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5. Spieltag2020/21

F.C. Hansa Rostock
1:1
TSV 1860 München
Datum
Spielgegner
Ergebnis
16.10.2020
1. FC Magdeburg - Türkgücü München
2:0 (1:0)
17.10.2020
FC Bayern München II - 1. FC Kaiserslautern
0:0 (0:0)
17.10.2020
FC Ingolstadt 04 - SC Verl
2:1 (1:1)
17.10.2020
F.C. Hansa Rostock - TSV 1860 München
1:1 (0:1)
17.10.2020
VfB Lübeck - Dynamo Dresden
0:1 (0:0)
17.10.2020
SV Wehen Wiesbaden - SV Waldhof Mannheim
0:1 (0:1)
17.10.2020
FSV Zwickau - KFC Uerdingen 05
1:2 (1:2)
18.10.2020
1. FC Saarbrücken - SpVgg Unterhaching
2:1 (0:0)
18.10.2020
SV Meppen - Viktoria Köln
0:0 (0:1)
17.11.2020
MSV Duisburg - Hallescher FC
0:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Saarbrücken
13
7
4
2
24:14
+10
25
2
Dynamo Dresden
13
8
1
4
19:11
+8
25
3
FC Ingolstadt 04
13
7
2
4
18:15
+3
23
4
TSV 1860 München
13
5
5
3
24:15
+9
20
5
SC Verl
11
6
2
3
21:12
+9
20
6
Hansa Rostock
12
5
5
2
19:13
+6
20
7
SV Wehen Wiesbaden
13
5
4
4
21:18
+3
19
8
Türkgücü München
11
4
6
1
20:16
+4
18
9
Viktoria Köln
13
5
3
5
17:21
-4
18
10
Hallescher FC
12
5
3
4
15:19
-4
18
11
SV Waldhof Mannheim
11
3
6
2
21:17
+4
15
12
KFC Uerdingen 05
13
4
3
6
11:15
-4
15
13
VfB Lübeck
12
4
2
6
16:17
-1
14
14
1. FC Kaiserslautern
13
2
8
3
12:15
-3
14
15
SpVgg Unterhaching
11
4
1
6
11:16
-5
13
16
FSV Zwickau
12
3
3
6
12:15
-3
12
17
FC Bayern München II
12
3
3
6
16:21
-5
12
18
1. FC Magdeburg
13
3
3
7
12:20
-8
12
19
MSV Duisburg
13
2
4
7
12:24
-12
10
20
SV Meppen
10
3
0
7
11:18
-7
9

Zerfahrenes Spiel findet keinen Sieger: Hansa gegen 1860 endet 1:1

Nachdem der F.C. Hansa in der vergangenen Woche in Verl den ersten Auswärtsdreier einfuhr, sollten im heutigen Heimspiel gleich die nächsten Zähler her: Am 5. Spieltag begrüßte die Härtel-Elf die bis dato ungeschlagenen Löwen vom TSV 1860 München im Ostseestadion. In einer intensiven und zerfahrenen Partie trennten sich beide Mannschaften unter dem Strich mit 1:1.

Jens Härtel war im Vergeich zur Vorwoche gezwungen, zwei Wechsel vorzunehmen: Für den gesperrten Roßbach startete Reinthaler in der Dreierkette, für den verletzungsbedingt ausfallenden Scherff übernahm Neuzugang Luca Horn auf der linken Außenbahn.

Beide Mannschaften tasteten sich zunächst in die Begegnung herein, ohne dabei zu hohes Risiko einzugehen. Hansa stellte die Münchener bereits am eigenen Strafraum, verteidigte hoch und setzte schließlich auch das erste Ausrufezeichen der Partie: Löhmannsröben fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz, schoss den Ball jedoch zu unplatziert in die Arme von Hiller (7.). Auf der Gegenseite kamen die Münchner nach einem Missverständnis in der FCH-Defensive zur ersten richtig dicken Chance der Partie, doch Sonnenberg konnte in höchster Not auf der Linie klären, nachdem Lex Hansa-Keeper Kolke bereits umkurvt hatte (12.). Kurz darauf ließ auch unsere Kogge die Riesenchance zur Führung liegen: Litka tankte sich stark mittig durch die Defensivreihe der Löwen, schlug letztlich aber einen Haken zu viel, sodass 1860 mit vereinten Kräften klären konnte (14.). Es entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit viel Stückwerk und vielen Spielunterbrechungen, auch begünstigt durch viele kleinliche Entscheidungen des Unparteiischen. Hansa kam in der Folge vor allem nach Standardsituationen zu Chancen: Verhoek zielte nach einer Freistoßflanke zu hoch und brachte den Ball nicht im Kasten unter (31.), ebenso Löhmannsröben der ein paar Minuten später einen Schritt zu spät kam (35.). Ein Standard war es schließlich auch, der den Tabellenführer aus München noch vor der Pause in Front brachte: Nach einer Ecke war es ausgerechnet der drei Minuten zuvor eingewechselte Dennis Erdmann, der am ersten Pfosten am höchsten stieg und ins kurze Eck einnickte (42.). Trotz guten Chancen auf beiden Seiten ging es so mit einem 0:1- Rückstand in die Pause.

Die zweite Hälfte begann ohne Wechsel und hätte für die Härtel-Elf nicht besser starten können: Nach Pass von Neidhart war Bahn an Höhe der Strafraumgrenze komplett blank und schob überlegt ins rechte Eck ein – Ausgleich! Angepeitscht von den 7.500 Fans machte Hansa jetzt weiter Druck. Nach einem starken Spielzug über links und einer Flanke von Horn kam Breier im Sechszehner zum Abschluss – der Ball ging nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (61.). Wirklich Spielfluss kam jedoch auch in Halbzeit zwei nicht auf, immer wieder zog Schiedsrichter Oldhafer den Unmut der Spieler und des Stadions mit kleinlichen Entscheidungen auf sich. Große Tumulte gab es dann in der 74. Minute: Breiers Schuss aus acht Metern ging in Richtung des Münchner Kastens, die Kogge forderte zunächst das Tor. Zudem reklamierten die Hanseaten ein Handspiel, Verteidiger Salger hatte den Schuss mutmaßlich mit dem Arm abgewehrt, doch auch hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Nach minutenlangen Diskussionen auf dem Spielfeld und zwischen dem Schiedsrichtergespann ging es letztlich zum Frust aller die es mit Hansa halten mit Einwurf weiter – sicherlich eine strittige Szene. Erfreulichere Nachrichten gab es im Anschluss, denn Nik Omladic gab nach monatelanger Leidenszeit sein Comeback. In der 83. Minute wurde 1860-Linksverteidiger Steinhart mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen – Hansa agierte fortan in Überzahl, läutete die Schlussoffensive ein und hatte duch Vollmann die Gelegenheit zur Führung, Salger warf sich jedoch in den Schuss und klärte zur Ecke (90.). Auch Omladic hatte fast mit dem Schlusspfiff noch die Gelegenheit, für ein versöhnliches Ende auf Hansa-Seiten zu sorgen, scheiterte im Strafraum aber an der Parade von Torwart Hiller (90.+2). Dann war Schluss – Hansa musste sich mit dem 1:1 zufrieden geben.

F.C. Hansa Rostock – TSV 1860 München 1:1 (0:1)

Tore: Erdmann (42.), Bahn (50.)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg, Reinthaler – Neidhart, Bahn, Löhmannsröben (81. Rother), Horn (88. Vollmann) – Litka (81. Omladic), Verhoek, Breier

TSV 1860 München: Hiller – Willsch, Moll, Salger, Steinhart – Neudecker, Wein (39. Erdmann), Tallig, Dressel – Mölders, Lex (82. Greilinger)

Ungeschlagen – Hansa trifft auf hungrige Löwen

Mit dem TSV 1860 München begrüßen wir den ersten von insgesamt drei Klubs aus München bei uns an der Ostsee. Die Blau-Weißen reisen als Tabellenführer an und sind dementsprechend heiß darauf, auch am fünften Spieltag unbesiegt zu bleiben. Nach einigen Jahren des sportlichen Niedergangs scheint es so, als wenn die Löwen wieder erfolgshungrig sind und den Blick nach oben gerichtet haben.

Im Jahr 2017 stieg der ehemalige Deutsche Meister aus sportlicher Sicht in die 3. Liga ab – doch nicht nur das. Aufgrund von Differenzen mit dem 1860-Investor Hasan Ismaik konnte man den aufbringenden Geldbetrag für die benötigte Lizenz nicht fristgerecht einreichen, es folgte der Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern. Für den Verein aus sportlicher Sicht eine Katastrophe, aus der man jedoch auch seine Chancen ziehen konnte, schließlich konnte man seither einen echten Neustart vorantreiben. Bereits im Folgejahr gelang den Löwen nach erfolgreichen Aufstiegsspielen gegen den 1.FC Saarbrücken der Weg zurück in die 3. Liga. Dort hat Trainer Michael Köllner, der den 1.FC Nürnberg 2017/18 in die Bundesliga führte, den Verein wie es scheint zunächst etablieren können: Im vergangenen Jahr lief man auf dem 8. Tabellenplatz ein und hatte bis zum letzten Spieltag die Chance, noch den Relegationsplatz zu erreichen.

Die Sommerpause haben die Verantwortlichen genutzt und den Kader im Vergleich zum Vorjahr stark ausdünnt, dafür aber punktuell verstärken können. So hat man zum Beispiel mit Stephan Salger einen zweitligaerfahrenen Innenverteidiger von Arminia Bielefeld an die Grünwalder Straße gelotst. Von zentraler Bedeutung war zudem die Vertragsverlängerung mit Stürmer Sascha Mölders. Der 35-Jährige ist nicht nur Kapitän der Löwen, sondern auch zentrale Identifikationsfigur, schließlich blieb er dem Verein als einer von nur wenigen Profis nach dem Zwangsabstieg erhalten. Auch sportlich ist  er nahezu unersetzlich für das Team von Michael Köllner. Im Vorjahr brillierte der ehemalige Augsburger mit überragenden 30 Scorer-Punkten (15 Tore, 15 Vorlagen) und es scheint nach den ersten Spielen so, als habe er seine gute Form mit in die neue Saison nehmen können.

Trotz der vielversprechenden Kaderzusammenstellung hat Trainer Michael Köllner ein klares Bekenntnis zu einem Saisonziel vermieden. Über mögliche höhere Ambitionen wolle man je nach Tabellenlage erst ab dem 32. Spieltag sprechen. Er betonte, dass man eine sehr junge und entwicklungsfähige Mannschaft habe und sich dementsprechend auch von Woche zu Woche weiterentwickeln müsse. Dennoch dürfte es sicher das Ziel des TSV sein, früher oder später wieder in die zweithöchste Spielklasse aufzusteigen. Die ersten Ergebnisse der Saison zeigen jedenfalls deutlich: Mit 1860 ist dieses Jahr zu rechnen – die Löwen reisen mit 10 Punkten aus 4 Spielen und einer breiten Brust an die Ostseeküste.

Fest steht also, dass mit den Sechzigern ein harter Brocken auf unseren FCH wartet. Hoffnung machen dürfte der Kogge allerdings die Statistik gegen die Löwen: In der 3. Liga ist man bisher in allen vier Aufeinandertreffen mit den Münchnern ungeschlagen geblieben – generell gewann man wettbewerbsübergreifend fünf der letzten sechs Aufeinandertreffen. Am Sonnabend soll diese makellose Bilanz nun weiter ausgebaut werden.

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