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3. Spieltag2020/21

F.C. Hansa Rostock
0:0
KFC Uerdingen 05
Datum
Spielgegner
Ergebnis
02.10.2020
FC Bayern München II - Dynamo Dresden
3:0 (2:0)
03.10.2020
SV Meppen - SC Verl
1:2 (0:2)
03.10.2020
1. FC Magdeburg - Viktoria Köln
0:2 (0:2)
03.10.2020
FSV Zwickau - TSV 1860 München
1:2 (1:1)
03.10.2020
FC Ingolstadt 04 - SpVgg Unterhaching
0:1 (0:0)
03.10.2020
SV Waldhof Mannheim - Türkgücü München
4:4 (2:2)
03.10.2020
VfB Lübeck - MSV Duisburg
1:1 (0:0)
04.10.2020
F.C. Hansa Rostock - KFC Uerdingen 05
0:0 (0:0)
04.10.2020
1. FC Saarbrücken - Hallescher FC
4:0 (2:0)
05.10.2020
SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Kaiserslautern
2:2 (2:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Saarbrücken
13
7
4
2
24:14
+10
25
2
Dynamo Dresden
13
8
1
4
19:11
+8
25
3
Hansa Rostock
13
6
5
2
21:13
+8
23
4
FC Ingolstadt 04
13
7
2
4
18:15
+3
23
5
Hallescher FC
13
6
3
4
17:19
-2
21
6
TSV 1860 München
13
5
5
3
24:15
+9
20
7
SC Verl
11
6
2
3
21:12
+9
20
8
SV Wehen Wiesbaden
13
5
4
4
21:18
+3
19
9
Türkgücü München
12
4
6
2
20:18
+2
18
10
Viktoria Köln
13
5
3
5
17:21
-4
18
11
SV Waldhof Mannheim
11
3
6
2
21:17
+4
15
12
KFC Uerdingen 05
13
4
3
6
11:15
-4
15
13
VfB Lübeck
12
4
2
6
16:17
-1
14
14
1. FC Kaiserslautern
13
2
8
3
12:15
-3
14
15
SpVgg Unterhaching
12
4
1
7
11:18
-7
13
16
1. FC Magdeburg
14
3
4
7
12:20
-8
13
17
FSV Zwickau
12
3
3
6
12:15
-3
12
18
FC Bayern München II
12
3
3
6
16:21
-5
12
19
SV Meppen
11
3
1
7
11:18
-7
10
20
MSV Duisburg
13
2
4
7
12:24
-12
10

3. Spieltag: Hansa und KFC trennen sich mit torlosem Remis

Im zweiten Heimspiel der Ligaspielzeit begrüßte unser FCH den KFC Uerdingen 05 im heimischen Ostseestadion. Vor 7.500 Zuschauern und einer ausverkauften Kulisse hatten die Hanseaten deutlich mehr Spielanteile, kamen aber zu selten gefährlich vor das Uerdinger Tor, blieben insbesondere im zweite Spielabschnitt die nötige Zielstrebigkeit schuldig und kamen so nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

Im Vergleich zur Niederlage in Saarbrücken veränderte Trainer Jens Härtel die Startelf auf zwei Positionen: Verletzungsbedingt passen musste Nils Butzen, für den Maurice Litka startete. Sven Sonnenberg lief zudem für Björn Rother auf – Folge war die Umstellung auf die Dreierkette, Neidhart und Scherff agierten auf den Außenpositionen als Schienenspieler.

Das Spiel legte einen zunächst verhaltenen Start hin: Hansa interessierte sich für Ballbesitz und machte das Spiel, die in gelb spielenden Krefelder erwarteten den FCH meist auf Höhe der Mittellinie und lauerten auf Umschaltsituationen. So dauerte es rund 12 Minuten bis zur ersten Torannäherung der Partie, als Löhmannsröben und Vollmann sich sehenswert auf rechts durchspielten. Neidhart geriet beim anschließenden Kopfball aber in Rücklage und setzte den Ball so ein gutes Stück neben das Tor. Brenzlig wurde es im Strafraum des KFC, als dieser eine Ecke nicht bereinigen konnte (19.): Der Ball segelte mehrmals halbhoch gefährlich vor das Tor, doch der FCH konnte aus dem Chaos keinen Nutzen ziehen. Uerdingen stand zwar in der Defensive zumeist sicher, war allerdings vor dem FCH-Gehäuse komplett abgemeldet, sodass weiter nur unsere Kogge für die offensive Akzente sorgte: Bahn gewann nach einem tollen Steilpass von Neidhart zunächst das Laufduell gegen Girdvainis, kam schließlich gegen Torhüter Königshofer aber einen knappen Schritt zu spät (25.), Roßbachs Kopfball nach einer Ecke (28.) rauschte ebenso über den Kasten wie Litkas Versuch aus der Distanz (42.). Nach einer ausschließlich vom FCH kontrollierten Halbzeit ging es somit torlos in die Kabinen, der Härtel-Elf mangelte es im Spiel nach vorne aber vor allem an der nötigen Zielsicherheit und dem letzten Pass.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte sich das Spielgeschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Die Krefelder nahmen nun etwas aktiver am Spiel teil, spielerisch sehenswerte und gefährliche Szenen waren aber auf beiden Seiten weiter rar gesät. Neuzugang Luca Horn kam in der 60. Minute zu seinem Debüt für die Kogge und bespielte fortan die linke Offensivbahn. Auf die nächste Torannäherung mussten die Zuschauer bis zur 71. Zeigerumdrehung warten – ein Schuss von Riedel vom rechten Strafraumeck sauste aber ein ganzes Stück über den Kasten der Uerdinger. Die größte Gelegenheit der gesamten Partie konnte schließlich FCH-Stürmer Breier für sich verbuchen (82.). Nach einer Flanke von der rechten Seite setzte er sich stark im Luftduell durch und zwang Königshofer zu einer echten Glanztat – der Keeper des KFC konnte den Ball noch mit den Fingerspitze über die Latte lenken. Sollte einem Team hier noch der „Lucky-Punch“ gelingen? Mitnichten – Breiers Kopfball blieb das einzige Highlight einer spärlichen zweiten Halbzeit, nach der sich unser FCH und der KFC Uerdingen mit 0:0 trennten.

F.C. Hansa Rostock – KFC Uerdingen 05 0:0 (0:0)

Tore: -

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Sonnenberg, Riedel, Roßbach – Neidhart, Löhmannsröben, Bahn, Scherff – Vollmann (60. Schulz), Breier, Litka (60. Horn)

KFC Uerdingen 05: Königshofer – Schneider (73. Wagner), Velkov, Girdvainis, Dorda – Feigenspan (65. Ibrahimaj), Albutat, Fechner, Marcussen, - Mörschel, Pusch (65. Kiprit)

Uerdingen und die Suche nach der Konstanz

Wohl kaum ein anderer Verein der 3. Liga hat in den vergangenen Jahren so oft für Schlagzeilen gesorgt wie der KFC Uerdingen 05. Die Krefelder gehen erst in ihre dritte Drittligaspielzeit in Folge - trotzdem lohnt sich ein Blick auf die vergangenen zwei Jahre des Vereins, die vor allem von einem anhaltenden Trainerchaos geprägt waren.

Zu Beginn der ersten Spielzeit im Jahr 18/19 machte der KFC dank großen Spielernamen und Transfers in ganz Deutschland auf sich aufmerksam. Feste Größen und gestandene Spieler wie der Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz und die ehemaligen Bundesliga-Profis Dominic Maroh, Stefan Aigner und Maximilian Beister schlossen sich der Mannschaft an - und die Mannschaft wurde der großen Erwartungshaltung gerecht. Sie lieferte, stand sogar zwischenzeitlich an der Tabellenspitze. Dennoch trennte man sich nach 21 Spieltagen vom Aufstiegstrainer Stefan Krämer – und das trotz eines Punkteschnitts von 2,28 und obwohl ein beachtlicher 4. Tabellenplatz zu Buche stand. Der Trainerwechsel läutete das Chaos ein, denn bis zum Schluss der Saison folgte nicht nur ein tabellarischer Absturz – es folgten auch drei weitere Trainerwechsel. Am Ende lief der KFC auf Platz 11 ein und verpasste den Abstieg nur dank der starken Hinrunde um knappe drei Punkte.

Auch im Folgejahr sollte keine Besserung in Sicht sein: Coach Heiko Vogel musste bereits nach 8 Spieltagen seinen Hut nehmen und auch sein Nachfolger konnte sich nicht die restliche Saison über halten. Erst gegen Ende der Spielzeit schloss sich der Kreis im Uerdinger Trainerkarusell, indem man erneut Stefan Krämer als Chef-Trainer installierte: Jener Stefan Krämer, von dem man sich etwa ein Jahr zuvor trennte, wird somit auch am Sonntag auf der Gästebank des Ostseestadions Platz nehmen.

Mit ihm soll in der dritten Spielzeit nun endlich die dringend benötige Ruhe in den Verein einkehren. Diese Maßgabe untermauert auch die neue Transferausrichtung der Krefelder. Statt großen Namen und verdienten Spielern wurden in der aktuellen Transferperiode vor allem junge und entwicklungsfähige Kicker wie Heinz Mörschel und Fridolin Wagner geholt, die beide im Sommer von Preußen Münster kamen. Sie laufen an der Seite von Spielern wie Adriano Grimaldi und Mike Feigenspan auf, die ihre Klasse in der 3. Liga bereits unter Beweis gestellt haben. Die individuelle Qualität im Kader ist auf jeden Fall da – Trainer Stefan Krämer wird es sich zur Aufgabe machen müssen, aus diesen individuellen Fähigkeiten ein Kollektiv zu formen, das auf dem Rasen bestehen kann.

Ob die Uerdinger im dritten Jahr endlich fündig werden auf ihrer Suche nach der Konstanz? Zweifel daran, dass das Umfeld der Krefelder endlich zur Ruhe kommt, sind zumindest berechtigt - so endet beispielsweise ein Streit um Gehaltszahlungen mit dem ehemaligen Weltmeister Kevin Großkreutz, der noch bis kommenden Sommer an den KFC gebunden ist, demnächst wohl vor dem Krefelder Amtsgericht. Auch die Ergebnisse aus den ersten beiden Ligaspielen ließen zu wünschen übrig: Nach zwei Niederlagen steht der KFC auf dem 19. Tabellenplatz. Umso mehr sollte unser FCH jedoch gewarnt sein, denn die Uerdinger werden heute alles daran setzen, ihre ersten Punkte einzufahren.

  • PK vor dem 3. Spieltag
  • PK nach dem 3. Spieltag
  • Interview nach dem 3. Spieltag
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