Die Gäste kamen etwas besser in den zweiten Durchgang und hatten in der 49. Minute durch einen Konterangriff die erste Chance in Halbzeit zwei - der eingelaufene Stürmer am langen Pfosten traf allerdings nur das Außennetz. In Folge mangelte es beiden Mannschaften an ausreichend Tempo in den Offensivbemühungen und so zeichnete sich eine Phase ohne großen Offensivaktionen ab. Es dauerte bis zum Anbruch der Schlussviertelstunde, bis wieder Torgefahr entwickelt wurde. Perea verpasste einen Kopfball knapp (73.), kurz darauf hatte Eggestein die Chance auf das 1:4, verfehlte den Kasten mit einem Schuss aus der Drehung aber (75.). In der 78. Minute stürmte Brumado aus dem Rückraum heran, wurde im Strafraum zu Fall gebracht und es gab zum zweiten Mal an diesem Tag Elfmeter für den FCH.  Wieder schoss Brumado, wieder traf der Brasilianer ins Eck (81.) – nur noch 2:3 und noch rund 10 Minuten in der regulären Spielzeit! Die Kogge legte eine furiose Schlussoffensive hin und hatte in Person von Brumado und Schumacher den Ausgleich auf dem Kopf bzw. dem Fuß: Doch der Brasilianer köpfte nach einer Flanke von Perea knapp über den Querbalken (87.), der eingewechselte Schumacher setzte einen Schuss aus spitzem Winkel ganz knapp neben den langen Pfosten (90.). Auch in der siebenminütigen Nachspielzeit wollte der Ball kein drittes Mal über die Linie und eine packende Partie endete mit 2:3.

"Die ersten 15 Minuten waren gut, danach hatten wir acht Minuten zum Vergessen, wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. Nach dem 1:3 war es dann sehr schwer, da hat St. Pauli hat seine ganze Klasse gezeigt. Wir haben zwar nie aufgegeben und Leidenschaft gezeigt, die Gäste waren am Ende aber dieses eine Tor besser", zog Chef-Trainer Schwartz nach der Partie das Fazit zum Spiel.

Am kommenden Sonntag (03.12.) ist unser F.C. Hansa dann wieder auswärts gefordert und tritt die lange Reise zum Karlsruher SC an. Anpfiff im Karlsruher Wildpark ist dann um 13:30 Uhr.

F.C. Hansa Rostock - FC St. Pauli 2:3

Tore: 1:0 Brumado (10., HE.), 1:1 Saliakas (15.), 1:2 Hartel (18.), 1:3 Afolayan (23.), 2:3 Brumado (81., FE.)

Aufstellung: Kolke - van der Werff, Hüsing, Roßbach, Rossipal - Vasiliadis (89. Güler), Dressel - Kinsombi (66. Perea), Fröling (66. Schumacher), Pröger (88. Singh) - Brumado