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2. Spieltag2018/19

F.C. Hansa Rostock
2:0
Eintracht Braunschweig
Datum
Spielgegner
Ergebnis
03.08.2018
F.C. Hansa Rostock - Eintracht Braunschweig
2:0 (2:0)
04.08.2018
Hallescher FC - Fortuna Köln
1:2 (0:1)
04.08.2018
Preußen Münster - Carl Zeiss Jena
1:2 (0:2)
04.08.2018
Sonnenhof Großaspach - 1. FC Kaiserslautern
1:1 (1:1)
04.08.2018
TSV 1860 München - Sportfreunde Lotte
5:1 (2:0)
04.08.2018
Würzburger Kickers - KFC Uerdingen 05
0:2 (0:0)
04.08.2018
SpVgg Unterhaching - VfR Aalen
0:0 (0:0)
04.08.2018
Karlsruher SC - FSV Zwickau
1:1 (0:0)
05.08.2018
SV Wehen Wiesbaden - Energie Cottbus
0:2 (0:1)
05.08.2018
SV Meppen - VfL Osnabrück
0:2 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
KFC Uerdingen 05
8
5
1
2
10:8
+2
16
2
SpVgg Unterhaching
8
4
3
1
15:9
+6
15
3
Würzburger Kickers
8
4
1
3
15:10
+5
13
4
Karlsruher SC
8
3
4
1
8:6
+2
13
5
VfL Osnabrück
7
3
3
1
10:5
+5
12
6
Preußen Münster
8
4
0
4
12:12
0
12
7
TSV 1860 München
8
3
2
3
16:10
+6
11
8
Fortuna Köln
8
3
2
3
11:11
0
11
9
Hansa Rostock
8
3
2
3
11:14
-3
11
10
Carl Zeiss Jena
8
3
2
3
11:15
-4
11
11
Hallescher FC
7
3
1
3
9:7
+2
10
12
SV Wehen Wiesbaden
8
3
1
4
14:15
-1
10
13
FSV Zwickau
7
2
3
2
8:7
+1
9
14
Sonnenhof Großaspach
8
1
6
1
6:5
+1
9
15
Energie Cottbus
8
2
3
3
9:11
-2
9
16
VfR Aalen
7
2
2
3
10:11
-1
8
17
1. FC Kaiserslautern
8
1
5
2
10:12
-2
8
18
Sportfreunde Lotte
8
2
2
4
7:12
-5
8
19
Eintracht Braunschweig
8
1
4
3
8:13
-5
7
20
SV Meppen
8
1
3
4
8:15
-7
6

Hansa besiegt Braunschweig hochverdient mit 2:0

Freitagabend in Rostock – Heimspiel-Auftakt für den F.C. Hansa Rostock. Nach der bitteren Niederlage in Cottbus vom vergangenen Wochenende hatte die Kogge mit Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig den nächsten dicken Brocken vor der Brust.

Die Braunschweiger trennten sich im Vorfeld der Saison nach über 10 Jahren von Chef-Trainer und Club-Legende Thorsten Lieberknecht, der die Eintracht von der dritten bis in die erste Bundesliga führte – den gleichen Weg aber auch zurück miterlebte. Auf Grund des Abstiegs fand im Kader der Niedersachsen ein großer Umbruch mit vielen Abgängen langjähriger Leistungsträger statt, den Neu-Trainer Henrik Pedersen vor der Saison kompensieren musste.

Hansa-Coach Pavel Dotchev wechselte zu Beginn im Vergleich zur Auftaktpleite in Cottbus zweimal – Nico Rieble ersetzte Mirnes Pepic und der Rostocker Jung‘ und Rückkehrer Kai Bülow rückte für Innenverteidiger Joshua Nadeau in die Startelf. Erneut entschied sich Dotchev für ein variables 4-3-3-System, wobei Bülow nicht in der Innenverteidigung, sondern im defensiven Mittelfeld agierte.

Und es sollte heiß werden im Ostseestadion – auf dem Platz wie auch auf den Rängen. Knapp 17.400 Zuschauer, davon gut 1.000 Gäste, hatten den Weg in unser Wohnzimmer gefunden und feuerten die Kogge von Beginn an lautstark an. Die Südtribüne zeigte unter dem Motto: „Damals wie heute – 7 ehrbare Leute“ eine tolle Choreographie und leitete das Spiel atemberaubend ein.

Nachdem von beiden Teams zunächst wenig Gefahr ausging, hatte Hansa nach einer Viertelstunde genug vom anfänglichen Geplänkel. Biankadi eroberte sich den Ball nach einem Braunschweiger Vorstoß, schaltete blitzschnell um und passte auf die völlig verwaiste linke Seite. Dort lief Soukou ein, legte den Ball bärenstark an einem gegnerischen Verteidiger vorbei und überlupfte zur Krönung noch Torhüter Marcel Engelhardt zur 1:0-Führung in der 14. Spielminute! Was für ein tolles Tor und was für eine starke Co-Produktion der beiden Neuzugänge!

Keine fünf Minuten danach ging die Party im Ostseestadion weiter: Wieder zündete Biankadi den Turbo, marschierte ohne angegriffen zu werden über das halbe Spielfeld und legte auf die rechte Seite zu Vladimir Rankovic. Dieser ging ein paar Meter, hob den Kopf und flankte butterweich auf den eingelaufenen Cebio Soukou, der den Ball nicht mit dem Kopf, sondern in einer unnachahmlichen Art mit der Brust über die Torlinie beförderte.

Nach weiteren guten Chancen fand gegen Ende der ersten Halbzeit auch die Eintracht etwas besser in die Partie und kam zu einigen Möglichkeiten, die letztlich aber nicht zwingend genug waren. Es blieb also vorerst beim Stand von 2:0 für den FCH, mit dem es in die Kabinen ging.

Auch nach Wiederanpfiff hatte Hansa noch lange nicht genug: In der 49. Minute schickte Königs Soukou auf die Reise, der allein vor Marcel Engelhardt stand, den Ball aber etwas unglücklich am rechten Torpfosten vorbeilupfte. Hansa dominerte Braunschweig gegen Mitte der zweiten Halbzeit nach Belieben und spielte sich die Auftaktniederlage aus den Köpfen. Biankadi und Königs wurden nacheinander per Steilpass im Strafraum perfekt freigespielt, setzten ihre Schüsse aber knapp am Gäste-Tor vorbei.

Und der Kogge gelang in dieser Phase des Spiels fast alles: Biankadi legte nur eine Minute später mittig im Strafraum stehend zu Kai Bülow zurück, der sich ein Herz fasste und aus 16 Metern nur knapp über das Tor zielte. Auch Breier und Soukou kamen noch zu hochkarätigen Chancen, scheiterten aber beide am bärenstarken Gäste-Keeper Engelhardt.

In den letzten zehn Minuten beruhigte sich das Spiel dann zunehmend, da Hansa es offensiv zwar etwas ruhiger angehen ließ, defensiv aber nach wie vor keinen einzigen Fehler verursachte. Nach satten vier Minuten Nachspielzeit hatte Schiri Dr. Robert Kampka dann genug gesehen und beendete die Partie.

Hansa zeigte über 90 Minuten eine nahezu tadellose Leistung und besiegt Braunschweig dank eines frühen Doppelschlags verdient mit 2:0. Gegen den SV Wehen Wiesbaden geht es im nächsten Heimspiel am Mittwoch im Zuge der ersten englischen Woche der neuen Saison dann direkt weiter. Mit einer ähnlich tollen Leistung stehen dem FCH dort alle Türen offen.

F.C. Hansa Rostock – Eintracht Braunschweig 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Soukou (14.), 2:0 Soukou (20.)

F.C. Hansa Rostock: Gelios – Rankovic, Riedel, Rieble, Scherff – Wannenwetsch, Biankadi (89. Bischoff), Bülow (78. Hildebrandt) – Breier, Königs (82. Pepic), Soukou

Eintracht Braunschweig: Engelhardt – Becker, Burmeister, Tingager (85. Otto), Kijewski (56. Canbaz) – Thorsen (63. Fejzullahu), Fürstner, Franjic – Bulut, Hofmann, Amundsen

Eintracht Braunschweig mit Neustart nach Zweitliga-Abstieg

Nach der bitteren Auftaktpleite beim FC Energie Cottbus steht für unsere Kogge am Freitag (19 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig direkt der nächste Gradmesser der neuen Saison an. Im ersten Saisonspiel vor heimischem Publikum gilt es für Hansa, den Kopf nach der 3:0-Niederlage schnell frei zu bekommen und unter Flutlicht den ersten „Dreier“ der Saison einzufahren.

Doch ein Sieg gegen die Eintracht wird mit einem ganzen Stück Arbeit verbunden sein – zeigten die Braunschweiger doch im ersten Saisonspiel gegen den Karlsruher SC trotz eines 1:1-Unentschiedens eine sehr ansprechende Leistung. Angepeitscht von knapp 20.000 Zuschauern waren die Löwen mit ihrer fast gänzlich neuformierten Mannschaft über das gesamte Spiel hinweg das bessere und aktivere Team, konnten den Führungstreffer des KSC gegen Mitte der zweiten Halbzeit ausgleichen und vergaben in der Folge sogar mehrere Chancen zum Sieg. Dass die neu zusammengewürfelte Mannschaft trotz der Punkteteilung von ihren Fans noch nach Abpfiff ausgiebig gefeiert wurde, hat Symbolcharakter: Mit Onur Bulut und Niko Kijewski fanden sich lediglich zwei Stammkräfte aus der vergangenen Saison in der Startelf wieder, alle anderen schlossen sich dem BTSV erst während der Sommerpause an, oder spielten in der abgelaufenen Zweitliga-Saison keine Rolle.

Insgesamt musste die Eintracht 18 Spieler – davon namhafte und langjährige Stammspieler wie Ken Reichel, Domi Kumbela oder Joseph Baffo – ziehen lassen, die durch 19 Neuzugänge ersetzt wurden. Der Altersdurchschnitt dieser beträgt gerade einmal 21,3 Jahre, da fast ausschließlich Spieler aus der eigenen Jugend zu Profis gemacht- oder junge Talente von anderen Vereinen verpflichtet wurden. Mit Henrik Pedersen haben die Braunschweiger zudem einen neuen Trainer an der Seitenlinie, der zuvor beim 1. FC Union Berlin als Co-Trainer unter Vertrag stand. Der 40-Jährige folgte auf Klub-Legende Thorsten Lieberknecht, der die Löwen von der dritten bis in die Bundesliga führte, den gleichen Weg aber anschließend auch umgekehrt miterlebte und vom Verein keinen neuen Kontrakt erhielt.

Aufgrund der großen Umstrukturierung des Kaders verlief die Vorbereitung beim Traditionsverein aus Niedersachen eher durchwachsen. Zwar schafften die Löwen einen 1:0-Sieg gegen Greuther Fürth, mussten sich gegen den SC Paderborn und Waldhof Mannheim allerdings auch deutlich geschlagen geben. Umso respektabler ist der gute Saisonstart gegen den Karlsruher SC, der eine starke letzte Saison spielte und von der Eintracht weitestgehend kalt gestellt wurde. Coach Pedersen zeigte sich nach dem Spiel angetan von der Leistung seines Teams: „Wir haben mit einer hohen Intensität auf dem Platz gestanden und das Spiel bis auf einige Phasen dominiert. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wenn ich sehe, wie sie in die 3. Liga reingekommen ist.“

Wenn sich Hansa und Braunschweig am Freitagabend in unserem Ostseestadion gegenüberstehen, ist es erst das elfte Aufeinandertreffen beider Vereine. Insgesamt liegt der BTSV in der Statistik knapp vorn – konnte bei drei Niederlagen und drei Unentschieden vier Partien für sich entscheiden. Die letzte Begegnung datiert vom 24. Zweitliga-Spieltag 2010/11. Damals verlor Hansa in einem umkämpften Auswärtsspiel mit 2:3 und wird nun alles daran setzen, die Statistik durch einen „Dreier“ wieder auszugleichen.

  • Pressekonferenz vor dem 2. Spieltag
  • Pressekonferenz nach dem 2. Spieltag
  • Interviews nach dem 2. Spieltag
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