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33. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
1:1
SpVgg Unterhaching
Datum
Spielgegner
Ergebnis
07.04.2018
F.C. Hansa Rostock - SpVgg Unterhaching
1:1 (0:1)
08.04.2018
FSV Zwickau - VfL Osnabrück
1:1 (1:1)
07.04.2018
SC Paderborn - Carl Zeiss Jena
6:0 (3:0)
06.04.2018
Werder Bremen II - VfR Aalen
1:0 (1:0)
07.04.2018
Sonnenhof Großaspach - Sportfreunde Lotte
1:1 (1:0)
08.04.2018
Rot-Weiß Erfurt - Chemnitzer FC
0:5 (0:3)
08.04.2018
SV Meppen - Hallescher FC
2:2 (1:0)
07.04.2018
Würzburger Kickers - Fortuna Köln
1:0 (0:0)
07.04.2018
Preußen Münster - SV Wehen Wiesbaden
1:0 (1:0)
07.04.2018
1. FC Magdeburg - Karlsruher SC
2:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Eintracht Braunschweig
0
0
0
0
0:0
0
0
2
TSV 1860 München
0
0
0
0
0:0
0
0
3
KFC Uerdingen 05
0
0
0
0
0:0
0
0
4
SpVgg Unterhaching
0
0
0
0
0:0
0
0
5
Carl Zeiss Jena
0
0
0
0
0:0
0
0
6
SV Meppen
0
0
0
0
0:0
0
0
7
Karlsruher SC
0
0
0
0
0:0
0
0
8
Würzburger Kickers
0
0
0
0
0:0
0
0
9
Sportfreunde Lotte
0
0
0
0
0:0
0
0
10
FSV Zwickau
0
0
0
0
0:0
0
0
11
SV Wehen Wiesbaden
0
0
0
0
0:0
0
0
12
1. FC Kaiserslautern
0
0
0
0
0:0
0
0
13
VfR Aalen
0
0
0
0
0:0
0
0
14
Sonnenhof Großaspach
0
0
0
0
0:0
0
0
15
Fortuna Köln
0
0
0
0
0:0
0
0
16
VfL Osnabrück
0
0
0
0
0:0
0
0
17
Hallescher FC
0
0
0
0
0:0
0
0
18
Energie Cottbus
0
0
0
0
0:0
0
0
19
Preußen Münster
0
0
0
0
0:0
0
0
20
Hansa Rostock
0
0
0
0
0:0
0
0

Scherff trifft nach dem Seitenwechsel - 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching

Das erste Hansa-Heimspiel des Monats April wollte die Kogge nutzen, um endlich die Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg zu beenden. Dazu empfing der FCH die Spielvereinigung Unterhaching im Ostseestadion, die als direkter Tabellennachbar nach an die Ostsee kam und sich für das Hinspielergebnis revanchieren wollte.

Damals ließ der F.C. Hansa in einem Freitagabendspiel von Beginn an nicht viel anbrennen und ging nach 90 Minuten als verdienter Sieger (3:0) vom Platz - gut fünf Monate später kam es nun zum zweiten Aufeinandertreffen der Spielzeit. Während die Bayern auf Mannschaftskapitän Josef Welzmüller (Rot-Sperre) verzichten mussten, war Hansas Spielführer Amaury Bischoff zumindest auf der Bank. Denn Kogge-Trainer Dotchev tauschte zwar zwei Personalien aus, setzte dabei aber auf Willi Evseev und Nico Rieble, die neu in die erste Elf rückten. Mike Owusu und Bryan Henning mussten dafür zunächst weichen.

Hansa wollte im 22. Duell überhaupt mit der SpVgg ab der 1. Minute zeigen, dass das Team etwas gutzumachen hatte und die Fans für die lange Sieglos-Serie belohnte wollte. Darauf stellten sich Vorstadt-Münchner ein und verteidigten gegen den Ball in einem kompakten 4-4-2, wobei alle Feldspieler in der eigenen Hälfte agierten. Die erste Torannäherung der Kogge konnten die Gäste dadurch aber nicht verhindern. Vladimir Rankovic kam nach einem Doppelpass in der 2. Spielminute zur ersten Flanke, die auf dem Kopf von Pascal Breier landete, der den Ball aber nicht richtig verarbeiten konnte.

Und Hansa blieb direkt dran und kam mit Fabian Holthaus, dessen Abschluss jedoch gerade noch abgelenkt werden konnte. Die nachfolgende Ecke kam von Stefan Wannenwetsch, der Pascal Breier am langen Pfosten fand – wieder geblockt. Aber auch die Gäste haben einen offensiven Matchplan mit an nach Rostock gebracht. Die Mannschaft vom Trainer Schromm verschob immer wieder im Verbund nach vorne und versuchte den FCH gezielt anzulaufen. Die Kogge blieb aber konzentriert und kam ohne Fehler aus – bis zur 18. Spielminute.

Eine Hereingabe von Maximilian Bauer konnte Julian Riedel nicht ausreichend aus der Gefahrenzone befördern, sodass Orestis Kiomoutzoglou im Strafraum nicht lange fackelte und aus zwölf Metern den Ball zum 1:0 für die Gäste einschob. In der Folge zeigte sich die SpVgg beflügelt vom Führungstreffer und übten weiter Druck auf die Rostocker Defensive aus.

Der F.C. Hansa hatte nach dem Rückstand Mühe, in die Partie zu finden. Im eigenen Angriff lief nicht viel zusammen und hinten musste die Dotchev-Elf immer wieder auf die quirligen Bayern aufpassen. Fabian Holthaus probierte es in der 34. Minute mal im Alleingang aus der Distanz, brachte aber letztlich nicht die gewünschte Gefahr für den Gäste-Kasten. Drei Minuten später wurde es dann schon etwas brenzliger. Zunächst wollte Pascal Breier einen Fehler der SpVgg ausnutzen, wurde aber gerade noch entscheidend gestört - kurz darauf verpasste Soufian Benyamina im Strafraum eine Hereingabe nur knapp.

Aber auch die Schromm-Elf zeigte sich kurz vor der Pause noch einmal und hatte die große Chance nach einem Konter. Sascha Bigalke suchte mit einem flachen Zuspiel ins Zentrum den zweiten Treffer, doch die Kogge eilte gerade noch zurück und verhinderte das 0:2. Auf der Gegenseite probierte es Pascal Breier in der 43. Minute noch einmal aus 20 Metern – kein Problem für SpVgg-Keeper Königshofer. Wenig später pfiff Schiedsrichter Schwermer den ersten Durchgang ab, in dem vom F.C. Hansa zu wenig kam.

Nach dem Seitenwechsel wünschten sich die 9.300 Zuschauer ein anderes Auftreten ihrer Kogge, die zunächst ohne Wechsel in den zweiten Durchgang ging. Und der FCH probierte es auch gleich einmal über rechts mit Breier und Rankovic, doch die Flanken fanden keinen Abnehmer im Zentrum. Drei Minuten nach Wiederanpfiff machte es Hansa dann besser und kam Oliver Hüsing, der in den Strafraum marschierte und den Ball ins Zentrum brachte. Dort legte Pascal Breier dann kurz mit der Hacke zurück auf Lukas Scherff, der trocken zum 1:1-Ausgleich traf.

Nun war Hansa im Spiel und kam schon wieder. Diesmal über links und der nächsten gute Chance. Soufian Benyamina war es nach einer Flanke, der nur noch am Pfosten scheiterte. Und wieder ein Alu-Treffer! Fabian Holthaus brachte einen Eckball punktgenau auf den Kopf von Nico Rieble, der die Latte traf und damit nur knapp den ersten Saisontreffer verfehlte.

Die Kogge trat nun viel selbstbewusster auf, das Zweikampfverhalten passte und offensiv zeigte sich das Team von Pavel Dotchev jetzt deutlich zielstrebiger. Fabian Holthaus traf in der 63. Spielminute jedoch nur das Außennetz. Unterhaching war nun fast ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt und kam nur noch selten zu eigenen Angriffen. Zwar traf Haching-Torjäger Stephan Hain in der 64. Spielminute ins Rostocker Tor, der Angreifer wurde jedoch zuvor wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen.

In der 68. Minute eine unglückliche Situation mit Folgen für den FCH. Oliver Hüsing prallte nach einem Zweikampf mit Willi Evseev zusammen, der sich im Knie verletzte und ausgewechselt werden musste – Bryan Henning kam dafür auf das Spielfeld.
Die Schlussphase begann so langsam im Ostseestadion und der F.C. Hansa spielte weiter auf Sieg, auch wenn die Gäste jetzt wieder besser standen und weniger zuließen. Pavel Dotchev reagierte deshalb noch einmal und brachte mit Tim Väyrynen für Fabian Holthaus einen dritten Stürmer auf den Platz.

Der Finne fügte sich gleich gut ein und brachte Lukas Scherff ins Spiel, dessen Abschluss aber gerade noch zur Ecke geklärt werden konnte, die jedoch nichts einbrachte. Zehn Minuten vor dem Ende dann wieder der FCH. Über rechts machte Rankovic den Ball scharf – die SpVgg brachte die Hereingabe nicht aus der Box, sodass Bryan Henning zum Abschluss kam. Der 23-jährige Mittelfeldmann traf den Ball aber nicht richtig – weiterhin 1:1.

Auch die Gäste probierten es noch einmal offensiv mit Bigalke, der geschickt für Hain durchsteckte – doch Hansa konnte im Verbund zur Ecke klären, die erneut Gefahr brachte. Nico Rieble kratzte den Ball gerade noch von der Linie. Die Spielvereinigung schnupperte jetzt noch einmal am Dreier und drängte die Rostocker in die eigene Hälfte. Dort musste dann Janis Blaswich in der Nachspielzeit alles riskieren, um zumindest einen Punkt zu sichern. Etwas glücklich kam Schimmer in Position, der frei vor Blaswich auftauchte und die Führung auf dem Fuß hatte. Der Rostocker Schlussmann behielt aber die Ruhe und parierte.

Somit blieb es beim 1:1-Unentschieden und die Kogge muss weiter auf den erlösenden Dreier warten. Unter der Woche will der FCH dann das Weiterkommen im Landespokal sichern – am Sonntag geht es dann zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe, wo das Team einen erneuten Angriff auf den 15. Saisonsieg nimmt.


F.C. Hansa Rostock – SpVgg Unterhaching 1:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Kiomourtzoglou (18.), 1:1 Scherff (48.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Rieble – Holthaus (74. Väyrynen), Evseev (68. Henning), Wannenwetsch (86. Grupe), Scherff – Benyamina, Breier

SpVgg Unterhaching: Königshofer – Bauer, Winkler, Tafferthofer, Dombrowka – Steinherr (65. Schimmer), Stahl, Kiomourtzoglou (81. Müller), Porath (78.Marseiler) – Bigalke, Hain

Tabellennachbarn unter sich

Mit 20 Punkten Vorsprung und nur einer Niederlage kehrte die SpVgg Unterhaching zur Saison 17/18 in die 3. Liga zurück. Die Vorstadt-Münchner schossen dabei 95 Treffer und marschierten fast schon mühelos durch die Regionalliga Bayern. Eine Liga höher sollte es wenn möglich gleich so weiter gehen.

Und trotz der Auftaktniederlage gegen den SV Werder Bremen II (0:3) konnten die Bayern an die Regionalliga-Saison anknüpfen. Stück für Stück kletterte die Mannschaft von Trainer Schromm in der Tabelle nach oben und etablierte sich im oberen Tabellendrittel. Dass die Hachinger schon so früh in der Spielzeit nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hatten, liegt vor allem an zwei Personalien.

Sascha Bigalke und Stephan Hain mischten die 3. Liga mächtig auf und sind bis zum heutigen Spieltag an 36 Treffern der SpVgg Unterhaching direkt beteiligt - bei insgesamt 46 Toren eine bärenstarke Bilanz.

Der gebürtige Berliner Bigalke glänzte dabei vor allem als Vorbereiter. 14 Torvorbereitungen gehen auf das Konto des kleinen offensiven Mittelfeldspielers, der diverse Jugend-Nationalmannschaften des DFB durchlief und neben Toni Kroos zu den größten Talenten im deutschen Fußball zählte. Nach seiner Zeit bei Hertha BSC ging es für Bigalke zum ersten Mal nach Unterhaching, wo er genügend Spielpraxis bekam und erneut auf sich aufmerksam machte. Der 1. FC Köln lotste den quirligen Berliner an den Dom - allerdings kam Bigalke in zwei Jahren lediglich auf 19 Einsätze und wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Zwei Kreuzbandrisse und drei Mittelfußbrüche verhinderten eine große Karriere. Doch seit Sommer 2015 ist der 28-Jährige weitestgehend verletzungsfrei und konnte seine Bilanz bei den Bayern auf 41 Tore und 58 Vorlagen in 141 Spielen schrauben.

Offensivkollege Hain steht dem in Nichts nach und trifft fast in jedem Spiel für die SpVgg (53 Tore in 67 Spielen). In der Aufstiegssaison erzielte der 29-Jährige 32 Treffer und auch in dieser Saison kann sich die Trefferquote des Mittelstürmers mehr als sehen lassen. 16 Saisontore weist Hain vor - nur Manuel Schäffler vom SV Wehen Wiesbaden (19) trifft häufiger.

Ein weiteres Geheimnis der Hachinger Erfolgsgeschichte ist seit Jahren die gute Jugendarbeit. Immer wieder bringt der kleine bayrische Club Jungs aus der eigenen Jugend und der Region nach oben und etabliert sie im Männerfußball. Allein im aktuellen Kader stehen sechs Eigengewächse. Unter anderem auch Orestis Kiomourtzoglou. Der 19-jährige Mittelfeldmann schaffte den Sprung zu den Profis schon aus der U17 und ist in dieser Saison mit 22 Einsätzen eine feste Größe im Hachinger Mittelfeld - was aber auch bei größeren Vereinen nicht unbemerkt bleiben wird.

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