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36. Spieltag2017/18

0:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
28.04.2018
Fortuna Köln - F.C. Hansa Rostock
0:0 (0:0)
29.04.2018
Rot-Weiß Erfurt - Werder Bremen II
()
28.04.2018
VfL Osnabrück - Carl Zeiss Jena
1:2 (0:0)
27.04.2018
SpVgg Unterhaching - VfR Aalen
0:1 (0:0)
28.04.2018
Karlsruher SC - SC Paderborn
0:0 (0:0)
28.04.2018
SV Wehen Wiesbaden - FSV Zwickau
3:0 (0:0)
28.04.2018
Hallescher FC - 1. FC Magdeburg
0:2 (0:1)
29.04.2018
Chemnitzer FC - Preußen Münster
()
28.04.2018
Sportfreunde Lotte - Würzburger Kickers
1:2 (0:1)
29.04.2018
Sonnenhof Großaspach - SV Meppen
()

Blaswich hält Punkt im Kölner Südstadion fest

Im Vorfeld des 36. Spieltags entspannte sich die Personalsituation beim F.C. Hansa. Chef-Trainer Pavel Dotchev hatte mit Oliver Hüsing, Tim Väyrynen, Vladimir Rankovic und Soufian Benyamina gleich vier Leute wieder an Bord, die zuletzt verletzungsbedingt fehlten. In die Startelf schaffte es aber lediglich Innenverteidiger Hüsing, der in das Siegerteam des Heimspiels gegen Wiesbaden rückte.

Der Gegner am Sonnabendnachmittag hatte es hingegen nicht ganz so einfach, eine starke erste Elf auf den Platz zu bringen. Mit Dahmani, Menz, Ernst und Scheu fielen gleich vier Stammkräfte für das Duell mit der Kogge aus. Zudem setzte Fortuna-Coach Koschinat nach sechs Niederlagen in Serie Torhüter Tim Boss und Defensiv-Routinier Pazurek auf die Bank. Dafür durften die jungen Bruhns (18) und Koljic (19) ran und sollten mithelfen, die aktuelle Negativserie im Heimspiel gegen den FCH zu beenden.

Hansa wollte allerdings direkt dagegenhalten und im Südstadion zu Köln den nächsten Dreier nachlegen. Und die Dotchev-Elf hatte auch gleich mal die erste Gelegenheit der Partie. Lukas Scherff kam nach einer Hereingabe von rechts zum Kopfball – da fehlte nicht viel. Auf der Gegenseite brachte sich der FCH selbst etwas in Gefahr. Janis Blaswich war nach einer Rückgabe von Fabian Holthaus jedoch mit dem Kopf zur Stelle und bereinigte die Situation.

Beide Teams tasteten sich in der Anfangsphase erst einmal, zeigten aber dass sie sich keinesfalls nur auf die Defensive konzentrieren wollten. In der 9. Spielminute die nächste gute Möglichkeit für den F.C. Hansa – Nico Rieble kam jedoch nach einem Standard von Amaury Bischoff einen Schritt zu spät und verpasste haarscharf das 1:0. Hansa blieb nun aber dran und kam mit Bryan Henning, der für Lukas Scherff auflegte – erste Parade von Fortuna-Keeper Bruhns. Die Dotchev-Elf hatte nun einen sehr guten Zugriff auf das Spielgeschehen und verlagerte dieses zunehmend in die Kölner Hälfte. Doch die ganz großen Torchancen blieben vorerst aus. Zudem suchte Hansa einen Weg, um Sturmspitze Breier ins Spiel zu bekommen, der bisher von der Fortuna-Abwehr aus der Partie genommen wurde.

15 Minuten vor dem Pausenpfiff dann die Fortuna mit eine Großchance – und der Ball landete sogar im Rostocker Kasten. Doch nach dem Abschluss von Farrona-Pulido stand Daniel Keita-Ruel im Abseits. Jetzt kamen die Hausherren etwas besser auf und mit Thomas Bröker zu nächsten Gelegenheit, aber Janis Blaswich vereitelte diese mit einer Fußabwehr. Die Kogge antwortete prompt und hatte ebenfalls die Führung auf dem Fuß. Nach einer schönen Kombination über Rieble und Henning kam Stefan Wannenwetsch in Position, doch dessen Abschluss kratzte Kölns Kyere Mensah gerade noch von der Linie.

Und noch einmal Hansa. Lukas Scherff hatte fünf Minuten vor der Pause das Auge für Pascal Breier, der sich im Zentrum löste, allerdings aus guter Position verpasste. Aber auch der Sportclub aus Köln meldete sich vor dem Rostocker Kasten zu Wort. Keita-Ruel mit der Doppelchance, doch Blaswich und seine Vorderleute konnten gerade noch klären. Kurz darauf war Pause im Kölner Südstadion.

Den zweiten Durchgang begann der FCH mit einer frischen Personalie. Vladimir Rankovic verteidigte nun rechts hinten für Joshua Nadeau und musste gleich hellwach sein. In der 47. Minute probierte es Farrona-Pulido aus 16 Metern – Rankovic warf sicher aber in den Abschluss und klärte. Die Fortuna versuchte in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten Hansa unter Druck zu setzen. Die Rostocker blieben aber gut organisiert und kamen über Rankovic in der 55. Minute zur ersten kleineren Abschlusschance.

Nach 60 Minuten wechselte die Kogge zum zweiten Mal - Selcuk Alibaz sollte für neuen Schwung über rechts sorgen. Doch Hansas Offensive hatte weiter einen schweren Stand und kam nur noch selten gefährlich vor das Kölner Gehäuse.Ganz anders die Hausherren, die in der 65. Minute einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Daniel Keita-Ruel übernahm die Verantwortung, scheiterte aber Hansa-Keeper Blaswich, der die Ecke ahnte und die Null festhielt.

Kurz darauf waren die Rostocker gezwungen, ein weiteres Mal zu wechseln. Nico Rieble ging mit Platzwunde raus – Soufian Beynamina kam und sortierte sich neben Pascal Breier als zweiter Stürmer ein. Der F.C. Hansa versuchte wieder mehr Spielkontrolle zu erlangen und so zu eigenen Torchancen zu kommen. Doch die Fortuna ließ im zweiten Spielabschnitt deutlich weniger zu, weshalb die torlose Punkteteilung immer wahrscheinlicher wurde.

Dann aber doch noch die große Möglichkeit zum 1:0 für die Kogge. Amaury Bischoff brachte einen Freistoß punktgenau auf den Kopf von Pascal Breier, der seinen sechsten Saisontreffer schon vor Augen hatte, aber SC-Keeper Bruhns lenkte den Ball gerade noch an die Latte. Hansa erhöhte in den Schlussminuten noch einmal die Schlagzahl, um zum Lucky-Punch zu kommen. Wieder war es ein Freistoß von Bischoff, der Gefahr brachte – doch Oliver Hüsing versprang der Ball kurz vor dem Abschluss.

Viel mehr passierte aber nicht. Am Ende stand ein gerechtes 0:0-Unentschieden auf der Anzeigetafel im Kölner Südstadion, wodurch Hansa es verpasste, den Abstand in der Tabelle auf die Kölner zu vergrößern.

SC Fortuna Köln – F.C. Hansa Rostock 0:0 (0:0)

F.C. Hansa Rostock: Bruhns – Bender, Kyere, Fritz, Koljic – Bröker, Brandenburger, Kegel (78. Kessel), Kurt, Farrona-Pulido – Keita-Ruel (85. Falahen)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau (46. Rankovic), Hüsing, Riedel, Holtahus – Wannenwetsch (60. Alibaz), Henning, Bischoff, Rieble (68. Benyamina), Scherff – Breier

 

Fortuna zuletzt ohne Glück

Für die Kogge gab es am Wochenende durch den 2:0-Sieg gegen Wehen Wiesbaden nach langer Durststrecke endlich wieder Grund zum Jubeln. Ein Erfolgserlebnis, auf das der kommende Gegner Fortuna Köln seit sechs verlorenen Ligaspielen hintereinander wartet. Und gerade wegen des fulminanten Hinspiels, bei dem der F.C. Hansa einen 0:2-Rückstand in einen 5:3-Erfolg ummünzte, werden die Südstädter besonders heiß auf einen Sieg sein.

Die Kölner sind seit vier Jahren zurück in Liga drei und damit nach einer langen Leidenszeit wieder im Profifußball angekommen. Der ehemalige Zweitligist, der von 1974 bis 2000 ganze 26 Jahre im Unterhaus spielte, musste nach dem Abstieg mehrfach Insolvenz anmelden und stürzte 2005 bis in die Verbandsliga Mittelrhein ab. 2011 glückte der Aufstieg in die Regionalliga West, aus der die Kölner drei Jahre später in die 3. Liga aufstiegen. In der Aufstiegsrelegation bezwangen die Südstädter damals den FC Bayern München II (1:0, 1:2) und kehrten dem Amateurfußball somit nach 14 Jahren endlich wieder den Rücken zu. In den vergangenen drei Spielzeiten war die Fortuna meist in der unteren Tabellenhälfte zu finden und schaffte auch im letzten Jahr erst zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt. In dieser Saison zeigen die Kicker aus der Rheinmetropole allerdings ein ganz anderes Gesicht. Zu keinem Zeitpunkt war die Mannschaft schlechter als Rang sieben und grüßte zu Beginn der Spielzeit sogar zweimal von der Tabellenspitze.

Trotz der ausgesprochen guten Saison steckt der Sportclub aktuell in einer Krise. Lange Zeit befand sich das Team mit Hansa, Karlsruhe und Wiesbaden in einem Vierkampf um den Aufstiegsrelegationsplatz. Zuletzt musste die Fortuna jedoch sechs Niederlagen in Folge hinnehmen und verabschiedete sich somit, ähnlich wie der F.C. Hansa, endgültig aus dem Aufstiegsrennen. Zudem blieben die Rheinländer in drei der Begegnungen ohne eigenen Torerfolg. Am vergangenen Wochenende gastierten die Kölner beim stark aufspielenden 1. FC Magdeburg, der die Gäste mit 2:0 nach Hause schickte und dadurch den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machte. Trainer Uwe Koschinat fand im Anschluss an das Spiel deutliche Worte und ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Als "aktuell nicht drittligatauglich", befand er sein Team, das derzeit ein gefundenes Fressen für alle Mannschaften sei, die eine "gewisse Galligkeit auf den Platz brächten".

Einen Lichtblick gab es in der vergangenen Woche innerhalb der Kölner Mannschaft. Boné Uaferro, der bei den Südstädtern seit seinem Wechsel 2014 unangefochtener Stammspieler in der Innenverteidigung ist, kehrte nach mehr als sieben Monaten Verletzungspause zurück ins Training. Seit dem siebten Spieltag, als er gegen Werder Bremen II bereits nach vier Minuten ausgewechselt werden musste, fiel er aufgrund eines Kreuzbandrisses aus. Für das Spiel am Wochenende wird er allerdings noch keine Option sein. Insgesamt fehlen der Fortuna aktuell sieben Spieler, die aufgrund von Verletzungen ausfallen bzw. sich erst im Aufbautraining befinden.

Acht geben muss der F.C. Hansa auf Daniel Keita-Ruel (14 Treffer) und Hamdi Dahmani (neun Tore). Die beiden gehören zu den besten Offensiv-Duos der Liga und wirbelten schon im Hinspiel durch Hansas Hinterreihen. Doch trotz eines Doppelpacks von Dahmani ging die Fortuna vergangenen November im Ostseestadion leer aus. 5:3 lautete das Ergebnis nach einem der spektakulärsten Spiele, das das Rostocker Publikum in den letzten Jahren gesehen haben dürfte. Nachdem der Sportclub bereits nach 13 Minuten mit 2:0 führte, setzte die Kogge zu einer fulminanten Aufholjagd an und spielte sich zwischenzeitlich in einen Rausch. Unvergessen dürfte dabei der Dreierpack von Marcel Hilßner sein, der die Bälle aus teilweise beträchtlichen Entfernungen im Tor der Gäste unterbrachte.

Die ausgeglichene Gesamtbilanz der Begegnungen beider Vereine (fünf Siege – vier Unentschieden – vier Niederlagen) und die Tatsache, dass die Teams vor jeweils eigenem Publikum meist siegreich vom Platz gingen, verspricht in jedem Fall eine spannende Partie, in der beide Mannschaften aufgrund der letzten Wochen alles geben werden.

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