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4. Spieltag2020/21

2:3
Datum
Spielgegner
Ergebnis
10.10.2020
1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim
1:1 (0:1)
10.10.2020
TSV 1860 München - VfB Lübeck
4:1 (2:1)
10.10.2020
KFC Uerdingen 05 - FC Bayern München II
1:1 (0:0)
10.10.2020
SC Verl - F.C. Hansa Rostock
2:3 (1:3)
10.10.2020
Türkgücü München - SV Wehen Wiesbaden
0:0 (0:0)
10.10.2020
Dynamo Dresden - 1. FC Magdeburg
1:0 (0:0)
11.10.2020
SpVgg Unterhaching - SV Meppen
2:1 (1:1)
11.10.2020
Viktoria Köln - FC Ingolstadt 04
2:0 (1:0)
12.10.2020
Hallescher FC - FSV Zwickau
0:2 (0:1)
04.11.2020
MSV Duisburg - 1. FC Saarbrücken
2:3 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Saarbrücken
13
7
4
2
24:14
+10
25
2
Dynamo Dresden
13
8
1
4
19:11
+8
25
3
Hansa Rostock
13
6
5
2
21:13
+8
23
4
FC Ingolstadt 04
13
7
2
4
18:15
+3
23
5
Hallescher FC
13
6
3
4
17:19
-2
21
6
TSV 1860 München
13
5
5
3
24:15
+9
20
7
SC Verl
11
6
2
3
21:12
+9
20
8
SV Wehen Wiesbaden
13
5
4
4
21:18
+3
19
9
Türkgücü München
12
4
6
2
20:18
+2
18
10
Viktoria Köln
13
5
3
5
17:21
-4
18
11
SV Waldhof Mannheim
11
3
6
2
21:17
+4
15
12
KFC Uerdingen 05
13
4
3
6
11:15
-4
15
13
VfB Lübeck
12
4
2
6
16:17
-1
14
14
1. FC Kaiserslautern
13
2
8
3
12:15
-3
14
15
SpVgg Unterhaching
12
4
1
7
11:18
-7
13
16
FSV Zwickau
12
3
3
6
12:15
-3
12
17
FC Bayern München II
12
3
3
6
16:21
-5
12
18
1. FC Magdeburg
13
3
3
7
12:20
-8
12
19
MSV Duisburg
13
2
4
7
12:24
-12
10
20
SV Meppen
10
3
0
7
11:18
-7
9

3:2 trotz langer Unterzahl – Hansa entscheidet Spektakel in Verl für sich

Am 4. Spieltag der Saison ging es für unsere Kogge zum Liganeuling SC Verl. In der Sportclub-Arena erlebten die Zuschauern ein spektakuläres und höchst unterhaltsames Spiel, in dem unsere Kogge trotz langer Unterzahl am Ende das bessere Ende für sich hatte, mit 3:2 gewann und so die ersten drei Auswärtspunkte der Saison einfuhr.

Im Vergleich zur Uerdingen-Partie veränderte Chef-Trainer Jens Härtel seine Startformation auf einer Position: John Verhoek hat seinen Muskelfaserriss auskuriert und stürmte an Stelle von Korbinian Vollmann.

Hansa eröffnete die Partie und legte gleich los wie die Feuerwehr: Nach nur 12 Sekunden feuerte Verhoek den ersten gefährlichen Schuss von der Strafraumkante ab – nur Zentimeter am Kasten vorbei. Die etwa 1.000 Zuschauer sahen ein munteres Spiel in dem sich beide Mannschaften mit offenem Visier begegneten. Auch die Gastgeber ließen sich nicht lumpen und wurden in der 6. Minute das erste Mal so richtig gefährlich. Torjäger Janjic kam nach einem Freistoß zum Kopfball und zwang Kolke damit zu einer echten Glanztat. Unser Kapitän reagierte aber stark, faustete den Ball zur Ecke und bewahrte die Kogge so vor dem Rückstand. Nach wie vor war das Tempo hoch und auch in den Zweikämpfen war Feuer – so  auch als Bahn im Strafraum der Verler zu Fall kam (31.). Etwas abseits des Spielgeschehens hatte Sander an dessen Trikot gezogen, Schiedsrichter Patrick Hanslbauer entschied auf Foulelfmeter für die Kogge. Der gefoulte Bahn trat schließlich selber an und verwandelte sicher ins rechte untere Eck, Keeper Brüseke hatte auf die andere Seite spekuliert. Und der FCH setzte direkt zum Doppelschlag an: Litka setzte sich im Eins-gegen-eins mit einem robusten Körpereinsatz gegen seinen Gegenspieler durch und legte auf den mitgelaufenen Neidhart quer, dieser musste nur noch einschieben – 2:0 für den FCH (35.).  Doch die vermeintlich komfortable Führung war mit dem direkten Gegenzug bereits wieder dahin, der SC Verl zum Anschlusstreffer eingeladen: Sven Sonnenberg wurde von zwei Angreifern angelaufen und verlor den Ball, Yildirim ließ sich Gelegenheit nicht entgehen, blieb vor Kolke cool und verkürzte auf 2:1 aus FCH-Sicht. Hansa ließ sich von diesem kleinen Schock nicht beirren, spielte weiter mutig nach vorne und stellte den alten Vorsprung prompt wieder her. Einen weiten Einwurf von Scherff verlängerte Verhoek im Strafraum auf den zutage sehr aktiven Litka, der ließ am Fünfmeterraum noch einen Verteidiger aussteigen und vollstreckte vor Verl-Keeper Brüseke sicher (43.). In einer wirklich sehenswerten Partie ging der FCH im Anschluss mit einer 3:1-Führung in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte machten beide Teams genau da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Der erste Stich gehörte dabei den Ostwestfalen, die im Handumdrehen wieder zur Stelle waren und auf 3:2 verkürzten. Nachdem die Hansa-Abwehr eine Flanke von rechts nicht vollständig klären konnte, fiel der Ball an der Strafraumgrenze vor die Füße von Kurt, dessen satter Drop-Kick war für Kolke nicht zu halten (55.). Und es kam noch dicker für die Kogge: Schiedsrichter Hanslbauer zückte glatt rot für Roßbach, als dieser auf Höhe der Mittelfeldlinie Yildirim umsenste (58.), Hansa musste den Vorsprung fortan mit einem Mann weniger verteidigen. Die Verler erhöhten in der Folge mehr und mehr den Druck und schnürten den FCH regelrecht in der eigenen Hälfte ein, die Abwehr der Kogge verteidigte eine Flanke nach der anderen. Der SCV war nun fast ununterbrochen in Ballbesitz, war aber in vielen Szenen zu ungenau und schaffte es so trotz des enormen Drucks nicht, entscheidend vor das Tor der Hanseaten zu kommen. Auf der Gegenseite schaffte es der FCH kaum noch für Entlastung zu sorgen, längst ging es nur noch darum, die drei Punkte irgendwie mit an die Ostsee zu nehmen. Und tatsächlich war die Abwehrschlacht des F.C. Hansa am Ende von Erfolg gekrönt – das 3:2-Resultat wurde über die Zeit gebracht und so der erste wichtige Auswärtsdreier der Saison eingefahren.

SC Verl – F.C. Hansa Rostock 2:3 (1:3)

Tore: Bahn (31., FE), Neidhart (35.), Yildirim (37.), Litka (43.), Kurt (55.)

SC Verl: Brüseke – Lang, Mikic, Stöckner (77. Taz), Ritzka – Schwermann (55. Pernot), Kurt, Sander – Yildirim, Janjic, Rabihic

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg, Roßbach – Neidhart, Bahn, Löhmannsröben, Scherff – Litka (59. Reinthaler), Verhoek (61. Engelhardt), Breier (72. Rother)

SC Verl – Der Aufsteiger grüßt von oben

Mit dem SC Verl heißen wir in der Saison 2020/21 einen Liganeuling in den Reihen der dritthöchsten Spielklasse willkommen. In der Vorsaison gelang den Ostwestfalen der erstmalige Aufstieg – wenn auch unter teils kuriosen Umständen.

In der Regionalliga West wurde der „Fußballzwerg“ in der Saison 2019/20 „nur“ Vizemeister: Eine Platzierung, die im Normalfall nicht für den Sprung in die höhere Spielklasse ausreicht. Der Sportclub profitierte aber davon, dass Meister SV Rödinghausen bewusst auf eine Lizenz für die 3. Liga verzichtete. So waren die Verler die lachenden Zweiten, denn in den Aufstiegsspielen gegen Lok Leipzig konnte man dank zwei Unentschieden und der Auswärtstorregel das letzte Ticket für die 3. Liga buchen. Nachdem man in den Vorjahren immer im Mittelfeld der Regionalliga abschloss, grenzte der Aufstieg des SC Verl fast an ein kleines Fußballwunder. „Die Jungs haben sich unsterblich gemacht“, befand damals auch Trainer Guerino Capretti.

Für den Deutsch-Italiener ist der Trainerjob beim SC Verl ein echtes Heimspiel, denn „Rino“ ist nicht nur in Ostwestfalen aufgewachsen, sondern war von 2010-2015 bereits Spieler bei den Verlern. Zuletzt ließ er seine Spielerkarriere beim SC Blau-Weiß Ostenland, mit dem er vor kurzem den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat, ausklingen und arbeitete als Vertretungslehrer an der Geschwister-Scholl Schule in Gütersloh. Beides wird nun aber hinten anstehen müssen, denn parallel zum Ligageschäft absolviert der 38-Jährige gerade seine Ausbildung zum Fußballlehrer.

Von vielen im Kreis der Abstiegskandidaten gewähnt, hinterließ der Liganeuling in den ersten Spielen direkt mächtig Eindruck - aus den ersten drei Partien holte man sieben Punkte, ist bisher ungeschlagen und grüßt von Tabellenplatz 2. Im ersten Heimspiel an der Poststraße wurde Vorjahresmeister Bayern II mit 3:0 bezwungen. Apropos Heimspiel: Ausgetragen werden die Spiele der Verler aktuell in der heimischen Sportclub-Arena - das kommende Spiel gegen unsere Kogge kann allerdings nur „dank“ der Corona-Pandemie und einer Sondergenehmigung auf dem eigenen Geläuf stattfinden. Da das Stadion mit einer Kapazität von 5.000 Zuschauern nach den Regularien eigentlich zu klein ist, finden die Drittliga-Heimspiele der Ostwestfalen normalerweise in der benachbarten Benteler-Arena des SC Paderborn statt.

Für Furore sorgte in den ersten Partien vor allem der erfahrene Sturm des SC: Mit Zlatko Janjic stürmt ein Torjäger mit Bundesliga-Erfahrung für die schwarz-weißen. In den drei höchsten Spielklassen und dem DFB-Pokal bringt der 34-Jährige es zusammengerechnet auf exakt 280 Pflichtspieleinsätze und auch in der neuen Saison deutete er mit zwei Toren und zwei Vorlagen bereits wieder an, wie enorm wertvoll er für das Team ist. Während ihm mit Yildirim und insbesondere dem neu verpflichteten Justin Eilers gestandene Drittliga-Kicker zur Seite stehen, geht der Großteil des restlichen Teams in seine erste Spielzeit im Profifußball – in Verl vertraut man der eingespielten Aufstiegsmannschaft aus dem Vorjahr. Am Samstag liegt es nun an unserer Kogge, den Liganeulingen die erste Niederlage der Spielzeit zuzufügen und mit drei Zählern im Gepäck die Heimreise an die Ostsee anzutreten.

  • PK vor dem 4. Spieltag
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