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14. Spieltag2019/20

3:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
01.11.2019
FSV Zwickau - Sonnenhof Großaspach
0:1 (0:0)
02.11.2019
Eintracht Braunschweig - FC Ingolstadt 04
0:3 (0:3)
02.11.2019
Preußen Münster - Chemnitzer FC
3:3 (2:2)
02.11.2019
1. FC Kaiserslautern - Würzburger Kickers
2:3 (1:1)
02.11.2019
TSV 1860 München - Viktoria Köln
4:2 (2:0)
02.11.2019
1. FC Magdeburg - Hallescher FC
1:0 (1:0)
02.11.2019
SV Waldhof Mannheim - SpVgg Unterhaching
0:3 (0:1)
03.11.2019
SV Meppen - FC Bayern München II
1:1 (5:3)
03.11.2019
FC Carl Zeiss Jena - F.C. Hansa Rostock
3:1 (1:0)
04.11.2019
MSV Duisburg - KFC Uerdingen 05
2:0 (2:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
15
10
1
4
33:20
+13
31
2
FC Ingolstadt 04
15
8
4
3
32:19
+13
28
3
SpVgg Unterhaching
15
7
7
1
23:15
+8
28
4
Hallescher FC
15
7
4
4
28:15
+13
25
5
Eintracht Braunschweig
15
7
4
4
24:19
+5
25
6
SV Waldhof Mannheim
15
5
7
3
25:21
+4
22
7
Hansa Rostock
15
6
4
5
19:19
0
22
8
Viktoria Köln
15
5
6
4
28:27
+1
21
9
FC Bayern München II
15
6
3
6
28:31
-3
21
10
SV Meppen
15
5
5
5
30:23
+7
20
11
1. FC Magdeburg
15
4
8
3
20:14
+6
20
12
TSV 1860 München
15
6
2
7
21:23
-2
20
13
Würzburger Kickers
15
6
2
7
23:33
-10
20
14
FSV Zwickau
15
5
4
6
22:20
+2
19
15
KFC Uerdingen 05
15
5
4
6
15:22
-7
19
16
1. FC Kaiserslautern
15
4
4
7
25:32
-7
16
17
Chemnitzer FC
15
3
6
6
22:26
-4
15
18
Sonnenhof Großaspach
15
4
3
8
16:32
-16
15
19
Preußen Münster
15
2
7
6
23:29
-6
13
20
Carl Zeiss Jena
15
1
3
11
14:31
-17
6

Niederlage im Paradies: Hansa unterliegt Carl Zeiss Jena mit 1:3

In einer umkämpften Partie vor ca. 1300 mitgereisten Hansa-Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld muss sich der F.C. Hansa dem Tabellenletzten aus Jena mit 1:3 geschlagen geben. Das Tor für die Kogge erzielte Sven Sonnenberg in der 54. Minute.

Nach zuletzt acht ungeschlagenen Spielen in der dritten Liga änderte Chef-Coach Jens Härtel sein Team auf lediglich einer Position: Für den gelbgesperrten Mirnes Pepic rückte Korbinian Vollmann in die Startformation und agierte im offensiven Mittelfeld.

Der F.C. Hansa startete schwungvoll in die Partie und versuchte direkt von Anfang an, das Spielgeschehen zu bestimmen. Der erste Abschluss durch Nik Omladic (7.) war allerdings noch zu harmlos, um Jena-Keeper Jo Coppens in ernsthafte Gefahr zu bringen. Kurz darauf war es dann Korbinian Vollmann, der gefährlich im Fünfmeterraum der Gastgeber auftauchte: Nach einer Kopfballvorlage von Pascal Breier scheiterte der Offensivmann jedoch im Eins-gegen-Eins am stark parierenden Coppens (9.). Die erste Jenaer Torannäherung in der 11. Minute grätschte kurz darauf Hansa-Innenverteidiger Max Reinthaler souverän ab. Zwar kamen die Gastgeber in der Folge besser in die Partie, allerdings blieben klare Torgelegenheiten in dieser Phase des Spiels Mangelware. Mitte der ersten Halbzeit wurde es noch einmal heikel vor dem Gehäuse der Gastgeber: Aaron Opoku entwischte im Strafraum seinem Gegenspieler, doch schob das Leder knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber dann wie aus dem Nichts in Führung. Der pfeilschnelle Ex-Hanseat Anton Donkor behauptete sich im Laufduell gegen Max Reinthaler und ließ aus kurzer Distanz Hansa-Keeper Kolke keine Chance (43.).

Den Schwung des späten Führungstreffers aus der ersten Halbzeit trugen die Thüringer auch in Hälfte zwei mit aufs Feld. Jedoch konnte Jena-Urgestein Rene Eckardt den stark parierenden Kolke aus kurzer Distanz nicht überwinden – ohnehin ertönte kurz darauf der Abseitspfiff. Mit der ersten richtigen Chance nach dem Seitenwechsel gelang Hansa-Innenverteidiger Sven Sonnenberg dann der Ausgleich: Ein flacher Pass von Nik Omladic trudelte an Freund und Feind vorbei durch den Strafraum, Sonnenberg schaltete am schnellsten und platzierte den Ball flach im langen Eck (54.). Beflügelt vom Ausgleichstreffer fasste sich Nico Neidhart kurz darauf ein Herz und jagte den Ball aus 25 Metern an die Querlatte. Die Gastgeber zeigten sich jedoch kaum geschockt von dieser Rostocker Großchance und schalteten im Anschluss einen Gang höher. Mitten in der Rostocker Drangphase sollte der FCC daraufhin eine Nachlässigkeit in der Hansa-Abwehr nutzten und in Führung gehen – nach einem scharfen Flachpass in den Rücken der Hansa-Abwehr markierte Ole Käuper mit einem präzisen Schuss die Jenaer Führung (61.). Doch es sollte noch besser kommen für die Saalestädter. Kilian Pagliuca überwand mit einem scharfen Pass parallel zur Strafraumkante die Defensive der Kogge, sodass Dominik Bock keine Mühe hatte, den Ball unhaltbar im langen Eck unterzubringen (69.). Der F.C. Hansa steckte trotz des Zwei-Tore-Rückstands nicht auf und kreierte weitere Chancen. Die beste Torgelegenheit vergab der eingewechselte John Verhoek, der mit seinem Kopfball nur den Innenpfosten traf (86.). Am Ende konnte der FC Carl Zeiss seinen Vorsprung über die Zeit bringen und einen nicht unverdienten ersten Saisonsieg einfahren.

FC Carl Zeiss Jena – F.C. Hansa Rostock 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Donkor (43.), 1:1 Sonnenberg (54.), 2:1 Käuper (61.), 3:1 Bock (69.)

FC Carl Zeiss Jena: Coppens – Hammann, Volkmer, Maranda, Obermair – Bock, Schau (84. Gottwald), Eckardt (90. Gabriele), Käuper – Donkor (75. Skenderovic), Pagliuca

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Ahlschwede, Sonnenberg, Reinthaler, Neidhart – Bülow, Nartey, Omladic, Vollmann (67. Verhoek), Opoku (67. Pedersen) – Breier (80. Hildebrandt)

Hansa-Schreck Jena mit dem Rücken zur Wand

Neun von neun Punkten geholt, in allen drei Partien starke Moral bewiesen und als Team weiter zusammengewachsen – unser F.C. Hansa erlebte wahrhaftig einen Goldenen Oktober. Dank des Sieges-Hattricks sind die Spitzenplätze gerade einmal drei, der Relegationsplatz sogar nur zwei Zähler entfernt. Motivation genug für das am Sonntag bevorstehende Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena, wo die Kogge ab 14 Uhr erneut auftrumpfen will.

Trotz der großen tabellarischen Unterschiede – Jena hat als Tabellenletzter satte 20 Punkte weniger als der FCH – sollten die Thüringer unter keinen Umständen auf die leichte Schulter genommen werden. Schon in der vergangenen Spielzeit entpuppte sich der FCC nämlich gleich zweifach als Rostocker „Stolperstein“. In der Hinrunde hatte der dreimalige DDR-Meister die Hansa-Führung von Hildebrandt quasi mit dem Schlusspfiff zunichte gemacht, ehe beim 2:1-Erfolg in der Rückrunde ausgerechnet Ex-Hanseat Manfred Starke den Großteil der 16.000 Zuschauer im Ostseestadion alt aussehen ließ.

Vom Glanz dieser Partien ist der FC Carl Zeiss aktuell jedoch weit entfernt. Schon vor dem Spiel gegen die Kogge ist klar: Sollten die Thüringer am Sonntag nicht gewinnen, würde das einen neuen Liga-Negativrekord bedeuten, da so lang noch kein Team sieglos blieb. Überhaupt konnte an den ersten elf Spieltagen lediglich ein einziger Punkt verbucht werden, weshalb sich die Verantwortlichen des FCC Anfang Oktober zum Handeln gezwungen sahen – und den bisherigen Trainer Lukas Kwasniok durch Rico Schmitt ersetzten. Bei seinem Debüt gegen die Würzburger Kickers wurde sich zumindest prompt Punkt Nummer zwei erkämpft.

Da die Jenaer anschließend relativ chancenlos mit 2:0 beim KFC Uerdingen verloren, scheint der Trainereffekt aber schon beinahe wieder verpufft. Das Spiel gegen den F.C. Hansa Rostock wird für die Schmitt-Elf nun zum Charaktertest. Sollen einer oder gar die volle Anzahl an Punkten eingetütet werden, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung von allen Beteiligten. Die Fans des FCC scheinen für diese Aufgabe unlängst bereit: Bereits am Dienstagabend waren über 5.000 Tickets an den Mann gebracht, den eigenen Farben will man in Jena trotz der misslichen Lage zur Seite stehen.

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