Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

24. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
3:1
Würzburger Kickers
Datum
Spielgegner
Ergebnis
10.02.2018
F.C. Hansa Rostock - Würzburger Kickers
3:1 (2:0)
11.02.2018
SV Wehen Wiesbaden - Werder Bremen II
2.2 (0:1)
09.02.2018
SC Paderborn - Rot-Weiß Erfurt
0:1 (0:0)
10.02.2018
VfR Aalen - Sonnenhof Großaspach
4:1 (2:1)
10.02.2018
Carl Zeiss Jena - Sportfreunde Lotte
2:2 (2:2)
09.02.2018
VfL Osnabrück - Chemnitzer FC
6:1 (1:0)
11.02.2018
SpVgg Unterhaching - Hallescher FC
1:1 (0:1)
10.02.2018
Karlsruher SC - Fortuna Köln
1:0 (1:0)
10.02.2018
1. FC Magdeburg - Preußen Münster
3:1 (3:1)
10.02.2018
FSV Zwickau - SV Meppen
0:1 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
KFC Uerdingen 05
8
5
1
2
10:8
+2
16
2
SpVgg Unterhaching
8
4
3
1
15:9
+6
15
3
VfL Osnabrück
8
4
3
1
11:5
+6
15
4
Würzburger Kickers
8
4
1
3
15:10
+5
13
5
Hallescher FC
8
4
1
3
10:7
+3
13
6
Karlsruher SC
8
3
4
1
8:6
+2
13
7
Preußen Münster
8
4
0
4
12:12
0
12
8
TSV 1860 München
8
3
2
3
16:10
+6
11
9
Fortuna Köln
8
3
2
3
11:11
0
11
10
Hansa Rostock
8
3
2
3
11:14
-3
11
11
Carl Zeiss Jena
8
3
2
3
11:15
-4
11
12
SV Wehen Wiesbaden
8
3
1
4
14:15
-1
10
13
Sonnenhof Großaspach
8
1
6
1
6:5
+1
9
14
FSV Zwickau
8
2
3
3
8:8
0
9
15
Energie Cottbus
8
2
3
3
9:11
-2
9
16
1. FC Kaiserslautern
8
1
5
2
10:12
-2
8
17
VfR Aalen
8
2
2
4
10:12
-2
8
18
Sportfreunde Lotte
8
2
2
4
7:12
-5
8
19
Eintracht Braunschweig
8
1
4
3
8:13
-5
7
20
SV Meppen
8
1
3
4
8:15
-7
6

Hansas Serie hält – 3:1-Heimsieg gegen die Würzburger Kickers

Am 24. Spieltag trafen zwei echte Spitzenteams der 3. Liga im Ostseestadion aufeinander – auch wenn die Tabellenplatzierungen des F.C. Hansa (4.) und der Würzburger Kickers (8.) das noch nicht ganz widerspiegelten. Hansa gewann acht der zurückliegenden zehn Ligapartien – Würzburg sogar acht von neun. Daher konnten sich die 10.300 Zuschauer auf eine umkämpfte Partie einstellen.

Die Kogge wollte nach dem geglückten Jahresstart auch im zweiten Heimspiel 2018 erfolgreich aufspielen, musste sich aber nicht nur auf den schweren Gegner einstellen, sondern auch eine Personal-Baustelle bearbeiten. Kapitän Amaury Bischoff verletzte sich im Vorfeld der Partie (Muskelfaserriss) und musste gegen den FWK ersetzt werden. Stefan Wannenwetsch besetzte dafür das Mittelfeldzentrum mit Bryan Henning. Auf der Außenbahn kam Marcel Hilßner nach Gelbsperre wieder in die erste Elf und in vorderster Front setzte Hansa-Trainer Dotchev wieder auf den Doppelsturm mit Benyamina und Breier.

Würzburg blieb hingegen beim alten System und kam mit einer Dreierkette sowie geballter Offensivpower nach Rostock. Zielspieler Orhan Ademi wurde durch Felix Müller und Dominic Baumann unterstützt, die zusammen die offensive Dreierreihe bildeten. Etwas weiter hinten liefen die Bayern mit dem Ex-Hanseaten Ahlschwede auf, der bei seiner Rückkehr seinen 28. Geburtstag feierte und sich dazu mit einem Sieg an der alten Wirkungsstätte beschenken wollte.

Der FCH hatte aber etwas dagegen und ging von Beginn an hellwach in die Sonnabendnachmittag-Partie. Der Anstoß gehörte den Gästen, die gleich mal mutig nach vorne spielten und zeigten, dass auch sie den Dreier wollten. Ademi tauchte schon nach einer Minute im Hansa-Strafraum auf, die Kogge konnte aber gerade noch klären. Auf der Gegenseite feuerte Pascal Breier den ersten Abschluss der Rostocker ab – kein Problem für Würzburg-Keeper Drewes.

Schon in den ersten Minuten entwickelte sich ein enges Spiel im Ostseestadion, in dem beide Mannschaften selbstbewusst auftraten. Es folgte die nächste gute Offensiv-Aktion in der 6. Spielminute. Dominic Baumann tankte sich im Alleingang durch und verfehlte den Rostocker Kasten knapp. Das ließ der F.C. Hansa nicht auf sich sitzen und probierte es selbst. Fabian Holthaus brachte einen Hereingabe aus dem Halbfeld auf Soufian Benyamina, dessen Kopfballverlängerung fast Pascal Breier fand, doch dem Neuzugang der Kogge fehlten Zentimeter.

Nach zwölf Minuten dann eine Schrecksekunde für den FCH. Fabian Holthaus hatte den Ball im eigenen Strafraum eigentlich sicher, aber der Rückpass des Linksverteidigers verunglückte, sodass Ademi völlig überrascht zum Abschluss kam – Oliver Hüsing war aber zur Stelle und bereinigte die Situation im letzten Moment. Glück für die Dotchev-Elf, die wenig später mit Breier kam, der im Strafraum Ahlschwede stehen ließ und mit einem scharfen Rückpass einen Abnehmer im Zentrum suchte, aber nicht fand.

Es ging immer wieder hin und her im Ostseestadion. Die starken Gäste beschäftigten dauerhaft und sorgten häufig für Gefahr. Aber die komplette Elf der Kogge arbeitete diszipliniert gegen den Ball und warf alles in die Zweikämpfe. Und auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch keine Treffer erzielt wurden, sahen die Zuschauer ein 0:0 der besseren Sorte.

Beide Teams suchten auch nach einen halben Stunde zielstrebig den Weg nach vorne. Der FCH kam in der 30. Minute mal wieder mit Pascal Breier, der erneut Ahlschwede ins Leere laufen ließ, der Ex-Rostocker wusste sich nur mit einem Foul zu behelfen – Elfmeter für die Kogge. Soufian Benyamina übernahm die Verantwortung und versenkte eiskalt zur 1:0-Führung für Hansa.

Nach dem Führungstreffer versuchten die Rostocker mit viel Ballbesitz das Spiel zu beruhigen und am besten noch nachzulegen. Das gelang der Kogge prompt nach einem Freistoß, den Marcel Hilßner auf den Elfmeterpunkt brachte und Stefan Wannenwetsch fand, der mit seinen gerade mal 1,77 m  per Kopf auf 2:0 für den FCH stellte. Nun konnte Hansa mit breiter Brust auftreten, musste aber dennoch konzentriert bleiben, da Würzburg vor der Pause noch zweimal im Hansa-Strafraum auftauchte. Zunächst klärten Blaswich und Rankovic auf der Linie, dann musste der Pfosten für den FCH retten. Und noch einmal die Kickers. Nach einer Ecke hatte erneut Ademi die Chance, aus kürzester Distanz einzuköpfen, aber die Rostocker verhinderten mit aller Kraft den Anschlusstreffer – Oliver Hüsing kratzte den Ball noch irgendwie von der Linie und rettete somit den 2:0-Pausenstand.

Ohne Veränderungen ging es für beide Mannschaften in den zweiten Durchgang – Hansa spielte nun auf die eigene Südtribüne zu. Musste aber zunächst in der Defensive ran. Würzburg brachte einen Freistoß in die Gefahrenzone, wo Nikolaou lauerte und mit einen platzierten Kopfball den frühen Anschlusstreffer herstellte.

Und die Gäste blieben direkt dran. Die Schiele-Elf knüpfte direkt an die gute Leistung des ersten Durchgangs an, arbeitete aber an der Chancenverwertung. Die Kogge brauchte ein wenig, um wieder in die Partie zu finden, kam aber in der 53. Spielminute mit Holthaus, dessen Nachschuss auf dem Würzburger Gehäuse landete. Der FCH arbeitete sich über die Leidenschaft wieder heran und hielt die Kickers nun besser vom eigenen Tor fern und schlug selbst wieder eiskalt zu. Würzburg brachte einen Hansa-Standard nicht weit genug aus der eigen Hälfte, Vladimir Rankovic nutzte die Situation direkt aus und erzielte seinen ersten Saisontreffer aus der Distanz.

Trotz des Zwei-Tore-Rückstands gaben die Rothosen jedoch nicht auf. Simon Skarlatidis probierte es ebenfalls aus der Distanz und verpasste nur knapp den erneuten Anschluss. Die Zuschauer sahen eine klasse Partie von beiden Teams. Jeder Zweikampf war eng umkämpft, kein Ball wurde verloren gegeben und auch vor den Toren war einiges los. Marcel Hilßner mit dem nächsten guten Versuch aus der Distanz – da fehlte nicht viel.

In der Folge wechselte nicht nur der FWK doppelt, auch Hansa brachte mit Tommy Grupe und Willi Evseev zwei frische Kräfte für die Schlussphase, in der die Kickers noch einmal alles daran setzten, zurück in die Partie zu kommen. Dementsprechend stellte Dotchev etwas um und agierte nur noch mit einer echten Sturmspitze und stärkte dadurch das Mittelfeld.

Eine Viertelstunde vor dem Ende ließ der FCH dann hinten nicht mehr viel zu. Würzburg probierte es zwar immer wieder, fand aber kaum noch einen Weg, um die Rostocker Defensive zu knacken. Hansa stand kompakt und wollte den nächsten Sieg nun perfekt machen. Das gelang der Kogge eindrucksvoll. Die Kickers kamen zu keiner echten Torchance mehr, sodass der F.C. Hansa am Ende den sechsten Heimsieg der Saison bejubeln konnte.

F.C. Hansa Rostock – Würzburger Kickers 3:1 (2:0)

Torfolge: 1:0 Benyamina (31.), 2:0 Wannenwetsch (39.), 2:1 Nikolaou (47.), 3:1 Rankovic (58.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Hilßner, Henning, Wannenwetsch (69. Grupe), Scherff – Benyamina (73. Evseev), Breier (79. Väyrynen)

Würzburger Kickers: Drewes – Ahlschwede, Neumann, Schuppan – Göbel, Nikolaou, Skarlatidis (68. Kaufmann), Wagner – Baumann, Ademi (81. Bytyqi), Müller (68. Königs)

Würzburger Kickers: Aufstiegskandidat mit Startschwierigkeiten

Vor Saisonbeginn wurden die Würzburger Kickers als einer der Topkandidaten für den Aufstieg gehandelt. Der Zweitligaabsteiger musste allerdings einen umfangreichen Kaderumbruch und einen Trainerwechsel verkraften und hatte dann in der Hinrunde auch umfangreiche Schwierigkeiten, in Tritt zu kommen. Am 14. Spieltag waren die Franken dann auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Gerade einmal zwei Siege konnten bis dato eingefahren werden und die meisten Gegentore (28) hatte man auch auf dem Konto. Bereits drei Spieltage vorher hatten die Verantwortlichen die Reißleine gezogen und Trainer Stephan Schmidt beurlaubt. Interimsweise hatte Co-Trainer Michael Schiele übernommen und wurde mittlerweile auch zum Cheftrainer befördert. Unter ihm geht es nun stetig bergauf. Aus den letzten neun Spielen holten die Rothosen acht Siege. Damit sind sie aktuell auf Platz acht geklettert und können sich mit 34 Punkten nun tatsächlich eine kleines bisschen Hoffnung auf den Aufstieg machen. Neun Zähler beträgt der Abstand zu Wiesbaden auf Relegationsplatz drei. In der aktuellen Formtabelle liegen die Kickers, hinter dem F.C. Hansa, auf Platz zwei.

Cheftrainerdebütant Schiele, der früher viele Jahre in Aalen kickte und dann mehrere Co-Trainerposten innehatte, gelang es, das Team neu auszurichten. In den letzten zehn Partien schossen die Franken 18 Tore und bekamen lediglich sechs Gegentreffer. Toptorschütze ist Orhan Ademi mit sieben Treffern. Letzte Woche war er es auch, der den 1:0-Siegtreffer gegen Magdeburg markierte. Zu den wichtigen Stützen in der Würzburger Mannschaft zählen Kapitän Sebastian Neumann und Felix Müller. Die Defensivabräumer halten nicht nur die Gegner vom eigenen Tor fern, sie sorgen auch für Gefahr im gegnerischen Strafraum und haben zusammen schon fünf Treffer erzielt. Ebenfalls in der Defensive der Rothosen zu finden ist Maximilian Ahlschwede, der letzte Saison noch das Trikot der Kogge trug. Als Stammspieler hat Ahli fast alle Partien durchgespielt und dabei gerade mal drei Gelbe Karten gesammelt.

Bisher gab es drei Aufeinandertreffen zwischen der Kogge und den Würzburger Kickers. Einem torlosen Unentschieden im Ostseestadion (November 2015) und einer knappen 1:2-Pleite in der Weinstadt Würzburg (April 2016) folgte in dieser Saison im Hinspiel ein 3:0-Erfolg.

Am diesem 5. Spieltag standen die Kickers schon gehörig unter Druck, da gerade einmal zwei Punkte auf der Habenseite standen. So begannen die Franken druckvoll und hatten bereits nach vier Minuten eine Großchance, als Baumann frei vor dem Rostocker Tor auftauchte, sein Schuss allerdings ganz stark von Janis Blaswich entschärft wurde. In der 13. Spielminute war es dann Oliver Hüsing, der nach einer Ecke die Führung für die Kogge köpfte. Würzburg versuchte aber weiterhin den Ton anzugeben und kam abermals durch Baumann zu zwei gefährlichen Torschüssen, die Blaswich erneut überragend parierte. In der 27. Spielminute bekam der Würzburger Björn Jopek dann nach einem rüden Foul an Benyamina die Rote Karte. Trotz Rückstand und Unterzahl, versuchte Würzburg auch in der zweiten Hälfte, Druck zu machen und kam zu weiteren Torschüssen. In der 73. Spielminute scheitert dann Ziemer vor dem Würzburger Tor, aber nur eine Minute später traf Benyamina nach einem Konter zum 2:0. Gegen Ende der Partie traf dann Würzburgs Göbel mit einem Freistoß den Pfosten, die Kogge konnte die Situation danach aber klären. Auf der Gegenseite traf dann Tim Väyrynen ebenfalls das Aluminium, allerdings konnte dieses Mal Benyamina abstauben und schoss zum 3:0 ein. Zugegeben, ein etwas glücklicher Sieg in dieser Höhe, da Würzburg nie aufgab und ein wenig Pech hatte.

  • Hansa-News vor dem 24. Spieltag
  • PK vor dem 24. Spieltag
  • PK nach dem 24. Spieltag
  • Interviews nach dem 24. Spieltag
  • sunmakersunmaker