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32. Spieltag2019/20

0:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
12.06.2020
SV Meppen - Hallescher FC
2:3 (0:1)
13.06.2020
1. FC Kaiserslautern - Chemnitzer FC
2:0 (0:0)
13.06.2020
MSV Duisburg - Würzburger Kickers
1:1 (0:1)
13.06.2020
Preußen Münster - FC Ingolstadt 04
0:0 (0:0)
13.06.2020
Eintracht Braunschweig - Sonnenhof Großaspach
2:1 (1:0)
13.06.2020
1. FC Magdeburg - Viktoria Köln
2:0 (1:0)
13.06.2020
TSV 1860 München - F.C. Hansa Rostock
0:1 (0:0)
14.06.2020
FC Carl Zeiss Jena - KFC Uerdingen 05
0:0 (0:0)
14.06.2020
FSV Zwickau - SpVgg Unterhaching
3:3 (2:2)
14.06.2020
SV Waldhof Mannheim - FC Bayern München II
2:3 (1:3)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
FC Bayern München II
38
19
8
11
76:60
+16
65
2
Würzburger Kickers
38
19
7
12
71:60
+11
64
3
Eintracht Braunschweig
38
18
10
10
64:53
+11
64
4
FC Ingolstadt 04
38
17
12
9
61:40
+21
63
5
MSV Duisburg
38
17
11
10
68:48
+20
62
6
Hansa Rostock
38
17
8
13
54:43
+11
59
7
SV Meppen
38
16
10
12
69:57
+12
58
8
TSV 1860 München
38
16
10
12
63:54
+9
58
9
SV Waldhof Mannheim
38
13
17
8
52:47
+5
56
10
1. FC Kaiserslautern
38
14
13
11
59:54
+5
55
11
SpVgg Unterhaching
38
12
15
11
51:54
-3
51
12
Viktoria Köln
38
14
9
15
65:71
-6
51
13
KFC Uerdingen 05
38
12
12
14
40:54
-14
48
14
1. FC Magdeburg
38
10
17
11
49:42
+7
47
15
Hallescher FC
38
12
10
16
64:66
-2
46
16
FSV Zwickau
38
11
11
16
56:61
-5
44
17
Chemnitzer FC
38
11
11
16
54:60
-6
44
18
Preußen Münster
38
9
13
16
49:62
-13
40
19
Sonnenhof Großaspach
38
8
8
22
33:67
-34
32
20
Carl Zeiss Jena
38
5
8
25
40:85
-45
23

Breier trifft in Minute 60 - Hansa besiegt Münchner Löwen

Der F.C. Hansa Rostock fährt genau wie in der Hinrunde nach Siegen gegen Meppen und Magdeburg auch gegen den TSV 1860 München einen Dreier ein. Im Grünwalder Stadion reicht der Kogge dafür ein vor allem im zweiten Durchgang sehr aufmerksamer Auftritt, der durch den goldenen Treffer von Breier in Minute 60 belohnt wird.

Vor dem Schlagabtausch auf Giesings Höhen hatte Chef-Trainer Jens Härtel drei Veränderungen gegenüber der Startelf vom Derbysieg gegen Magdeburg vorgenommen. Neidhart, Granatowski und auch Reinthaler, der zuletzt mit Wadenproblemen ausgefallen war, kehrten in die Anfangsformation zurück. Ahlschwede, Pepic und Butzen nahmen im Gegenzug zunächst auf der Bank platz.

Die Partie war kaum angepfiffen, da kam der FCH bereits in Kontakt mit dem gegnerischen Tor: Granatowskis Freistoßflanke landete in Minute eins ungewollt gefährlich auf dem Netz des Münchner Gehäuses. Nach einer guten Viertelstunde konnte Scherff einen weiteren Warnschuss abgeben, als er vom linken Strafraumeck abzog und den Ball nur knapp vorbeisetzte (14.). Insgesamt passierte zu Beginn des Spiels allerdings wenig – beide Teams tasteten sich langsam an die Aufgabe heran. Ein feines Dribbling von Opoku sorgte in Minute 21 für die nächste Offensivaktion der Kogge, wenngleich seine Hereingabe von Münchens Hiller weggefischt wurde. Im Anschluss meldeten sich dann zunehmend die Löwen zu Wort: Zunächst war es Owusu, dessen Schuss rechts am Rostocker Tor vorbeitrudelte (23.). Daraufhin kam Lex aus zentraler Position zum Abschluss, doch das Bein von Kapitän Riedel verhinderte Schlimmeres (26.). Schließlich brachte Bekiroglu in der 32. Spielminute einen Freistoß aus zentraler Position auf das linke Eck und zwang Kolke zur ersten Flugeinlage des Nachmittags. Doch auch sein Gegenüber – Sechzigs Hiller – musste nur wenig später sein ganzes Können aufbringen: Scherff war nach feinem Diagonalball vor ihm aufgetaucht, mit seinem Versuch jedoch an der Fußabwehr des Keepers gescheitert (36.). Da beide Mannschaften in Summe aber bei Weitem noch nicht ihr vorhandenes Potenzial ausschöpften, blieb es beim Stand von 0:0.

Zum Wiederanpfiff zog Coach Härtel bereits seine ersten beiden Wechseloptionen: Pepic und Breier kamen für Vollmann und Verhoek. Wiederum starteten die ersten Minuten des Durchgangs verhalten, ehe sich dem FCH durch Bülow eine gute Möglichkeit bot, der das Leder knapp über den Giebel jagte (55.). München antwortete mit einem Schuss von Lex (58.) und einem guten Pass in die Spitze, den Kolke aufmerksam abfing (59.). Nach genau einer Stunde ging die Kogge dann durch einen tollen Angriff in Führung: Riedel hatte mit einem Pass die gesamte Hintermannschaft der Löwen überspielt und Granatowski in Szene gesetzt. Dieser zog mit viel Tempo in den Strafraum und legte zurück auf Breier, der ohne Probleme zum 1:0 traf. Und Hansa machte weiter Druck: Breier scheiterte zehn Minuten später mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Hiller (70.) und auch Sonnenberg konnte nach einer Ecke einen wuchtigen Kopfball abgeben, den Sechzigs Schlussmann glänzend parierte (74.). Von einem Aufbäumen der Hausherren fehlte derweil jede Spur. Erst in der 81. Minute wurde es erstmals seit der Führung gefährlich: Owusus Schuss landete nur Zentimeter neben dem Pfosten. Mehr als diesen einen Moment der Unruhe sollte es letztlich jedoch nicht geben – die Hansa-Defensive überstand auch die üppige Nachspielzeit von vier Minuten unbeschadet und durfte sich über weitere Big-Points im Aufstiegskampf freuen.

TSV 1860 München – F.C. Hansa Rostock 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Breier (60.)

TSV 1860 München: Hiller – Willsch (76. Paul), Erdmann, Berzel, Steinhart (76. Klassen) – Dressel (85. Greilinger), Wein (63. Moll), Bekiroglu – Lex, Owusu, Gebhart (63. Mölders)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Neidhart (64. Ahlschwede), Riedel, Sonnenberg, Reinthaler, Scherff – Bülow, Vollmann (46. Pepic) – Opoku (80. Butzen), Verhoek (46. Breier), Granatowski (64. Hanslik)

Münchner Mentalitätsmonster bitten zum Spitzentanz

Trotz des Derbysiegs gegen Magdeburg gibt es für das Profiteam des F.C. Hansa Rostock dieser Tage keinerlei Zeit zum Durchschnaufen – schon am Sonnabend wartet mit dem TSV 1860 München der nächste harte Brocken im grenzenlos spannenden Saisonfinish der 3. Liga.

Dass es dabei im Grünwalder Stadion hoch hergehen könnte, ist in Anbetracht der Ausgangslage beider Teams eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche. Sowohl die Löwen als auch der FCH verbuchten nach dem Re-Start jeweils sieben Zähler, wenngleich die Art und Weise der Punktgewinne der Sechziger wohl in Summe noch ein Stück weit beeindruckender war.

Gerade in Bezug auf die Moral präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Michael Köllner in einer nahezu unbestechlichen Form. Allein die erste Begegnung nach der spielfreien Zeit – 1860 münzte einen 0:2-Rückstand gegen Spitzenreiter Duisburg noch in einen 3:2-Erfolg um – lässt darüber keine Zweifel offen. Doch es sollte noch besser kommen: Ungeachtet der Tatsache, dass an Spieltag 30 die atemberaubende Serie von 16 aufeinanderfolgenden Spielen ohne Niederlage riss, ließen die Münchner erst kürzlich ein weiteres Ausrufezeichen folgen und schenkten auch dem KFC Uerdingen nach Rückstand noch drei Treffer zum Auswärtssieg ein.

Im Umfeld des Deutschen Meisters von 1966 lebt die Hoffnung auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga nun mehr denn je. 13 Jahre lang gehörten die Sechziger dort zum festen Inventar, ehe ein Abstieg, interne Differenzen und eine fehlende finanzielle Grundlage zum tiefen Fall in die viertklassige Bayernliga führten. Das erfahrene Team um Oldie Sascha Mölders, Mittelfeldmotor Daniel Wein und Ex-Hanseat Dennis Erdmann weiß um die Träume der leidgeprüften Fangemeinde. Ein erfolgreiches Gelingen hängt nun auch vom Ausgang der Partie gegen den ebenso aufbegehrenden F.C. Hansa ab.

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