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06.01.2021 14:20 Uhr

Managertagung: F.C. Hansa befürwortet Erhöhung auf 5 Wechsel für die Restsaison 2020/2021

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit den Vereinen der 3. Liga in einer außerordentlichen Managertagung am heutigen Mittwoch über die Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler für die restliche Spielzeit 2020/2021 diskutiert.

In der Videokonferenz ging es vor allem um folgende Punkte: Änderung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler, Erweiterung der Spieltagskader von 18 auf 20 Spieler analog zur Bundesliga/2. Bundesliga und den Zeitpunkt, zu dem die Änderungen in Kraft treten sollen.

Dabei hat sich der F.C. Hansa Rostock für eine Erhöhung des Wechselkontingents bei Beibehaltung eines 18er-Kaders ausgesprochen.

„Aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Wochen sind wir -wie die Mehrheit der Vereine- zu dem Schluss gekommen, dass die Erhöhung des Wechselkontingents nötig geworden ist. Die 3. Liga ist zuletzt von vielen Spielausfällen betroffen gewesen, die in dieser ohnehin schon verkürzten Saison vermehrt englische Wochen bedeuten. Damit steigt nicht nur die Belastung, sondern auch die Verletzungsgefahr der Spieler. Hinzu kommt, dass auch der Landespokal noch ausgespielt und in diesen engen Spielplan eingebettet werden muss“, begründet Vorstandsvorsitzender Robert Marien den Standpunkt des F.C. Hansa Rostock, zeigt aber auch Verständnis für jene Vereine, die sich für die Beibehaltung von 3 Wechseln ausgesprochen haben.

„Sowohl für die bisherige Regelung als auch für die Änderung auf fünf Wechsel gibt es gute und nachvollziehbare Argumente, die alle ihre Berechtigung haben. Es steht außer Frage, dass für jeden Verein und Geschäftsführer, die Gesundheit der Spieler an höchster Stelle steht. Dennoch ist es verständlich, dass mit Blick auf die finanzielle Mehrbelastung in dieser wirtschaftlich extrem herausfordernden Saison, einige Vereine an der bestehenden Regelung festhalten wollen. Allein durch die Testungen und die erweiterten Vorsorgemaßnahmen aus dem Hygiene-Konzept müssen die Vereine der 3. Liga circa 4 Millionen Euro mehr aufwenden – ohne Unterstützung des Verbandes und das bei sinkenden Einnahmen und einer wirtschaftlich schwierigen und unsicheren Zeit.“

Die Änderung auf 5 Wechsel soll für alle Klubs ab dem 20. Spieltag (22.-24. Januar), also zum Rückrundenstart, gelten. Mögliche Nachholspiele aus der Vorrunde, die erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, sind im Sinne der Chancengleichheit von dieser Änderung noch ausgenommen.

Der Vorschlag, die Spieltagskader auf 20 Spieler zu erhöhen, fand indes keine mehrheitliche Zustimmung und wurde abgelehnt.

Die Ergebnisse der Managertagung dienen als Orientierung für den Ausschuss der 3. Liga, der nun einen dem Meinungsbild entsprechenden Antrag an das DFB-Präsidium stellt.

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, erklärte zur Entscheidung: „Das Wechselkontingent von drei auf fünf Auswechselungen zu erhöhen ist angesichts des engen Terminkalenders eine logische Konsequenz. Die Konferenz sprach sich erwartungsgemäß im Sinne der Verletzungsprävention der Spieler und der besseren Belastungssteuerung mehrheitlich für eine Erhöhung aus. Im Sommer stand noch der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund, als die Klubs wie wir alle die Hoffnung auf eine Saison mit weniger Corona-Einfluss hatten. Nach den vielen Spielausfällen ist es nun aber richtig, dass der Gesundheit der Spieler die höchste Priorität eingeräumt wird. Dies hat auch zu einer Änderung der Sichtweise bei einigen Klubs im Vorfeld der Tagung geführt. Die Anregung der Vereine zu einer neuerlichen Diskussion des Themas haben wir als Ausschuss 3. Liga natürlich aufgenommen, weil wir uns als Interessenvertreter der Klubs sehen.“

Das Präsidium des DFB muss nun über den Antrag des Ausschusses 3. Liga bis zum Rückrundenstart der 3. Liga entscheiden.

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