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3. Spieltag2018/19

F.C. Hansa Rostock
3:2
SV Wehen Wiesbaden
Datum
Spielgegner
Ergebnis
07.08.2018
Eintracht Braunschweig - FSV Zwickau
1:1 (0:1)
07.08.2018
VfR Aalen - Würzburger Kickers
3:2 (3:1)
07.08.2018
1. FC Kaiserslautern - Preußen Münster
1:2 (0:0)
07.08.2018
Carl Zeiss Jena - Hallescher FC
0:3 (0:3)
07.08.2018
Fortuna Köln - Karlsruher SC
0:1 (0:0)
08.08.2018
KFC Uerdingen 05 - SV Meppen
3:2 (0:1)
08.08.2018
VfL Osnabrück - TSV 1860 München
2:2 (0:1)
08.08.2018
Sportfreunde Lotte - Sonnenhof Großaspach
0:2 (0:2)
08.08.2018
F.C. Hansa Rostock - SV Wehen Wiesbaden
3:2 (2:1)
08.08.2018
Energie Cottbus - SpVgg Unterhaching
2:2 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
KFC Uerdingen 05
7
5
1
1
10:6
+4
16
2
SpVgg Unterhaching
7
4
2
1
12:6
+6
14
3
Würzburger Kickers
7
4
0
3
14:9
+5
12
4
VfL Osnabrück
7
3
3
1
10:5
+5
12
5
TSV 1860 München
7
3
2
2
15:8
+7
11
6
Hallescher FC
7
3
1
3
9:7
+2
10
7
Fortuna Köln
7
3
1
3
10:10
0
10
8
Karlsruher SC
7
2
4
1
6:6
0
10
9
Hansa Rostock
7
3
1
3
11:14
-3
10
10
Carl Zeiss Jena
7
3
1
3
8:12
-4
10
11
Energie Cottbus
7
2
3
2
9:8
+1
9
12
FSV Zwickau
7
2
3
2
8:7
+1
9
13
Preußen Münster
7
3
0
4
9:12
-3
9
14
Sonnenhof Großaspach
7
1
5
1
6:5
+1
8
15
VfR Aalen
7
2
2
3
10:11
-1
8
16
SV Wehen Wiesbaden
7
2
1
4
12:14
-2
7
17
1. FC Kaiserslautern
7
1
4
2
7:9
-2
7
18
Sportfreunde Lotte
7
2
1
4
6:11
-5
7
19
Eintracht Braunschweig
7
1
3
3
7:12
-5
6
20
SV Meppen
7
1
2
4
5:12
-7
5

Hansa dreht das Spiel und ringt Wiesbaden nieder

Nach dem ersten Saisonsieg gegen Eintracht Braunschweig war unsere Kogge am Mittwochabend im Zuge der ersten englischen Woche der neuen Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden direkt wieder gefordert. Und es war angerichtet für ein packendes Duell zweier „alter Bekannter“: 16.000 Zuschauer hatten trotz des schönen Sommerwetters den Weg ins Ostseestadion gefunden und feuerten ihre Mannschaft lautstark an.

Hansa-Trainer Pavel Dotchev sah nach der überzeugenden Leistung vom vergangenen Heimspiel keinen Grund für Veränderungen und schickte die identische Startelf aufs Feld. Die Gäste tauschten im Vergleich zu ihrer 2:0-Niederlage gegen Energie Cottbus auf insgesamt vier Positionen und mussten unter anderem die Verletzung ihres Leistungsträgers Manuel Schäffler kompensieren.

Von Beginn an war beiden Teams anzumerken, dass sie sich für das heutige Aufeinandertreffen einiges vorgenommen hatten. Gerade die Gäste, die vom FCH in der vergangenen Saison in beiden Spielen geschlagen wurden, brannten auf eine Revanche. Nachdem Hansa schon in der ersten Minute zweimal gefährlich vors Tor kam, hatte Wiesbaden zunehmend mehr vom Spiel und schaffte es, immer wieder Nadelstiche zu setzen. In der 12. Minute traf dann ausgerechnet Stephan Andrist ins Herz der zahlreichen Hansa-Fans. Nach einer Flanke lief der Ex-Rostocker blitzschnell in den Strafraum ein und köpfte den Ball unhaltbar an Keeper Ioannis Gelios vorbei.

Doch unsere Mannschaft, getragen von der atemberaubenden Stimmung im Ostseestadion, ließ sich vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen: Nachdem Biankadi am linken Strafraumeck unsanft zu Fall gebracht wurde, flankte Wannenwetsch den fälligen Freistoß scharf vors Tor, wo Pascal Breier zur Stelle war und den Ball über die Linie drückte. Postwendend war die Führung der Gäste egalisiert.

Daraufhin beruhigte sich das Spiel zunächst ein wenig, beide Teams pusteten erstmal kurz durch. Doch die scheinbare Ruhe sollte nur von kurzer Dauer sein: Nach einem langen Schlag aus der eigenen Hälfte nahm Marco Königs Fahrt auf und sprintete dem fast schon verloren geglaubten Ball hinterher – auch Wehens Reddemann schien davon überrascht und ließ unseren Neuzugang passieren. Dieser zog am Verteidiger vorbei, sah Torhüter Kolke auf sich zukommen und schaffte es im Vollsprint, den Ball an ihm vorbei im Tor unterzubringen und den Rückstand vergessen zu machen.

Trotz des Gegentors blieb Wiesbaden ein unangenehmer Gegner. Zwar stand unsere Defensive hochkonzentriert und kompakt – doch immer wieder mogelten sich die schnellen Außenspieler Jules Schwadorf und Stephan Andrist bis zum Strafraum durch, wo für sie dann aber meist Endstation war. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnte der FCH offensiv kaum noch Akzente setzen, nahm die verdiente Führung aber dennoch mit in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff war das Spiel zunächst von einigen individuellen Fehlern geprägt, insgesamt machten beide Mannschaften den Anschein, es bei der abendlichen Hitze erst einmal ruhiger und geordneter anzugehen. Das tat der Stimmung in unserem Wohnzimmer jedoch keinen Abbruch: Angepeitscht von der Südtribüne stand das gesamte Stadion und peitschte den F.C. Hansa nach vorn.

Zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel waren es die Gäste, die zum ersten Mal gefährlich vors Tor gelangten. Nach einer Ecke tauchte Wiesbadens Schmidt freistehend vor unserem Tor auf, konnte den Ball aber nicht in diesem unterbringen, sondern setzte ihn knapp über die Latte. Hansa agierte in dieser Phase des Spiels etwas zu passiv und ließ sich von den Gästen zunehmend einschnüren, die zudem in der Abwehr viel geordneter standen als im ersten Abschnitt.

Es dauerte bis zur 71. Minute, dass die Kogge nach einer Ecke des eingewechselten Mirnes Pepic zumindest wieder zu einer Torannäherung kam – Kai Bülow köpfte den Ball allerdings über den Kasten. Doch die Halbchance zeigte zunehmend Wirkung, da nun auch die Dotchev-Elf wieder mehr für das Spiel tat und vor allem defensiv nichts mehr zuließ. Eine Co-Produktion von Soukou und Königs sorgte eine Viertelstunde vor dem Ende dann endlich wieder für große Gefahr. Nach dem Zuspiel von Rankovic umspielte Soukou zwei Verteidiger und legte quer zu seinem Sturmpartner, der mit seinem gefühlvollen Schuss nur knapp über das Tor schoss.

Je weiter die Zeit zum Abpfiff voranschritt, desto mehr wachten beide Teams nochmal auf. Immer wieder suchte unser Mittelfeld den Weg zu Marco Königs, dessen Aktionen ein ums andere Mal für Gefahr sorgten. Kurz darauf geschah, was geschehen musste. Hansa konterte noch einmal brandgefährlich, spielte diese gute Möglichkeit aber nicht konsequent genug aus und beschenkte die Gäste im Gegenzug mit einem Freistoß in sehr aussichtsreicher Position. Wiesbadens Kuhn legte sich den Ball zurecht, nahm ein paar Schritte Anlauf und versenkte den Ball zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit unhaltbar im Rostocker Tor.

Doch es war kein Abend für ein Unentschieden, der Fußballgott sollte ein Einsehen mit unserer Kogge haben. Es lief bereits die Nachspielzeit, da schaffte es unsere Mannschaft noch ein letztes Mal in Richtung des Gäste-Tors, vor dem Marco Königs von Keeper Kolke nach einem hohen Ball unsanft zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Heft zögerte keine Sekunde: Elfmeter! Bange Blicke im Ostseestadion, die Nerven lagen blank – doch einer wollte seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Cebio Soukou nahm sich festentschlossen das Leder, legte es auf den Punkt und versenkte es eiskalt zum 3:2-Endstand im linken unteren Eck.

Damit gewinnt unser F.C. Hansa trotz Rückstand auch das zweite Heimspiel in Folge und liegt nach drei Spieltagen lediglich einen Zähler hinter Tabellenführer Cottbus. Nun gilt es, den Schwung aus dem Ostseestadion mit nach Bayern zu nehmen und gegen die SpVgg Unterhaching nachzulegen.

SVWW will erneut hoch hinaus

Nach dem ersten Dreier und lehrreichen Auftaktspielen der neuen Saison gegen Energie Cottbus und Eintracht Braunschweig steht der Kogge im kommenden Heimspiel mit dem SV Wehen Wiesbaden ein „alter Bekannter“ gegenüber. Dabei will Hansa direkt nachlegen und nach dem 2:0 gegen Eintracht Braunschweig am besten den zweiten Sieg der noch jungen Saison holen.

Die Wiesbadener starteten mit einem Sieg aus zwei Spielen in die neue Saison - die Quote soll gegen den FCH verbessert werden. Schon im letzten Spiel der Vorbereitung, als Zweitligist Regensburg mal eben mit 4:1 besiegt wurde, zeigte das Team von Trainer Rüdiger Rehm ihre Klasse. Beim 2:1-Auftaktsieg gegen den VfR Aalen bewies Rehm ein goldenes Händchen und wechselte den Sieg beim Stand von 0:1 quasi selbst ein. Die Eingewechselten Niklas Schmidt und Jules Schwadorf bereiteten jeweils einen Treffer vor – Daniel-Kofi Kyereh erzielte das 2:1 und schoss den SVWW zum Auswärtssieg. Am vergangenen Spieltag kam es dann zum Duell mit dem starken FC Energie Cottbus - der SVWW unterlag dem Aufsteiger mit 0:2.

Während der Sommerpause schaffte es der SV Wehen, den letztjährigen Kader weitestgehend zusammenzuhalten. Mit Agyemang Diawusie (4 Tore, 11 Vorlagen) und Robert Andrich (4/6) mussten die Hessen trotzdem zwei empfindliche Abgänge hinnehmen. Beide sorgten mit ihren starken Leistungen für Aufsehen und wechselten in die zweite Bundesliga. Neben ihnen verließ auch der Ex-Rostocker David Blacha, der nach seinem Abgang dreieinhalb Jahre in Wiesbaden kickte, den Verein in Richtung Osnabrück. Da mit Stürmer Patrick Breitkreuz noch ein weiterer Offensivspieler Abschied nahm, mussten die Wiesbadener dringend auf dem Transfermarkt aktiv werden und verpflichteten einige junge und hungrige Spieler. Mit Maximilian Dittgen, Nicklas Shipnoski und Giuliano Modica lotzte Trainer Rüdiger Rehm gleich drei Akteure von Zweitliga-Absteiger Kaiserslautern zum SV Wehen. Vieles versprechen sich die Hessen auch von Neuzugang Daniel-Kofi Kyereh, der vom TSV Havelse aus der Regionalliga geholt wurde und mit elf Toren und sechs Vorlagen auf sich aufmerksam machte. Gegen Aalen bewies er mit seinem Siegtreffer direkt, wie wertvoll er werden kann.

In der vergangenen Saison konnte der F.C. Hansa sowohl das Hin- als auch das Rückspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden für sich entscheiden. Beim 1:0-Auswärtssieg am 16. Spieltag schaffte die Kogge den Siegtreffer durch Soufian Benyamina sogar in Unterzahl, nachdem Amaury Bischoff die Gelb-Rote Karte sah. Als es am 35. Spieltag zum Rückspiel im heimischen Ostseestadion kam, hatte sich Hansa bereits aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet – Wiesbaden hingegen mischte noch ganz oben mit und bekam durch die 2:0-Niederlage einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen. Insgesamt spricht auch die Bilanz deutlich für die Kogge: Von 16 Spielen konnte der FCH acht gewinnen, spielte fünfmal unentschieden und verlor lediglich drei Partien.

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