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7. Spieltag2018/19

F.C. Hansa Rostock
2:2
TSV 1860 München
Datum
Spielgegner
Ergebnis
14.09.2018
Eintracht Braunschweig - Carl Zeiss Jena
2:0 (0:0)
15.09.2018
VfR Aalen - Preußen Münster
4:1 (2:0)
15.09.2018
KFC Uerdingen 05 - Hallescher FC
2:1 (1:0)
15.09.2018
VfL Osnabrück - Karlsruher SC
0:1 (0:0)
15.09.2018
SV Wehen Wiesbaden - SV Meppen
3:0 (0:0)
15.09.2018
F.C. Hansa Rostock - TSV 1860 München
2:2 (0:1)
15.09.2018
Energie Cottbus - Sonnenhof Großaspach
0:0 (0:0)
16.09.2018
Sportfreunde Lotte - FSV Zwickau
2:1 (0:0)
16.09.2018
SpVgg Unterhaching - Würzburger Kickers
0:1 (0:0)
17.09.2018
1. FC Kaiserslautern - Fortuna Köln
3:3 (2:2)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Würzburger Kickers
9
5
1
3
17:11
+6
16
2
KFC Uerdingen 05
8
5
1
2
10:8
+2
16
3
SpVgg Unterhaching
8
4
3
1
15:9
+6
15
4
VfL Osnabrück
8
4
3
1
11:5
+6
15
5
Preußen Münster
9
5
0
4
16:13
+3
15
6
Hallescher FC
8
4
1
3
10:7
+3
13
7
Karlsruher SC
8
3
4
1
8:6
+2
13
8
SV Wehen Wiesbaden
9
4
1
4
16:15
+1
13
9
TSV 1860 München
8
3
2
3
16:10
+6
11
10
1. FC Kaiserslautern
9
2
5
2
14:13
+1
11
11
Fortuna Köln
8
3
2
3
11:11
0
11
12
Sportfreunde Lotte
9
3
2
4
9:12
-3
11
13
Hansa Rostock
9
3
2
4
12:18
-6
11
14
Carl Zeiss Jena
9
3
2
4
11:17
-6
11
15
FSV Zwickau
8
2
3
3
8:8
0
9
16
Sonnenhof Großaspach
9
1
6
2
6:7
-1
9
17
Energie Cottbus
8
2
3
3
9:11
-2
9
18
VfR Aalen
8
2
2
4
10:12
-2
8
19
Eintracht Braunschweig
9
1
4
4
9:17
-8
7
20
SV Meppen
9
1
3
5
9:17
-8
6

Offener Schlagabtausch im Ostseestadion: Hansa und 1860 trennen sich 2:2

Bundesliga-Stimmung in Liga drei: Am Sonnabend empfing unsere Kogge den TSV 1860 München zum traditionsreichen Nord-Süd-Gipfel. Schon weit vor dem Anpfiff sorgten die 18.000 Zuschauer (davon 1.100 Gäste) im heimischen Ostseestadion für atemberaubende Stimmung auf den Rängen.

Im Vergleich zum Auswärtssieg in Meppen musste Chef-Trainer Pavel Dotchev verletzungsbedingt auf insgesamt drei Positionen umbauen: Nico Rieble, Mirnes Pepic und Anton Donkor, der zu seinem Startelf-Debüt kam, rückten für Scherff, Soukou und Evseev in die Anfangsformation.

Auch auf dem Rasen ging es von der ersten Minute an heiß her: Nach einem Fehler in Münchner Hintermannschaft setzte Pascal Breier Löwen-Keeper Hiller so unter Druck, dass dieser den Ball nur noch in die Füße von Marco Königs spielen konnte. Der Neuzugang aus Würzburg nahm den Kopf hoch und legte auf den neu in die Mannschaft gerückten Anton Donkor quer, dessen Schuss allerdings knapp neben dem Gäste-Tor landete.

Nachdem Hansa den Gast in der Anfangsviertelstunde tief in die eigene Hälfte drückte und das Spiel dominierte, konnte 1860 nach siebzehn Minuten zum ersten Mal für Gefahr im Hansa-Strafraum sorgen – und zwar so richtig. Der auffällige Antonio Grimaldi kam im Anschluss an eine lange Flanke freistehend zum Kopfball, doch Keeper Ioannis Gelios kratzte das Leder bärenstark von der Linie. Was für ein Schlagabtausch!

Nun waren die Löwen gegen Mitte der ersten Hälfte besser in der Partie und kamen gerade im Anschluss an Standartsituationen immer wieder gefährlich vor das Tor der Kogge. Nachdem beide Teams dann erstmal Tempo aus der Partie nahmen, zappelte die Kugel in der 30. Minute plötzlich im Netz der Kogge. Freistoß Steinhort, Kopfball Paul – 1:0 für den bayerischen Traditionsverein, der bereits zum siebten Mal in dieser Saison nach einem ruhenden Ball traf.

Wieder einmal waren die Comeback-Qualitäten unserer Mannschaft gefragt. Doch bis zum Halbzeitpfiff hatte der F.C. Hansa zunächst Glück, nicht doppelt in Rückstand zu geraten: Nachdem Grimaldi zwei Verteidiger stehenließ und seinen Mitspieler mustergültig bediente, traf dieser nur den linken Torpfosten. Sekunden vor dem Pausenpfiff dann die Doppelchance zum Ausgleich: Erst zwang Biankadi den Gäste-Keeper zu einer Glanzparade, dann wurde ein gefährlicher Schuss von Stefan Wannenwetsch im letzten Moment abgeblockt. Die Kogge war zurück im Spiel!

Was sich dann in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff im Ostseestadion abspielte, war gefühlt für keinen der 18.000 Zuschauer überhaupt zu begreifen. Doch der Reihe nach: Zunächst rollte der Angriff über die rechte Seite – Stefan Wannenwetsch lief seinem Gegenspieler davon, flankte halbhoch in die Mitte und Marco Königs spitzelte die Kugel zum Ausgleich in die Maschen. Nur eine Minute danach dann fast eine identische Situation: Diesmal ließ Anton Donkor die Löwen-Abwehr alt aussehen und bediente Pascal Breier am Elfmeterpunkt, der zur 2:1-Führung einschob. Was für eine unglaubliche Reaktion unserer Mannschaft – das Stadion stand komplett Kopf!

Die Gäste reagierten mit wütenden Angriffen, nachdem sie ihre erkämpfte Halbzeitführung binnen Minuten verschenkten. Doch der F.C. Hansa war nun voll da und ließ getragen von der ausgelassenen Stimmung rein gar nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Nach einem direkten Freistoß von Wannenwetsch witterte Breier erneut seine Chance, tauchte vor Keeper Hiller auf und zwang den jungen Schlussmann zu einer Glanzparade.

Es waren vor allem die kleinen Aktionen, die die Kogge im zweiten Durchgang so überlegen machten. Immer wieder schafften es Wannenwetsch und der starke Pepic, die Bälle schon im Mittelfeld zu erobern, diese dann schnell in die Spitze zu verteilen und so durchgehend für Gefahr zu sorgen. Von 1860 kam in dieser Phase so gut wie nichts. Löwen-Trainer Daniel Bierofka musste reagieren und wollte mit Bekiroglu und Kindsvater neue Akzente setzen.

Trotz der Dominanz musste der FCH eine Viertelstunde vor dem Ende dann urplötztlich den 2:2-Ausgleichstreffer hinnehmen. Grimaldi enteilte Julian Riedel, unser Kapitän setzte zur Grätsche an und Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte sofort auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß versenkte Steinhart eiskalt links unten – Gelios war ins andere Tor-Eck unterwegs. Wie bitter!

Das unglückliche Gegentor war auch gleichzeitig die letzte nennenswerte Aktion dieser Partie. Unser Team bäumte sich zwar noch einmal auf, kam aber nicht mehr zwingend genug vor das Tor der Münchner. Mit dem Unentschieden können die Gäste im Endeffekt sicherlich besser leben als der F.C. Hansa, der erneut ein tolles Comeback hinlegte und sich den Sieg verdient hätte. Durch den Punktgewinn klettert unsere Kogge auf Platz sieben und kann mit einem Sieg in Großaspach wieder ganz oben angreifen.

F.C. Hansa Rostock – TSV 1860 München 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Paul (31.), 1:1 Königs (48.), 2:1 Breier (50.), 2:2 Steinhart (76., FE)

F.C. Hansa Rostock: Gelios – Rankovic, Riedel, Bülow, Rieble – Biankadi, Pepic, Wannenwetsch (80. Hildebrandt), Donkor (80. Scherff) – Königs, Breier

TSV 1860 München: Hiller – Paul, Weber, Lorenz, Steinhart – Moll, Wein, Abruscia (67. Bekiroglu) – Willsch, Grimaldi (77. Lex), Karger

Torhungrige Löwen zurück im Profifussball

Nach dem hochverdienten Auswärtssieg beim SV Meppen, bei dem unsere Mannschaft eine starke Reaktion auf das verlorene Heimspiel gegen Würzburg zeigte, empfängt die Kogge nun den TSV 1860 im Ostseestadion. Mit den Münchnern lieferte sich der F.C. Hansa schon viele spannende Duelle in der ersten und zweiten Liga und muss sich auf einen spielstarken Gegner gefasst machen.

Zum Ende der Saison 2016/17 gab es für die vielen Fans des bayerischen Traditionsvereins den großen Schock: Als Verlierer des Abstiegs-Relegationsspiels gegen Jahn Regensburg ging es für 1860 nicht nur ein, sondern aufgrund der fehlenden Lizenz gleich zwei Stockwerke tiefer. Und so fand sich der Verein zum ersten Mal in seiner Geschichte in der viertklassigen Regionalliga Bayerns wieder. Dort konnte der TSV eine fulminante Spielzeit mit 83 Punkten aus 36 Spielen hinlegen und schaffte die direkte Rückkehr in den Profifußball. In ihre erste Drittliga-Saison starteten die Löwen ähnlich vielversprechend wie die anderen Aufsteiger aus Liga vier und sammelten bisher zehn von 18 möglichen Punkten.

Das Prunkstück der Münchner war an den ersten Spieltagen ohne Zweifel die Offensive. In sechs Begegnungen konnten die Spieler der Weiß-Blauen bereits 13 Mal einnetzen und stellen damit gemeinsam mit den Würzburger Kickers den Ligabestwert. Gegen die Sportfreunde Lotte, die mit 5:1 aus dem Stadion geschossen wurden und den VfR Aalen (4:1-Auswärtssieg) feierte der TSV bereits zwei Kantersiege und war auch am vergangenen Spieltag gegen Energie Cottbus erfolgreich. Dass der momentan Viertplatzierte mit so viel Schwung daherkommt, liegt unter anderem am eingespielten Kader. Nahezu alle Leistungsträger aus der Aufstiegssaison konnten gehalten werden, zusätzlich wurden unter anderem mit Quirin Moll, Stefan Lex und Adriano Grimaldi namhafte Neuzugänge an die Isar gelotst. Auffällig ist die Trefferverteilung innerhalb der Mannschaft: Nicht zwei oder drei, sondern acht verschiedene Spieler konnten sich bereits in die Torschützenliste eintragen, was die Löwen zu einem extrem unberechenbaren Gegner macht.

Für einen Sieg der Kogge spricht im Duell der Verfolger die Statistik der letzten Aufeinandertreffen. Sowohl das Heim- als auch das Auswärtsspiel konnte der FCH in der Zweitliga-Saison 2011/12 für sich entscheiden. Nachdem 1860 im Hinspiel mit 2:0 aus dem Ostseestadion geschickt wurde, erzielte Freddy Borg in München zehn Minuten vor Schluss den goldenen Treffer per Kopf. Auch Kai Bülow wird die letzte Begegnung gegen seinen langjährigen Arbeitgeber in guter Erinnerung haben: 2009 sorgten Tobias Jänicke und Fin Bartels vor 19.000 Zuschauern für einen 2:1-Erfolg.

  • PK vor dem 7. Spieltag
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