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1. Runde2018/19

F.C. Hansa Rostock
-:-
VfB Stuttgart
Datum
Spielgegner
Ergebnis
18.08.2018
F.C. Hansa Rostock - VfB Stuttgart
-:- (-:-)

VfB trifft auf Angstgegner Hansa

Als am 08. Juni die erste Hauptrunde des diesjährigen DFB-Pokals ausgelost wurde, mussten sich alle Anhänger des F.C. Hansa lange gedulden und suchten die Kugel mit der Kogge Ziehung für Ziehung vergeblich. Es dauerte bis zur drittletzten Runde, als Losfee Palina Rojinski das Hansa-Logo vor den Fernsehkameras präsentierte und uns kurz darauf mit dem VfB Stuttgart ein großes, wenngleich anspruchsvolles Los bescherte.

Mit den Schwaben erwartet der FCH einen denkbar schweren Gegner im heimischen Ostseestadion, der nach dem Bundesliga-Abstieg 2015/16 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Weg in Liga zwei antreten musste. Dort schaffte der VfB den direkten Wiederaufstieg und spielte als „Neuling“ vor allem in der Rückrunde der vergangenen Erstliga-Spielzeit eine starke Saison. Zur Winterpause noch auf Platz 14 stehend, tauschten die Stuttgarter zwei Wochen nach Beginn der Rückrunde ihren bisherigen Trainer Hannes Wolf gegen Tayfun Korkut aus, der das Team in nur 14 Spielen vom Abstiegskandidaten zum Europa-League-Anwärter formte. Am letzten Spieltag schoss sich der VfB mit einem 4:1-Auswärtssieg beim FC Bayern München auf Platz sieben und verpasste die Qualifikation zur Europa-League aufgrund des Pokalsiegs von Eintracht Frankfurt denkbar knapp.

Nach der tollen Saison schafften es die Verantwortlichen der Stuttgarter, ihre Mannschaft fast vollständig zusammenzuhalten und den Kader mit qualitativen Spielern weiter zu verstärken. Neben der viel umjubelten Vertragsverlängerung von Nationalspieler Holger Badstuber griffen die Stuttgarter gleich doppelt tief in die Tasche und sicherten sich mit Verteidiger Pablo Maffeo (9 Mio. Euro) und Angreifer Nicólas González (8,5 Mio.) zwei begehrte Talente. Zusätzlich wechselten mit dem kroatischen Jugendnationalspieler Borna Sosa und Bundesliga-Legionär Gonzalo Castro weitere vielversprechende Spieler zum VfB, der auch sein ehemaliges Eigengewächs Daniel Didavi im Tausch mit Daniel Ginczek vom VfL Wolfsburg loseisen konnte. Hinzu kommen erfahrene Spieler wie Mario Gómez und der frisch gebackene Weltmeister Benjamin Pavard, der seinem Verein trotz unzähliger Angebote die Treue hielt.

Schon in der Sommervorbereitung zeigte sich in mehreren Testspielen die ganze Klasse der Korkut-Truppe, die in acht Partien ohne Niederlage blieb. Ein Ausrufezeichen setzten die Stuttgarter beim 1:1-Unentschieden gegen den spanischen Top-Klub Atlético Madrid, dem wenige Tage später ein 1:0-Erfolg gegen Real Sociedad folgte. Aufgrund der großen Qualität und der vielseitigen individuellen Klasse des Kaders sollte VfB-Coach Korkut relativ gelassen in die Partie gegen den F.C. Hansa gehen können.

Trotz der großen Unterschiede zwischen beiden Kontrahenten gibt es einen Punkt, der Hoffnung auf ein Weiterkommen der Kogge macht: Die Statistik. Denn diese spricht, gerade was den DFB-Pokal angeht, eine offensichtliche Sprache. Dreimal trafen beide Mannschaften während des Wettbewerbs aufeinander – dreimal schaffte der FCH den Einzug in die nächste Runde. Der letzte Triumph gelang im Jahr 2005. Damals drehte die Kogge einen 0:1-Rückstand nach Toren von Marcel Schied, Rade Prica und Magnus Arvidsson innerhalb einer Halbzeit zu einem 3:2-Erfolg.

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