Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

17. Spieltag2018/19

F.C. Hansa Rostock
1:1
VfL Osnabrück
Datum
Spielgegner
Ergebnis
30.11.2018
SpVgg Unterhaching - 1. FC Kaiserslautern
5:0 (2:0)
01.12.2018
Eintracht Braunschweig - VfR Aalen
2:2 (0:1)
01.12.2018
Preußen Münster - Hallescher FC
1:2 (0:2)
01.12.2018
TSV 1860 München - FSV Zwickau
2:0 (2:0)
01.12.2018
Würzburger Kickers - Carl Zeiss Jena
5:2 (1:2)
01.12.2018
SV Wehen Wiesbaden - Sportfreunde Lotte
2:0 (2:0)
01.12.2018
Energie Cottbus - KFC Uerdingen 05
0:2 (0:0)
02.12.2018
SV Meppen - Fortuna Köln
3:0 (2:0)
02.12.2018
Sonnenhof Großaspach - Karlsruher SC
1:2 (0:1)
03.12.2018
F.C. Hansa Rostock - VfL Osnabrück
1:1 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Karlsruher SC
19
11
5
3
33:19
+14
38
2
VfL Osnabrück
19
10
8
1
28:14
+14
38
3
KFC Uerdingen 05
18
11
1
6
24:19
+5
34
4
Hallescher FC
19
10
3
6
23:19
+4
33
5
SpVgg Unterhaching
19
7
11
1
38:20
+18
32
6
Preußen Münster
19
9
2
8
28:27
+1
29
7
SV Wehen Wiesbaden
18
8
3
7
35:25
+10
27
8
Hansa Rostock
19
7
6
6
27:28
-1
27
9
FSV Zwickau
19
6
7
6
25:21
+4
25
10
1. FC Kaiserslautern
19
6
7
6
22:28
-6
25
11
TSV 1860 München
18
5
8
5
27:19
+8
23
12
Würzburger Kickers
18
6
5
7
25:21
+4
23
13
Sportfreunde Lotte
18
5
7
6
18:21
-3
22
14
Sonnenhof Großaspach
19
3
11
5
16:20
-4
20
15
Energie Cottbus
19
5
5
9
23:31
-8
20
16
Fortuna Köln
19
5
5
9
18:35
-17
20
17
SV Meppen
19
5
4
10
24:30
-6
19
18
VfR Aalen
19
3
8
8
23:30
-7
17
19
Carl Zeiss Jena
18
4
5
9
24:36
-12
17
20
Eintracht Braunschweig
19
2
7
10
20:38
-18
13

Trotz drückender Rostocker Überlegenheit: Hansa und Osnabrück trennen sich 1:1

Für unsere Kogge stand am 17. Spieltag das erste Montagsspiel der eigenen Drittliga-Historie auf dem Programm. Gegner war dabei kein Geringerer als der souveräne Tabellenführer aus Osnabrück, der mit breiter Brust und einer Serie von neun ungeschlagenen Spielen in Folge an die Ostseeküste reiste. Bevor es jedoch losging, hielten beide Teams für eine Minute die Füße still, um geschlossen ein Zeichen gegen die Pläne des Deutschen Fußball-Bunds zur Aufstiegsregelung zu setzen.

In der Startelf musste Chef-Trainer Pavel Dotchev im Vergleich zum Spiel in Lotte auf zwei Positionen umbauen und bot Vladimir Rankovic und Jonas Hildebrandt für den gelbgesperrten Julian Riedel und den angeschlagenen Kai Bülow auf. Mit Guido Winkmann stand die Partie zudem unter der Leitung eines erfahrenen Schiedsrichters, der in Liga eins und zwei über 130 Mal die Pfeife im Mund hatte.

Mit einem gewitzten Schlenzer aus knapp 30 Metern setzte Marcel Hilßner schon nach vier Minuten ein erstes Zeichen und gab seinen Mitspielern damit früh die Marschroute vor. Wenig später hatte Hilßner mit einem weiteren Distanzschuss die Riesenchance zur Führung, diesen konnte Gästekeeper Körber per Glanzparade aber noch entschärfen. Auch Hüsing zwang den Schlussmann in der 13. Minute zu einer großen Tat. Die Anfangsphase gehörte klar dem F.C. Hansa!

Doch nach der Druckphase passierte bis zur 29. Minute erst einmal wenig, da beide Mannschaften sehr tief standen und vor allem Osnabrück auf Stabilität bedacht war. Dann war es Merveille Biankadi, der von Pepic mustergültig bedient wurde, mit seinem Flachschuss aber nicht ins Tor traf. Kurz darauf machte der 23-Jährige eigentlich erneut alles richtig, nachdem er allen Verteidigern enteilt war, seinen Lupfer aber knapp über den Querbalken setzte.

Bis zur Halbzeit spielte vor 12.600 Zuschauern weiterhin nur die Mannschaft in den blauen Trikots. Durch Cebio Soukou kam der FCH in der 40. Minute dann zum vermeintlichen 1:0, das vom Linienrichter aufgrund einer angeblichen Abseitsposition aber zurückgepfiffen wurde. Dann schickte Schiri Winkmann die Teams vorerst in die Kabinen.

In Durchgang zwei erwischte der Tabellenführer aus Osnabrück einen besseren Start und setzte sich durch einen Lattenschuss von Heider zum ersten Mal so richtig in Szene. Aber auch unsere Mannschaft konnte sich nach zehn Minuten berappeln und kam durch Soukou zu einer weiteren Großchance, die Keeper Körber erneut glänzend vereitelte. Der Führungstreffer wollte einfach nicht gelingen.

Was sich in der Folge auf dem Platz entwickelte, war schlichtweg dramatisch. Aufopferungsvoll lief der F.C. Hansa unermüdlich an und hatte durch Soukou und Rankovic weitere Hochkaräter. Doch was der Dotchev-Elf auf der einen Seite nicht gelang, bestrafte der VfL in der 64. Spielminute eiskalt. Dabei war es erneut Heider, der einen Abpraller trocken ins rechte Toreck schweißte und den Spielverlauf somit komplett auf den Kopf stellte.

Zehn Minuten später sollte dann aber doch Gerechtigkeit einkehren! Nach Foul vom Ex-Rostocker Blacha zirkelte Hilßner einen Freistoß aus über 35 Metern perfekt in die Schnittstelle am Fünfmeterraum, wo Oliver Hüsing sich langmachte und das Leder zum 1:1 über die Linie drückte. Der hochverdiente Ausgleich!

Vom Treffer beflügelt drückte der FCH nun auf das zweite Tor, sah sich aber immer wieder der gut gestaffelten Osnabrücker Defensive gegenüber. Die Minuten rannten unserer Mannschaft, die sich den Sieg durchaus verdient hätte, nur so davon. Auch nach vier Minuten Nachspielzeit konnte sich das Team aber kein zweites Mal belohnen und musste am Ende mit dem einen Punkt leben. Dennoch: Auf eine derartige Leistung lässt sich aufbauen!

F.C. Hansa Rostock – VfL Osnabrück 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Heider (64.), 1:1 Hüsing (74.)

F.C. Hansa Rostock: Gelios – Wannenwetsch, Hüsing, Rieble, Rankovic (89. Scherff) – Hilßner, Hildebrandt (81. Reinthaler), Pepic, Biankadi – Königs (63. Breier), Soukou

VfL Osnabrück: Körber – Renneke, Susac, Schiller, Engel – Farrona Pulido (80. Tigges), Blacha, Danneberg (84. Ouahim), Taffertshofer, Heider – Pfeiffer (58. Àlvarez)

VfL Osnabrück vom Kellerkind zum Spitzenreiter

Sechs Spiele in Folge war unser F.C. Hansa vor dem Auswärtsspiel in Lotte ungeschlagen, hätte mit einem Sieg bis auf Tabellenplatz zwei vorrücken können. Doch es kam anders: die Serie riss und die Konkurrenz zog zumindest ein paar Punkte davon. Im ersten Drittliga-Montagsspiel unserer Vereinsgeschichte kommt mit dem VfL Osnabrück nun das Team der Stunde an die Ostseeküste, gegen das die Kogge unbedingt wieder etwas Zählbares ergattern will.

Eine durchaus schwierige Mission, sind die Lila-Weißen in der aktuellen Spielzeit doch das Maß aller Dinge und führen die Tabelle mit 33 Punkten und einem Torverhältnis von 24:11 souverän an. Seit mittlerweile neun Spielen hat das Team von Trainer Daniel Thioune in der Liga nicht mehr verloren, zuletzt gab es vor heimischem Publikum einen 3:1-Sieg gegen Energie Cottbus.

"Brückenmomente" nennen die Osnabrücker diese Erfolge in Anspielung auf ihre Bremer Brücke, die Heimspielstätte der Niedersachsen. Der wohl prägendste dieser Momente ereignete sich im Spiel gegen den KFC Uerdingen, als Marcos Àlvarez quasi mit dem Abpfiff den Siegtreffer erzielte und das gesamte Stadion komplett ausflippen ließ. Diese Qualität, bis zur allerletzten Sekunde auf die entscheidende Chance zu lauern, sicherte dem VfL schon einige extrem wichtige Punkte und macht das Team für gegnerische Mannschaften nahezu unberechenbar.

Dass die Lila-Weißen nun schon seit dem neunten Spieltag von der Spitze grüßen, hätte vor der Saison wohl kaum einer erwartet. Zu groß war der Kaderumbruch während der Sommerpause, zu enttäuschend die abgelaufene Drittliga-Spielzeit, in der man als 17. noch gerade so dem Abstieg entging. Daniel Thioune, seit knapp einem Jahr Trainer der Osnabrücker, hat aus seinen Spielern dennoch eine starke Einheit geformt, die unserer Kogge auch im zwanzigsten Aufeinandertreffen eine Niederlage zufügen will.

Siebenmal gelang den Niedersachsen das bereits, Hansa hingegen ging nur in vier Fällen als Sieger vom Feld. Dafür entschied unsere Mannschaft das bislang letzte Duell im Ostseestadion für sich. Beim 2:0-Sieg aus dem vergangenen Oktober trafen Hüsing und Hilßner ins Tor des VfL – beide sind noch immer an Bord und wollen den Anschluss an die Spitzengruppe unbedingt wiederherstellen. Mit einem Dreier vor heimischem Publikum.

  • PK nach dem 17. Spieltag
  • Interview gegen Montagsspiele
  • sunmakersunmaker