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31.05.2024 08:22 Uhr

SAISONRÜCKBLICK U14: CHEF-TRAINER HANNES LÖHN IM GESPRÄCH

Während die anderen Vereine aus der Verbandsliga MV noch mindestens eine Partie vor der Brust haben, hat unsere U14 bereits das letzte Saisonspiel absolviert und geht damit – nachdem die noch anstehenden Auswahlturniere in den kommenden Wochen abgeschlossen sind – in die wohlverdiente Sommerpause. Zum Abschluss der Saison überzeugten die "Jungen Hanseaten" noch einmal auf ganzer Linie und besiegten den Rostocker FC mit 12:1. Damit setzten unsere C2-Junioren den Schlusspunkt hinter eine überzeugende Rückrunde. Wir haben mit Chef-Trainer Hannes Löhn gesprochen und ihn zu seinem Fazit zur zurückliegenden Verbandsliga-Saison befragt.

F.C. Hansa Rostock

Moin Hannes. Euer letztes Saisonspiel ist absolviert, ihr werdet die Liga mindestens auf dem fünften Tabellenplatz abschließen. Wie zufrieden bist du mit der Tabellenplatzierung?

Ich glaube der Tabellenplatz ist ganz ordentlich, am Ende ist mir das aber ehrlich gesagt gar nicht so wichtig – im U14-Bereich geht es vor allem um die Art und Weise und darum, dass sich die Spieler weiterentwickeln. Die Tabellenplatzierung gerät da etwas in den Hintergrund.

Was kannst du uns zur Entwicklung deiner Mannschaft sagen?

Wir sind wirklich super zufrieden! Vier Spieler durften viel Spielzeit bei der U15 in der Regionalliga sammeln und auch alle anderen haben Verantwortung übernommen und in den individuellen Entwicklungszielen Schritte nach vorn gemacht. Neben den sportlichen Zielen legen wir großen Wert auf die persönliche Entwicklung unserer Spieler außerhalb des Platzes. Da geht es dann um Dinge wie Organisation etc. Da hatten wir kleine – dem Alter geschuldete – Anfangsschwierigkeiten, aber auch dort sind die Jungs gewachsen.

Zum Abschluss der Saison gab es einen souveränen 12:1-Erfolg gegen den Rostocker FC. Ein gelungener Abschluss, oder?

Klar! Wir wollen immer Vollgas geben, ungeachtet der Tabellensituation oder ob es jetzt der letzte Spieltag ist oder nicht. Jedes Spiel ist eine Möglichkeit, sich zu beweisen und einen Schritt nach vorn zu machen. Das haben die Jungs im Spiel gegen den RFC eindrucksvoll unter Beweis gestellt und das ganze Spiel sehr erwachsen gestaltet und dann auch zu Ende gebracht.

In der U14 spielen unsere Nachwuchsspieler auch das erste Mal auf das Großfeld. Gab es Anpassungsschwierigkeiten und wie lief diese doch einschneidende Umstellung ab?

Man hat gerade in der Vorbereitung schon gemerkt, dass die Jungs noch an das Kleinfeld gewohnt waren – das merkt man vor allem beim Thema Positionsspiel und wenn es darum geht, gewisse Räume auf dem Spielfeld zu besetzen. Das ist aber völlig normal und daran haben wir natürlich vor allem in der Anfangsphase der Vorbereitung intensiv gearbeitet. Wenn man die Saisonvorbereitung mit der Rückrunde bzw. den letzten Spielen vergleicht, haben die Jungs wirklich tolle Fortschritte gemacht.

In der Winterpause hast du trotz all des Lobes für deine Mannschaft vor allem die Torausbeute bemängelt. Das haben sich deine Jungs mit Blick auf die Statistiken zu Herzen genommen…

(lacht) Wir haben rund 30 Tore mehr geschossen als noch in der Hinrunde, das spricht eine deutliche Sprache. Ich glaube einfach, das ist im U14-Bereich ein natürlicher Prozess. Man hat am Anfang meist eine Findungsphase und wenn die Spieler sich dann immer mehr an das Spielfeld gewöhnen, funktionieren diese Dinge einfach besser. Das konnte ich bereits in mehreren Jahrgängen so beobachten.    

Ihr seid in der C-Junioren Verbandsliga MV auch häufiger gegen U15-Teams und damit ältere Gegner angetreten. Hat sich dieser Altersunterschied bemerkbar gemacht?

In einer C-Jugend gibt es eigentlich in jeder Mannschaft größere Unterschiede was die Körperlichkeit angeht – das bringt dieses Alter einfach mit sich. Trotzdem haben wir vor allem in den Spielen gegen die U15 von Neubrandenburg oder auch den Greifswalder FC gemerkt, dass der Altersunterschied doch ein Faktor ist. In diesen Spielen hatten wir große Probleme, mit der Körperlichkeit und der Intensität mitzuhalten. Aber wir haben diesen Schritt bewusst gemacht, denn aus solchen Spielen lernen diese jungen Spieler ja auch, gerade was das Führen von Zweikämpfen betrifft. Um eine ganzheitliche Entwicklung der Jungs zu ermöglichen, haben wir neben dem Ligaspielbetrieb weitere Leistungsvergleiche mit gleichaltrigen Mannschaften gesucht. Dort kamen dann wiederum Qualitäten wie z.B. Dribbling besser zur Geltung.

Vielen Dank für das Gespräch und alle Gute für die kommende Saison!