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29.03.2018 15:52 Uhr

VfL unter Thioune stabil, aber zuletzt ohne Fortune

Eine Saison zum Vergessen an der Bremer Brücke. Mit Vereinslegende Joe Enochs und einem mehr als durchschnittlichen Drittliga-Kader ging der VfL Osnabrück in die Saison – doch schon nach dem zweiten Spieltag verliefen Erwartungshaltung und Realität in verschiedene Richtungen. Die Niedersachsen fanden sich auf den Abstiegsrängen wieder und mussten bis zum 6. Spieltag auf den ersten Dreier (1:0 vs. Lotte) warten, dem ein weiterer folgte (1:0 in Großaspach) – aber wer jetzt dachte, der VfL hat sich gefunden, lag falsch. In den darauffolgenden sechs Ligaspielen gingen die Osnabrücker fünfmal als Verlierer vom Platz und rutschten erneut tief in den Abstiegsstrudel – eine Negativserie, die auch an Trainer Enochs nicht spurlos vorbeiging.

Der 46-jährige US-Amerikaner spielte selbst zwölf Jahre bei den Lila-Weißen und trainierte seinen Herzensverein fast sechs Jahre lang in verschiedenen Positionen. Doch nach der 1:4-Schlappe bei Preußen Münster zog der Verein die Reißleine und ersetzte Enochs durch U19-Coach Thioune, der die Niedersachsen neu beleben sollte. Allerdings dauerte dies ein wenig. Denn sowohl das Debüt (0:2 vs. Magdeburg) sowie die Partie beim F.C. Hansa (0:2) gingen verloren. Wobei gerade das Hinspiel zwischen FCH und VfL zeigte, welches Potential in den Osnabrückern steckt. Denn trotz des Rückstands durch Oliver Hüsing blieb die Thioune-Truppe dran und bespielte die Kogge fast ausschließlich in der eigenen Hälfte. Am Ende reichte es aber wieder nicht zum dritten Saisonsieg.

Dieser folgte eine Woche später im Heimspiel gegen den FSV Zwickau und fiel sehr deutlich aus. Mit 4:0 schoss sich der VfL den Frust von der Seele und legte wiederum eine Woche später erneut vier Heimtreffer nach (4:1 vs. VfR Aalen). Langsam aber sicher befreiten sich die Niedersachsen und rückten nach drei Siegen im Februar und einem Unentschieden Anfang März bis auf Rang zwölf vor. Doch in jüngster Vergangenheit zeigte sich wieder der VfL der zu Saisonbeginn glücklos agierte. Gegen Würzburg, Münster und Magdeburg verlor die Thioune-Truppe dreimal in Serie. Im Nachholspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt sprang dann zumindest ein Unentschieden heraus, doch angesichts des Spielverlaufs verließ der VfL mit hängenden Köpfen den Platz. Zweimal verspielten die Niedersachsen eine Führung gegen das Schlusslicht der Liga.

Zudem könnte die Puste beim VfL zum Ende des Monats dünn werden, da die Mannschaft nur zwei Tage hat, um zu regenerieren und sich auf den F.C. Hansa vorzubereiten.

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