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12. Spieltag2020/21

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
24.11.2020
SV Wehen Wiesbaden - SV Meppen
1:0 (0:0)
24.11.2020
KFC Uerdingen 05 - Hallescher FC
0:1 (0:0)
24.11.2020
Türkgücü München - 1. FC Saarbrücken
1:1 (1:0)
24.11.2020
SC Verl - TSV 1860 München
1:1 (1:1)
24.11.2020
SV Waldhof Mannheim - MSV Duisburg
2:2 (1:1)
25.11.2020
FC Bayern München II - FC Ingolstadt 04
1:3 (1:1)
25.11.2020
1. FC Kaiserslautern - VfB Lübeck
1:0 (0:0)
25.11.2020
Dynamo Dresden - SpVgg Unterhaching
2:0 (2:0)
25.11.2020
Viktoria Köln - FSV Zwickau
1:1 (0:0)
25.11.2020
1. FC Magdeburg - F.C. Hansa Rostock
1:1 (1:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Saarbrücken
13
7
4
2
24:14
+10
25
2
Dynamo Dresden
13
8
1
4
19:11
+8
25
3
Hansa Rostock
13
6
5
2
21:13
+8
23
4
FC Ingolstadt 04
13
7
2
4
18:15
+3
23
5
Hallescher FC
13
6
3
4
17:19
-2
21
6
TSV 1860 München
13
5
5
3
24:15
+9
20
7
SC Verl
11
6
2
3
21:12
+9
20
8
SV Wehen Wiesbaden
13
5
4
4
21:18
+3
19
9
Türkgücü München
12
4
6
2
20:18
+2
18
10
Viktoria Köln
13
5
3
5
17:21
-4
18
11
SV Waldhof Mannheim
11
3
6
2
21:17
+4
15
12
KFC Uerdingen 05
13
4
3
6
11:15
-4
15
13
VfB Lübeck
12
4
2
6
16:17
-1
14
14
1. FC Kaiserslautern
13
2
8
3
12:15
-3
14
15
SpVgg Unterhaching
12
4
1
7
11:18
-7
13
16
FSV Zwickau
12
3
3
6
12:15
-3
12
17
FC Bayern München II
12
3
3
6
16:21
-5
12
18
1. FC Magdeburg
13
3
3
7
12:20
-8
12
19
MSV Duisburg
13
2
4
7
12:24
-12
10
20
SV Meppen
10
3
0
7
11:18
-7
9

1:1 nach Pausenrückstand – Verhoek sichert Hansa einen Punkt in Magdeburg

Zum Abschluss des 12. Spieltags und der Woche der Ostduelle gastierte unsere Kogge am Mittwochabend beim 1. FC Magdeburg in der MDCC-Arena. In einer intensiven Partie geriet unsere Kogge trotz mehr Spielanteilen vor dem Pausenpfiff in Rückstand, kam in der zweiten Halbzeit aber durch John Verhoek zum 1:1-Ausgleich, der letztlich auch den Endstand markierte.

Im Vergleich zur Startformation aus der Vorwoche nahm unser Chef-Trainer Jens Härtel drei Veränderungen vor: Für Damian Roßbach verteidigte Max Reinthaler, Rother begann an Stelle von Löhmannsröben und Pascal Breier nahm zunächst für John Verhoek auf der Ersatzbank platz.

Zu Beginn des Spiels entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften zunächst nicht zu sehr ins Risiko gingen. Hansa hatte mehr vom Spiel und wirkte etwas zielstrebiger in den Offensivbemühungen, doch auch dem FCM gelang es durch Konter immer wieder Nadelstiche zu setzen. Unsere Kogge wurde erstmals richtig gefährlich, kombinierte sich auf links über Vollmann und Litka in den Strafraum. Unser Außenbahnspieler scheiterte aber am Fünfmeterraum an einer starken Parade von Torhüter Behrens (18.). Die Partie taute jetzt zunehmend auf, es ergaben sich Torchancen für beide Mannschaften: FCM-Kapitän Beck verfehlte mit einem Kopfball nach Flanke von der rechten Seite das Tor knapp (24.). Auf der Gegenseite setzte ein feiner Chip-Ball von Bahn Vollmann in Szene, der den Ball mit dem Kopf in den Lauf von Verhoek verlängerte, doch auch dieser Angriff brachte nichts Zählbares ein  - Verhoek köpfte aus kürzester Distanz Keeper Behrens an (30.). Insgesamt hatte unsere Kogge die klareren Torchancen, mit dem nächsten Angriff gingen dennoch die Gastgeber in Führung, es zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der Vorwoche gegen Dresden – es ging zu einfach: Reinthaler wurde am eigenen Strafraum von Conteh angelaufen und verlor den Zweikampf, Hansa bekam den ersten Abschluss des FCM noch geblockt, der zweite Schuss von Beck fand dann den Weg ins Tor – 1:0 für die Gastgeber (31.). Der Führungstreffer gab dem FCM sichtbar Aufwind, Hansa musste sich erst einmal schütteln und hatte Glück, dass die Magdeburger gleich zwei Mal den Doppelschlag verpassten: Sliskovic tauchte frei vor Kolke auf, der FCH-Kapitän war auf dem Posten und parierte den Flachschuss (35.) und auch der agile Conteh brachte den Ball im Eins-gegen-Eins mit unserem Torhüter nicht im, sondern nur neben dem Tor unter (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff zog sich Max Reinthaler im Sprintduell mutmaßlich eine Muskelverletzung zu und musste ausgewechselt werden, die beiden Teams gingen kurz darauf mit dem 0:1 aus Hansa-Sicht in die Katakomben.

Hansa kam etwas schwungvoller aus der Kabine und hatte in der 51. Minute per Standard die erste richtig dicke Gelegenheit, Vollmanns Freistoß aus 17 Metern wurde noch leicht abgefälscht, sodass die Kugel hauchzart am Tor vorbei ging. Der nächste Versuch traf dann ins Schwarze, die Kogge glich aus! Vollmann leitete einen Ball von Neidhart im Fällen weiter und fand in der Mitte Verhoek, Torhüter Behrens war ohne Abwehrchance (53.). Doch Magdeburg zeigte sich unbeeindruckt und hielt weiter dagegen. FCM-Außenbahnspieler Sliskovic brach auf links durch und scheiterte an einer starken Parade an Kolke, die Hansa-Defensive warf sich in zwei Nachschüsse und konnte so klären (57.). Nach dieser Szene passierte vor den Toren eine ganze Weile nichts mehr, die Partie war zu dieser Phase ausgeglichen und von vielen intensiven Zweikämpfen und Ungenauigkeiten geprägt, sodass nur wenig Spielfluss aufkam. Erst in der 82. Minute wurde es wieder brenzlig und zwar für die Hansa-Defensive: Eine scharf gezogene Flanke von Bittroff rauschte durch den FCH-Strafraum, Torschütze Beck rutschte heran und verpasste den Ball nur knapp. In den Schlussminuten vergab unsere Kogge noch gute Chancen, die drei Punkte mit an die Küste zu nehmen: Der eingewechselte Luca Horn hatte die wohl größte Gelegenheit für den FCH: Horn wurde steil geschickt, tauchte links im Strafraum frei vor Torhüter Behrens auf – der behielt aber die Oberhand im Duell, Horns flacher Abschluss war zu unplatziert (88.). Auch Lukas Scherff scheiterte mit einem Schuss aus der zweiten Reihe nochmal an Behrens (89.). Nach dem anschließenden Eckball kam Pascal Breier nochmal überraschend an der Ecke des Fünfmeterraums an den Ball, setzte diesen aber aus guter Position weit über den Kasten (90.). Breiers Schuss war der Schlusspunkt der Partie, kurz darauf pfiff Schiedsrichter Jablonski ab und besiegelte so die Punkteteilung.

1. FC Magdeburg – F.C. Hansa Rostock 1:1 (1:0)

Tore: Beck (31.), Verhoek (53.)

1. FC Magdeburg: Behrens – Bittroff, Tob. Müller (90. Koglin), Burger, Obermair – Conteh (78. Brünker), Jacobsen, A. Müller, Malachowski, Sliskovic (58. Bertram) – Beck

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg, Reinthaler (41. Löhmannsröben) – Neidhart, Rother, Bahn, Scherff – Vollmann (70. Breier), Verhoek, Litka (83. Horn)

1. FC Magdeburg: Taumelnder Gigant

Keine Zeit zum Verschnaufen: Am Mittwoch geht es für die Härtel-Elf bereits weiter, denn am 12. Spieltag und damit zum dritten Akt der „Ost“-Woche gastiert unsere Kogge beim kriselnden 1. FC Magdeburg.

Der 1. FC Magdeburg wurde 1965 gegründet und blickt auf eine durchaus erfolgreiche Vergangenheit zurück: Drei Meistertitel in der DDR-Oberliga stehen ebenso in der Historie verzeichnet wie der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger im Jahr 1974 - der unzweifelhaft größte Triumph der Vereinsgeschichte und noch dazu einer, der keinem anderen Fußballverein der DDR gelang. Doch diese Zeiten gehören der Vergangenheit an, in dieser Saison sprechen die reinen Fakten eine harte Sprache: 19 Gegentore – Ligahöchstwert mit Duisburg und Halle. Nur acht Zähler auf dem Konto, ein Sieg aus den letzten sechs Spielen, Tabellenplatz 19 - in und rund um den 1. FC Magdeburg brodelt es gewaltig.

Im Vorjahr sicherten sich die Magdeburger erst am vorletzten Spieltag mit einem Überraschungssieg in Ingolstadt den Klassenerhalt – und das obwohl man mit nur 42 kassierten Gegentoren die zweitbeste Defensive der gesamten Liga aufwies. Interimscoach Thomas Hoßmang erhielt daraufhin das Vertrauen der Verantwortlichen, wurde zum Chef-Trainer befördert und stieß nach schwachen ersten Spieltagen in der aktuellen Saison einige weitreichende Veränderungen an: FCM-Urgestein und Kapitän Christian Beck, im Vorjahr noch an 19 Toren beteiligt und damit unverzichtbar gewesen, spielt unter Hoßmang kaum noch eine Rolle, mit Sören Bertram und Jürgen Gjasula wurden zwei Leistungsträger der Vorsaison zeitweise suspendiert. Die letzten drei Partien geben jedoch Grund zur Hoffnung für alle, die es mit den Magdeburgern halten: Aus den Spielen gegen den Aufsteiger aus Lübeck und Bayern II holte man vier Zähler und blieb zwei Spiele in Folge ungeschlagen, ehe es am Wochenende in Ingolstadt eine unglückliche Niederlage setzte: 65 Minuten lang wehrte sich der FCM in Unterzahl  - der inzwischen wieder begnadigte Gjasula sah in der 25. Minute die Ampelkarte und wird somit im Ost-Duell  fehlen – ehe kurz vor Schluss ein Eigentor für die Entscheidung sorgte.

Ausgerechnet gegen unsere Kogge soll nun der Abwärtstrend gestoppt und der Bock umgestoßen werden. Ausgerechnet nicht nur wegen des Derby-Charakters der Partie sondern auch, weil mit Chef-Trainer Jens Härtel und Co-Trainer Ronny Thielemann zwei alte Bekannte und jahrelange Weggefährten der Magdeburger an unserer Seitenlinie stehen. Fast fünf Jahre lang trainierte Härtel den 1. FCM und führte den Verein dabei innerhalb von vier Jahren von der Regionalliga Nordost bis in die 2. Liga. Im November 2018 musste Härtel auf dem 17. Tabellenplatz der 2. Bundesliga gehen, Magdeburg stieg am Saisonende auf selbigem wieder zurück in die 3. Liga ab.

Auch wenn die Bilanz gegen unsere Kogge insgesamt leicht für die Magdeburger spricht, konnte unser FCH zuletzt eine Mini-Siegesserie gegen den 1. FCM starten, gewann alle der letzten drei direkten Vergleiche und verlor nur eines der letzten sechs Aufeinandertreffen. Insbesondere die Erinnerung an die jüngste Begegnung in der MCDD-Arena dürfte bei vielen Fans wie auch Spielern ganz besondere Emotionen hochkommen lassen, denn im Oktober 2019  gelang es unserer Kogge zum ersten Mal seit der Vereinsgründung 1965, drei Punkte von der Elbe zu entführen. Am Mittwoch soll nun der nächste Streich folgen, doch dabei sollte Vorsicht geboten sein - der 1. FC Magdeburg hat nämlich beide seiner bisherigen Saisonsiege in der heimischen MCDD-Arena eingefahren.

  • PK nach dem 12. Spieltag
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