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9. Spieltag2019/20

F.C. Hansa Rostock
1:1
FSV Zwickau
Datum
Spielgegner
Ergebnis
20.09.2019
Würzburger Kickers - SV Meppen
3:2 (3:1)
21.09.2019
Chemnitzer FC - FC Carl Zeiss Jena
3:2 (1:1)
21.09.2019
1. FC Kaiserslautern - 1. FC Magdeburg
1:1 (0:0)
21.09.2019
MSV Duisburg - TSV 1860 München
2:1 (1:1)
21.09.2019
SpVgg Unterhaching - Sonnenhof Großaspach
2:0 (2:0)
21.09.2019
Hallescher FC - Preußen Münster
2:2 (0:0)
21.09.2019
Viktoria Köln - Eintracht Braunschweig
0:0 (0:0)
22.09.2019
F.C. Hansa Rostock - FSV Zwickau
1:1 (1:0)
22.09.2019
FC Bayern München II - FC Ingolstadt 04
2:1 (1:1)
23.09.2019
KFC Uerdingen 05 - SV Waldhof Mannheim
0:3 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SpVgg Unterhaching
11
6
4
1
20:15
+5
22
2
Hallescher FC
11
6
3
2
21:10
+11
21
3
Eintracht Braunschweig
11
6
2
3
20:14
+6
20
4
MSV Duisburg
11
6
1
4
24:18
+6
19
5
SV Waldhof Mannheim
11
4
6
1
20:12
+8
18
6
FC Ingolstadt 04
11
5
3
3
21:14
+7
18
7
Viktoria Köln
11
5
3
3
22:19
+3
18
8
FC Bayern München II
11
5
2
4
21:20
+1
17
9
1. FC Magdeburg
11
3
7
1
17:10
+7
16
10
Hansa Rostock
11
4
4
3
14:13
+1
16
11
FSV Zwickau
11
4
3
4
17:15
+2
15
12
Würzburger Kickers
11
5
0
6
19:28
-9
15
13
SV Meppen
11
4
2
5
21:16
+5
14
14
TSV 1860 München
11
4
2
5
15:18
-3
14
15
1. FC Kaiserslautern
11
3
4
4
18:23
-5
13
16
KFC Uerdingen 05
11
3
4
4
12:17
-5
13
17
Sonnenhof Großaspach
11
3
2
6
13:25
-12
11
18
Preußen Münster
11
2
4
5
16:21
-5
10
19
Chemnitzer FC
11
2
3
6
15:21
-6
9
20
Carl Zeiss Jena
11
0
1
10
8:25
-17
1

Auf Traumstart folgt Ernüchterung: Hansa spielt 1:1 gegen Zwickau

Trotz eines perfekten Starts in die Partie holt der F.C. Hansa Rostock gegen den FSV Zwickau nur einen Punkt. Vor 16.247 Zuschauern hatte Breier unsere Farben bereits nach zwei Minuten in Führung gebracht, doch die Gäste konnten kurz nach Wiederanpfiff durch einen Sonntagsschuss von Viteritti ausgleichen. Zwei ausgebliebene Elfmeterpfiffe sorgten in der Schlussphase für Gesprächsstoff.

Lediglich auf einer Position hatte Chef-Trainer Härtel im Vergleich zur Vorwoche umgestellt: Nartey rückte anstelle von Pepic (Außenbandriss) in die erste Elf. Für die Leihgabe vom VfB Stuttgart folgte so auf den 28-minütigen Einsatz gegen Eintracht Braunschweig das Startelfdebüt im Trikot der Kogge.

Das Duell mit den Schwänen aus Zwickau begann für den FCH mit einem Traumstart. Nach Einwurf von rechts stand Breier bereits in Spielminute zwei goldrichtig und schoss platziert zum frühen 1:0 ein. Nur zwei Zeigerumdrehungen später die nächste Großchance: Opoku war in halblinker Position an den Ball gekommen, doch Ex-Hanseat Brinkies parierte stark (4.). Nach zehn Minuten zeigten sich auch die Gäste aus Sachsen erstmals gefährlich. Angreifer König konnte einen Fehlpass von Rieble erlaufen, schloss aber zu schwach ab. In der Folge riss der FSV das Spiel mehr und mehr an sich, wenngleich die ganz großen Möglichkeiten auf den Ausgleich ausblieben. Also in Minute 25 mal wieder die Kogge: Von Opoku eingeleitet, lief unser Team in Überzahl auf das Zwickauer Tor zu - den Weg ins Tor fand das runde Leder jedoch nicht. Von da an spielte sich die Partie fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab, gefährliche Offensivaktionen blieben Mangelware. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff fand Breier dann nochmal den Kopf des eingelaufenen Opokus, dieser bekam allerdings nicht genug Druck hinter den Ball. Auch Zwickau trat nochmal in Erscheinung, Schröter setzte einen Schuss von der Strafraumkante knapp über das Tor. Nach 45 Minuten blieb es beim Stand von 1:0.

Nach dem perfekten Start in die erste Hälfte trat zu Beginn von Durchgang zwei der Worst Case ein: Von der Hansa-Hintermannschaft kaum bedrängt, durfte Viteritti aus 16 Metern abschließen und stellte den 1:1-Ausgleich her (50.). Zwar hatte Kolke sich lang gemacht, dem Sonntagsschuss des Mittelfeldmanns war aber nichts entgegenzusetzen. Um den Schock des Gegentreffers zu verdauen, brauchte unser Team nicht allzu lang. In Spielminute 57 brachte ein Vollmann-Freistoß umgehend Gefahr, doch Sonnenberg köpfte knapp drüber. Fast im Gegenzug trat auch der FSV erneut in Erscheinung: König schloss aus kurzer Entfernung in die Arme von Kolke ab (59.). Coach Härtel hatte unterdessen doppelt gewechselt und Verhoek sowie Pedersen für Breier und Omladic ins Spiel gebracht. Beleben tat das die Offensive vorerst wenig. In der 72. Minute ging im Strafraum der Gäste dann Butzen zu Fall – der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Zwickau nutzte die durch Proteste bedingte Unordnung und konterte, in letzter Instanz zwang Jensen Kolke zur Parade. Und auch auf der Gegenseite schlug der Ball beinahe im Tor ein, doch einen Pedersen-Schuss lenkte Brinkies aus kürzester Entfernung noch um den Pfosten (74.). Einen weiteren Aufschrei gab es acht Minuten vor dem Ende, als Pedersen seinem Gegenspieler im Strafraum an die Hand schoss – die Pfeife des Schiedsrichters aber erneut still blieb. Zwickau drückte ebenfalls noch auf den entscheidenden Treffer, doch die gut sortierte Hansa-Defensive ließ nichts mehr zu.

F.C. Hansa Rostock – FSV Zwickau 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Breier (2.), 1:1 Viteritti (50.)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Butzen, Sonnenberg, Rieble, Neidhart (78. Ahlschwede) – Omladic (59. Pedersen), Bülow, Vollmann, Nartey, Opoku – Breier (59. Verhoek)

FSV Zwickau: Brinkies – Hehne, Handke, Frick, Lange – Schröter (89. Mäder), Reinhardt, Jensen (90. Wimmer), Viteritti – König, Huth (85. Wegkamp)

Schwäne aus Zwickau zu fester Größe gereift

Die Formkurve unseres F.C. Hansa zeigt nach den zurückliegenden Ergebnissen in Pokal und Liga nach oben. Mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Drittligapartien präsentierte sich die Härtel-Elf zuletzt gut in Form und möchte diesen Eindruck nun beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau bestätigen. Dass dies keine leichte Aufgabe wird, zeigt unter anderem der Blick auf die vergangenen Begegnungen der beiden Teams.

Seit dem ersten Aufeinandertreffen in den Fünfzigerjahren spielten beide Mannschaften insgesamt 66-mal gegeneinander – das Duell gegen die Westsachsen blickt also auf eine große Historie zurück. Die Bilanz fällt dabei recht ausgeglichen aus: Während der FSV ganze 28-mal als Sieger den Platz verließ, behielt der FCH in 24 Partien die Oberhand – 14-mal endete das Ost-Duell unentschieden. Nach dem Aufstiegskrimi in der Relegation gegen den SV Elversberg gelang den Schwänen in der Saison 15/16 der langersehnte Aufstieg in die dritte Liga. Seitdem trafen beide Mannschaften sechsmal aufeinander, wobei drei dieser Spiele unentschieden ausgingen – beim umkämpften Duell gegen die Zwickauer wird sich also traditionell kein Zentimeter des grünen Rasens geschenkt.

Personell gesehen glänzt der Kader des FSV nicht durch seine herausragenden Einzelspieler sondern durch die mannschaftliche Geschlossenheit. Jahr für Jahr schaffen es die Zwickauer, sich durch Kampf und Leidenschaft in der dritten Liga zu halten und dabei auch immer wieder für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. So beendeten die Sachsen die letzte Saison auf einem guten siebten Platz und zeigten einmal mehr, dass sie zu einer festen Größe der dritten Liga gereift sind. Einen großen Anteil daran hat sicherlich auch Ronny König. Der 36 Jahre alte Routinier und Stoßstürmer überzeugt mit seiner physischen Präsenz im gegnerischen Strafraum und stellt die Abwehrreihen regelmäßig vor Probleme.

Ein emotionales Wiedersehen wird es am Samstag mit dem Kapitän der Westsachsen geben. Der Mecklenburger und Ex-Hanseat Johannes „Pommes“ Brinkies hütet seit 2016 das Tor des FSV Zwickau und zählt seither zu den konstantesten Torhütern der dritten Liga. Hinzu kommt, dass derzeit lediglich ein Zähler beide Mannschaften in der Tabelle trennt – Fans beider Lager können sich also auf einen packenden und leidenschaftlich geführten Ost-Kracher im Ostseestadion freuen.

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