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04.07.2024 14:54 Uhr

SAISONRÜCKBLICK U16: CHEF-TRAINER MARTIN SCHRÖDER IM GESPRÄCH

26 Spiele, 23 Siege und nur eine Niederlage - alles gekrönt von der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Regionalliga! Unsere U16 hat eine starke Verbandsliga-Saison absolviert. Wir haben mit Chef-Trainer Martin Schröder über diese dominante Spielzeit 2023/24 seiner Mannschaft gesprochen.

F.C. Hansa Rostock

Ahoi Martin! 26 Spiele, 23 Siege und ein Torverhältnis von 150:27 – diese Bilanz liest sich doch ganz gut als Trainer?

(lacht) Ja, das Stimmt – vor allem die vielen geschossenen Tore natürlich! Das spricht für unsere Spielweise, da wir in der vergangenen Saison häufig auf defensiv eingestellt Mannschaften getroffen sind und wir daher "gezwungen" waren, das Spiel zu machen und den Gegner zu dominieren.

Das scheint ja ganz gut funktioniert zu haben. Welche Saisonziele habt ihr euch vor der Saison gesteckt?

In erster Linie wollten wir aufsteigen – das war unser primäres Saisonziel, damit der Verein im Leistungsbereich mit allen Mannschaften in der höchstmöglichen Liga antreten kann. Das ist allerdings nicht so ein Selbstläufer, wie man hier vielleicht denken könnte, da wir mit den U17-Teams aus Neubrandenburg, Schwerin oder dem FC Förderkader starke Konkurrenten hatten, die sicherlich auch gerne aufgestiegen wären.

Die Ergebnisse sprechen eigentlich eine klare Sprache. Aber spiegeln sie auch die gezeigten Leistungen auf dem Platz wider oder war das ein oder andere Ergebnis vielleicht doch etwas zu hoch?

Nein, ich würde sogar sagen, dass wir das ein oder andere Spiel sogar deutlicher hätten gewinnen müssen. Mir fallen da die Spiele gegen Greifswald (5:4 und 5:5, Anm.d.Red.) ein, die wir eigentlich klar bestimmt aber unsere Chancen nicht genutzt haben. In den wenigsten Spielen sind wir in der Chancenverwertung an unser absolutes Maximum herangekommen. Wir haben uns stets sehr viele Chancen herausgespielt, diese aber gerade in den Top-Spielen nicht gut genutzt. Das ist aber wahrscheinlich das einzige Haar in der Suppe, das ich in dieser Saison finden kann.

Neben den zahlreichen überzeugenden Siegen steht in der Bilanz auch eine einzige Niederlage – 0:2 gegen die U17 vom FC Mecklenburg Schwerin. Wie sehr ärgert dich dieser Makel in der sonst beinahe perfekten Saison?

In diesem Moment hat es mir als Trainer natürlich weh getan, weil wir ungern verlieren – im Nachhinein oder mit Blick auf die gesamte Saison ist mir das aber nicht so wichtig. Niederlagen gehören dazu und diese Niederlage war völlig verdient. Schwerin wollte diesen Sieg einfach mehr und hat dafür gekämpft. Auch im Hinspiel gegen Neubrandenburg war der Gegner zumindest in der ersten Halbzeit das bessere Team – aber aus diesen Spielen lernen wir und das ist gut so.

Vergessen wir mal die reinen Ergebnisse und blicken auf die Entwicklung der Spieler. Was hat in dieser Hinsicht gut funktioniert und wo müsst ihr noch besser werden?

Ich glaube insgesamt haben wir uns vor allem im Bereich Spielfähigkeit sehr gut entwickelt. Ich finde die Jungs haben die Dinge, die wir uns vorgestellt haben, relativ schnell umgesetzt. Jeder Trainer legt auf andere Sachen besonders Wert und das haben die Jungs sehr gut verstanden. Außerdem waren sie stets hochmotiviert und haben einen guten Siegeswillen an den Tag gelegt. Die vor Saisonbeginn klar definierten Ziele wurden stets im Blick behalten. Spielerisch gesehen haben wir vor allem das Offensivspiel stetig gesteigert und das Umschaltspiel verbessert. Potential besteht in der bereits angesprochenen Chancenverwertung und im Defensivverhalten gegen stärkere Gegner – da wurden wir in dieser Saison einfach zu wenig gefordert. Das wird im kommenden Jahr aber ganz sicher der Fall sein und deshalb werden die Jungs auch da Schritte nach vorn machen.

Neben der erfolgreichen Verbandsliga-Saison wart ihr auch im Landespokal erfolgreich und konntet am Ende den Pokal in die Höhe halten. Wie wichtig war euch dieser Erfolg in diesem Wettbewerb?

Sehr wichtig, wir wollten diesen Pokal unbedingt! Wir konnten den Landespokal ohne Gegentor gewinnen, darauf können wir stolz sein. Ich habe nach dem Sieg im Finale auch gemerkt, dass der Pokalerfolg den Jungs viel bedeutet hat, sie haben das sehr befreit gefeiert. Man darf nie vergessen, dass wir fast ausschließlich auf ältere Mannschaften getroffen sind – ein Sieg einer U16-Mannschaft ist keinesfalls selbstverständlich.

Für einige deiner Jungs geht es nun in die U17 und damit in die neu eingeführte DFB-Nachwuchsliga. Welche neuen Herausforderungen warten dort?

Die meisten kennen diese Vergleiche ja aus den Spielen mit der Landesauswahl. Die Anforderungen werden andere sein, da sie es aus der Verbandsliga gewohnt sind, immer das Spiel machen zu müssen und in der DFB-Nachwuchsliga auch Gegner auf sie zukommen werden, die selbst das Spiel machen. Das wird natürlich schon eine Herausforderung, der Schritt von der Verbandsliga auf das absolute Topniveau in ihrer Altersstufe ist groß. Aber die Jungs sind gut ausgebildet und haben bewiesen, dass sie mithalten können. Ich bin sicher, dass sie dem U17-Trainer viel Freude machen werden.  

Vielen Dank für das Gespräch!