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DFB-Pokal 1. Runde2021/22

F.C. Hansa Rostock
3:2
1. FC Heidenheim
Datum
Spielgegner
Ergebnis
08.08.2021
F.C. Hansa Rostock - 1. FC Heidenheim
3:2 (0:1)

Pokalkrimi mit Lucky-Punch: F.C. Hansa dank Munsy-Kopfball in der nächsten Runde

Am Sonntagabend empfing unser F.C. Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals den 1. FC Heidenheim. Wegen fehlender Durchschlagskraft auf beiden Seiten ging es nach der regulären Spielzeit folgerichtig in die Verlängerung - und die hatte es in sich! Gleich zwei Treffer bescherten letztlich den verdienten und erkämpften 3:2-Endstand für unseren F.C. Hansa - samt bilderbuchartigen Lucky-Punch.

Ein früher Abseitstreffer durch Theuerkauf brachte unseren FCH nicht aus dem Konzept (1.) - ganz im Gegenteil: Gepusht durch die lautstarken Fans im Ostseestadion marschierten die Weiß-Blauen gleich einmal munter nach vorne, kamen aber nicht zwingend zum Torabschluss. Anders unsere Gäste aus Heidenheim. Der zweite Eckball im Spiel bescherte den in rot spielenden Heidenheimern das 1:0. Nach einer Ecke von Mohr köpfte Kapitän Mainka die Kugel am ersten Pfosten in die kurze Ecke (25.). Anschließend zogen sich die Heidenheimer sichtlich zurück, ließen bis auf einen Distanzschuss von Mamba (40.) aber Nichts zu.

Mit dem klaren Ziel, mehr Torchancen zu kreieren ging es für unsere Jungs im zweiten Durchang zurück auf das Spielfeld - dieses Mal in Richtung Südtribüne. Ein beflügelter Auftakt in die zweite Hälfte bescherte den 1:1-Ausgleichtreffer. Nach einem Freistoß von Bahn direkt neben der linken Eckfahne köpfte Roßbach das Leder erst gegen den Pfosten, ehe der Ball von Mainka ins eigene Tor sprang (57.). Danach hatten unsere Hanseaten zwar weiterhin mehr vom Spiel, kamen aber nicht entscheidend vor den Kasten von Heidenheim-Keeper Müller.

Die logische Schlussfolgerung: Verlängerung - und die startete für unseren FCH bilderbuchartig. Munsy setzte sich auf der linken Seite wunderbar durch, sah in der Mitte Schumacher, der den Ball mit dem Außenrist gegen den rechten Pfosten setzte. Beim Nachschuss von Rizzuto klingelte es letztlich - 2:1 für Weiß-Blau (94.). Die gesamte Verlängerung dominierte unsere Kogge, spätestens in der Schlussviertelstunde saß niemand mehr auf seinem Sitz. Dennoch gelang unseren Gästen der zu diesem Zeitpunkt unverdiente 2:2-Ausgleich. Einen ersten Distanzschuss von Pick konnte Kolke noch parieren, der Nachschuss von Schimmer fand seinen Weg letztlich ins Tor (109.). Für unseren FCH kein Problem. Dann setzt du eben noch einen drauf - und wie: Munsy köpfte in der letzten Spielminute zum erkämpften, aber verdienten 3:2-Endstand.

F.C. Hansa Rostock - 1. FC Heidenheim 3:2 (0:1)

Tore: Mainka (25.), Mainka (ET, 57.), Rizzuto (94.), Schimmer (109.), Munsy (120.)

F.C. Hansa Rostock: Kolke - Neidhart, Meißner, Roßbach, Scherff - Bahn, Behrens (78. Löhmannsröben) - Rizzuto, Ingelsson (88. Omladic), Mamba (78. Schumacher) - Verhoek (88. Munsy)

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Föhrenbach - Theuerkauf - Leipertz (64. Kühlwetter), Mohr (100. Schimmer) - Burnic (75. Schöppner) - Schmidt (75. Pick), Kleindienst

Pokalfight gegen Heidenheim: "Müssen von Anfang an dagegen halten"

Aller guten Dinge sind drei - und dabei bleibt es auch. Der VfB Stuttgart ist passé. Ein viertes Mal geht es für unsere Jungs in der ersten Runde des DFB-Pokals nicht gegen den Bundesligisten aus dem Schwabenländle. Stattdessen reist der baden-württembergische Nachbar aus Heidenheim an die Ostsee.

Ein Zweitliga-Duell auf Augenhöhe, auf welches sich Chef-Trainer Jens Härtel sichtlich freut: "Ich bin zufrieden mit dem Los, denn mit dem 1. FC Heidenheim treffen wir gleich auf eine Mannschaft aus unserer Liga und ich freue mich auf das Wiedersehen mit Frank Schmidt und Oliver Hüsing."

Ein Zuckerschlecken wird das Pokalspiel am Sonntagabend (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim ganz gewiss nicht. Die Mannschaft von Frank Schmidt weiß in der zweiten Liga seit geraumer Zeit konstant zu überzeugen, scheiterte im vergangenen Jahr erst in der Relegation am Aufstieg in die Bundesliga und ist auch in dieser Spielzeit sicherlich ein Kandidat für den Favoritenkreis der Liga.

Obwohl der ewige Marc Schnatterer seinen Klub im Sommer verließ, sind die Heidenheimer weiter gut aufgestellt. Alle Stammspieler blieben erhalten, zudem wurde Mittelstürmer Tim Kleindienst nach vorheriger Leihe endgültig aus Gent zurückgeholt. 3,5 Millionen Euro, die sich schon am vergangenen Spieltag lohnen sollten: Kleindienst sorgte mit einem Traumtor aus 45 Metern nicht nur für gehörig Aufsehen, sondern letztlich für den 2:1-Sieg bei Aufsteiger Ingolstadt. Damit bleibt unser Pokalgegner in der Liga vorerst ungeschlagen.

Heidenheim-Experte Behrens warnt vor Kleindienst

"Heidenheim ist eine sehr robuste und körperlich agile Mannschaft. Da muss man auf jeden Fall von Anfang an dagegen halten", weiß auch Hanno Behrens. Gegen kein Team spielte unser Neuzugang häufiger als gegen die Heidenheimer (16 Mal). Vor allem Mittelstürmer Kleindienst gilt es im Auge zu behalten: "Wenn du dem eine Chance lässt, dann nutzt er sie."

Nachdem für die Schmidt-Elf in der vergangenen Pokalrunde bereits nach dem ersten Spiel gegen Wehen Wiesbaden (0:1) Schluss war, hoffen die Fans nun auf einen ähnlichen Verlauf wie etwa 2018/19. Damals erreichte man das Viertelfinale gegen Bayern München und musste sich nach einem dramatischen Schlagabtausch mit neun Toren, zwei Elfmetern und einer Roten Karte für Niklas Süle am Ende mit 4:5 geschlagen geben.

Das Pokalspiel zwischen unserem FCH und dem 1. FC Heidenheim bildet den Startschuss eines Doppelduells. Denn nur eine Woche später gastieren wir in der Heidenheimer Voith-Arena und kämpfen um den nächsten Auswärts-Dreier dieser Spielzeit. Bis dato spielten beide Mannschaften sechs Mal gegeneinander - zuletzt in der Drittliga-Saison 2013/14. Drei Mal gewannen unsere Gäste, drei Mal wanderten die Punkte an die Ostsee.

Personell kann Chef-Trainer Härtel bis auf die beiden Langzeitverletzten Tobias Schwede (Aufbautraining nach Wadenprellung) und Maurice Litka (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) aus dem Vollen schöpfen. Pascal Breier ist wieder einsatzfähig und auch Simon Rhein dürfte wieder zum Kader gehören. Einzig hinter Ben Voll steht ein Fragezeichen.

  • PK vor dem Spiel
  • PK nach dem Spiel
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