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Landespokalfinale2017/18

1:2
Datum
Spielgegner
Ergebnis
21.05.2018
FC Mecklenburg Schwerin - F.C. Hansa Rostock
1:2 (0:1)

Breier und Scherff sorgen für die Titelverteidigung – 2:1 gegen Mecklenburg Schwerin

Gut eine Woche nach dem Ligaabschluss gegen den Chemnitzer FC stand für den F.C. Hansa noch ein wichtiges – wenn nicht sogar das wichtigste - Spiel der Saison auf dem Programm. Am Pfingstmontag reiste die Kogge zum Landespokalfinale nach Neustrelitz, wo die Dotchev-Truppe auf den Oberligisten FC Mecklenburg Schwerin traf und den vierten Finalsieg in Folge perfekt machen wollte.

Bei sommerlichen Temperaturen führte Kapitän Oliver Hüsing den FCH auf das Feld, der von Beginn an der Favoritenrolle gerecht werden wollte. Der Underdog aus der Landeshauptstadt wollte hingegen trotz Problemen in der Liga für Aufsehen sorgen und die Rostocker ärgern.

Und Mecklenburg zeigte direkt, dass die Mannschaft sich einiges vorgenommen hatte. Der FCM präsentierte sich giftig und versuchte Hansa oftmals früh zu attackieren. Nach sieben Minuten kam Schwerin sogar durch Pataman zur ersten Annäherung – Julian Riedel klärte jedoch souverän. Im Gegenzug strahlte dann auch die Kogge zum ersten Mal Gefahr aus. Der Schuss von Pascal Breier konnte zunächst geblockt werden - die nachfolgende Ecke landete bei Tommy Grupe, dessen Kopfball das Schweriner Tor nur knapp verfehlte.

Der Oberligist blieb weiterhin der wie erwartet unangenehme Gegner. Die Kogge kontrollierte die Partie, musste aber immer wieder aufpassen, da die Schweriner weiter früh ins Pressing gingen und Hansa damit weitestgehend vom eigenen Tor fernhielten.

Doch der F.C. Hansa konnte nach 20 Minuten mehr und mehr den Druck erhöhen und kam zu weiteren Halbchancen durch Stefan Wannenwetsch und Soufian Benyamina. FCM-Keeper und Ex-Hanseat Böttcher musste allerdings noch nicht ernsthaft eingreifen. In der 26. Spielminute dann die beste Chance für den Favoriten. Mike Owusu legte schön für Joshua Nadeau in den Lauf, der es mit einem scharfen Querpass probierte – im Zentrum verpasste dann Lukas Scherff haarscharf das 1:0.

Hansa blieb jetzt dran und erzwang den ersten Treffer des Tages. Wieder ging es über rechts und diesmal steckte Benyamina für Owusu durch, der den freistehenden Breier im Zentrum sah und perfekt flankte. Die Rostocker Nummer 39 ließ nichts anbrennen und versenkte den Ball per Kopf zum 1:0.

Der Führungstreffer spielte der Kogge natürlich in die Karten, denn der FCM musste jetzt etwas mehr ins Risiko gehen. Allerdings liefen die Schweriner jetzt nicht mehr so häufig an, versuchten es aber zum Ende des ersten Durchgangs aber doch noch einmal. Hansa blieb aber gut organisiert und auch unter Druck fehlerfrei, sodass Janis Blaswich im Rostocker Tor zwar ab und an eingreifen musste, aber keineswegs in größere Gefahr gebracht wurde. Somit ging es mit einer knappen Rostocker 1:0-Führung in die Pause.

Unverändert ging es für beide Mannschaften in die zweite Hälfte. Der FC Mecklenburg Schwerin wollte jetzt noch einmal alles reinwerfen, sodass die Dotchev-Elf weiterhin hochkonzentriert sein musste.

Doch in den Anfangsminuten der zweiten 45 Minuten passierte zunächst wenig. Die Schweriner probierten nun über Ballbesitz vor das Rostocker Tor zu kommen – Hansa wartete ab und lauerte auf die passenden Umschaltsituationen. Es dauerte jedoch bis zur. 61.Spielminute ehe die Kogge wieder zu einer guter Offensivaktion kam. Lukas Scherff drang über links in den Strafraum und prüfte den Schweriner Schlussmann mit einem satten Abschluss.

Die Partie im Neustrelitzer Parkstadion blieb weiter spannend. Der F.C. Hansa hatte zwar alles im Griff, aber nur eine Unachtsamkeit hätte das Duell wieder auf Null stellen können. Daher wollte der FCH wieder mehr nach vorne machen und mit dem 2:0 die Vorentscheidung erzielen. Mike Owusu mit dem nächsten Versuch der Hanseaten – doch FCM-Kapitän Kaminski bekam gerade noch ein Bein dazwischen. Der Oberligist glaubte jedoch weiter an sich und wurde in der 75. Spielminute – wenn auch etwas glücklich – belohnt. Christopher Kaminski zog aus zentraler Position einfach mal ab. Den Distanzschuss lenkte Oliver Hüsing unglücklich mit dem Kopf ab, sodass Janis Blaswich letztlich ohne Abwehrchance war – der Ausgleich für den FCM.

Nun musste von der Kogge wieder mehr kommen, denn schon im Halbfinale musste die Dotchev-Truppe in die Verlängerung gehen. Diese Szenario wollte Hansa am Pfingstmontag abwenden. Pascal Breier probierte es in der 80. Spielminute aus kürzester Distanz, aber Böttcher war erneut zur Stelle. In der nachfolgenden Szene war er jedoch geschlagen. Wieder war es Breier, der den Ball scharf machte und mit einem Querpass Lukas Scherff fand. Der gebürtige Schweriner musste den Ball nur noch zur erneuten Führung über die Linie drücken.

Die Schweriner warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne und schnupperten sogar am Ausgleich. Doch am Ende ging der F.C. Hansa Rostock mit einem 2:1-Sieg vom Platz und krönte die Saison mit dem Pokalsieg sowie dem daraus resultierenden Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals.


FC Mecklenburg Schwerin – F.C. Hansa Rostock 1:2 (0:1)

Torfolge: 0:1 Breier (30.), 1:1 Kaminski (75.), 1:2 Scherff (81.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Owusu (90. Berger), Grupe, Wannenwetsch, Scherff – Benyamina, Breier

Mecklenburg Schwerin erstmals im Landespokalfinale, aber in der Liga mit Abstiegssorgen

Fünf Jahre nach der Gründung machte der FC Mecklenburg Schwerin erstmals den Einzug ins Finale des Lübzer Pils Cup perfekt und will nun gegen den F.C. Hansa den großen Coup landen. Doch im aktuellen Oberliga-Betrieb drückt der Schuh beim FCM gewaltig.

Mit 25 Zählern liegen die Landeshauptstädter momentan auf dem ersten Abstiegsrang (14) und haben bei einem Spiel weniger sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Dieses will die Mannschaft von Trainer Sieg in den verbleibenden vier Ligaspielen erreichen, wenngleich die Intensität in der Schlussphase der Saison enorm hoch ist. Zwei Tage vor dem Landespokalfinale muss Mecklenburg gegen den Tabellendritten aus Lichtenberg ran – drei Tage nach dem Duell mit der Kogge wartet der Viertplatzierte der NOFV-Oberliga Nord (FC Anker Wismar).

Trotz alledem wollen die Schweriner die grandiose Pokalsaison krönen. Lediglich im Achtelfinale bekam der FCM Probleme und rettete sich durch ein 10:9 nach Elfmeterschießen gegen den Güstrower SC in die nächste Runde. Alle anderen Partien entschied der Oberligist deutlich und ohne Gegentreffer für sich. Die letzte Hürde - den TSV Bützow – nahmen die Schweriner am 09.05. Gegen den Verbandsligisten ging der FC Mecklenburg noch vor der Pause durch Barka in Führung. Nach dem Seitenwechsel machten dann Kapitän Kaminski, Witkowski und Pataman alles klar. Alle drei waren auch beim Halbfinal-Duell beider Mannschaften vor zwei Jahren dabei.

Damals setzte sich die Kogge im Stadion am Lambrechtsgrund vor 4.558 Zuschauern mit 2:0 durch und ließ die Finalträume des FCM platzen. Stephan Andrist traf doppelt für Hansa und sicherte den Rostockern das Weiterkommen. Im Finale schlug der F.C. Hansa dann den FC Schönberg mit 4:3 nach im Elfmeterschießen.

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