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37. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
4:2
Hallescher FC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
05.05.2018
F.C. Hansa Rostock - Hallescher FC
4:2 (2:0)
05.05.2018
VfL Osnabrück - Werder Bremen II
1:1 (1:0)
05.05.2018
SV Meppen - Rot-Weiß Erfurt
3:0 (1:0)
05.05.2018
Würzburger Kickers - Sonnenhof Großaspach
1:1 (1:1)
05.05.2018
Preußen Münster - Sportfreunde Lotte
3:0 (2:0)
05.05.2018
1. FC Magdeburg - Chemnitzer FC
3:1 (3:1)
05.05.2018
FSV Zwickau - Fortuna Köln
1:0 (1:0)
05.05.2018
SC Paderborn - SV Wehen Wiesbaden
3:1 (0:0)
05.05.2018
VfR Aalen - Karlsruher SC
0:2 (0:1)
05.05.2018
Carl Zeiss Jena - SpVgg Unterhaching
2:1 (1:1)

Hansa-Heimsieg bei Grupe-Abschied vor 17.100 Zuschauern

Besondere Momente gab es im Ostseestadion im Vorfeld der 37. Spieltags. Selcuk Alibaz, Janis Blaswich, Tim Väyrynen, Fabian Holthaus, Kai Eisele, Mike Owusu sowie die dienstältesten Hansa-Profis Marcel Ziemer und Tommy Gruppe wurden vor dem Anpfiff verabschiedet. Besonders für Tommy Grupe, der fast zwei Jahrzehnte für die Kogge kickte, war es ein emotionaler Moment. Doch diesen wollte der FCH zusammen mit 17.000 Zuschauern zu einem noch besonderen machen und im letzten Heimspiel der Drittliga-Saison einen Sieg gegen den Halleschen FC einfahren.

Dafür stellte Pavel Dotchev die erste Elf etwas um. Für den verletzten Nico Rieble (Jochbeinbruch) rückte Tommy Grupe in die Startelf – außerdem kamen Vladimir Rankovic (Joshua Nadeau) und Soufian Benyamina (Stefan Wannenwetsch) zurück in die Anfangsformation und sollten mithelfen, die drei Punkte an der Ostsee zu behalten.

Der Gegner des 37. Spieltags wollte es Hansa im letzten Heimspiel jedoch nicht einfach machen und sich nach dem 0:2 der Vorwoche gegen Magdeburg noch einmal aufrappeln. Und schon kurz nach Anpfiff zeigte der HFC, dass mit ihnen zu rechnen ist. Der erste Angriff der Gäste führte direkt ins Rostocker Tor – jedoch erkannte das Schiedsrichter-Trio frühzeitig eine Abseitsposition.

Doch auch der FCH kam gut in die Partie und schlug direkt zu. Zunächst konnte Lukas Scherff noch im HFC-Strafraum gestoppt werden, doch der Hansa-Linksaußen blieb in Lauerstellung. Pascal Breier machte den Ball noch einmal scharf und fand Scherff im Zentrum, der mit dem Kopf zur Stelle war und den Ball mit Hilfe des Pfostens ins Tor bugsierte.

Der Hallesche FC versuchte den frühen Rückstand schnell zu kontern – Kapitän Gjasula schob seine Jungs immer wieder an. Aber die Kogge präsentierte sich wie schon über die gesamte Saison mit einer kompakten Arbeit gegen den Ball und spielte sehr diszipliniert. Dementsprechend überließ die Dotchev-Elf den Gästen zunächst mehr Feldvorteile und konzentrierte sich auf das schnelle Umschaltspiel. So auch in der 21. Minute. Fabian Holthaus eroberte den Ball und machte das Spiel schnell. Über rechts probierte es schließlich Vladimir Rankovic mit einer Flanke – doch im Zentrum verpassten Soufian Benyamina und Lukas Scherff. Im Gegenzug kam Halle zur bisher besten Möglichkeit durch Zenga, der jedoch aus guter Position deutlich vergab.

Die Partie spielte sich weitestgehend zwischen den Strafräumen ab, sodass Torraumszenen eher Mangelware waren – doch die wenigen Chancen nutzte vor allem der FCH eiskalt. Wieder ging es bei der Kogge nach Ballgewinn schnell. Bryan Henning setzte Pascal Breier in Szene, der Gegenspieler Müller ins Leere laufen ließ und den Pfosten traf – Henning schaltete in der Folge am schnellsten und drückte den Ball zum 2:0 für den F.C. Hansa über die Linie.

Zehn Minuten vor der Pause ließ Hansa weiter nichts anbrennen. Stattdessen wollten die Rostocker weiter nachlegen. Tommy Grupe schickte Vladimir Rankovic auf die Reise, der sich bis in den Strafraum durchsetzen konnte und Soufian Benyamina im Zentrum fand. Allerdings war Halle-Keeper Müller auf dem Posten und parierte aus kürzester Distanz. Und einen Annäherungsversuch hatte der FCH noch vor der Pause. Amaury Bischoff brachte einen Freistoß gefährlich vor den Kasten – Oliver Hüsing verpasste knapp. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Schult den ersten Durchgang ab und schickte beide Teams zur Halbzeitansprache.

Ohne Wechsel ging es für den FCH in die zweiten 45 Minuten – Halle wechselte hingegen einmal und brachte mit Martin Röser für Niklas Landgraf einen frischen Mann. Ähnlich wie im ersten Spielabschnitt agierte der FCH aus einer kompakten Grundordnung heraus und versuchte dann immer wieder gezielt umzuschalten. In der 52. Minute kam Hansa über rechts und mit Rankovic und Breier, der den Ball letztlich ins Zentrum brachte. Dort landete er vor den Füßen von Bryan Henning, der seinen zweiten Treffer auf dem Fuß hatte, aber zu wenig Druck hinter den Ball brachte.

Auch Halle probierte es offensiv, blieb aber fast immer an der guten Rostocker Defensive hängen – Janis Blaswich musste in seinem letzten Heimspiel für den FCH noch gar nicht eingreifen - bis zur 58. Spielminute. Mathias Fetsch hatte das Auge für den eingewechselten Röser, der per Direktabnahme Blaswich keine Chance ließ und den Anschlusstreffer erzielte.

Die Kogge wollte den alten Abstand wiederherstellen und hatte nach einer Ecke die Möglichkeit dazu – Gruppe scheiterte am HFC-Schlussmann. Es folgte eine wilde Phase der Sonnabendnachmittag-Partie, in der beiden Mannschaften kurzzeitig die Ordnung verloren und sich gute Kontermöglichkeiten ergaben. Diese konnte aber keine der beiden Mannschaften nutzen.

Nach 68 Minuten wechselte der HFC dann bereits zum dritten Mal – Hansa-Trainer Dotchev reagierte ebenfalls und brachte Wannenwetsch für Rankovic sowie Alibaz für Bischoff, die jedoch zunächst keine Akzente setzen konnten, da Halle erneut zuschlug. Und wieder war es die Kombination Fetsch – Röser die zum Erfolg führte. Mathias Fetsch legte geschickt mit dem Kopf ab, Röser vollendete erneut eiskalt und ließ Blaswich keine Abwehrmöglichkeit. Halle blieb nun dran und wollte mehr. Diesmal zog Fetsch selbst ab und verfehlte das Rostocker Tor nur knapp.

Hansa musste dagegenhalten und schlug zurück. Wieder war es der starke Breier, der sich durchtankte und den dritten Treffer der Partei vorbereitete. Der Winterneuzugang legte den Ball perfekt in den Rückraum für Bryan Henning, der nicht lange fackelte und das 3:2 markierte. Jetzt wollte der FCH die Entscheidung und legte direkt nach. Der eingewechselte Tim Väyrynen nutzte eine HFC-Unaufmerksamkeit und schob zum vierten Hansa-Treffer des Tages ein.

Nun hatte die Kogge den HFC geknackt, brachte die den Heimsieg souverän über die Zeit und konnte am Ende einen verdienten Dreier feiern, der das Team einen Spieltag vor Saisonende auf Rang fünf springen lässt.

F.C. Hansa Rostock – Hallescher FC 4:2 (2:0)

Torfolge: 1:0 Scherff (8.), 2:0 Henning (30.), 2:1 Röser (58.), 2:2 Röser (74.), 3:2 Henning (81.), 4:2 Väyrynen (83.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic (68. Wannenwetsch), Hüsing, Riedel, Holthaus – Breier, Grupe, Bischoff (72. Alibaz), Henning, Scherff – Benyamina (80. Väyrynen)

Hallescher FC: Müller – Ajani, Schilk (20. Kleineheismann), Müller, Baumgärtel – Lindenhahn, Zenga, Fennell, Gjasula (69. Manu), Landgraf (46. Röser) – Fetsch

Der HFC vor dem großen Umbruch

Mit aktuell 46 Punkten hat der HFC schon seit längerer Zeit nichts mehr mit dem Ab- oder Aufstieg zu tun. Doch mit dem Saisonverlauf kann der Traditionsclub aus Sachsen-Anhalt nicht zufrieden sein. Denn lediglich einmal tauchte der Hallesche FC auf einem einstelligen Tabellenplatz auf - und das war am ersten Spieltag. Seither ging es für die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt wenn überhaupt um den Klassenerhalt.

Allerdings hatte sich der HFC ganz andere Ziele gesteckt. Im zweiten Jahr unter der Leitung des gebürtigen Sachsen wollte sich das Team nicht nur mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben, sondern auch nach Möglichkeit etwas weiter oben angreifen. Aber daraus wurde nichts, zu inkonstant waren die Leistungen der Hallenser, sodass ein großer Schritt in der Tabelle ausblieb.

Auch deshalb gab der Club bereits vor Saisonende bekannt, dass es für Rico Schmitt kein weiteres  Trainerjahr beim HFC geben wird. Und nicht nur der Chef-Coach streicht die Segel. Gleich 13 Spieler verlassen Halle am Saisonende, drei weitere könnten folgen. Darunter auch Klaus Gjasula. Der Kapitän des HFC wird sich in der kommenden Saison das Trikot von Aufsteiger Paderborn überstreifen und ebenso wie Mittelfeldkollege Royal-Dominique Fennell Halle verlassen. Unter den Abgängen sind unter anderem auch die Schmitt-Schützlinge Röser und Pintol zu finden, die der scheidende Chef-Trainer wie schon Gjasula aus Offenbach nach Sachsen-Anhalt lotste.

Doch trotz der Umstände lässt sich der HFC zum Ende der Drittliga-Saison keinesfalls hängen. Zwar musste Halle am vergangenen Spieltag die dritte Derby-Niederlage der Saison (0:2 gegen Magdeburg) einstecken, aber zuvor gewann die Schmitt-Truppe bei den heimstarken Preußen aus Münster und zeigte sich gerade auswärts stark. Aus den zurückliegenden Gastpartien bei Chemnitz, Großaspach, Meppen und Münster holte das Team acht Zähler.

In den vergangenen Duellen mit dem F.C. Hansa ging der Hallesche FCH jedoch eher leer aus. Nur einen Zähler konnte der HFC aus den zurückliegenden vier Aufeinandertreffen holen. Damit es im fünften Anlauf wieder mit einem Dreier gegen die Kogge klappt, setzt Rico Schmitt wahrscheinlich verstärkt auf Jungs, die auch in der Spielzeit 2018/19 das Gesicht des HFC sein könnten.

Der gefährlichste Angreifer im Team - Mathias Fetsch - traf in den vergangenen fünf Ligaspielen drei Mal und hat auch für die kommende Saison einen gültigen Vertrag. Aber auch junge talentierte HFC-Spieler wie Nils Landgraf zählen immer häufiger zum Stammpersonal und könnten den Halleschen FC in der kommenden Drittliga-Saison und darüber hinaus prägen.

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