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5. Spieltag2018/19

F.C. Hansa Rostock
0:4
Würzburger Kickers
Datum
Spielgegner
Ergebnis
24.08.2018
KFC Uerdingen 05 - Sonnenhof Großaspach
0:0 (0:0)
25.08.2018
VfR Aalen - TSV 1860 München
1:4 (0:2)
25.08.2018
VfL Osnabrück - Preußen Münster
3:0 (2:0)
25.08.2018
1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC
0:0 (0:0)
25.08.2018
SV Wehen Wiesbaden - SpVgg Unterhaching
1:2 (1:0)
25.08.2018
F.C. Hansa Rostock - Würzburger Kickers
0:4 (0:1)
25.08.2018
Energie Cottbus - SV Meppen
1:1 (1:0)
26.08.2018
Sportfreunde Lotte - Hallescher FC
0:1 (0:0)
26.08.2018
Eintracht Braunschweig - Fortuna Köln
0:2 (0:1)
27.08.2018
Carl Zeiss Jena - FSV Zwickau
2:1 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
KFC Uerdingen 05
8
5
1
2
10:8
+2
16
2
SpVgg Unterhaching
8
4
3
1
15:9
+6
15
3
Würzburger Kickers
8
4
1
3
15:10
+5
13
4
Karlsruher SC
8
3
4
1
8:6
+2
13
5
VfL Osnabrück
7
3
3
1
10:5
+5
12
6
Preußen Münster
8
4
0
4
12:12
0
12
7
TSV 1860 München
8
3
2
3
16:10
+6
11
8
Fortuna Köln
8
3
2
3
11:11
0
11
9
Hansa Rostock
8
3
2
3
11:14
-3
11
10
Carl Zeiss Jena
8
3
2
3
11:15
-4
11
11
Hallescher FC
7
3
1
3
9:7
+2
10
12
SV Wehen Wiesbaden
8
3
1
4
14:15
-1
10
13
FSV Zwickau
7
2
3
2
8:7
+1
9
14
Sonnenhof Großaspach
8
1
6
1
6:5
+1
9
15
Energie Cottbus
8
2
3
3
9:11
-2
9
16
VfR Aalen
7
2
2
3
10:11
-1
8
17
1. FC Kaiserslautern
8
1
5
2
10:12
-2
8
18
Sportfreunde Lotte
8
2
2
4
7:12
-5
8
19
Eintracht Braunschweig
8
1
4
3
8:13
-5
7
20
SV Meppen
8
1
3
4
8:15
-7
6

Heimserie gerissen: Hansa unterliegt Würzburg mit 0:4

Nach dem sensationellen Pokalerfolg gegen den VfB Stuttgart gab es für unsere Profis nur kurz Zeit zum Feiern: Am Sonnabend stand bereits das vierte und letzte Heimspiel des Monats gegen die Würzburger Kickers auf dem Plan. Gut gestimmt und von der magischen Nacht euphorisiert machten sich 12.300 Zuschauer auf den Weg ins heimische Ostseestadion, um der Kogge auch bei milden Temperaturen die Daumen zu drücken.

Im Vergleich zum Sieg im DFB-Pokal musste Trainer Pavel Dotchev auf zwei Positionen umstellen, da Mirnes Pepic nach seiner leichten Verletzung aus dem Stuttgart-Spiel nicht einsatzbereit war und auch Merveille Biankadi noch nicht wieder bei hundert Prozent stand. Für die beiden Mittelfeldspieler rückten Jonas Hildebrandt, der zu seinem Startelf-Debüt kam, und der wieder genesene Lukas Scherff in die Anfangsformation.

In der ersten Viertelstunde des Spiels betonten beide Mannschaften direkt ihre großen Ambitionen und machten das Spiel schnell. Insgesamt hatte der FCH zu diesem Zeitpunkt ein wenig mehr von der Partie, doch die Würzburger, die vor zwei Wochen gegen Cottbus zum ersten Mal in dieser Saison punkten konnten, lauerten stets auf schnelle Konter. Die erste Großchance hatte in der 16. Spielminute dann der Gast: Nach einem vermeintlichen Handspiel von Hansa-Keeper Gelios außerhalb des Strafraums brachte Würzburgs Dennis Mast den Ball per Volley aufs Tor, doch unser Torhüter konnte den Ball sicher parieren.

Die Chance gab den Gästen eine ordentliche Portion Selbstvertrauen und so kamen die Kickers gegen Mitte der ersten Halbzeit zu weiteren guten Abschlüssen. Unsere Kogge tat sich zu diesem Zeitpunkt des Spiels gerade im Spielaufbau schwer und versprühte wenn überhaupt nur nach Kontern ein wenig Gefahr. In der 29. Minute kam dann, was kommen musste: Nach einer der vielen Ecken wurde Würzburgs Hendrik Hansen nicht konsequent genug gestört, kam fünf Meter vor Gelios zum Abschluss und schob den Ball zur verdienten Führung ins linke Eck.

Auch nach dem Rückstand taten sich unsere Spieler weiterhin schwer, den Gast in Bedrängnis zu bringen und ähnlich wie gegen Wiesbaden schnell zurückzuschlagen. Einzig ein hoher Freistoß von Stefan Wannenwetsch sorgte vor dem Halbzeitpfiff für ein wenig Gefahr, doch auch defensiv waren die Kickers bis dato zu sicher. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Nicolas Winter den ersten Durchgang ab.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Keine zwei Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball schon im Rostocker Netz. Nach einem schnellen Angriff über rechts konnte Skarlatidis den von der Latte abgeprallten Ball per Volley zur 2:0-Führung versenken. Doch unsere Mannschaft gab sich noch nicht geschlagen. Nachdem Marco Königs auf rechts freigespielt wurde, fasste sich unser Mittelstürmer ein Herz und scheiterte aus spitzem Winkel am Pfosten des Gäste-Tors.

Und nach knapp fünfzig Minuten war die Kogge endlich da! Kurz nach dem Schuss von Königs kam auch Merveille Biankadi aus gut zwanzig Metern zum Abschluss und schoss den leicht angeschnittenen Ball nur knapp über den Querbalken. Auch auf den Tribünen setzte die Doppelchance nochmal Kräfte frei und sorgte für lautstarke Unterstützung der Fans, die unser Team zum Anschlusstreffer schreien wollten. Wenig später kam Willi Evseev ins Spiel und setzte mit einem strammen Rechtsschuss, der kurz vor der Linie vom eigenen Mann geblockt wurde, ein weiteres Ausrufezeichen. Der FCH war nun voll da!

Doch irgendwie sollte das Glück am heutigen Tage einfach nicht auf unserer Seite sein. Mitten in die Hansa-Druckphase hinein konterten die Gäste über rechts und erhöhten durch Janik Bachmann zum 0:3. Durch das Tor war auch der einzige gute Spielabschnitt des FCH direkt wieder beendet und es sollte noch schlimmer kommen. Erneut war es eine Flanke von rechts, die unsere Hintermannschaft nicht verteidigen konnte, sodass Ademi am zweiten Pfosten zum 0:4 einköpfte. Sein Treffer war gleichzeitig auch der Endstand der Partie, die nach 90 Minuten pünktlich abgepfiffen wurde.

Ein schwarzer Tag für unseren F.C. Hansa und seine Anhänger, der diesen Dämpfer nun möglichst schnell verarbeiten muss, um im kommenden Auswärtsspiel gegen Meppen wieder dreifach zu punkten.

F.C. Hansa Rostock – Würzburger Kickers 0:4 (0:1)

Tore: 0:1 Hansen (29.), 0:2 Skarlatidis (47.), 0:3 Bachmann (63.), 0:4 Ademi (81.)

F.C. Hansa Rostock: Gelios – Rankovic (60. Evseev), Riedel, Bülow, Rieble (46. Biankadi) – Wannenwetsch, Hildebrandt, Scherff – Breier (69. Williams), Königs, Soukou

Würzburger Kickers: Drewes – Göbel, Hansen, Schuppan, Wagner (78. Breitkreuz) – Skarlatidis, Gnaase (84. Kohls), Bachmann, Mast (69. Kaufmann) – Baumann, Ademi

Würzburg mit schwachem Start, dann mit Befreiungsschlag

Was für ein unglaublicher Pokalabend am vergangenen Wochenende. Durch starken Kampf und den unbedingten Willen zu gewinnen, kegelte der F.C. Hansa den favorisierten VfB Stuttgart aus dem Wettbewerb. Jetzt wartet aber schon die nächste Herausforderung auf die Elf von Chef-Trainer Pavel Dotchev.

Es gilt, den Schwung aus dem Pokal mit in den Ligaalltag zu nehmen. Schließlich findet sich die Kogge nach vier Spielen im Tabellenmittelfeld auf Platz zehn wieder. Dass da noch Luft nach oben ist, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Für die Dotchev-Elf spricht aktuell ihre Heimstärke, denn auch vor der Pokalsensation gewann die Kogge beide bisherigen Partien im Ostseestadion. Saisonübergreifend ist Hansa sogar seit sieben Spielen zu Hause ungeschlagen.

Mit den Würzburger Kickers kommt nun ein Gegner in den Norden, der zwar Ambitionen hat, oben mitzuspielen, bisher aber nur einen mäßigen Saisonstart vorweisen kann. Die ersten drei Partien gingen verloren (1:2 in Osnabrück, 0:2 gegen Uerdingen und 2:3 in Aalen). Zuletzt konnten die Franken allerdings ein Ausrufezeichen setzen. Mit einer starken Leistung und viel Offensivwirbel konnte der bisher erfolgreiche Aufsteiger aus Cottbus mit 3:1 nach Hause geschickt werden. Trotzdem stehen die Kickers momentan mit mageren drei Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz (17.) und haben ein Torverhältnis von 6:8.

Coach Michael Schiele, der die Würzburger am 12. Spieltag der vergangenen Saison als Interimstrainer übernahm, wurde schnell auch zum Cheftrainer ernannt. Unter ihm ging es bergauf. Sein Team holte aus 27 Spielen 15 Siege und sechs Unentschieden, landete somit auf dem fünften Tabellenplatz. Dass es in der neuen Saison noch nicht so gut läuft, könnte am Kaderumbruch liegen, den die Franken vollzogen haben. Neun Abgänge mussten kompensiert werden, darunter auch Leistungsträger wie Jannis Nikolaou, Emanuel Taffertshofer und Sebastian Neumann, die alle in die 2. Bundesliga abwanderten. Auch ein gewisser Marco Königs verließ den Verein und schnuppert jetzt Ostseeluft. Insgesamt zehn neue Spieler und ein weiterer auf Leihbasis schlossen sich den Kickers an.

Ein Leistungsträger ist aktuell Simon Skalartidis. Der Zehner traf in den vergangenen beiden Partien und gab eine Torvorlage. Zudem glänzte er oft mit guter Übersicht und präzisen Pässen. Offensiv haben die Franken mit Orhan Ademi einen gefährlichen Stürmer, der in der vergangenen Saison zwölf Tore erzielte und auch in dieser schon einmal getroffen hat. Der ehemalige Rostocker Maximilian Ahlschwede, der zu Beginn der neuen Spielzeit mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, stand bisher noch nicht auf dem Platz.

Ein Blick auf die kurze Bilanz der Aufeinandertreffen zwischen Hansa und den Kickers verrät ein leichtes Plus für die Kogge. Von vier Spielen gewann unser F.C. Hansa zwei. Einmal wurden die Punkte geteilt und einmal ging Würzburg als Sieger vom Platz. Vor drei Jahren, als den Rot-Weißen der Durchmarsch als Aufsteiger in die 2. Bundesliga gelang, gab es für unsere Kogge im Ostseestadion nur ein mageres 0:0 und eine 1:2-Auswärtspleite. Vergangenes Jahr hingegen gewann Hansa beide Partien. Nach einem 3:0 im Hinspiel, waren es in der Rückrunde Soufian Benyamina (32., Elfmeter), Stefan Wannenwetsch (38., Kopfball nach Flanke von Marcel Hilßner) und Vladimir Rankovic (56.), die im Ostseestadion für einen 3:1-Sieg sorgten.

Nun liegt es an der Elf von Pavel Dotchev, die aktuelle Heimstärke weiter auszubauen und die nächsten drei Punkte für die Mission „gemeinsam nach oben“ einzufahren.

  • PK vor dem 5. Spieltag
  • Interviews nach dem 5. Spieltag
  • PK nach dem 5. Spieltag
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