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22.06.2019 11:50 Uhr

Saisonvorschau 2019/20: Die Aufsteiger

Nicht selten war in der vergangenen Saison von der "stärksten 3. Liga aller Zeiten" gesprochen worden, die mit Vereinen wie dem 1. FC Kaiserslautern, 1860 München oder Energie Cottbus nur so vor Attraktivität strotzte. Zur Spielzeit 2019/20 kommen nun insgesamt sieben Neulinge hinzu, die den Status der Liga wohl in kaum einer Form schmälern. Im Gegenteil: Die neue Saison könnte aller Voraussicht nach noch aufregender und intensiver werden. Vor dem Start blicken wir daher schon mal voraus – und haben uns in Teil zwei unserer Vorschau mit den vier Regionalliga-Aufsteigern befasst!

Viktoria Köln:

Die viertgrößte Stadt Deutschlands kommt auch in der neuen Saison in den Genuss von Drittliga-Fußball. Nachdem die auf der linken Rheinseite gelegene Fortuna den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten musste, darf nun der FC Viktoria Köln 1904, so die korrekte Bezeichnung des Vereins aus dem rechtsrheinischen Kölner Stadtteils Höhenberg, den Platz hinter dem großen "Effzeh" einnehmen. Jahrelang hatten die Schwarz-Weiß-Roten auf diesen Moment hingearbeitet und sich trotz Rückschlägen, wie der im Sommer 2017 verloren gegangenen Relegation gegen den FC Carl Zeiss Jena, nicht aus dem Konzept bringen lassen. Und so durfte Mitte Mai nach fast auf den Tag genau 25 Jahren die langersehnte Rückkehr in den Profifußball gefeiert werden. Umso heißer sind Umfeld und Fanlager der Viktoria nun auf die bevorstehenden Kräftemessen mit den vielen Traditionsvereinen aus Liga drei. Besondere Brisanz bringt auch der an der Seitenlinie stehende Neu-Trainer mit sich: Pavel Dotchev, noch im Winter verantwortlich für unsere Kogge, der auf diesem Wege also schon bald ins Ostseestadion zurückkehrt.

SV Waldhof Mannheim:

Aller guten Dinge sind… vier. Zumindest, wenn man es mit dem SV Waldhof Mannheim hält. Im vierten Versuch hat es der ehemalige Bundesligist endlich geschafft, den viel diskutierten Aufstiegsspielen zwischen den Regionalliga-Meistern durch eine Neuregelung entgehen zu können und in die dritte Liga einzuziehen. Zuvor kamen die "Buwe", wie die Spieler im kurpfälzischen Dialekt liebevoll bezeichnet werden, weder an den Sportfreunden aus Lotte noch am SV Meppen oder dem KFC Uerdingen vorbei. Eines wurde in und um Mannheim trotz der regelmäßigen Rückschläge jedoch umso stärker entfacht: Das Feuer für den eigenen Verein. So strömten in der abgelaufenen Spielzeit im Schnitt 6.500 Schaulustige ins heimische Carl-Benz-Stadion, darüber hinaus wurden zunächst gegen den 1. FC Saarbrücken und Ende April im alles entscheidenden Heimspiel gegen Wormatia Worms neue Zuschauerrekorde der Regionalliga-Südwest aufgestellt. 14.413 Besucher waren es zur letztgenannten Partie. Gerade die enge Fanfreundschaft zu Eintracht Frankfurt, gepaart mit den künftigen Duellen, beispielsweise gegen den 1. FC Kaiserslautern oder den F.C. Hansa, wird diesen Wert mit Sicherheit noch weiter in die Höhe treiben können.

Chemnitzer FC:

Ende der Saison 2017/18 stand der Chemnitzer FC mit dem Rücken zur Wand: Insolvenzverfahren, Punktabzug, Abstieg in die Regionalliga. Nach sieben Drittliga-Jahren am Stück waren bei den Himmelblauen dunkle Gewitterwolken aufgezogen. Nur 12 Monate später hat der CFC eine spektakuläre Wende vollbracht, die Rückkehr in den Profifußball souverän klargemacht und zusätzlich sogar mit dem Sachsenpokal in der Hand gelacht. Diesen sicherte sich das Team von Trainer David Bergner durch einen abgeklärten 2:0-Sieg gegen den ligahöheren Kontrahenten aus Zwickau und zog so, nach Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft, auch noch in die erste Runde des DFB-Pokals ein. Für die finanziell angeschlagenen Chemnitzer ein wahrer Segen, da Geld in klammen Kassen kam und die Aufstiegsmannschaft punktuell verstärkt werden konnte. Diese soll in der kommenden Spielzeit nun in zahlreichen Ost-Derbys bestehen und dem einmaligen DDR-Meister schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern.

FC Bayern München II:

Ein Jahr lang kam die 3. Liga ganz ohne Zweitvertretungen der großen Bundesligisten aus, nachdem die Amateure des SV Werder Bremen im Sommer 2018 die Segel streichen mussten. Mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern München kehrt nun das wohl prominenteste U23-Team zurück, das sich in der Aufstiegsrelegation in einem wahren Herzschlagfinale gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg durchsetzen konnte. Dabei hatten die jungen Wölfe das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden, mussten sich in München jedoch 1:4 geschlagen geben und wurden so doch noch vom Thron gestoßen. Frische Luft für Liga drei verspricht neben dem mit Spannung erwarteten Stadtderby gegen 1860 München auch der neue Mann an der Seitenlinie der Bayern-Youngsters. Dort steht, nachdem der bisherige Trainer Holger Seitz auf eigenen Wunsch in die Nachwuchs-Führungsetage aufrückte, mit Sebastian Hoeneß nämlich kein Geringerer als der Neffe von FCB-Präsident Uli Hoeneß, der ab sofort einen Hauch von Meisterlichkeit auf den Rasen zaubern will.

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