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11. Spieltag2020/21

F.C. Hansa Rostock
1:3
Dynamo Dresden
Datum
Spielgegner
Ergebnis
20.11.2020
MSV Duisburg - SC Verl
0:4 (0:1)
21.11.2020
TSV 1860 München - KFC Uerdingen 05
0:0 (0:0)
21.11.2020
SV Meppen - Türkgücü München
(abges.) (abges.)
21.11.2020
Hallescher FC - 1. FC Kaiserslautern
1:1 (0:1)
21.11.2020
1. FC Saarbrücken - SV Wehen Wiesbaden
3:3 (2:2)
21.11.2020
F.C. Hansa Rostock - Dynamo Dresden
1:3 (1:3)
21.11.2020
FSV Zwickau - SV Waldhof Mannheim
0:0 (0:0)
22.11.2020
VfB Lübeck - FC Bayern München II
3:0 (0:0)
22.11.2020
SpVgg Unterhaching - Viktoria Köln
2:2 (1:2)
22.11.2020
FC Ingolstadt 04 - 1. FC Magdeburg
1:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Saarbrücken
11
7
2
2
22:12
+10
23
2
Dynamo Dresden
11
6
1
4
14:11
+3
19
3
TSV 1860 München
11
5
3
3
21:12
+9
18
4
FC Ingolstadt 04
10
5
2
3
14:12
+2
17
5
SC Verl
9
5
1
3
18:10
+8
16
6
Türkgücü München
9
4
4
1
17:13
+4
16
7
Hansa Rostock
10
4
4
2
16:12
+4
16
8
SV Wehen Wiesbaden
11
4
4
3
19:16
+3
16
9
Viktoria Köln
10
5
1
4
14:16
-2
16
10
KFC Uerdingen 05
11
4
3
4
10:12
-2
15
11
SV Waldhof Mannheim
10
3
5
2
19:15
+4
14
12
FC Bayern München II
9
3
3
3
15:13
+2
12
13
Hallescher FC
10
3
3
4
12:19
-7
12
14
FSV Zwickau
10
3
2
5
11:13
-2
11
15
VfB Lübeck
10
3
2
5
13:16
-3
11
16
1. FC Kaiserslautern
11
1
7
3
10:14
-4
10
17
SpVgg Unterhaching
8
3
0
5
7:11
-4
9
18
MSV Duisburg
11
2
3
6
10:19
-9
9
19
1. FC Magdeburg
10
2
2
6
10:18
-8
8
20
SV Meppen
8
2
0
6
9:17
-8
6

Hansa bringt sich selbst auf die Verliererstraße: Dresden gewinnt Ost-Klassiker mit 3:1

Am 11. Spieltag empfing unser F.C. Hansa die SG Dynamo Dresden zum Ost-Klassiker. In einer intensiven Partie brachten zwei zu einfache Gegentore unsere Kogge in der ersten Halbzeit in Rückstand, den die Härtel-Elf trotz eines deutlichen Chancenübergewichts in der zweiten Hälfte nicht mehr aufholen konnte.

Im Vergleich zum Remis beim Halleschen FC nahm Chef-Trainer Jens Härtel zwei Änderungen in der Startformation vor: Roßbach startete für Reinthaler und Sven Sonnenberg begann für Björn Rother, wodurch Löhmannsröben wieder auf die Position ins zentrale Mittelfeld rutschte.

Beide Mannschaften gingen von Beginn an hochmotiviert zu Werke - hohes Tempo und rassige Zweikämpfe bestimmten die Anfangsphase, in der Hansa versuchte, die Zügel in die Hand zu nehmen und das Spiel zu machen. Ein individueller Fehler lud die Gäste dann zur Führung ein: Einen zu kurzen Rückpass von Roßbach fing Weihrauch ab, der den FCH-Keeper Kolke umkurvte und in die Mitte gab - der freistehende Daferner musste nur noch einschieben (15.). Hansa versuchte, sich von dem überflüssigen Rückstand nicht beeinflussen zu lassen und machte weiter das Spiel, die Dynamo-Defensive stand aber kompakt und ließ im letzten Drittel kaum etwas zu. Gleich mit der nächsten Gelegenheit schlugen die Gäste dann wieder zu und erhöhten auf 0:2 aus FCH-Sicht:  Einen zentralen Freistoß chippte Weihrauch in den Strafraum, wo Hartmann den Ball mit der Brust annahm und per Volley vollendete - das ging erneut zu einfach (30.). Kurz darauf hatte unsere Kogge die Gelegenheit zum direkten Anschlusstreffer: Litka trieb das Spiel an, bekam nach einem Doppelpass mit Breier im Strafraum allerdings nicht genug Druck hinter den Ball, sodass Torhüter Broll parieren konnte (34.). Vor dem Halbzeitpfiff kam es dann noch dicker, die Gäste machten aus jeder Chance einen Treffer. Dieses Mal spielten sich Hosiner und Königsdörffer per Doppelpass in den Strafraum, letzterer ließ Kolke keine Chance und schob unten links ein (41.). Doch unsere Kogge steckte noch nicht auf und kam zwei Minuten später zum Anschlusstreffer (43.): Vollmann steckte auf Breier durch, der frei vor Broll auftauchte und ebenfalls unten links einschob – nur noch 1:3, der Pausenstand.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich anfangs ein zerfahrenes Spiel ohne echte Torraumszenen. Litkas Distanzschuss direkt zu Beginn der Hälfte ging ein gutes Stück über das Tor (47.), auf der Gegenseite rutschten zwei Dynamo-Spieler an einem flachen Ball in den Hansa-Strafraum vorbei (52.). Für richtige Gefahr sorgte erst wieder ein Standard: Bahns Flanke wurde zunächst aus der Gefahrenzone geköpft, der Ball landete vor dem Fuß von Neidhart, der es aus er Distanz probierte – die Gäste konnten zur Ecke abwehren, die im Anschluss nichts einbrachte (70.). Hansa wurde in der Schlussphase der Partie wieder aktiver und zwingender, drückte auf den Anschlusstreffer: Nach einer Hereingabe von Scherff kam Bahn am Elfmeterpunkt freistehend zum Schuss, dieser wurde aber in höchster Not und per Grätsche geklärt, ebenso ein wunderbarer Torschuss von erneut Bentley Baxter Bahn von der rechten Strafraumgrenze, den Torwart Broll stark zur Ecke abwehrte (81.). Auch ein Kopfball von Sonnenberg wurde nach einer Flanke von der linken Seite kurz vor der Linie von einem Sachsen weggeköpft. In den Folgeminuten kam Hansa ein ums andere Mal in die Gefahrenzone, doch immer wieder war ein Bein oder ein Kopf der Gäste noch entscheidend dazwischen. Dann war Schluss – nach den ärgerlichen Gegentoren in der ersten Hälfte konnte unsere Kogge in der zweiten Hälfte das Ruder nicht mehr entscheidend rumreißen, Dresden gewann mit 3:1 und entführte drei Punkte aus dem Ostseestadion.

F.C. Hansa Rostock – SG Dynamo Dresden 1:3 (1:3)

Tore: Daferner (15.), Hartmann (30.), Königsdörffer (41.), Breier (43.)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg, Roßbach – Neidhart, Löhmannsröben, Bahn, Scherff – Vollmann (73. Farrona Pulido), Breier (80. Engelhadt), Litka (62. Verhoek)

SG Dynamo Dresden: Broll – Ehlers, Hartmann, Knipping – Königsdörffer, Stark, Weihrauch (88. Kade), Will, Meier – Hosiner (72. Becker), Daferner (80. Sohm)

Dynamo Dresden auf Mission „Wiederaufstieg“

Am 11. Spieltag, dem zweiten Akt der „Derbywoche“, begrüßt unser FCH die SG Dynamo Dresden zum Ost-Klassiker im heimischen Ostseestadion. Am Sonnabend erwartet uns nicht nur ein Duell zweier großer Namen, sondern auch ein Duell zweier spielstarker Mannschaften, die sich in den obersten Rängen festbeißen wollen.

Der achtmalige DDR-Meister blickt auf eine lange, erfolgreiche Zeit zurück und hat sich früher mit insgesamt 98 Spielen im UEFA-Europapokal auch über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Seit 2004 pendelte Dynamo zuletzt immer wieder zwischen der zweit- und der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Nach vier Spielzeiten in der 2. Bundesliga musste die SGD im Sommer jetzt wieder den Gang in die Drittklassigkeit antreten, Dynamo kam fast in der gesamten Spielzeit 2019/20 nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Trainer Markus Kauczinski übernahm die Mannschaft im Dezember auf Tabellenplatz 18 und konnte das Ruder nicht mehr entscheidend rumreißen, die Sachsen stiegen als Tabellenletzter in die 3. Liga ab – Trainer Kauczinski erhielt dennoch das Vertrauen für die neue Saison und steht somit auch am Sonnabend an der Seitenlinie.

Nach dem Abstieg haben die Verantwortlichen die Profimannschaft im Sommer einmal komplett auf links gedreht, insgesamt 22 Spieler haben die Sportgemeinschaft verlassen. Mit Stefaniak (kam vom VfL Wolfsburg), Daferner (SC Freiburg) und Patrick Weihrauch (Arminia Bielefeld) hat man sich im Gegenzug gleich mehrere Spieler aus der 1. Bundesliga geangelt, dazu gesellen sich zahlreiche gestandene und hochklassige Spieler der 3. Liga: Insbesondere Sebastian Mai, Pascal Sohm (beide vom Halleschen FC) und Philipp Hosiner (zuvor Chemnitzer FC) wären wohl für fast jede Mannschaft der Liga eine Bereicherung, aber auch Namen wie Vlachodimos (Großaspach), Diawusie (Ingolstadt) und Paul Will (Bayern II) dürften vielen Fans ein Begriff sein.

Nicht ohne Grund galt Dynamo vor der Saison deshalb für viele Fans und Trainer als der klare Aufstiegsfavorit. Trotz der unbestreitbar hohen Qualität lief bei den Schwarz-Gelben bislang aber noch nicht alles rund, immer wieder gab es kleinere Rückschläge. Bislang fehlt es der Mannschaft noch an Konstanz: In den vergangenen fünf Partien musste die Kauczinski-Elf drei Niederlagen einstecken, landete in der vergangenen Woche gegen 1860 München allerdings einen wichtigen 2:1-Sieg und ist nach zehn absolvierten Spielen auf Tabellenplatz 6 - und somit weiter auf Tuchfühlung zu den obersten Rängen. Eine der positiven Überraschungen ist dabei ausgerechnet einer der wenigen, die aus dem Abstiegsjahr verblieben sind: Der erst 19-Jährige Königsdörffer hat sich auf dem rechten Flügel festgespielt und besticht vor allem mit seiner enormen Schnelligkeit.

Am Sonnabend kämpfen unsere Hanseaten allerdings nicht nur gegen eine starke Mannschaft, sondern auch gegen eine bedrückende Bilanz: Ligaübergreifend konnte unser FCH keinen der vergangenen sechs Vergleiche gegen Dynamo für sich entscheiden, der letzte Heimsieg liegt nun fast zehn Jahre zurück. Aber wie heißt es so schön – Serien sind ja bekanntlich da, um gebrochen zu werden.

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