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19. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
3:1
Chemnitzer FC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
10.12.2017
F.C. Hansa Rostock - Chemnitzer FC
3:1 (2:0)
09.12.2017
VfL Osnabrück - SpVgg Unterhaching
2:0 (1:0)
09.12.2017
Carl Zeiss Jena - Karlsruher SC
0:0 (0:0)
09.12.2017
VfR Aalen - SV Wehen Wiesbaden
1:0 (0:0)
09.12.2017
SC Paderborn - Fortuna Köln
3:1 (2:1)
10.12.2017
FSV Zwickau - Hallescher FC
1:1 (1:0)
08.12.2017
1. FC Magdeburg - Sportfreunde Lotte
2:0 (2:0)
09.12.2017
Preußen Münster - Sonnenhof Großaspach
1:4 (0:2)
08.12.2017
Würzburger Kickers - Rot-Weiß Erfurt
4:1 (2:0)
09.12.2017
SV Meppen - Werder Bremen II
2:2 (1:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Magdeburg
38
27
4
7
70:32
+38
85
2
SC Paderborn 07
38
25
8
5
90:33
+57
83
3
Karlsruher SC
38
19
12
7
49:29
+20
69
4
SV Wehen Wiesbaden
38
21
5
12
76:39
+37
68
5
Würzburger Kickers
38
17
10
11
53:46
+7
61
6
Hansa Rostock
38
16
12
10
48:34
+14
60
7
SV Meppen
38
15
13
10
50:47
+3
58
8
Fortuna Köln
38
15
9
14
53:48
+5
54
9
SpVgg Unterhaching
38
16
6
16
54:55
-1
54
10
Preußen Münster
38
14
10
14
50:49
+1
52
11
Carl Zeiss Jena
38
14
10
14
49:59
-10
52
12
VfR Aalen
38
13
11
14
48:57
-9
50
13
Hallescher FC
38
13
10
15
52:54
-2
49
14
Sonnenhof Großaspach
38
12
11
15
55:60
-5
47
15
FSV Zwickau
38
10
11
17
38:55
-17
41
16
Sportfreunde Lotte
38
11
7
20
43:60
-17
40
17
VfL Osnabrück
38
8
13
17
47:67
-20
37
18
SV Werder Bremen II
38
6
13
19
39:62
-23
31
19
Chemnitzer FC
38
8
7
23
48:74
-26
31
20
Rot-Weiß Erfurt
38
5
8
25
26:78
-52
23

Hansas Erfolgsserie hält auch gegen Chemnitz an – 3:1-Heimsieg vor 13.000 Zuschauern

Zwei Spiele bis Weihnachten und die Chance, auf eine gelungene Hinrunde. Unter diesen Vorzeichen ging der F.C. Hansa in den 19. Spieltag. Zugleich hatte das Team der Kogge durch die Ergebnisse der Sonnabend-Spiele die Möglichkeit, auf Rang vier zu springen und den Abstand nach oben zu verkürzen.

Doch darauf konzentrierte sich die Dotchev-Truppe zunächst nicht, denn nur der Gegner stand im Vordergrund. Der Chemnitzer FC war im Ostseestadion zu Gast und kam angeschlagen und deshalb durchaus gefährlich an die Ostsee. Die Truppe von Horst Steffen verlor zuletzt viermal am Stück, rutschte dadurch auf Rang 19 ab und musste unbedingt etwas aus Rostock mitnehmen.

Da musste Hansa dagegenhalten, um die eigenen Ziele zu erreichen. Nach dem 2:0-Erfolg beim Halleschen FC hatte Pavel Dotchev wenig Grund, die Startformation zu ändern. Eine Veränderung gab es jedoch, denn Kapitän Amaury Bischoff drängte in die erste Elf und ersetze Selcuk Alibaz. Weitere Veränderungen an Bord der Kogge gab es nicht. Somit feierte Lukas Scherff sein Startelf-Debüt im Ostseestadion und durfte nach starken Leistungen gegen Köln und Halle erneut von Beginn an ran.

Ähnlich wie in den zurückliegenden Heimspielen wollte der FCH das Heft des Handelns von Beginn an in die Hand nehmen und den CFC früh unter Druck setzen - aber auch die Chemnitzer begannen mutig und begegneten der Kogge mit einem kompakten Mittelfeld, das auf Rostocker Fehler wartete. Die erste Annäherung auf den Hansa-Kasten gab es nach drei Minuten, aber der FCH zeigte schon von Beginn an viel Leidenschaft und bereinigte die Situation. Quasi im Gegenzug kam die Dotchev-Elf dann besser auf und mit Holthaus und Benyamina gefährlich vor das Tor, aber Maurice Trapp war mit einer Grätsche zur Stelle und konnte gerade noch klären.

Der Tabellenneunzehnte aus Chemnitz stellte sich hier keineswegs hinten rein. Die Sachsen nutzten ihre Spielanteile, um Hansa defensiv zu beschäftigen, allerdings ohne Kai Eisele im Rostocker Gehäuse in Bedrängnis zu bringen. Der FCH versuchte es nach 12 Minuten wieder mit Benyamina, der durch Hilßner in Szene gesetzt wurde, aber dessen Hereingabe kein Abnehmer im Zentrum fand.

Es entwickelte sich das erwartet schwere Spiel für den F.C. Hansa. Chemnitz warf alles in die Waagschale und verlangte der Kogge alles ab. In der 17. Spielminute erarbeiteten sich die Hausherren aber die erste Großchance der Partie. Lukas Scherff sorgte mit einem tollen Einsatz für die etwas glückliche Vorlage für Marcel Hilßner, der direkt abschloss, aber am Querbalken scheiterte.

Kurz danach verflachte die Partie etwas und viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen bestimmten das Geschehen im Ostseestadion. Da kam eine Standardsituation gerade recht für den F.C. Hansa. Amaury Bischoff brachte den Ball scharf auf den Fünf-Meter-Punkt, wo Oliver Hüsing plötzlich völlig frei auftauchte – diese Chance ließ sich die Rostocker Nummer fünf nicht nehmen – 1:0 für die Kogge.

Nun war Chemnitz um eine schnelle Antwort bemüht und hatte ebenfalls einen ruhenden Ball vor der Brust – kein Problem für Kai Eisele, der den Ball unter sich begrub. Nach knapp 30 Minuten nahmen beide Trainer eine Korrektur in der Startelf vor: Steffen brachte mit Slavov einen zweiten Stürmer für Trinks – Dotchev tauschte auf der Rechtsverteidger-Position und wechselte Vladimir Rankovic ein.

Dann kam auch der CFC zur ersten guten Gelegenheit. Oliver Hüsing verschätzte sich nach einem hohen Ball – Daniel Frahn wollte dies ausnutzen und probierte es mit einem Heber, der jedoch über den Kasten ging. Hansa ging es nun zunächst etwas ruhiger an, stabilisierte die Defensive und versuchte dann schnell umzuschalten – und wie. Wieder ging es bei Hansa über Wannenwetsch und Benyamina, die einen Konter perfekt abschlossen. Benyamina ließ CFC-Keeper Kunz letztlich keine Chance und versenkte den Ball zum 2:0. Der vierte Treffer in Serie für den Rostocker Angreifer.

Und Hansa wollte nachlegen. Wieder ging es über das Duo Wannenwetsch und Benyamia. Der Torschütze zum 2:0 hatte schon den erneuten Jubelschrei auf den Lippen, aber Kevin Kunz hatte etwas dagegen und verhinderte den dritten Rostocker Streich. Es blieb beim 2:0-Pausenstand. Bei leichtem Schneefall ging es zur Halbzeitansprache.

Ohne Wechsel starteten die Teams in den zweiten Durchgang - aber mit dem ersten Aufreger nach wenigen Minuten. Chemnitz kam mutig aus der Kabine und direkt zum Erfolg. Der eingewechselte Slavov nutzte die Chance im Hansa-Strafraum und stellte schon früh im zweiten Abschnitt den Anschluss her. Hansa kam nur schwer in die zweiten 45 Minuten und musste die nächste Gelegenheit durch Slavov hinnehmen.

In der 48. Minuten meldete sich dann auch der FCH mal wieder zu Wort. Hilßner spielte Rankovic frei, dessen Abschluss jedoch über das Tor ging. Doch Chemnitz investierte nun sehr viel und drängte Hansa weit in die eigene Hälfte. Die Rostocker Abwehr war nun gefragt.

Die Kogge musste über den Kampf zurück in die Partie finden. Denn Chemnitz gehörte nun mehr vom Spiel und verlangte der Kogge alles ab. Nach 60 Minuten hatte Hansa dann Glück, denn der Ball schlug zum zweiten Mal im Rostocker Tor ein, aber aus einer Abseitsposition heraus, sodass es weiter bei der knappen Führung für den FCH blieb. Und die Dotchev-Elf musste weiter aufpassen. Denn der CFC kam schon wieder und verpasste durch Hansch den Ausgleich.

Dotchev reagierte von außen und brachte mit Willi Evseev für Amaury Bischoff einen frischen Mann. Auch die 13.000 Zuschauer merkten, dass ihr Team Unterstützung braucht und feuerten die Mannschaft bei eisigen Temperaturen weiter an. Und das zeigte Wirkung. Plötzlich war Hansa wieder da und kam mit einer starken Aktion von Hilßner zum 3:1. Rostocks Rechtaußen scheiterte nach einer klasse Dribbling aus der Distanz, aber Lukas Scherff machte die Situation wieder scharf – Willi Evseev war es letztlich, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

Das wichtige 3:1 in der Druckphase des CFC. Nun durfte doch eigentlich nichts mehr schief gehen. Die Sachsen gaben sich zwar immer noch nicht geschlagen, aber der FCH war jetzt wieder besser im Spiel und hielt die Chemnitzer vom eigenen Tor fern – und arbeitete sogar am 4:1. Soufian Benyamina setzte sich gleich mehrfach im CFC-Strafraum durch und wurde von Mbende zu Fall gebracht. Für Schiedsrichter Bokop aber zu wenig für eine Strafstoß. Auch Marcel Hilßner wollte sich in die Torschützenliste eintragen und hatte den nächsten Treffer auf dem Fuß. Kunz verhinderte allerdings die Entscheidung.

Noch zehn Minuten zu spielen im Ostseestadion und der vierte Sieg in Folge war zum Greifen nah. Doch mit dem 3:1 gab sich die Kogge noch nicht zufrieden. Immer wieder probierte das Team schnell umzuschalten und vor das Tor zu kommen. Chemnitz kam aber auch nochmal. Mlynikowski zwang Eisele zu einer tollen Parade.

Doch vor den Toren passierte nichts mehr, sodass es beim 3:1-Heimsieg der Kogge blieb. Hansa springt dadurch auf Rang vier der Tabelle und liegt nur noch zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Nächste Woche schließt der FCH dann das Spieljahr gegen die Sportfreunde Lotte ab.

F.C. Hansa Rostock – Chemnitzer FC 3:1 (2:0)

Torfolge: 1:0 Hüsing (24.), 2:0 Benyamina (39.), 2:1 Slavov (47.), 3:1 Evssev (68.)

F.C. Hansa Rostock: Eisele – Nadeau (30. Rankovic), Hüsing, Riedel, Holthaus – Hilßner (84. Qurirng), Bischoff (63. Evseev), Henning, Wannenwetsch, Scherff – Benyamina

Chemnitzer FC: Kunz – Leutenecker, Mbende, Trapp, Koch – Hansch, Grote, Reinhardt (81. Mlynikowski), Trinks (28. Slavov), Baumgart – Frahn (86. Breitfelder)

CFC zuletzt viermal ohne Punktgewinn

Beim Chemnitzer FC dürfte die vorweihnachtliche Stimmung etwas getrübt sein, denn nach vier Niederlagen in Serie steht der CFC wieder auf einem Abstiegsplatz der 3. Liga.

Nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen den FSV Zwickau (1:0) lief zweitweise nicht mehr viel zusammen bei den Sachsen. Acht Spiele ohne Sieg brachten die "Himmelblauen" zum ersten Mal in die Abstiegszone. Aus dieser befreite sich das Team von Trainer Horst Steffen jedoch mit einem kleinen Aufwärtstrend (3:0 vs. Halle, 1:1 vs. Bremen II, 3:1 vs. Lotte). Doch entgegen der Hoffnungen der CFC-Anhänger rutschte das Team in die nächste Ergebniskrise. Seitdem gab es nur noch einen Dreier für die Chemnitzer - Platz 18.

Um nicht auf diesem zu überwintern, braucht die Steffen-Truppe schnellstmöglich etwas Zählbares. Im 74. Duell mit dem F.C. Hansa soll nun die Wende her. Denn schon im Vorjahr gelang es dem CFC, drei Punkte aus Rostock zu entführen. Auf die Torschützen des 3:1-Erfolgs werden die Chemnitzer aber ungern schauen. Denn nicht nur Jamil Dem (Meniskusverletzung) wird schmerzlich im Defensivverbund vermisst -  der langjährige Kapitän und Torjäger Anton Fink kehrte den "Himmelblauen" vor der Saison den Rücken zu und ging nach fünf Jahren CFC zum Karlsruher SC zurück.

Somit blieb nur noch ein Top-Angreifer der Chemnitzer zurück. Daniel Frahn ist mit zehn Saisontoren der unangefochtene Torjäger im Team und müsste mit seinen Toren eigentlich dafür sorgen, dass Chemitz in diesen Tabellenregionen gar nichts zu suchen hat, denn mit 23 Toren erzielten die Sachsen nur zwei Treffer weniger als der FCH. Allerdings kassierte die Kogge auch nur 15 Gegentreffer - das Steffen-Team hingegen 31 und hat damit die schlechteste Abwehr der 3. Liga.

Hinzu kommt, dass Kapitän und Innenverteidiger Marc Endres die vergangenen zwei Spiele verletzungsbedingt passen musste. Somit könnte auch in Rostock die Erfahrung im Abwehrzentrum fehlen. Emmanuel Mbende und Maurice Trapp kommen zusammen auf 41 Drittliga-Spiele - Marc Endres hingegen auf 101.

Aber auch etwas weiter vorne setzt der CFC mehr und mehr auf die eigene Jugend. Mit Tom Baumgart und Florian Hansch etablierte Steffen zwei Jungs aus dem Nachwuchs im  CFC-Aufgebot. Der 22-jährige Hansch reifte sogar zur Stammkraft und ist mit sieben Torvorlagen der beste Vorbereiter der Sachsen.

Hansch und Baumgart sind nur zwei Beispiele für die gute Nachwuchsarbeit der Chemnitzer. Die U19  der "Himmelblauen" schaffte im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Bundesliga - die U17 arbeitet in dieser Saison daran. Unter dem Strich könnte die Zukunft der Sachsen also im eigenen Nachwuchs liegen.

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