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17. Spieltag2019/20

F.C. Hansa Rostock
1:0
Würzburger Kickers
Datum
Spielgegner
Ergebnis
29.11.2019
FC Bayern München II - FC Carl Zeiss Jena
2:3 (1:2)
30.11.2019
Chemnitzer FC - KFC Uerdingen 05
1:1 (0:0)
30.11.2019
Preußen Münster - SV Waldhof Mannheim
1:3 (1:0)
30.11.2019
Hallescher FC - MSV Duisburg
1:0 (0:0)
30.11.2019
Viktoria Köln - 1. FC Kaiserslautern
2:4 (0:2)
30.11.2019
F.C. Hansa Rostock - Würzburger Kickers
1:0 (1:0)
30.11.2019
Sonnenhof Großaspach - 1. FC Magdeburg
1:2 (0:1)
01.12.2019
FC Ingolstadt 04 - SV Meppen
1:1 (1:0)
01.12.2019
SpVgg Unterhaching - TSV 1860 München
2:3 (1:1)
02.12.2019
Eintracht Braunschweig - FSV Zwickau
3:1 (2:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
18
12
1
5
38:24
+14
37
2
FC Ingolstadt 04
18
9
6
3
35:20
+15
33
3
Eintracht Braunschweig
18
9
5
4
29:21
+8
32
4
Hallescher FC
18
9
4
5
32:16
+16
31
5
SpVgg Unterhaching
18
8
7
3
28:21
+7
31
6
SV Meppen
18
7
6
5
36:26
+10
27
7
SV Waldhof Mannheim
18
6
9
3
28:22
+6
27
8
1. FC Magdeburg
18
6
8
4
25:17
+8
26
9
KFC Uerdingen 05
18
7
5
6
22:25
-3
26
10
TSV 1860 München
18
7
4
7
26:27
-1
25
11
1. FC Kaiserslautern
18
7
4
7
32:34
-2
25
12
Hansa Rostock
18
7
4
7
21:25
-4
25
13
FSV Zwickau
18
6
5
7
29:27
+2
23
14
Würzburger Kickers
18
7
2
9
27:37
-10
23
15
FC Bayern München II
18
6
4
8
33:38
-5
22
16
Viktoria Köln
18
5
6
7
32:36
-4
21
17
Chemnitzer FC
18
3
8
7
26:31
-5
17
18
Sonnenhof Großaspach
18
4
4
10
19:37
-18
16
19
Preußen Münster
18
2
7
9
27:39
-12
13
20
Carl Zeiss Jena
18
2
3
13
17:39
-22
9

Gelungenes Scherff-Comeback: Eigentor sichert 1:0-Heimsieg

Die Negativserie ist gestoppt, der F.C. Hansa Rostock gewinnt vor 11.020 Zuschauern im Ostseestadion verdient mit 1:0 (1:0) gegen die Würzburger Kickers. Den Treffer des Tages erzwingt Omladic mit einem Freistoß auf den Fuß von Gäste-Stürmer Pfeiffer, der unglücklich ins eigene Netz trifft. Mehrfach verpasst die Kogge in der Folge die Entscheidung, was sich am Ende glücklicherweise nicht rächte.

Nach dem enttäuschenden Auftritt in Kaiserslautern und der damit verbundenen dritten Niederlage in Serie sollte und musste sich dringend etwas ändern. Das sah auch Chef-Trainer Jens Härtel so, der seine Startformation auf insgesamt sechs Positionen umbaute. Neben Ahlschwede, Breier und Vollmann rückten mit Öztürk und Rieble zwei Akteure in die erste Elf, die zuletzt eher außen vor waren. Komplettiert wurde das Quintett durch Lukas Scherff. Für das Eigengewächs war es der erste Ligaeinsatz seit seinem Mitte April erlittenen Kreuzbandriss.

Vom Anpfiff weg suchte die Kogge sofort den direkten weg nach vorn, der erste gefährliche Abschluss allerdings gelang dem Gast aus Würzburg – Kolke musste beim Freistoß von Vrenezi zum Flug ansetzen (4.). In der Folge bestimmte vornehmlich unser Team das Spielgeschehen und erarbeitete sich mehrere gefährliche Möglichkeiten. In Minute zwölf war es zunächst Pepic, der aus aussichtsreicher Position zu zentral abschloss, kurz darauf fehlte Scherff sowie Neidhart das nötige Zielwasser (16./19.). Auf der gegenüberliegenden Seite sorgte Rieble mit einem abgefälschten Ball für einen kleinen Schockmoment, Kolke stand jedoch goldrichtig und entschärfte die Situation (23.). Gegen Mitte der ersten Hälfte wurde Würzburg dann merklich stärker, Hansa gehörte aber der nächste vielversprechende Abschluss: Omladic hatte nach einem Solo von der Strafraumkante abgeschlossen, fand aber im 19-jährigen Gäste-Schlussmann seinen Meister (28.). Neun Minuten vor der Pause dann die bis dahin größte Chance des Spiels: Aus über 20 Metern Torentfernung zog Würzburgs Rhein platziert ab – und donnerte das Leder an den Querbalken. Da es in der Folge kaum noch Bewegung gab, schien es, als hätten sich alle Beteiligten zur Pause mit einem torlosen Unentschieden abgefunden. Doch falsch gedacht: In der letzten regulären Spielminute fand Omladic mit einem Freistoß von rechts zwar kein eigenes, dafür hingegen das Bein von Pfeiffer, der per Eigentor zum viel umjubelten 1:0 für die Kogge traf (45.).

Nach Wiederanpfiff überschlugen sich die Ereignisse zunächst: Erst hatte Pepic Torhüter Müller bereits umkurvt, konnte das Leder aus spitzem Winkel aber nicht über die Linie bringen (47.). Im Gegenzug sicherte Kolke die Führung per Monster-Reflex (48.). Daraus wiederum resultierte ein weiterer gefährlicher Angriff, an dessen Ende Pepic allein vor Müller auftauchte – und erneut scheiterte (49.). Trotz der ausgelassenen Möglichkeiten ließ Hansa in dieser Phase nicht locker und drängte weiter auf Treffer Nummer zwei. Vollmann war in Spielminute 58 der Nächste, der aus vielversprechender Position zum Abschluss kam, doch sein Lupfer trudelte knapp am Pfosten vorbei. Fünf Zeigerumdrehungen später hatte das Ostseestadion dann bereits zum Torschrei angesetzt, denn nach tollem Zuspiel von Vollmann hätte Pepic das Leder aus kürzester Distanz eigentlich nur noch über die Linie schieben müssen. Leider blieb der Sechser auch in dieser Situation glücklos (63.). Im Anschluss schaltete der FCH einen Gang runter und war in Erwartung einer gegnerischen Schlussoffensive auf kontrollierte Defensivarbeit bedacht. Kurz vor Schluss hätten die beiden Eingewechselten Verhoek und Opoku jeweils alles klarmachen müssen, doch auch sie scheiterten am überragenden Müller im Tor der Kickers. Auf das positive Schlussresultat hatten die ausgelassenen Hochkaräter keinen Einfluss – den verdienten Sieg ließ sich unser Team nicht mehr nehmen.

F.C. Hansa Rostock – Würzburger Kickers 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Pfeiffer (45., ET)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Ahlschwede, Sonnenberg, Rieble, Neidhart – Öztürk, Pepic – Omladic, Vollmann (69. Opoku), Scherff (80. Butzen) – Breier (83. Verhoek)

Würzburger Kickers: Müller – Hemmerich (83. Schweers), Hägele, Schuppan, Kwadwo (76. Ronstadt) – Kaufmann, Rhein, Vrenezi, Gnaase, Widemann (76. Sontheimer) – Pfeiffer

Fehlende Konstanz und Erfahrung – aber viel Potential

Im vorletzten Heimspiel des Kalenderjahres 2019 empfängt unsere Kogge am Sonnabend (14 Uhr) die Würzburger Kickers – eine Paarung, die es bei genauerer Betrachtung in der Historie beider Vereine erst sechsmal gegeben hat. Das dies so ist, lässt sich recht einfach erklären: Der 1907 gegründete Fußball-Club Würzburger Kickers war jahrzehntelang fester Bestandteil des Amateurfußballs. Nach unzähligen Spielzeiten in der Oberliga und der Bayernliga stellte sich der Erfolg aber nach und nach ein: 2012 gelang zunächst der Aufstieg in die Regionalliga, 2015 spielte der Verein unter dem späteren Bundesliga-Trainer Bernd Hollerbach erstmals drittklassig und schaffte sogar den Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Doch es sollte nur ein kurzes Intermezzo in der zweithöchsten Spielklasse werden – nach einer Spielzeit ging es zurück in die 3. Liga.

Seitdem betreut Michael Schiele die Würzburger Kickers – und führte sie zweimal auf den fünften Tabellenplatz. Ein durchaus achtbares Resultat, war der FWK damit doch das beste bayrische Team der Liga und schnupperte zeitweise sogar an den Aufstiegsplätzen. Doch in dieser Spielzeit ist eine solche Platzierung weit entfernt: Nach 16 Spieltagen belegen die Kickers mit 20 Punkten den 15. Platz und schwanken seit Saisonbeginn zwischen Abstiegsplatz und Mittelfeld der Tabelle.

Eine Entwicklung, die die Verantwortlichen im Sommer befürchtet hatten: Nach einem großen Kaderumbruch mit 18 Zugängen und 16 Abgängen – darunter Leistungsträger wie Janik Bachmann und Orhan Ademi – standen die Franken vor einer ungewissen Saison. Sie stellen nun mit einem Altersdurchschnitt von 23,4 Jahren den zweitjüngsten Kader der Liga und offenbarten schon zu Beginn große Defizite in der Defensive. Gegen Unterhaching und Braunschweig fing sich die Schiele-Elf jeweils fünf Gegentreffer – zum jetzigen Zeitpunkt sind 35 Gegentore gleichbedeutend mit der schlechtesten Abwehrreihe der Liga. Doch das Potential des jungen Teams blitzt ab und an auf - wie zum Beispiel im DFB-Pokal, als die Franken erst im Elfmeterschießen an Hoffenheim scheiterten. Die fehlende Konstanz und Erfahrung könnten ihnen jedoch eine schwere Saison bereiten.

  • PK vor dem 17. Spieltag
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