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25. Spieltag2017/18

2:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
16.02.2018
Preußen Münster - F.C. Hansa Rostock
2:0 (1:0)
18.02.2018
Sportfreunde Lotte - VfL Osnabrück
2:3 (1:2)
17.02.2018
Sonnenhof Großaspach - Carl Zeiss Jena
0:0 (0:0)
18.02.2018
Rot-Weiß Erfurt - VfR Aalen
0:1 (0:1)
27.03.2018
SV Meppen - SC Paderborn
0:0 (0:0)
17.02.2018
Würzburger Kickers - FSV Zwickau
1:1 (0:1)
17.02.2018
Werder Bremen II - 1. FC Magdeburg
1:3 (1:1)
17.02.2018
Fortuna Köln - SV Wehen Wiesbaden
1:0 (0:0)
17.02.2018
Hallescher FC - Karlsruher SC
0:1 (0:0)
17.02.2018
Chemnitzer FC - SpVgg Unterhaching
2:1 (1:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
VfL Osnabrück
12
6
5
1
14:5
+9
23
2
Preußen Münster
12
7
1
4
21:14
+7
22
3
KFC Uerdingen 05
12
7
1
4
15:14
+1
22
4
SpVgg Unterhaching
12
4
7
1
19:13
+6
19
5
SV Wehen Wiesbaden
12
6
1
5
23:20
+3
19
6
Karlsruher SC
12
5
4
3
15:13
+2
19
7
Würzburger Kickers
12
5
3
4
18:13
+5
18
8
Hansa Rostock
12
5
3
4
16:20
-4
18
9
1. FC Kaiserslautern
12
4
5
3
18:16
+2
17
10
Fortuna Köln
12
5
2
5
16:15
+1
17
11
Hallescher FC
12
5
2
5
13:12
+1
17
12
TSV 1860 München
12
4
4
4
20:13
+7
16
13
Sonnenhof Großaspach
12
2
8
2
8:8
0
14
14
FSV Zwickau
12
3
4
5
15:16
-1
13
15
Sportfreunde Lotte
12
3
4
5
12:16
-4
13
16
Carl Zeiss Jena
12
3
4
5
12:19
-7
13
17
VfR Aalen
12
3
3
6
14:18
-4
12
18
SV Meppen
12
3
3
6
14:20
-6
12
19
Energie Cottbus
12
3
3
6
13:19
-6
12
20
Eintracht Braunschweig
12
1
5
6
13:25
-12
8

Gebrauchter Abend in Münster – Hansa unterliegt Preußen mit 0:2

Ohne Punktverlust und mit dem Selbstbewusstsein von drei Siegen in Serie trat der F.C. Hansa die Reise zum ersten Freitagabendspiel des Jahres an. Das Duell mit Preußen Münster läutete den 25. Spieltag der 3. Liga ein und gab der Kogge die Chance, zumindest vorübergehend auf Rang drei zu springen.

Pünktlich zum Aufeinandertreffen mit dem Ex-Klub meldete sich Hansa-Kapitän Bischoff zurück, der fast fünf Jahre für die Preußen kickte und nach einer Zwangspause gegen Würzburg wieder einsatzbereit war. Der Mittelfeld-Stratege übernahm die Position von Stefan Wannenwetsch (5. Gelbe) im zentralen Mittelfeld. Ansonsten hatte Pavel Dotchev wenig Grund, etwas zu verändern und vertraute der Anfangsformation aus der Würzburg-Partie.

Münster-Coach Antwerpen hatte im Vorfeld der Partie etwas mehr Sorgenfalten auf dem Gesicht. Zwar gewannen die Preußen die zurückliegenden zwei Heimspiele, allerdings plagen den SCP einige Verletzungssorgen. Im zentralen Mittelfeld fehlen Antwerpen gleich drei Akteure (Wiebe, Rinderknecht, Schwarz), hinzu kommt Abwehrchef Sebastian Mai sowie Keeper Nils Körber. Trotzdem ging Münster die Partie mutig an und wollte sich mit einem weiteren Heimsieg von den Abstiegsrängen entfernen.

Hansa wollte als beste Auswärtsmannschaft der Liga direkt dagegenhalten. Denn Preußen ging in den ersten Minuten früh drauf und wollte die Rostocker Defensiv-Reihen früh stören. Der Ball gehörte zunächst einmal fast ausschließlich der Kogge, die versuchte, sich mit schnellen Kombination vorzutasten. Allerdings standen die Hausherren aus Münster kompakt und arbeiteten gegen den Ball mit einer Fünfer-Kette, sodass es schwierig wurde, Torchancen zu kreieren.

Auf der Gegenseite machte es der Gastgeber auf einfachem Wege und wurde prompt mit einem Sonntagsschuss belohnt. Martin Kobylanski nutzte den Platz im Mittelfeld, zog aus gut 20 Metern einfach mal ab und ließ Janis Blaswich im Hansa-Kasten keine Chance. Der frühe Rückstand für den FCH.

Die Dotchev-Elf zeigte sich in der Folge etwas geschockt und musste erst einmal wieder in die Partie finden. Ganz im Gegensatz zu Preußen Münster. Nach 17 Minuten kam der SCP wieder gefährlich vor das Tor – diesmal blieb Janis Blaswich aber der Sieger gegen Al-Hazaimeh, der zentral aus 16 Metern abzog. Dann kam aber auch Hansa zum ersten Abschluss über Pascal Breier, der zum ersten Mal Schulze-Niehues prüfte. Aber die Münsteraner blieben das aktivere Team im letzten Drittel. Tobias Rühle zog aus der Distanz ab und näherte sich dem zweiten Treffer weiter an.

Münster hielt den Druck auf die Rostocker Abwehr weiter hoch. Daher war es für die Kogge weiterhin schwer, sich dem Tor der Hausherren zu nähern. In der 29. Minute zeigten die Hanseaten wieder einmal mit einer spielerisch guten Aktion, wie es gehen könnte. Nach einem Ballgewinn ging es bei Hansa ganz schnell über Scherff und Breier, der den Blick für Benyamina hatte, doch der Top-Torjäger des FCH stand im Abseits.

In der 37. Minute meldete sich Hansa dann noch einmal vor dem gegnerischen Gehäuse an. Marcel Hilßner probierte es aus der Distanz und verfehlte das Tor nur knapp. Kurz darauf machte sich Vladimir Rankovic auf, mit einer guten Flanke für Gefahr zu sorgen, doch der Abnehmer im Zentrum fehlte. Und das war es dann auch schon im ersten Durchgang. Hansa fand nur selten einen Weg, um die gut geordnete Defensive der Preußen zu knacken und musste in der zweiten Hälfte einen Schippe drauflegen, um doch noch etwas aus Münster mitzunehmen.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten setzte das Rostocker Trainerteam weiter auf die erste Elf, musste aber gleich wieder hellwach sein. Denn Preußen kam schon nach wenigen Augenblicken zum ersten Eckball nach dem Seitenwechsel. Die Kogge konnte sich aber befreien und versuchte selbst aktiv zu werden.

Aber Münster blieb wie schon im ersten Durchgang standhaft und ließ hinten wenig zu. Und in der Offensive schlugen die Preußen eiskalt zu. Nach 55 Minuten schien die Situation schon bereinigt, aber Münster blieb dran, machte den Ball wieder scharf und nutzte die Unordnung im Rostocker Strafraum. Scherder köpfte letztlich zum 2:0 ein und erschwerte somit das Unterfangen für den FCH. Und eine Minute später hatte die Kogge sogar Glück, dass es nur beim 2:0 blieb. Denn Adriano Grimaldi vergab frei vor Janis Blaswich, der sein Team mit einer Parade noch im Spiel hielt.

In der Folge wechselte Dotchev zum ersten Mal und brachte Alibaz für Scherff. Doch am Spielgeschehen änderte sich wenig. Münster blieb bissig in den Zweikämpfen und profitierte immer wieder von der Rostocker Ungenauigkeit im letzten Drittel.

Die Preußen zogen sich nun etwas zurück und Hansa bekam etwas mehr Platz, um zumindest den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch am Freitagabend lief nicht viel beim FCH zusammen. Der eingewechselte Bouziane schloss mal aus der Distanz ab, brachte damit aber keine Gefahr für das Preußen-Tor zustande. Acht Minuten vor dem Ende wechselte Dotchev zum dritten Mal – Nico Rieble kam zum Debüt im Hansa-Dress.

Viel Zeit blieb der Kogge aber nicht mehr, doch das Team steckte nicht auf und probierte es. Alibaz versuchte es aus 16 Metern, wurde jedoch geblockt. Die nachfolgende Ecke landete dann vor den Füßen von Soufian Benyamina, der allerdings etwas überrascht war und einen Schritt zu spät kam. Auch Nico Rieble schloss noch einmal ab, aber es lief einfach nichts zusammen in der Offensive des F.C. Hansa, der letztlich die erste Niederlage des neuen Jahres hinnehmen musste.

Diese muss das Team nun schnellstmöglich aus den Köpfen bekommen und in der kommenden Woche ein anderes Gesicht zeigen. Denn dann bekommt es die Kogge mit dem Tabellenzweiten aus Magdeburg zu tun.

SC Preußen Münster - F.C. Hansa Rostock 2:0 (1:0)

Torfolge: 1:0 Kobylanski (10.), 2:0 Scherder (54.)

SC Preußen Münster: Schulze-Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Kobylanski (76. Rizzi), Al-Hazaimeh – Hoffmann (70. Cueto), Grimaldi, Rühle (87. Warschewski)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Hilßner, Henning (74. Bouziane), Bischoff (83. Rieble), Scherff (59. Alibaz) – Benyamina, Breier

Preußen mit neuem Trainer im Aufschwung

Am 9. Dezember vergangenen Jahres hagelte es für Preußen Münster im Heimspiel gegen Großaspach eine 1:4–Niederlage und damit der Absturz auf Tabellenplatz 16 mit nur einem Punkt Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Trainer Benno Möhlmann musste gehen. Drei Tage später übernahm Marco Antwerpen. Und seitdem läuft´s. Zwar gab es im neuen Jahr zunächst bei den heimstarken Meppenern noch eine Niederlage, aber spielerisch war schon ein Fortschritt zu beobachten. Dann folgten drei Siege gegen Würzburg (1:0), Erfurt (5:0) und Bremen II (4:2), bevor es am vergangenen Wochenende nach einer frühen Führung in Magdeburg am Ende eine 1:3-Niederlage gab. Trotz dieses Dämpfers spricht die Statistik für die „Adlerträger“: Platz drei in der Rückrundentabelle.

Angedeutet hatte sich dieses Formhoch bereits in der Winterpause. Auch wenn die Preußen auf dem Transfermarkt keine Verstärkungen an Land ziehen konnten, überzeugte die eingespielte Truppe in Testspielen mit einem 4:0 gegen den KFC Uerdingen und vor allem mit dem 2:2 gegen Bundesligist Leverkusen. Mit aktuell 27 Punkten und einem Torverhältnis von 29:35 hat sich Münster von den Abstiegsplätzen abgesetzt (acht Punkte Abstand).

Wenn am Freitagabend (Anpfiff: 19 Uhr) der F.C. Hansa zum sechsten Mal im Preußenstadion antritt, stehen mit Soufian Benyamina, Amaury Bischoff, Tommy Gruppe und Julian Riedel nicht nur einige Spieler auf dem Platz, die in der Vergangenheit für den Gegner kickten, auch am Spielfeldrand wird mit Pavel Dotchev ein Trainer an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehren. Er war 2012 und 2013 Nachfolger von Marc Fascher, der ebenfalls eine Hansa-Vergangenheit hat. Auch Ex-Hansa-Coach Peter Vollmann hatte jeweils zwei Amtszeiten bei Preußen und Hansa.

Beim Blick auf den Kader fällt auf: mit Martin Kobylanski (acht Tore) und Michele Rizzi (fünf Tore) haben Mittelfeldspieler die meisten Treffer auf dem Konto. Einzig Stürmer und Kapitän Adriano Grimaldi kann ebenfalls mit fünf Toren mithalten. Außergewöhnlich bei Rizi´s Treffern: vier der fünf Tore schoss er am vorletzten Spieltag in Bremen. Bei der Zweitvertretung lag Münster bereits 0:2 hinten, als der erst zur Halbzeit eingewechselte Akteur das Spiel im Alleingang drehte (56. Foulelfmeter, 61., 72., 90.). Das war in der 3 Liga zuvor noch niemandem gelungen. Verletzungsbedingt ausfallen werden Körber, Mai, Rinderknecht, Schwarz und Warschewski. Zudem wird Danilo Wiebe (verdacht auf Außenbandzerrung) fehlen. Fragezeichen stehen auch noch hinter dem Einsatz von Moritz Heinrich (Kapselverletzung).

Das Hinspiel endete trotz Chancenplus für den F.C. Hansa nur 1:1. Mai hatte die Preußen in der 31. Minute per Kopf in Führung gebracht ehe Benyamina in der 58. Minute ausgleichen konnte. Beide Mannschaften hatten gute Gelegenheiten, in Führung zu gehen, doch an diesem Tag zeichneten sich die Torhüter mit starken Paraden aus. Ganz bitter an diesem Tag: Marcel Ziemer verletzt sich kurz vor Ende der Partie. Diagnose Kreuzbandriss.

Eine Rechnung offen hat der F.C. Hansa noch in Münster. Vor gut einem Jahr musste sich die Kogge nach Toren von Tekerci, Aydin und Warschewski im Preußenstadion mit 1:3 geschlagen geben. Immerhin hatte Benyamina noch den Ehrentreffer gegen seinen Ex-Club besorgt. Bleibt also zu hoffen, dass die Hanseaten den Spieß dieses Mal umdrehen.

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