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38. Spieltag2017/18

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
12.05.2018
Chemnitzer FC - F.C. Hansa Rostock
1:1 (0:1)
12.05.2018
SpVgg Unterhaching - VfL Osnabrück
4:1 (2:0)
12.05.2018
Karlsruher SC - Carl Zeiss Jena
2:3 (1:2)
12.05.2018
SV Wehen Wiesbaden - VfR Aalen
2:0 (2:0)
12.05.2018
Fortuna Köln - SC Paderborn
2:4 (1:1)
12.05.2018
Hallescher FC - FSV Zwickau
2:0 (2:0)
12.05.2018
Sportfreunde Lotte - 1. FC Magdeburg
0:1 (0:0)
12.05.2018
Sonnenhof Großaspach - Preußen Münster
2:2 (1:1)
12.05.2018
Rot-Weiß Erfurt - Würzburger Kickers
1:3 (1:1)
12.05.2018
Werder Bremen II - SV Meppen
2:1 (1:0)

Ausgleich in der Nachspielzeit – 1:1-Unentschieden beim Chemnitzer FC

Zum Abschluss der Drittliga-Saison ging es für den F.C. Hansa zum Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC. Gegen den scheidenden Traditionclub aus Sachsen wollte die Kogge für die knapp 2.000 mitgereisten Fans noch einmal das Gesicht zeigen, welches das Team von Trainer Dotchev weitestgehend in der Spielzeit auf den Platz brachte – und dabei nicht nur die Serie von acht Spielen ohne Niederlage weiterführen, sondern auch mit Platz fünf die gute Saison krönen. Allerdings hatten die Rostocker nach der kräftezehrenden Pokalaufgabe unter Woche mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Stefan Wannenwetsch, Soufian Benyamina, Amaury Bischoff und Christopher Quiring reisten erst gar nicht mit – hinzu kamen die Langzeitverletzten Hilßner, Ziemer, Rieble und Evseev. Tim Väyrynen konnte sich zumindest leicht angeschlagen auf die Bank setzen, sodass der FCH mit einem 16-Mann-Kader anreiste und mit einer Personalie in der ersten Elf überraschte. Eric Gründemann bekam sein Profidebüt zwischen den Pfosten und sollte mithelfen, zum 18. Mal in der Saison ohne Gegentreffer vom Platz zu gehen. Doch Hansa musste sich auf einen Gegner einstellen, der sich nach einer Horror-Saison und dem bereits feststehenden Abstieg ordentlich vom eigenen Publikum verabschieden wollte. Und den Chemnitzern gehörte auch erst Aktion der Partie. Dennis Grote gab einen erst Warnschuss für das Rostocker Tor ab. Die Hausherren versuchten den FCH früh unter Druck zu setzen, doch Hansa zeigte sich hellwach und nutzte schon in der 4. Spielminute einen CFC-Fehler zur frühen Führung. Marc Endres schlug über den Ball und brachte so Pascal Breier ins Spiel, der frei vor Keeper Tittel auftauchte und kaltschnäuzig verwandelte. Das frühe Tor spielte der Dotchev-Elf natürlich in die Karten. Chemnitz probierte immer wieder das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen – Hansa antwortete mit einer kompakten Defensive und schaltete immer wieder schnell um. Vladimir Rankovic mit der nächsten guten Annäherung über rechts. Aber auch die Sachsen kamen zu einer guten Gelegenheit. Florian Hansch drängte in den Hansa-Strafraum und hatte das Auge für Daniel Frahn, der jedoch aus kürzester Distanz vergab. Auf der Gegenseite dann wieder der F.C. Hansa mit einem Abschluss durch Pascal Breier, doch diesmal war der CFC-Schlussmann mit einer Fußabwehr zur Stelle. Der Chemnitzer FC probierte weiter viel, fand aber keinen Weg, um die sichere Hansa-Defensive zu bezwingen. Und im eigenen Angriff blieben die Rostocker nicht tatenlos. Mike Owusu kam in der 28. Minute nach einem Zuspiel von Pascal Breier im Chemnitzer Strafraum zu Fall, doch das Schiedsrichter-Trio entschied sich gegen den Strafstoß – eine Minute später fehlten Pascal Breier an gleicher Stelle nur Zentimeter zur Kopfballabnahme. Hansa bekam das Spiel zum Ende der ersten Hälfte mehr und mehr unter Kontrolle – Chemnitz kam nun zu keinerlei Druckmomenten mehr. Somit ging der FCH mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Halbzeitpause. Während die Kogge unverändert in die zweite Hälfte ging, wechselte der CFC einmal und brachte mit Campulka etwas frischen Wind in die Partie. Doch mit diesem kam der FCH aus der Kabine und setzte sich gleich mal in der Chemnitzer Hälfte fest. Die erste Großchance gehörte aber dem Gastgeber. Nach einer Rostocker Ecke ging es ganz schnell. Hansch und Tallig leiteten den gefährlichen Konter ein, der letztlich bei Daniel Frahn landete, aber Hansa-Debütant Gründemann blieb lange stehen und hielt die Führung fest. Drei Minuten später dann wieder Gründemann mit einer wichtigen Parade gegen Baumgart. Nach 58 Minuten die nächste Chance für den CFC durch Grote, der nun am Ausgleich kratzte. Hansa musste jetzt wieder für mehr Entlastung sorgen und kam nach zwei Standardsituationen zur Möglichkeit auf das 2:0. Erst verpasste Breier am langen Pfosten – danach fehlte bei Hüsings Kopfball nicht viel. Die Partie blieb weiter spannend. Denn der Chemnitzer FC wollte unbedingt im letzten Heimspiel in der 3. Liga zum Erfolg kommen, aber Hansa hielt gut dagegen und lauerte immer wieder auf die entscheidenden Momente, um mit dem zweiten Treffer das Spiel zu entscheiden. Hierbei sollte ab der 70. Spielminute Selcuk Alibaz mithelfen, der für Mike Owusu auf den Platz kam. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung bekam Alibaz sogar direkt die Chance, auf 2:0 zu stellen, verzog jedoch nach einer Umschaltsituation. Die Dotchev-Elf erhöhte jetzt noch einmal den Druck und suchte in der Schlussphase das 2:0 – erneut Alibaz mit der Einschusschance aus 18 Metern. In der Folge wechselte Pavel Dotchev zweimal und brachte mit Johann Berger (Henning) und Tim Väyrynen (Breier) zwei frische Spieler für die Schlussminuten. Nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung hatte Väyrynen die Entscheidung auf dem Fuß, brachte allerdings nach einem Doppelpass mit Fabian Holthaus zu wenig Druck hinter den Ball. Auch der Chemnitzer FC probierte es ein letztes Mal – und kam ganz viel Glück noch zu einem Abschluss. Eine Abwehraktion Oliver Hüsing landete genau vor den Füßen von Miroslav Slavov, der nicht lange fackelte und den 1:1-Endstand markierte. Chemnitzer FC - F.C. Hansa Rostock 1:1 (0:1) Torfolge: 0:1 Breier (4.), 1:1 Slavov (90.) Chemnitzer FC: Tittel – Hansch, Endres (78. Reinhardt), Trapp, Koch (60. von Piechowski) – Bachmann (46. Campulka), Grote, Baumgart – Tallig, Frahn, Slavov F.C. Hansa Rostock: Gründemann – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Rankovic, Grupe, Henning (83. Berger), Owusu (71. Alibaz), Scherff – Breier (86. Väyrynen)

Chemnitzer FC: Abstieg als Chance für Neuanfang

Was für eine Horror-Saison für den Chemnitzer FC. Bereits früh in der Hinrunde lief es sportlich nicht gut für die Sachsen. Am 8. Spieltag stürzten der CFC gar auf den 19. Tabellenplatz ab. Anschließend dümpelten die "Himmelblauen" die ganze Saison im Tabellenkeller umher. Doch es kam noch dicker. Eine drohende Insolvenz wurde zum Ernstfall. Im April dieses Jahres war es dann soweit und es folgte im Mai der nach Paragraf 6 der DFB-Spielordnung fällige Abzug von neun Punkten. Der Abstieg in die Regionalliga war besiegelt. Die Unruhe im Verein äußerte sich auch in einem ersten "Stühlerücken" in der Chefetage. Ein personeller Umbruch deutet sich auch bei den Spielern an. Erste Abgänge stehen bereits fest und es hat die Kaderplanung für die Regionalliga begonnen. Neben diesen ganzen Schauplätzen läuft allerdings noch der Ligaspielbetrieb und da konnte der CFC lediglich Schadensbegrenzung betreiben. In den letzten zehn Partien gelangen den Sachsen zwei Siege (gegen die Mitabsteiger Werder II und Erfurt) und zwei Unentschieden (gegen Halle und Würzburg). Ansonsten hagelte es Niederlagen. Im vorerst letzten Drittligaspiel für die Sachsen steht das Ostduell mit der Kogge an. Herschenken, werden die Himmelblauen diese Partie sicher nicht. Die Mannschaft hatte nach Bekanntwerden der Insolvenz angekündigt, trotzdem "so viele Punkte wie möglich zu holen", als Zeichen für die Fans. Außerdem möchten sich einige Spieler, deren Abgänge sich abzeichnen, für andere Vereine empfehlen. Gerade um die starken Offensivspieler Daniel Frahn (13 Tore, 2 Vorlagen)Tom Baumgart (6 Tore, 1 Vorlage) und Miroslav Slavov (11 Tore, 2 Vorlagen) werden sich einige Interessenten bemühen. Ein Wiedersehen wird es mit drei alten Bekannten geben. Marcus Hoffmann, Mikko Sumusalo und Maurice Trapp schnürten einst die Schuhe für den F.C. Hansa und finden sich nun im Kader des CFC. Die Bilanz zwischen den beiden Traditionsclubs ist nahezu ausgeglichen. Inklusive der Spiele vor der Wiedervereinigung begegneten sich beide Teams in insgesamt 70 Aufeinandertreffen. 28 Mal ging Chemnitz als Sieger vom Platz, 26 Mal der FCH. 16 Partien endeten Remis. Nach der Wende konnte die Kogge noch keinen Auswärtssieg in Chemnitz einfahren. Hoffentlich ändert sich dieser Umstand endlich am kommenden Sonnabend im Stadion an der Gellertstraße.
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