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35. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
2:0
SV Wehen Wiesbaden
Datum
Spielgegner
Ergebnis
21.04.2018
F.C. Hansa Rostock - SV Wehen Wiesbaden
2:0 (1:0)
22.04.2018
VfR Aalen - VfL Osnabrück
()
21.04.2018
Werder Bremen II - Carl Zeiss Jena
2:4 (2:0)
21.04.2018
Rot-Weiß Erfurt - Sonnenhof Großaspach
0:6 (0:4)
20.04.2018
SV Meppen - Sportfreunde Lotte
2:1 (1:0)
21.04.2018
Würzburger Kickers - Chemnitzer FC
0:0 (0:0)
22.04.2018
Preußen Münster - Hallescher FC
()
21.04.2018
1. FC Magdeburg - Fortuna Köln
2:0 (2:0)
23.04.2018
FSV Zwickau - Karlsruher SC
()
21.04.2018
SC Paderborn - SpVgg Unterhaching
3:0 (3:0)

Breier und Wannenwetsch zum erlösenden Dreier – Hansa bezwingt Wiesbaden mit 2:0

Schon beim Auswärtsspiel in Karlsruhe ging der F.C. Hansa auf dem Zahnfleisch und reiste nur mit einem 16-Mann-Kader an. Eine Woche später plagten Hansa-Trainer Dotchev ähnliche Sorgen. Zwar kehrten Julian Riedel und Stefan Wannenwetsch in die Anfangsformation zurück, dafür musste der FCH aber auf Oliver Hüsing, Vladimir Rankovic, Soufian Benyamina und Tim Väyrynen verzichten, die allesamt verletzungsbedingt passen mussten.

Und wie schon gegen den KSC hatte es Hansa mit einem Team zu tun, das noch auf den Aufstiegszug aufspringen will, jedoch zuletzt etwas schwächelte. Drei Ligaspiele verloren die Hessen zuletzt, stehen aber immer noch auf dem Relegationsrang und wollten beim Gastspiel in Rostock ihre starke Offensive (70 Tore) sofort auf den Platz bringen – allerdings ohne den Top-Torjäger der Liga. Manuel Schäffler (20 Saisontore) musste kurzfristig ersetzt werden.

Dafür begann Simon Brandstetter und eröffnete um 14.05 Uhr mit dem Anstoß den 35. Spieltag. Die Gäste versuchten die ersatzgeschwächte Kogge gleich mal unter Druck zu setzen und kamen über Diawusie, der Brandstetter in Szene setzte – der erste gefährliche Abschluss der Partie. Hansa war zunächst nur mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt und bekam es schon zeitig in der Partie mit druckvollen Gästen zu tun, die sehr früh anliefen.

Der F.C. Hansa versuchte sich immer wieder zu befreien und selbst Akzente nach vorne zu setzen - Mike Owusu probierte es nach zehn Minuten mal aus 18 Metern. Doch mehr Gefahr ging weiterhin von den Hessen aus. Maximilian Dittgen zog einfach mal aus zentraler Position ab und verfehlte den Rostocker Kasten nur knapp. Wieder der SVWW mit einem Abschluss von Mrowca, aber Julian Riedel konnte die Situation bereinigen. Nach 17 Minuten musste dann auch Janis Blaswich zum ersten Mal angreifen und in höchster Not gegen Stephan Andrist parieren, der wohl nicht im Abseits stand.

In der 20. Spielminute folgte die nächste gute Chance für die Wiesbadener. Innenverteidiger Mockenhaupt legte schön für Diawusie auf, dessen Hereingabe Mrowca fand – der Abschluss ging jedoch über das Gehäuse. Das Tempo des SV Wehen machte der Kogge sichtlich zu schaffen. Aber trotz der vielen Ausfälle warf der FCH alles rein und hielt dagegen.

Mitte der ersten Hälfte kombinierte sich Hansa aber etwas besser in die Partie und kam direkt zur Großchance auf das 1:0. Mike Owusu kam über rechts bis in der Strafraum und hatte das Auge für Fabian Holthaus, der nur noch einschieben musste, aber die Kugel über das Tor setzte. Jetzt blieb der FCH dran und kam diesmal mit Holthaus als Vorlagengeber. Der Linksverteidiger sah den einlaufenden Breier, und legte den Ball flach hinter die Kette – Pascal Breier ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und versenkte den Ball zum 1:0 für den F.C. Hansa.

Wiesbaden zeigte sich kurz geschockt und wollte wieder zu dem Spielrhythmus der Anfangsphase finden. Die Kogge war jedoch gut im Spiel und war vor allem in der Zweikämpfen stark. In der 38. Minuten eroberte sich die Dotchev-Elf wieder den Ball und plötzlich ging es ganz schnell. Stefan Wannenwetsch schickte Pascal Breier auf die Reise, der nicht lange fackelte und Wehen-Keeper Kolke aus der Distanz zur Parade zwang.

Hansa kam nach der anfänglichen Druckphase der Gäste immer besser in den 35. Spieltag der 3. Liga und erarbeitete sich die knappe 1:0-Pausenführung.

Beide Trainer sahen keinen Grund für personelle Änderungen – es ging ohne Wechsel in den zweiten Durchgang. Der SV Wehen versuchte das Tempo gleich wieder anzuziehen, die Kogge kam aber gut aus der Kabine und machte dort weiter, wo sie zum Ende der ersten Hälfte aufgehört hatte. Wehen fand keinen Weg mehr, um zum Abschluss zu kommen und biss sich ein wenig die Zähne an den Rostockern aus.

Nach 56 Minuten hatte Hansa die Chance, mit einem Konter auf 2:0 zu stellen, doch nach dem Zuspiel von Lukas Scherff konnte Moritz Kuhn gerade noch vor Bryan Henning klären. Vier Minuten später kam Henning etwas freier an den Ball und zum Abschluss, aber ein Wiesbadener Abwehrbein verhinderte den Schuss auf das Tor. SVWW-Coach Rüdiger Rehm reagierte in der Folge und wechselte offensiv. Für den defensiven Mittelfeldspieler Dams kam mit Patrick Breitkeutz ein weiterer Stürmer auf das Feld.

Noch gut 20 Minuten zu spielen im Ostseestadion und der SV Wehen erhöhte noch einmal die Schlagzahl. Stephan Andrist verzog in der 67. Minute knapp und tauchte zwei Minuten später wieder gefährlich vor dem Rostocker Tor auf – aber Julian Riedel war zur Stelle und bereinigte die Situation. Ein weiterer Ex-Rostocker hatte ebenfalls den Ausgleich vor Augen – Steven Ruprecht köpfte den Ball knapp vorbei.

Hansa brauchte wieder mehr Entlastung. Diese sollte das Team durch frische Kräfte bekommen – Dotchev brachte Grupe und Alibaz in die Partie und prompt legte der F.C. Hansa nach. Pascal Breier steckte für Lukas Scherff durch, dessen Abschluss noch von Kolke pariert wurde, aber Stefan Wannewetsch stand goldrichtig und köpfte zum 2:0 ein.

Nun wollte die Kogge den erlösenden Dreier nicht mehr hergeben und hatte nur wenige Augenblicke später die Möglichkeit, den Deckel draufzumachen, aber Scherff scheiterte an Wehens Schlussmann. Die Gäste warfen nun noch einmal alles nach vorne und wollten irgendwie zurück in die Partie kommen. Das hätte auch beinahe geklappt, denn Stephan Andrist zog nach einem missglückten Befreiungsschlag von Blaswich direkt ab, zielte aber nicht genau genug.

Doch viel mehr fiel dem SV Wehen nicht ein. Hansa verteidigte aufopferungsvoll und ließ auch in den Schlussminuten nichts mehr zu. Damit löste der FCH nach neun Spielen ohne Dreier endlich den Knoten und blieb auch im zweiten Aufeinandertreffen dieser Spielzeit ohne Gegentor gegen die Hessen.

F.C. Hansa Rostock – SV Wehen Wiesbaden 2:0 (1:0)

Torfolge: 1:0 Breier (29.), 2:0 Wannenwetsch (77.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Riedel, Rieble, Holthaus – Owusu (64. Grupe), Henning, Wannenwetsch, Bischoff (76. Bischoff), Scherff – Breier (89. Berger)

SV Wehen Wiesbaden: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel – Diawusie (86. Blacha), Dams (61. Breitkreutz, 75. Müller), Dittgen, Mrowca, Andrist – Brandstetter

Wehen Wiesbaden im Endspurt um Platz drei

Es riecht nach zweiter Bundesliga in Hessen. Nach neun Jahren Drittklassigkeit klopft Wiesbaden eine Liga höher an - ganz durch sind sie allerdings noch nicht.

Seit 18 Spieltagen steht Wehen Wiesbaden nun schon auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz. Davor rangierten die Hessen bereits neun Spieltage auf Platz 4. Von den bisherigen 34 Spieltagen tummelten sich der SVWW also (inklusive zweier Platzierungen zu Beginn der Saison auf eins und zwei) insgesamt 29 Spieltage unter den Top Vier der Liga. Als einziger Konkurrent ist nur noch der Karlsruher SC übriggeblieben und könnte Wehen den dritten Platz noch streitig machen. Punktgleich trennen die beiden Vereine ganze 19 Tore, die Wiesbaden in der Tordifferenz für sich verbuchen kann. Allerdings hängt der SVWW momentan in einem kleinen Tief. Nach sechs Siegen am Stück mit jeweils drei oder mehr Treffern gab es zuletzt vier Niederlagen (insgesamt nur ein Tor). Darunter auch ein 0:2 im Hessenpokal gegen TSV Steinbach.

Trotzdem stellt das Team von Rüdiger Rehm mit 70 Toren den zweitbesten Sturm der Liga. Hauptverantwortlich für diese beeindruckende Offensive sind vor allem zwei Spieler: Manuel Schäffler ist der Toptorjäger der 3. Liga - er konnte bereits 20-mal einnetzen und gab zudem sieben Torvorlagen. Und dann ist da noch ein Ex-Hanseat, der in der hessischen Landeshauptstadt so richtig aufblüht. Stephan Andrist ist mit 15 Toren und neun Vorlagen ein weiterer Topscorer und hat damit eine starke Quote hingelegt.

Auch Steven Ruprecht und David Blacha haben eine Vergangenheit mit der Kogge und werden am Sonnabend an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Das Duo zählt zu den Stammkräften im Team, Blacha führt den SVWW gar als Kapitän aufs Feld. Definitiv nicht auf dem Platz stehen werden hingegen Robert Andrich (Rotsperre) und Patrick Funk (Gelbsperre). Ansonsten kann Rehm auf den kompletten Kader zugreifen.

Die Bilanz gegen die Hessen im Ostseestadion spricht leicht für die Kogge. Drei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen stehen zu Buche. Vor einem Jahr gab es das letzte Zusammentreffen im Norden, welches Wehen mit 3:1 für sich entscheiden konnte. 13 Monate davor konnte der F.C. Hansa 4:0 gewinnen. Es scheint also alles möglich. Rüdiger Rehm gab sich unter der Woche kampfbereit: "Wir wollen uns für das 0:1 aus dem Hinspiel revanchieren." Soufian Benyamina hatte in der Hinrunde den Auswärtssieg in Wiesbaden perfekt gemacht. Durch eine starke Defensivleistung und viel Kampf gelang der Kogge dieser knappe Sieg. Fast das halbe Spiel mussten die Hanseaten in Unterzahl spielen, nachdem Kapitän Amaury Bischoff mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde.

Aufstiegsambitionen treffen am Sonnabend also auf Kampfgeist, denn die Kogge will den Bock endlich umstoßen und den Fans wieder einen Heimsieg schenken.

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