Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

10. Spieltag2019/20

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
27.09.2019
1. FC Magdeburg - Würzburger Kickers
3:0 (1:0)
28.09.2019
FSV Zwickau - Viktoria Köln
4:0 (3:0)
28.09.2019
Eintracht Braunschweig - Hallescher FC
1:1 (1:0)
28.09.2019
Preußen Münster - FC Bayern München II
1:4 (0:4)
28.09.2019
Sonnenhof Großaspach - Chemnitzer FC
2:0 (1:0)
28.09.2019
FC Carl Zeiss Jena - MSV Duisburg
1:2 (0:0)
28.09.2019
TSV 1860 München - 1. FC Kaiserslautern
3:1 (1:0)
29.09.2019
SV Waldhof Mannheim - F.C. Hansa Rostock
1:1 (0:0)
29.09.2019
SV Meppen - KFC Uerdingen 05
1:2 (0:1)
30.09.2019
FC Ingolstadt 04 - SpVgg Unterhaching
0:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Hallescher FC
12
7
3
2
25:10
+15
24
2
SpVgg Unterhaching
12
6
5
1
20:15
+5
23
3
MSV Duisburg
12
7
1
4
27:19
+8
22
4
Eintracht Braunschweig
12
6
3
3
20:14
+6
21
5
FC Ingolstadt 04
12
5
4
3
22:15
+7
19
6
Viktoria Köln
12
5
4
3
23:20
+3
19
7
Hansa Rostock
12
5
4
3
15:13
+2
19
8
FSV Zwickau
12
5
3
4
20:15
+5
18
9
SV Waldhof Mannheim
12
4
6
2
20:16
+4
18
10
FC Bayern München II
12
5
2
5
21:23
-2
17
11
1. FC Magdeburg
12
3
7
2
17:11
+6
16
12
KFC Uerdingen 05
12
4
4
4
13:17
-4
16
13
Würzburger Kickers
12
5
1
6
20:29
-9
16
14
SV Meppen
12
4
3
5
22:17
+5
15
15
TSV 1860 München
12
4
2
6
15:19
-4
14
16
1. FC Kaiserslautern
12
3
4
5
19:26
-7
13
17
Sonnenhof Großaspach
12
3
3
6
14:26
-12
12
18
Preußen Münster
12
2
5
5
17:22
-5
11
19
Chemnitzer FC
12
2
4
6
16:22
-6
10
20
Carl Zeiss Jena
12
0
2
10
9:26
-17
2

Christiansen kontert Breier: 1:1-Unentschieden in Mannheim

Waldhof Mannheim gegen Hansa Rostock – das Duell der beiden Traditionsvereine versprach im Vorfeld einen bristanten Schlagabtausch, für den etwa 3.000 Hansa-Fans die Reise antraten. Und das Spiel wurde den hohen Anforderungen von Beginn an gerecht: Mitreißende Choreografien auf beiden Seiten sorgten für einen stimmungsvollen Auftakt, der den neutralen Zuschauer begeisterte. Chef-Trainer Jens Härtel vertraute zum Großteil derselben Startelf wie in der Vorwoche und nahm nur zwei Änderungen vor: Der wieder genesene Mirnes Pepic rückte für Nikolas Nartey in die Schaltzentrale, Max Reinthaler vertrat Nico Rieble in der Innenverteidigung.

Die Gastgeber agierten druckvoll und kamen anfangs besser in die Partie, ohne aber zwingend gefährlich zu werden. Schultz hatte nach einem Eckball die erste Chance, köpfte das Leder jedoch über den Kasten von Markus Kolke (7.). Anschließend entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem beide Abwehrreihen wenig zuließen. Erstmals richtig gefährlich wurde es, als Diring einen Freistoß aus 25 Metern direkt aufs Tor brachte, den Kolke mit einer klasse Flugeinlage aus dem Eck kratzte. Auf der Gegenseite konnte unser FCH die Defensive der Hausherren nur selten durchbrechen – bis Neidhart auf Vollmann durchsteckte, dessen Schussversuch ins kurze Eck aber von SVW-Schlussmann Königsmann entschärft wurde (22.). Mit zunehmender Spielzeit wurde Mannheim dann stärker und erarbeitete sich mehrere Chancen. Erst köpfte Koffi am Tor vorbei (26.), nur zwei Zeigerumdrehungen später setzte der Angreifer den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten, der Nachschuss von Ferati wurde noch gerade so abgewehrt (28.). Der Kogge fehlte es im Mittelfeld an Griffigkeit, häufig ging das Leder zu leicht verloren. Mannheim nutze dies gut und leitete schnell die Gegenangriffe ein. Doch Kolke konnte zunächst gegen Marx parieren (35.) und war auch gegen Diring (38.) zur Stelle. Und als Ferati frei auf seinen Kasten zulief, war es Neidhart, der mit einer wunderbaren Grätsche den entscheidenden Querpass verhinderte und so seinen eigenen Fehler wieder ausbügelte. Gerade als das 0:0 etwas schmeichelhaft schien, hatte unser FCH die riesige Möglichkeit, doch noch vor der Pause in Führung zu gehen: Ein weiter Kolke-Abschlag überspielte alle Spieler und landete im Lauf von Breier, der frei zum Schuss kam, den Ball aber neben dem Tor positionierte (42.), sodass es torlos in die Kabinen ging.

Im zweiten Durchgang war es unsere Kogge, die mit ordentlich Tempo aus der Kabine kam: Butzen brachte den Ball in die Mitte, Vollmann und Breier standen einschussbereit und am Ende war es unser Angreifer mit der Nummer 39, der genau vor dem gut gefüllten Gästeblock für die Erlösung sorgte und Mannheim die kalte Dusche verpasste: Souverän schob Breier den Ball zum viel umjubelten 1:0 über die Linie (48.). Doch die Führung sollte nicht lange halten: Ausgerechnet der Ex-Rostocker Max Christiansen war es, der mit einem sauber platzierten Distanzschuss Kolke überwinden konnte und nach einer Stunde den Ausgleich markierte (60.). In der Folge entwickelte sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Hälfte: Beide Teams suchten den Weg nach vorne, fanden aber nur selten ein Mittel gegen die gut gestaffelten Abwehrreihen. In der Schlussviertelstunde setzte unser FCH weitere offensive Nadelstiche: Omladic versuchte es aus der Distanz, doch sein Schuss ging weit über das Gehäuse. Und auch der eingewechselte Pedersen war einschussbereit, bei der Hereingabe von Breier war Mannheim allerdings dazwischen (83.). Auch der SVW bäumte sich nochmal auf, ließ die großen offensiven Ambitionen des ersten Durchgangs jedoch weitestgehend vermissen. Am Ende blieb es beim 1:1 und einem Punktgewinn beim Aufsteiger aus der Regionalliga Südwest.

SV Waldhof Mannheim – F.C. Hansa Rostock 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Breier (48.), 1:1 Christiansen (60.)

SV Waldhof Mannheim: Königsmann – Marx, Schultz, Seegert, Hofrath – Schuster, Christiansen – Deville, Diring, Ferati (55. Korte) - Koffi (74. Celik)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Butzen, Sonnenberg, Reinthaler, Neidhart – Bülow, Pepic – Omladic (82. Pedersen), Vollmann (65. Nartey), Opoku (85. Ahlschwede) – Breier

Waldhof Mannheim schreibt Drittliga-Geschichte

Der Konkurrenzkampf am Maximum, die jüngsten Ergebnisse zufriedenstellend – für die Kogge könnte es derzeit wahrhaftig schlechter laufen. Ein wenig Verärgerung über den Spannungsabfall aus dem Zwickau-Spiel ist zwar noch vorhanden, der Blick ist jedoch bereits auf die bevorstehende Aufgabe beim SV Waldhof Mannheim (Sonntag, 13 Uhr) gerichtet. Und diese wird es aller Voraussicht nach in sich haben.

Spätestens nach dem sechsten Spieltag der laufenden Saison hatten die „Buwe“ all die Aufmerksamkeit sicher, die ihnen in den langen Jahren der Viertklassigkeit verwehrt geblieben war. In einem wilden Schlagabtausch konnte die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares den MSV Duisburg mit 4:3 abfertigen und sich so auf Tabellenplatz vier vorschieben. Noch immer war der SVW ungeschlagen, wahrte seine weiße Weste sogar für ein weiteres Spiel. Erst nach 720 Drittliga-Minuten sollten die Würzburger Kickers dieser Serie ein Ende setzen und den Blau-Schwarzen Niederlage Nummer eins zufügen. Als Neuling sieben Partien lang nicht zu verlieren, das gelang vorher nur dem SC Preußen Münster. Dank des sensationellen Starts muss in allen Chroniken der 3. Liga fortan auch der SV Waldhof Mannheim in Verbindung mit diesem Rekord genannt werden.

Doch woher rührt dieser Erfolg, dieses unbeeindruckte Auftreten des Traditionsclubs aus der Gabelung zwischen Rhein und Neckar? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, müssen mehrere Bereiche beleuchtet werden. Faktor eins ist ohne Frage die große Euphorie, von der der gesamte Verein nach der langersehnten und mehrfach gescheiterten Rückkehr in den Profifußball zehrt. Faktor zwei ist der fast vollständig erhalten gebliebene Kern der Mannheimer Mannschaft, verstärkt mit Spielern wie Ex-Hanseat Max Christiansen und Sturm-Tank Kevin Koffi. Ergänzt werden diese beiden Säulen durch die Unterstützung des treuen Anhangs. Beispielsweise strömten zum zweiten Heimspiel über 14.000 Zuschauer ins Carl-Benz-Stadion, auswärts bestiegen rund 4.500 Fans den Betzenberg in Kaiserslautern und machten in vielerlei Hinsicht auf sich aufmerksam.

Für das bevorstehende Duell mit unserem FCH waren bereits am Mittwoch, vier Tage vor dem Spiel, mehr als 10.000 Karten verkauft. Zuletzt aufeinander trafen beide Vereine vor 24 Jahren – mit dem besseren Ende für die Kogge, die dank Toren von Chałaśkiewicz und Mencel mit 2:0 gewann. Im insgesamt sechsten Spiel bedeutete der damalige Erfolg bei zwei Niederlagen und Unentschieden den zweiten Sieg, was für das Wiedersehen auch von statistischer Seite alle möglichen Ausgänge völlig offen lässt und einen hochspannenden Schlagabtausch verspricht.

  • PK vor dem 10. Spieltag
  • Interviews nach dem 10. Spieltag
  • PK nach dem 10. Spieltag
  • sunmakersunmaker