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11. Spieltag2018/19

F.C. Hansa Rostock
1:0
Karlsruher SC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
05.10.2018
F.C. Hansa Rostock - Karlsruher SC
1:0 (0:0)
06.10.2018
Eintracht Braunschweig - Sportfreunde Lotte
2:2 (2:0)
06.10.2018
VfR Aalen - Fortuna Köln
0:1 (0:0)
06.10.2018
KFC Uerdingen 05 - Carl Zeiss Jena
2:1 (1:1)
06.10.2018
VfL Osnabrück - 1. FC Kaiserslautern
2:0 (0:0)
06.10.2018
SpVgg Unterhaching - Preußen Münster
1:1 (1:0)
06.10.2018
Energie Cottbus - FSV Zwickau
2:1 (1:1)
07.10.2018
SV Meppen - TSV 1860 München
1:0 (1:0)
07.10.2018
SV Wehen Wiesbaden - Hallescher FC
2:0 (1:0)
08.10.2018
Würzburger Kickers - Sonnenhof Großaspach
0:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
VfL Osnabrück
15
8
6
1
21:10
+11
30
2
Preußen Münster
15
8
2
5
24:18
+6
26
3
Karlsruher SC
15
7
5
3
20:16
+4
26
4
Hansa Rostock
15
7
4
4
24:23
+1
25
5
KFC Uerdingen 05
15
8
1
6
18:18
0
25
6
SpVgg Unterhaching
15
5
9
1
27:15
+12
24
7
Hallescher FC
15
7
3
5
18:15
+3
24
8
SV Wehen Wiesbaden
15
7
2
6
32:23
+9
23
9
1. FC Kaiserslautern
15
5
5
5
21:23
-2
20
10
TSV 1860 München
15
4
7
4
23:16
+7
19
11
Sonnenhof Großaspach
15
3
10
2
14:12
+2
19
12
Energie Cottbus
15
5
4
6
19:22
-3
19
13
Würzburger Kickers
15
5
3
7
20:19
+1
18
14
FSV Zwickau
15
4
6
5
19:18
+1
18
15
Sportfreunde Lotte
15
4
6
5
17:19
-2
18
16
Carl Zeiss Jena
15
4
5
6
17:24
-7
17
17
Fortuna Köln
15
5
2
8
17:31
-14
17
18
VfR Aalen
15
3
5
7
17:22
-5
14
19
SV Meppen
15
3
3
9
18:27
-9
12
20
Eintracht Braunschweig
15
1
6
8
17:32
-15
9

Starke Reaktion: Hansa schlägt Karlsruhe verdient mit 1:0

Flutlicht-Heimspiel im Ostseestadion! Und diesmal wollte der F.C. Hansa einen deutlich besseren Auftritt zeigen als gegen den SC Preußen Münster, der unserer Kogge vor zwei Wochen eine empfindliche Niederlage zufügte. Da das Ost-Derby gegen den Halleschen FC kurzfristig abgesagt wurde, hatte die Mannschaft genügend Zeit, um den Kopf freizukriegen und die begangenen Fehler ausreichend zu analysieren.

Freuen durften sich die 13.000 Zuschauer (davon 390 Gäste) über zwei Hoffnungsträger in Reihen unseres Teams. Denn neben dem genesenen Marcel Hilßner, der zunächst auf der Bank platznehmen musste, stand Kapitän Oliver Hüsing nach überstandener Leidenszeit erstmals wieder in der Startelf. Für ihn rückte Mitspieler Kai Bülow ins defensive Mittelfeld – Lukas Scherff blieb dafür draußen.

Doch ähnlich wie gegen Münster musste der FCH nach zwei Minuten erst einmal tief durchatmen. Einen Freistoß von der Strafraumkante zirkelte Karlsruhes Lorenz an den Querbalken, danach konnte unsere Abwehr die Situation aber entschärfen. Die Antwort folgte auf dem Fuß: Merveille Biankadi wurde auf links freigespielt, ging ein paar Meter und brachte den Ball gefährlich vor das Gäste-Tor, wo Cebio Soukou und Marco Königs nur Millimeter zum Torerfolg fehlten. Das Spiel war von Anfang an auf Top-Niveau!

Königs war es auch, der KSC-Keeper Uphoff nach 13 Minuten im Anschluss an ein 30-Meter-Solo zum ersten Mal prüfte, doch sein abgefälschter Schuss war letztlich zu unplatziert. Es war ein offener Schlagabtausch bei herbstlichen Temperaturen: Fünf Minuten darauf verpassten zunächst die Badener den Torerfolg nach einer Unstimmigkeit in unserer Hintermannschaft – dann verfehlte Soukou den Treffer auf der gegenüberliegenden Seite nach Vorlage von Königs nur knapp.

War die Partie in den ersten zwanzig Minuten noch von vielen Offensivaktionen geprägt, fuhren beide Teams daraufhin erstmal einen Gang runter und lieferten sich meist Duelle im Mittelfeld. Bemerkenswert war dabei der leidenschaftliche Auftritt des zurückgekehrten „Captain America“ Oliver Hüsing. Mit der Kapitänsbinde am Arm hielt er unsere Hintermannschaft zusammen und warf sich festentschlossen in jeden Ball der Karlsruher.

Überpünktlich beendete Schiedsrichter Franz Bokop dann wenig später die erste Halbzeit. Ein bis hierhin schwungvoller und kämpferischer Auftritt gegen ebenso starke Gäste, der von unserer Kogge vorerst nicht mit einem Treffer gekrönt werden konnte, aber Lust auf die zweite Hälfte machte.

Hellwach und mit deutlichen Feldvorteilen kam der F.C. Hansa dann aus der Kabine und legte direkt gut los! Erst verpasste Königs eine scharfe Flanke von Biankadi nur knapp, dann streifte ein Kopfball von Bülow am linken Pfosten vorbei. Hochmotiviert lief unsere Kogge immer weiter auf das Karlsruher Tor zu – und wurde in der 51. Spielminute belohnt.

Wie so oft war es Merveille Biankadi, der als Vorlagengeber glänzte und Königs mit einem Steilpass auf die Reise schickte. Dieser enteilte zwei Verteidigern und schob das leicht abgefälschte Leder eiskalt ins rechte untere Eck. Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung gegen den Tabellenzweiten!

Und unsere Mannschaft hätte nur einige Minuten später nachlegen müssen - doch Königs, Ayeh und Biankadi scheiterten in einer einzigen Situation allesamt an Gäste-Keeper Uphoff. Das rüttelte scheinbar auch den KSC wieder wach, der in Person von Drittliga-Rekordtorjäger Anton Fink kurz darauf die Riesenchance auf den Ausgleich hatte, doch sein Schuss rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei.

Nach 66 Minuten dann Jubel im Ostseestadion! Rieble köpfte nach einem Eckstoß zum vermeintlichen 2:0 ein, doch Schiedsrichter Bokop pfiff den jungen Außenverteidiger zurück. Nur 120 Sekunden später fasste sich dann Kai Bülow ein Herz und zog aus 20 Metern Torentfernung einfach mal ab – wieder fehlten nur Zentimeter zum zweiten Treffer.

Auf Hansas Sturmlauf folgte dann eine Druckphase der Karlsruher, die eine Viertelstunde vor dem Ende alles nach vorne warfen. Immer wieder segelten scharfe Flanken in den Strafraum von Keeper Ioannis Gelios – immer wieder konnte sich unser Schlussmann allerdings auszeichnen und die Gefahr unterbinden.

Trotzdem gab es für den FCH bis kurz vor dem Schlusspfiff fast keinerlei Entlastung mehr, da der bisherige Tabellenzweite extrem hoch stand und die Bälle von unserer Hintermannschaft meist nur noch in Richtung Rostocker Nachthimmel geschlagen wurden. Zuschauer, Trainerteam, Spieler – jeder sehnte hier den Abpfiff herbei.

Doch Schiri Franz Bokop hatte kein Einsehen und ließ das Spiel scheinbar endlos weiterlaufen. Bange Blicke auf den Rängen, der große Erfolg stand kurz bevor. Nach 94 Minuten war die Partie dann vorbei! Riesenjubel auf allen Tribünen, der F.C. Hansa erkämpft sich einen immens wichtigen Sieg, schlägt Karlsruhe am Ende verdient mit 1:0 und kann nun mit ganz viel Rückenwind zum Halleschen FC reisen!

F.C. Hansa Rostock – Karlsruher SC 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Königs (51.)

F.C. Hansa Rostock: Gelios – Ofosu-Ayeh, Hüsing, Riedel, Rieble – Wannenwetsch, Bülow, Biankadi (91. Hilßner) – Breier, Königs (86. Evseev), Soukou (79. Hildebrandt)

Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Rossbach – Choi (74. Röser), Stiefler (81. Stiefler), Wanitzek, Lorenz – Fink, Pourié

Karlsruher SC nach perfekter Englischer Woche oben auf

Was war das für eine bittere Heimpleite gegen den SC Preußen Münster. Mit 1:4 musste sich unsere Kogge am Ende deutlich geschlagen geben und ist nun gegen den Karlsruher SC zwingend zu einer Reaktion gefordert. Doch die Badener entpuppten sich schon in der vergangenen Saison als starker Gegner und werden es dem F.C. Hansa in ihrer aktuellen Form nicht leicht machen.

Zwölf Punkte aus den vergangenen vier Spielen – beim KSC könnte es aktuell kaum besser laufen. Nach einem 1:0 beim VfL Osnabrück spielten die Baden auch in der Englischen Woche groß auf und erledigten den stark aufspielenden KFC Uerdingen 2:0, den VfR Aalen auswärts mit 3:1 und kürzlich auch Energie Cottbus 2:0. Dank der maximalen Punktausbeute liegen die Karlsruher nach mäßigem Saisonstart nun auf Tabellenplatz zwei – punktgleich mit Spitzenreiter Osnabrück. Trotz allem gab sich Trainer Alois Schwartz nach dem Heimsieg gegen Cottbus selbstkritisch: „Wir haben für meinen Geschmack zu viel zugelassen, daran müssen wir arbeiten.“ Doch mit gerade einmal sieben Gegentoren stellen die Blau-Weißen die zweitbeste Verteidigung der Liga und spielten schon fünfmal zu Null – ein unglaublich starker Wert. Schon in der vergangenen Saison kassierten die Baden gerade einmal 29 Treffer und sorgten damit für einen Bestwert.

Neben der starken Defensive kommen aber auch die Offensivreihen immer besser in Schwung. Acht Tore aus den letzten vier Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Bemerkenswert ist dabei, dass von diesen acht Treffern allein sechs Stück auf das Konto des Sturm-Duos Anton Fink und Marvin Pourié gehen. Während Drittliga-Rekordtorjäger Fink schon seit vergangenem Sommer im Trikot des KSC durch die gegnerischen Hintermannschaften wirbelt, wurde Pourié erst im Winter verpflichtet und kommt nach anfänglicher Ladehemmung immer besser in Fahrt. Mit Damian Roßbach und Manuel Stiefler rückten zudem zwei erfahrene ehemalige Zweitliga-Profis in die erste Elf, die sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim SV Sandhausen kennen und für Stabilität im Spiel gegen den Ball sorgen. Dazu zeigt auch der vom FC St. Pauli verpflichtete Kyoung-rok Choi immer häufiger seine individuelle Klasse und komplettiert ein gefährliches und schwer zu bezwingendes Team.

Für unsere Mannschaft kann es nur das Ziel sein, den herben Dämpfer vom Spiel gegen Münster mit einem Heim-Dreier vergessen zu machen und unsere treuen Anhänger wieder jubeln zu lassen. Doch dafür braucht es 90 Minuten Einsatz, Kampf und Leidenschaft gegen einen Gegner, der dem FCH schon in der abgelaufenen Spielzeit ordentlich zugesetzt hat. 0:3 hieß es im vergangenen November am Ende aus Rostocker Sicht. Den vorerst letzten Erfolg im Ostseestadion gab es am 21. November 2009 – damals besorgten Mario Fillinger und Enrico Kern vor 12.000 Zuschauern die Tore zum 2:1-Sieg!

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