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23.03.2018 10:33 Uhr

Wie Jena und Pannewitz sich in die 3. Liga kämpften

Fünf Jahre dauerte es, bis der FC Carl Zeiss Jena wieder Drittliga-Luft schnuppern konnte. Mit 75 Punkten schlossen die Thüringer die Regionalliga Nordost als souveräner Tabellenführer ab und qualifizierten sich damit für die Relegationsspiele. Dort bekam es die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann - der selbst zehn Jahre in Jena kickte - mit Viktoria Köln zu tun. Gegen die Domstädter sorgte Carl Zeiss vor allem im Hinspiel für Furore. Nach 67 Minuten stand es bereits 3:0 für Jena. Viktoria kam zwar noch auf 2:3 heran, doch die gute Ausgangslage für das Rückspiel erspielte sich die Zimmermann-Truppe.  Vier Tage später wurde es zwar noch einmal spannend, da die Kölner mit 1:0 gewinnen konnten, aber die mehr geschossenen Auswärts-Tore verwirklichten die Rückkehr von Carl Zeiss.

Für die Mission "Klassenerhalt" verstärkten sich die Thüringer zu Saisonbeginn nur punktuell, sorgten dabei jedoch wenig später mit einem Transfer für großes Aufsehen. Kevin Pannewitz kam vom Oranienburger FC Eintracht in die Universitätsstadt und sollte über die U21 langsam aufgebaut werden. Der 26-jährige Ex-Rostocker blieb am Ball und kämpfte für sein Profi-Comeback nach über fünf Jahren Abstinenz. Nach seinem Wechsel vom F.C. Hansa zum VfL Wolfsburg ging es stetig bergab bei dem ehemaligen Talent. Über Goslar, Altglienicke, Oranienburg und schließlich Jena arbeitete sich "Panne" zurück und stand beim Hinspiel gegen seinen Ex-Club sogar im Kader. Bis zum ersten Einsatz dauerte es aber noch etwas. Am 21. Spieltag gegen Fortuna Köln war es dann soweit - Kevin Pannenwitz war zurück auf der Profifußball-Bühne. Es folgten fünf weitere Einsätze und nun hofft der gebürtige Berliner auf das ganz große Comeback im Ostseestadion.

Unterstützung bekam Pannewitz stetig von Schwager Timmy Thiele, auf den er in Jena traf und der ebenfalls eine Hansa-Vergangenheit hat - wenn auch nur von kurzer Dauer. Im Winter 2014/15 trainierte der Angreifer zur Probe an der Ostsee mit, konnte sich aber jedoch nicht für einen Vertrag empfehlen. Stattdessen zog es Thiele über Wiedenbrück und England (Burton Albion, Oldham Athletic) nach Jena, wo er auf Anhieb zum Leistungsträger wurde.

In der Aufstiegssaison war er an 25 Treffern direkt beteiligt, hinzu kamen zwei Tore in der Relegation. Und auch in dieser Saison ist der Mittelstürmer die Lebensversicherung der Thüringer (acht Saisontore - eine Vorlage). Mit fünf Torbeteiligungen liegt direkt dahinter ein weiterer Ex-Hanseat in der Scorer-Liste. Manfred Starke zählt ebenfalls zu den Aufstiegshelden beim Carl Zeiss und will bei der Rückkehr ins Ostseestadion dabei helfen, die Auswärtsbilanz aufzubessern. Denn mit sechs Punkten in der Ferne stellt Jena das zweitschlechteste Auswärts-Team.  Zuhause läuft es hingegen deutlich besser (27 Punkte), was ausschlaggebend dafür ist, das die Zimmermann-Truppe nur wenig mit dem Abstieg zu tun hat.

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