Hansa Fanshop
Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

38. Spieltag2019/20

4:2
Datum
Spielgegner
Ergebnis
04.07.2020
SV Waldhof Mannheim - FSV Zwickau
0:0 (0:0)
04.07.2020
SV Meppen - Eintracht Braunschweig
4:3 (3:1)
04.07.2020
1. FC Magdeburg - Preußen Münster
2:2 (0:0)
04.07.2020
TSV 1860 München - FC Ingolstadt 04
0:2 (0:0)
04.07.2020
FC Carl Zeiss Jena - Sonnenhof Großaspach
1:0 (0:0)
04.07.2020
MSV Duisburg - SpVgg Unterhaching
4:0 (1:0)
04.07.2020
1. FC Kaiserslautern - FC Bayern München II
1:0 (0:0)
04.07.2020
Würzburger Kickers - Hallescher FC
2:2 (1:1)
04.07.2020
KFC Uerdingen 05 - Viktoria Köln
1:1 (1:0)
04.07.2020
Chemnitzer FC - F.C. Hansa Rostock
2:4 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
FC Bayern München II
38
19
8
11
76:60
+16
65
2
Würzburger Kickers
38
19
7
12
71:60
+11
64
3
Eintracht Braunschweig
38
18
10
10
64:53
+11
64
4
FC Ingolstadt 04
38
17
12
9
61:40
+21
63
5
MSV Duisburg
38
17
11
10
68:48
+20
62
6
Hansa Rostock
38
17
8
13
54:43
+11
59
7
SV Meppen
38
16
10
12
69:57
+12
58
8
TSV 1860 München
38
16
10
12
63:54
+9
58
9
SV Waldhof Mannheim
38
13
17
8
52:47
+5
56
10
1. FC Kaiserslautern
38
14
13
11
59:54
+5
55
11
SpVgg Unterhaching
38
12
15
11
51:54
-3
51
12
Viktoria Köln
38
14
9
15
65:71
-6
51
13
KFC Uerdingen 05
38
12
12
14
40:54
-14
48
14
1. FC Magdeburg
38
10
17
11
49:42
+7
47
15
Hallescher FC
38
12
10
16
64:66
-2
46
16
FSV Zwickau
38
11
11
16
56:61
-5
44
17
Chemnitzer FC
38
11
11
16
54:60
-6
44
18
Preußen Münster
38
9
13
16
49:62
-13
40
19
Sonnenhof Großaspach
38
8
8
22
33:67
-34
32
20
Carl Zeiss Jena
38
5
8
25
40:85
-45
23

Härtel-Elf verliert Faden und am Ende 2:4 in Chemnitz

Der F.C. Hansa Rostock unterliegt im letzten Saisonspiel mit 2:4 beim Chemnitzer FC. Trotz zahlreicher Chancen sprangen bei den Himmelblauen nur zwei Treffer durch Scherff und Engelhardt heraus, denen vier Tore inklusive eines Hosiner-Hattricks der aufopferungsvoll um den Klassenerhalt kämpfenden Sachsen gegenüberstanden. Durch die Niederlage beendet der FCH die Spielzeit 2019/2020 auf Tabellenplatz sechs.

Ordentlich Rotation gab es auch vor den letzten 90 Minuten der laufenden Saison. Viermal hatte Chef-Trainer Jens Härtel sein Personal im Vergleich zum Uerdingen-Spiel getauscht. Neben Riedel und Nartey kehrten auch Sonnenberg sowie Hansa-Legende Bülow nach ihren abgesessenen Gelbsperren zurück in die Startformation. Draußen bleiben mussten dafür Straith und Vollmann sowie die nicht für den Kader nominierten Akteure Rieble und Daedlow.

Im Stadion an der Gellerstraße war von Beginn an zu merken, was für beide Mannschaften auf dem Spiel stand. Zwar ließen erste Torabschlüsse ein wenig auf sich warten, dennoch ging es auf dem Feld sehr intensiv zur Sache. Bülow war es dann, der nach 13 Minuten die erste Chance mit einem tollen Diagonalball heraufbeschwor. Neidhart erlief diesen, scheiterte aber am herauseilenden Jakubov. Chemnitz verzeichnete kurz darauf die erste gute Möglichkeit: Ein Eckstoß landete beim völlig freistehenden Bozic, der jedoch verzog (19.). Drei Minuten später wurde dem FCH der vermeintliche Führungstreffer durch Nartey zurückgepfiffen – Schiedsrichter Brand hatte zuvor ein Foul gesehen (22.). Hansa ließ sich davon nicht beeindrucken und drückte weiter auf das Tor. In der 26. Minute boten sich der Härtel-Elf die nächsten Großchancen, allerdings scheiterten sowohl Nartey als auch Hanslik am erneut glänzend parierenden Jakubov. Doch auch nach hinten sollte es vor der Pause nochmal gefährlich werden: Nachdem Sonnenberg unter dem Ball durchsprang, tauchte Hosiner allein vor Kolke auf, schoss aber knapp daneben (34.). In dieser Szene war die Kogge durchaus mit Glück gesegnet, machte das ansonsten aber sehr ordentlich. Dass es zur Pause noch 0:0 stand, war der einzige Wermutstropfen der sonst engagierten Leistung.

Zum Wiederanpfiff kam Vollmann für Nartey und sollte zusätzlichen Offensivdruck entfachen. Jubeln tat zunächst allerdings der CFC, der nach einem fragwürdigen Elfmeterpfiff des Schiedsrichters zur Führung durch Hosiner kam (50.). Der FCH bewies jedoch Moral – und antwortete postwendend. Nur zwei Minuten nach dem Rückstand markierte Scherff auf etwas glückliche Weise den Ausgleich, als Jakubov seine Hereingabe von der Seitenlinie ins eigene Netz bugsierte (52.). Und Hansa blieb dran: In Minute 57 meldeten Neidhart und Scherff mit ihren Abschlüssen direkt Anspruch auf das Tor zum 2:1 an. Um dieses Bestreben zu untermauern, wechselte Coach Härtel in der 65. Minute zum zweiten Mal und brachte mit Butzen, Ahlschwede und Breier gleich drei frische Kräfte ins Spiel. Die Schlussphase brach an und in beide Richtungen erhöhte sich die Schlagzahl nochmal. Chemnitz machte hinten auf, um sich gegen den Fall in die Regionalliga zu stemmen – der Kogge boten sich so zusätzliche Räume zum Kontern. Wie zum Beispiel in der 76. Minute, als Pepic im Strafraum wunderbar von Scherff bedient wurde, seinen Schuss aber nicht über die Linie brachte. Auf der anderen Seite machten es die Hausherren besser: Reddemann traf zwei Zeigerumdrehungen nach der Riesenchance für Pepic per Kopf zur Führung für seine Farben (78.), ehe Hosiner kurz vor Abpfiff noch zwei weitere Male zuschlug (86./88.) und für lange Rostocker Gesichter sorgte. Den Schlusspunkt setzte immerhin der FCH: Engelhardt erzielte nach seiner Einwechslung noch den Treffer zum 2:4 (90.) – eine schöne Randgeschichte einer in den letzten 15 Minuten erschreckenden Leistung des gesamten Teams.

Chemnitzer FC – F.C. Hansa Rostock 4:2 (0:0)

Tore: 1:0 Hosiner (50., FE), 1:1 Scherff (52.), 2:1 Reddemann (79.), 3:1 Hosiner (86.), 4:1 Hosiner (89.), 4:2 Engelhardt (90.)

Chemnitzer FC: Jakubov – Itter, Hoheneder, Reddemann, Milde (72. Oesterhelweg) – Sturm (60. Tallig), Müller, Garcia – Bonga (60. Blumberg), Hosiner, Bozic

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg (81. Engelhardt), Reinthaler – Neidhart (65. Ahlschwede), Pepic, Bülow, Scherff (65. Butzen) – Hanslik, Verhoek (65. Breier), Nartey (46. Vollmann)

Chemnitzer FC vor Endspiel um Drittliga-Verbleib

Am 38. Spieltag der laufenden Saison reist der F.C. Hansa Rostock zum Chemnitzer FC. Eine Partie mit absolutem Endspielcharakter – und das für beide Seiten. Denn sowohl für die Kogge, vor allem aber für die Himmelblauen geht es im Ost-Duell um alles.

Allerdings könnten sich die Vorzeichen der Begegnung kaum unterschiedlicher gestalten: Hansa kann mit einem Sieg bei günstigen Ergebnissen auf den anderen Plätzen noch den Sprung auf den Relegationsrang schaffen, für Chemnitz hingegen zählt nichts als ein Sieg – will man mit dem FSV Zwickau noch einmal die Plätze tauschen und den Abstieg verhindern. Aufgrund der Tatsache, dass die Karl-Marx-Städter überhaupt erst seit dieser Spielzeit zurück im Profifußball sind, wäre dieser wohl umso dramatischer.

Dass der CFC in diese missliche Lage geriet, kann vor allem an zwei Gründen festgemacht werden. Da wäre zum einen der starke Leistungsabfall, den das Team um Chef-Trainer Patrick Glöckner seit dem Re-Start der Liga erfährt. Befanden sich die Sachsen vor der Corona-Pause noch in einem echten Hoch, während dem sie in zehn Spielen 18 Punkte und damit mal eben fast die Hälfte ihrer 41 Zähler einfuhren, so gestalten sich die Umstände seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs komplett ungleichartig. Zwei Siegen und einem Remis stehen in dieser Phase nämlich ganze sieben Niederlagen gegenüber. Macht in Summe nur sieben Punkte aus den vergangenen zehn Partien.

Hinzu kommt der bittere Verlust gegen den direkten Konkurrenten aus Zwickau, den sich die Chemnitzer unter der Woche leisteten. Schon ein Unentschieden hätte sie vor dem großen Showdown um Welten besser dastehen lassen, wäre sechs Minuten vor Abpfiff nicht das entscheidende 2:1 für den FSV gefallen, das die Himmelblauen auf die Abstiegsränge beförderte.

Am Sonnabend werden aufgrund der Umstände also beide Mannschaften an ihr Maximum gehen, um mit einem Sieg zumindest die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Bereits vor zwei Jahren war die Kogge im Übrigen an Spieltag 38 zu Gast beim CFC. Die damals 75. Auflage des Ost-Duells endete mit einem 1:1-Unentschieden – ein Ergebnis, mit dem sich nun garantiert keines der Teams zufriedengeben wird.

  • sunmakersunmaker